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epa06384871 The British Union flag and European Union flag outside parliament in London, Britain, 12 December 2017. British Prime Minister Theresa May is set to face another Brexit Bill showdown over a 'meaningful vote' on the final deal, when ministers vote at parliament 13 December.  EPA/ANDY RAIN

Nur noch 41 Prozent der Briten befürworten den Brexit.  Bild: EPA/EPA

Brexit, no thanks! Mehr als die Hälfte der Briten will nun doch in der EU bleiben



Die Mehrheit der Briten will einer neuen Umfrage zufolge doch in der Europäischen Union bleiben. Dabei ist der Vorsprung der EU-Befürworter mit 51 Prozent vor den Brexit-Anhängern mit 41 Prozent so gross wie noch nie zuvor.

Dies berichtet die Zeitung «The Independent» am Samstag unter Berufung auf eine Studie des Meinungsforschungsinstituts BMG. Bei der Volksbefragung im Juni 2016 hatten 52 Prozent der Briten für den EU-Austritt und 48 Prozent dagegen gestimmt.

Die Frage, ob Grossbritannien Mitglied der EU bleiben sollte oder nicht, beantworteten in der neuen Umfrage sieben Prozent mit «weiss nicht». Ein Prozent antwortete gar nicht.

Ehemalige Nichtwähler entscheidend

Verantwortlich für den immer grösser werdenden Abstand zwischen Brexit-Gegnern und -Befürwortern sind vor allem diejenigen Briten, die sich nicht an dem Referendum im Juni 2016 beteiligt hatten, wie der Chef von BMG Research, Michael Turner, der Zeitung sagte. Die damaligen Nichtwähler würden nun mit überwältigender Mehrheit im Verhältnis 4:1 für den EU-Verbleib stimmen, während die damaligen Befürworter und Gegner eines EU-Austritts überwiegend (zu rund 90 Prozent) bei ihrer Meinung geblieben seien. Befragt wurden rund 1500 Erwachsene vom 5. bis zum 8. Dezember.

Zuletzt hätten die Brexit-Befürworter im Februar in Umfragen geführt, seitdem habe es eine langsame Verschiebung in der öffentlichen Meinung in Richtung der Brexit-Gegner gegeben.

Vasall der EU?

Die Briten schulden der EU Milliarden

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Video: srf

Der britische Aussenminister und Brexit-Befürworter Boris Johnson sprach sich unterdessen in der Zeitung «Sunday Times» dafür aus, bei den Verhandlungen mit der EU so viel wie möglich herauszuholen. Sollte Grossbritannien die europäischen Verordnungen nicht abstreifen können, werde das Königreich zu einem «Vasallenstaat» der EU werden, warnte er.

Premierministerin Theresa May handelt gegenwärtig mit den anderen EU-Mitgliedern die genauen Bedingungen und Umstände des Austritts aus. Dieser soll im März 2019 erfolgen. (sda/reu/dpa)

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41
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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lukakus 17.12.2017 13:55
    Highlight Highlight Hahaha! Ja, das ist typisch. Jetzt plötzlich wird ihnen klar, was der Brexit für eine Bedeutung hat. Seit Jahren wählen die Leute scheinbar wild und unüberlegt, und merken dann erst, was sie getan haben. Es ist Zeit, dass man wieder beginnt zu denken!
    • Echo der Zeit 17.12.2017 16:10
      Highlight Highlight und sich von Populisten nicht mehr einlullen Lässt.
  • Fabio74 17.12.2017 10:45
    Highlight Highlight Schauen wir mal ab, bis die Verhandlungen beendet sind. und was dann das Parlament macht...
  • Mr. Raclette 17.12.2017 10:13
    Highlight Highlight Nur eine Folge der reinen Angstmacherei der EU Diktatur!
    • Juliet Bravo 17.12.2017 12:10
      Highlight Highlight Von Diktatur scheinst du keine grosse Ahnung zu haben.
    • Fabio74 17.12.2017 12:13
      Highlight Highlight Lasset endlich Hirn regnen!
      Wer die EU als Dikatur bezeichnet hat keine Ahnung was eine Diktatur ist und verhöhnt sämtliche Opfer von Diktaturen!
    • äti 17.12.2017 12:22
      Highlight Highlight Dachte, man hat in UK befragt.
  • Str ant (Darkling) 17.12.2017 10:10
    Highlight Highlight Dann haben die Nichtwähler es vieliecht doch mal gelernt das Wählen gehen wichtig ist!
  • Töfflifahrer 17.12.2017 10:05
    Highlight Highlight Zum Zweiten:
    Wer den Populisten glaubt ohne selbst zu denken wacht eben irgendwann auf und muss feststellen, dass nur wenige profitiert haben, aber der Rest, inklusive ihm, verarscht wurden.
    • reaper54 17.12.2017 12:00
      Highlight Highlight Gute Frage wann werden die Südländer begreifen, dass die Deutschen sie nur für ihre Währungsmanipulation missbrauchen. Das ganze Neoliberale Gebilde “EU” ist nur da um die Menschen auszuquetschen.
    • Watcher 17.12.2017 14:57
      Highlight Highlight @reaper54: gut erkannt, im Vergleich zu vielen anderen hast du den Durchblick. Es gibt noch vieles mehr zu entdecken.
  • Töfflifahrer 17.12.2017 10:02
    Highlight Highlight Es zeigt wohl, jede Stimme zählt und, bei der Entscheidungsfindung das Hirn mitzubenutzen und nicht nur auf die Magenverstimmung zu hören, kann helfen vernünftige Entscheidungen zu treffen.
  • Zeit_Genosse 17.12.2017 09:57
    Highlight Highlight Aber weil ein Brexit abgestimmt wurde, wird er durchgezogen. Sollche komplexen Abstimmungen zeigen, dass die Meinungsbildung erst nach der Abstimmung erfolgt, wo man sich auf das Thema einlassen muss. Die Frage ist, ob man in einer Demokratie so weitreichende Entscheide, die das Leben über Jahrzehnte bestimmen werden, nach einem Wahlgang durchzieht, auch wenn der Willen sich entgegen entwickelt. Moderne Führung - im Gegensatz zu Politik -steuert und gibt Gegensteuer und nutzt Korekturmöglichkeiten. Es geht um zu viel, dass man hier einfach stur darauf losgeht.
  • Slavoj Žižek 17.12.2017 09:45
    Highlight Highlight Gelten neu Umfragen vor demokratischen Ergebnissen?
    • Jol Bear 17.12.2017 11:37
      Highlight Highlight In diesem Fall ja, sofern man Brexit-Gegner ist. Kommt halt immer auf das Ergebnis der Umfrage an. In Sachen "no billag" wurden Umfragen vor kurzem stark kritisiert, in diesem Fall von den Billag-Befürwortern...
    • Sandro Lightwood 17.12.2017 12:37
      Highlight Highlight Die Austrittsverhandlungen werden deswegen ja nicht abgebrochen.
  • _kokolorix 17.12.2017 09:42
    Highlight Highlight Bei so einem knappen Ergebnis, sollte generell noch mal abgestimmt werden. Ein Zufallsmehr bedeutet keine demokratische Legitimation und legt den Grundstein für jahrelange gehässige Streitereien.
    Es wäre wirklich hilfreich wenn nur ein deutliche Mehrheit so krasse Veränderungen herbeiführen könnte
    • _kokolorix 17.12.2017 13:17
      Highlight Highlight @R. Peter
      Nein, die 100 Stimmen machen bei einer ⅔Mehrheit die deutliche Mehrheit nicht zu einer Minderheit.
      Ausserdem ist es äusserst billig, die Gehässigkeiten einzig der Verliererseite anzukreiden. Die Überheblichkeit der Sieger ist mindestens genau so dafür verantwortlich.
      Diese höhere Hürde hätte einzig zur Konsequenz, dass nur ausgewogene und breit abgestützte Vorlagen eine Chance hätten. Höhere Ansprüche an Politiker ja, aber die Hüh und Hot Initiativen der SVP haben auf jeden Fall noch kein Problem gelöst, dafür einen Haufen neue geschaffen
    • You will not be able to use your remote control. 17.12.2017 13:38
      Highlight Highlight > Als progressiv denkender Mensch

      Du bist das Gegenteil.
    • _kokolorix 17.12.2017 20:59
      Highlight Highlight @R. Peter
      Du kannst deine Rechenkünste noch so sehr bemühen, eine ⅔Mehrheit ist eine wesentlich breiter abgestütze Mehrheit als 50.4%.
      Natürlich wären Änderungen dann schwerer einzuführen, dass ist ja der Zweck meiner Forderung. Änderungen sind nicht per se gut, aber vieles das längere Zeit galt funktioniert. Wir täten gut daran weniger, aber gut durchdachte, tiefgreifende Änderungen zu machen. Der hektische Aktionismus der rechten und linken Ränder führt zuverlässig ins Chaos, und das Chaos nützt nur den Reichen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jupiter Jones 17.12.2017 09:22
    Highlight Highlight Auch in den Umfragen kurz vor der Abstimmung war jeweils eine Mehrheit gegen den Brexit. Wenn genug Druck aufgebaut wird, getrauen sich halt bei einer Umfrage nicht mehr alle, ihre Meinung zu sagen. In einer anonymen Abstimmung sähe das Resultat dann bestimmt wieder anders aus.
  • Gustav.s 17.12.2017 09:20
    Highlight Highlight Wer nicht wählt, wählt wie die Mehrheit. Ob diese Faultiere dann wirklich wählen gehen ist eh unwahrscheinlich. Ist sicher gerade eine Party oder die Frau von Prinz xzz hat ein neues Kleid was man twittern muss.
    Viele erzählen auch nur sie wählten nicht und würden jetzt, pure Taktik. Ausserdem sagen Umfragen vielfach etwas falsches aus, vor allem wenn gewisse Kreise dies wollen.
    Aber trotzdem bin ich nach wie vor überzeugt, es wird am Ende keinen Brexit geben!
  • w'ever 17.12.2017 08:38
    Highlight Highlight die meisten briten die den entscheid bereuen sind wohl eher müde von der dauer der umsetzung.
    • Hoppla! 17.12.2017 12:45
      Highlight Highlight Was beweisen würde, dass sie keine Ahnung hatten über was sie genau abstimmen. Also nicht, dass dies überraschend wäre.

      Ein Austritt aus der verflochtenen EU ist nun mal keine simple Wohnungskündigung.
    • w'ever 17.12.2017 19:05
      Highlight Highlight ich weiss nicht, ob genau diese einstellung (dass keiner eine ahnung hat), die schwierige formulierung gewisser abstimmungsvorlagen oder die überheblichkeit gewisser personen/parteien das problem ist, dass "falsch" abgestummen wird.
      es ist an der zeit, dass solchen personen richtig erklärt und die vor- und nachteile gewisser entscheidungen simpel aufgezeigt werden, und nicht einfach als unwissend abgestempelt wird.
  • crik 17.12.2017 06:58
    Highlight Highlight Korrekter Titel:

    "4 von 5, die bei der Abstimmung zuhause blieben, bereuen es nun"
  • hävi der spinat 17.12.2017 04:46
    Highlight Highlight Entschieden ist entschieden.

    Auch wenn es manchen nicht passt.
    • Tan Long 17.12.2017 09:18
      Highlight Highlight Interessante Einstellung. Sind sie aufrichtig und stringent und denken auch so wenn zu ihren Ungunsten entschieden wird?
      Und ganz nebenbei, das wäre ja zu Ende gedacht, das Ende von Allem.
    • Einer Wie Alle 17.12.2017 09:24
      Highlight Highlight Entscheide kann man auch rückgängig machen, wenn man will.
      Entschieden ist nicht unbedingt entschieden.
      Entschieden ist entschieden sagt man einem Kind, das jetzt ein anderes Fleisch will, als das, welches es vom Buffet holte.
    • Amboss 17.12.2017 09:38
      Highlight Highlight Naja, noch ist der Brexit nicht umgesetzt. Und je länger es geht, desto mehr offene Punkte und Unsicherheit werden auftauchen.

      Ich glaube jedenfalls nicht, dass der Brexit kommt. Aus reiner Vernunft wird man davon absehen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beggride 17.12.2017 04:02
    Highlight Highlight Da wird wieder mal klar aufgezeigt, dass eben der Satz "meine Stimme entscheidet eh nichts" völlig falsch ist... Vor allem bei wichtigen Entscheidungen sollte man sich genau überlegen, wenn man nicbt wählen geht

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