International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Britischer Chefermittler zu Irak-Krieg: Blair war nicht aufrichtig

06.07.17, 12:58 06.07.17, 13:17


FILE - In this Saturday, Sept. 7, 2002 file photo, President George Bush welcomes British Prime Minister Tony Blair as he arrives for talks at Camp David, Maryland, USA. Blair's decision to back Bush in the war in Iraq is widely seen to have damaged his reputation and cost his Labour Party electorally. Twenty years on from Blair's historic landslide victory in 1997, Labour faces a big defeat in the British General Election on Thursday, June 8, 2017.  (AP Photo/J. Scott Applewhite, File)

Blair und Bush: Zusammen in den Krieg. Bild: J. SCOTT APPLEWHITE/AP/KEYSTONE

Ein Jahr nach Veröffentlichung des britischen Untersuchungsberichts zum Irak-Krieg hat Chefermittler John Chilcot erneut heftige Kritik an Ex-Premierminister Tony Blair geübt.

Blair sei bei der Entscheidung, in den Krieg zu ziehen, der Öffentlichkeit gegenüber «nicht aufrichtig» gewesen, sagte Chilcot in einem Interview der BBC, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Der Ex-Premier habe sich auf Gefühle statt auf Fakten verlassen.

Die Haltung des 64-jährigen ehemaligen Politstars sei allenfalls «emotional aufrichtig» gewesen. Das reiche als Regierungschef aber nicht aus, um ein Land in den Krieg zu führen, kritisierte Chilcot.

Der Chilcot-Bericht, der im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde, war zu dem Schluss gekommen, dass die Irak-Invasion der britischen Streitkräfte an der Seite der USA im Jahr 2003 nicht die letzte Option gewesen war. Möglichkeiten einer friedlichen Lösung seien nicht ausgeschöpft worden.

Zudem habe die Regierung die Geheimdienstinformationen über angebliche Massenvernichtungswaffen in den Händen des irakischen Regimes nicht ausreichend hinterfragt. Ein Sprecher des Ex-Premiers liess wissen, Blair habe sich bereits nach Veröffentlichung des Berichts vor einem Jahr ausführlich zu allen Vorwürfen geäussert. (sda/dpa)

Der Tag, der die Welt veränderte

Das könnte dich auch interessieren:

Ist Trump nun ein Faschist oder nicht?

Die 7 schlimmsten Momente, die du an einer Prüfung erleben kannst

Die Grünen sind die unverbrauchten Linken

Norilsk – no fun. Das ist Russlands härteste Stadt

«In einer idealen Welt wären Solarien verboten»

Diese Nachricht lässt jede Playstation 4 sofort abstürzen – so schützt du dich

30 Millionen Facebook-Profile gehackt. User-Daten weg. So merkst du, ob du betroffen bist

Diese Inder löschen Pornos und Gräuel-Bilder aus dem Netz – und leiden dabei Höllenqualen

Warum Tabubrecher triumphieren und was die Schweiz damit zu tun hat

Swisscom erhöht Abopreise um 191%: So reagieren die Kunden auf den erzwungenen Abowechsel

Mit diesen 10 Tricks und Tipps holst du das Beste aus Spotify raus

Wir haben die Kantonsgrenzen neu gezogen – so sieht die Schweiz jetzt aus

Diese 7 Frauen hätten einen Nobelpreis verdient – nur eine könnte ihn noch bekommen

GoT-Star Natalie Dormer meint: «MeToo war absolut notwendig!»

Alpentourismus kämpft mit Gigantismus um Gäste: Kann das gut gehen?

Der Staat soll Stillpausen für berufstätige Mütter bezahlen

Wie AfD-Weidel mit falschen Schweizer Asylzahlen Hetze gegen Ausländer macht

Diese Tweets zeigen dir, was mit Menschen passiert, wenn sie zu lange keinen Sex haben 😂

Sorry, Bundesrat Berset, aber es ist Freitag und wir hatten nichts Besseres zu tun ...

«Einmal Betrüger, immer Betrüger» – 7 Leute erzählen von ihrem Beziehungsende

11 Schritte für mehr Nachhaltigkeit in deinem Alltag

präsentiert von

Du denkst, du kennst die Kommaregeln? Ha!

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

5
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Echo der Zeit 06.07.2017 17:58
    Highlight Blair ist ein Elender Feiger Hund.
    8 2 Melden
  • Saraina 06.07.2017 16:20
    Highlight Also wenn ich bei den Maturiätsprüfungen bescheisse, dann bin ich emotional ehrlich gewesen, weil mir viel daran lag, und ich es irgendwie richtig fand, die Prüfung zu bestehen. Cool!
    10 1 Melden
  • karl_e 06.07.2017 15:17
    Highlight Blair? Bliar heisst der Herr!
    7 1 Melden
  • Ottokar Mettler 06.07.2017 14:58
    Highlight Keine Sekunde glaube ich, dass er "emotional aufrichtig" gewesen wäre.
    Es wurde ganz bewusst betrogen und gelogen um einen Raubzug für Rohstoffe zu legitimieren.
    Die Auswirkung: Über eine Million tote, Nährboden für Islamischen Terror und eine komplette destabilisierte Region, deren Auswirkungen das komplette Jahrundert prägen werden.
    Bush und Blair und ihre Allierten in Europa und Saudi Arabien gehören müssen dafür zur Rechenschaft gezogen werden.
    21 1 Melden
  • Raphael Stein 06.07.2017 14:04
    Highlight ...«nicht aufrichtig» gewesen,

    nett gesagt für voll angelogen.
    19 0 Melden

Brexit und kein Ende: Warum es beim EU-Austritt der Briten nicht vorwärtsgeht

In weniger als einem halben Jahr wird Grossbritannien aus der EU austreten. Nach wie vor ist unklar, wie der «Scheidungsvertrag» aussehen soll. Das sind die Gründe für die Brexit-Blockade.

Theresa May stand nach dem ersten Tag des EU-Gipfels in Brüssel mit leeren Händen da. Daran trägt die britische Premierministerin die Hauptschuld. Zur Enttäuschung der übrigen Staats- und Regierungschefs präsentierte sie am Mittwoch keine neuen Vorschläge für einen Vertrag über den Austritt ihres Landes, der am 29. März 2019 fällig wird, in weniger als einem halben Jahr.

In einer 15-minütigen Rede beim Abendessen legte May den Standpunkt ihrer Regierung dar. Dabei habe sie «inhaltlich …

Artikel lesen