International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Haustiere des vergifteten Doppelagenten Skripal sind tot

06.04.18, 09:55 06.04.18, 11:08

Bild: EPA/EPA

Die Haustiere des vergifteten russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal – eine Katze und zwei Meerschweinchen – sind nach britischen Regierungsangaben tot. Als ein Tierarzt Zugang zum Grundstück Skripals bekommen habe, «waren zwei Meerschweinchen leider gestorben», sagte eine Sprecherin des britischen Umweltministeriums am Donnerstagabend der Nachrichtenagentur AFP.

Eine Katze in «erschöpftem Zustand» sei ebenfalls gefunden und auf Entscheidung eines Tierarztes hin eingeschläfert worden.

Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März im englischen Salisbury vergiftet worden. Die britische Anti-Terror-Polizei erklärte, die Skripals seien zu Hause mit dem Nervengift in Kontakt gekommen. Die höchste Konzentration des Giftes wurde demnach an der Haustür gefunden.

Russland ist «höchstwahrscheinlich» verantwortlich

Video: srf

Die Zeitung «The Sun» berichtete, Skripals Katze mit Namen «Nash Van Drake» sei in das nahe gelegene Forschungszentrum Porton Down gebracht und dort eingeschläfert worden. Die Überreste der drei Tiere seien eingeäschert worden, zitierte die Zeitung ungenannte Regierungsquellen.

Moskau sorgt sich um Tiere

Moskau hatte in dieser Woche, einen Monat nach dem Giftanschlag, Besorgnis über das Schicksal der Haustiere geäussert. «Warum hat die britische Seite das noch nicht angesprochen?», fragte eine Sprecherin des russischen Aussenministeriums am Mittwoch. Russlands Botschaft in London berichtete zudem von einer zweiten Katze, die von der britischen Regierung aber nicht erwähnt wurde.

Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März in Salisbury vergiftet worden. Beide fielen daraufhin ins Koma. Sergej Skripal befindet sich weiter in einem kritischen Zustand, seine Tochter ist auf dem Weg der Besserung.

Die britische Regierung macht Moskau für den Giftanschlag verantwortlich. Russland weist jede Verantwortung zurück. Der Fall hat zu der schwersten diplomatischen Krise zwischen Russland und Grossbritannien sowie zahlreichen weiteren westlichen Staaten seit dem Kalten Krieg geführt. (sda/afp)

Der Fall Skripal

«Fühle mich täglich stärker»: Giftopfer Julia Skripal äussert sich erstmals öffentlich

Putin und May geraten immer heftiger aneinander – diese 6 Dinge musst du jetzt wissen

Die Fronten verhärten sich: Russland weist zahlreiche Diplomaten aus EU-Ländern aus

Russische Herkunft von Nervengift nicht nachweisbar – doch es gibt ein grosses Aber

«Der Westen lügt die ganze Zeit» – so sehen Russen die Agenten-Affäre

Vorstoss scheitert: Russland wird nicht in Ermittlungen um Skripal-Affäre miteinbezogen

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
10
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Julian Roechelt 06.04.2018 16:39
    Highlight Absolut unglaubwürdig.
    Und sofort verbrannt. Dabei wären die Tiere ein wichtiges Beweismittel gewesen.
    5 1 Melden
  • grind 06.04.2018 13:53
    Highlight spione meucheln schön und gut, aber bei tieren hört der spass auf!
    7 2 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 06.04.2018 16:26
      Highlight Die Tiere sind verendet weil sich niemand kümmerte...
      4 0 Melden
  • Toerpe Zwerg 06.04.2018 10:29
    Highlight Moskaus Herz für Tiere:

    Einschläferungsaktion vor der Fussball WM.

    http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/international/fliessband-des-todes;art9640,1223753
    32 18 Melden
    • Datsyuk 06.04.2018 11:16
      Highlight Ja, absolut verachtenswert. Aber: Wieso schreibst du nicht davon, dass die britischen Vorwürfe lächerlich sind?
      25 18 Melden
    • Toerpe Zwerg 06.04.2018 11:46
      Highlight Weil ich nicht dieser Ansicht bin.
      19 27 Melden
    • Datsyuk 06.04.2018 12:25
      Highlight Und weshalb nicht? Persönliche Überzeugung? Oder weisst du von der Öffentlichkeit nicht bekannten Beweisen?
      11 8 Melden
    • Toerpe Zwerg 06.04.2018 14:24
      Highlight Ich mache keine Behauptungen. Es liegt an Ihnen, ihre Behauptung der Lächerlichkeit zu begründen.
      6 9 Melden
  • sheimers 06.04.2018 10:11
    Highlight Sind die Tiere jetzt am Gift gestorben, oder weil sich nach dem Anschlag niemand um sie gekümmert hat?
    67 2 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 06.04.2018 12:50
      Highlight Gemäss anderen Artikel, weil sie vergessen wurden.
      11 0 Melden

In diesen 7 Momenten stand die Welt vor dem Dritten Weltkrieg

«Mögest du in interessanten Zeiten leben», so lautet angeblich eine chinesische Verwünschung. Unsere Zeiten sind «interessant» wie lange nicht mehr – jedenfalls, wenn wir an den aktuellen Stand der Weltpolitik denken. Noch nie war die Gefahr so gross, dass es im schon seit 2011 andauernden syrischen Bürgerkrieg zu einer direkten militärischen Konfrontation der Grossmächte kommt. US-Präsident Trump tweetete, die Beziehungen der USA zu Russland seien schlechter denn je, den Kalten …

Artikel lesen