International
Guten Tag!
Watson wird soeben von unserem aussergewöhnlich attraktiven und intelligenten IT-Team modernisiert und ist deshalb zur Zeit nur eingeschränkt verfügbar. Das dauert nicht lange, versuch es bitte in ein paar Minuten nochmals.
Vielen Dank!

Die britische Premierministerin Theresa May am Parteitag der Konservativen in Birmingham (05.10.2016). Bild: TOBY MELVILLE/REUTERS

EU-Bürger sollen nach Brexit in Grossbritannien bleiben dürfen

08.10.16, 11:18 08.10.16, 14:34

Nach dem Austritt Grossbritanniens aus der EU sollen alle bereits im Land lebenden EU-Bürger ein Bleiberecht geniessen. Das berichtete der «Daily Telegraph» am Samstag.

Nachforschungen der Behörden hätten ergeben, dass mehr als 80 Prozent der derzeit schätzungsweise 3,6 Millionen EU-Bürger in Grossbritannien bis zum mutmasslichen Brexit im Jahr 2019 ohnehin ein Bleiberecht zustehen werde, hiess es. Für die verbliebenen EU-Bürger wolle die Regierung eine Ausnahmeregelung schaffen.

Die britische Premierministerin Theresa May hatte am vergangenen Wochenende angekündigt, sie wolle das Austrittsverfahren aus der EU spätestens Ende März 2017 einleiten. Der Verhandlungsprozess dauert dann noch zwei Jahre.

Handelsminister Liam Fox wies vor einigen Tagen darauf hin, dass die Regelungen zum Bleiberecht für EU-Bürger in Grossbritannien zur Verhandlungsmasse gehören sollten. «Das aus der Hand zu geben, bevor wir überhaupt verhandeln, würde darauf hinauslaufen, einer unserer wichtigsten Trümpfe abzugeben», sagte Fox.

Die Briten hatten in einem Referendum am 23. Juni mit knapper Mehrheit für den Brexit gestimmt. May übernahm kurz darauf den Parteivorsitz und den Posten an der Regierungsspitze von ihrem Vorgänger David Cameron.

Erst nach der offiziellen Austrittserklärung können die Verhandlungen über die Entflechtung der Beziehungen zwischen Grossbritannien und dem Block der 27 verbleibenden EU-Staaten beginnen. (sda/afp)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Angst vor der Brexit-Übergangsphase: Jetzt beginnt die wirkliche Arbeit

Rechtzeitig zum EU-Gipfel will das Europäische Parlament eine Erklärung zum Brexit verabschieden. Die Abgeordneten machen erstmals klar, wie sie sich die künftigen Beziehungen zu den Briten vorstellen.

Eines ist für die Abgeordneten im Europaparlament schon mal klar: Ewig soll die Übergangsphase nicht dauern, in der Grossbritannien nach dem Brexit zwar nicht mehr Mitglied der Gemeinschaft ist – aber weiterhin von allen Regeln, zum Beispiel vom gemeinsamen Binnenmarkt, profitiert. Man werde einem solchen Abkommen nur zustimmen, wenn es zeitlich eng befristet sei und «drei Jahre nicht übersteigt», heisst es in einer Resolution, die die EU-Parlamentarier kommenden Mittwoch in Strassburg …

Artikel lesen