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Unter den Tätern gab es auch eine junge Frau (rechts unten). Bild: AP/Northumbia Police

Bande lieferte Mädchen für Sexpartys – Polizei schleuste Vergewaltiger ein 

10.08.17, 14:23 10.08.17, 17:12

Eine Bande hat jahrelang Mädchen und junge Frauen mit Drogen gefügig gemacht und auf Sexpartys in Grossbritannien angeboten. Die 17 Männer und eine Frau wurden laut Medien in fast 100 Anklagepunkten - darunter Vergewaltigung und Menschenhandel - schuldig gesprochen.

Sie erhielten Gefängnisstrafen von insgesamt mehr als 300 Jahren, wie der Nachrichtensender Sky News am Donnerstag berichtete. Es gab mehrere Prozesse gegen die Bande; der letzte endete am Mittwoch.

278 Opfer

Die Polizei identifizierte bisher 278 Opfer. 20 von ihnen halfen als Zeuginnen. Sie waren damals etwa 14 bis 25 Jahre alt. Die Taten ereigneten sich bereits zwischen 2011 und 2014 in Newcastle.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft waren alle Opfer so ausgesucht worden, dass sie als «gefährdet» galten und sich aufgrund ihrer Lebensumstände kaum wehren konnten. Details hierzu wurden aber nicht bekannt. Die Mädchen erhielten Alkohol, Cannabis und andere Drogen und wurden danach von älteren Männern missbraucht.

Vergewaltiger eingeschleust

Um das perfide Netzwerk zu zerschlagen, hatte die Polizei einen einschlägig vorbestraften Vergewaltiger als Informanten eingeschleust. Er hatte dafür 10'000 britische Pfund erhalten.

Dieses Vorgehen kritisierte die Kinderschutzorganisation NSPCC (National Society for the Prevention of Cruelity to Children) scharf. Vergewaltiger dürften nicht in solche Ermittlungen einbezogen werden.

Bande missbrauchte auch eigene Verwandte

Zur Gruppe gehören den Angaben zufolge auch Freunde und Verwandte der Opfer. Nach Angaben des britischen Nachrichtensenders Sky News haben sämtliche Bandenmitglieder ausländische Wurzeln etwa in Indien und Pakistan. Fast alle seien aber in Grossbritannien geboren.

Es ist nicht das erste Netzwerk dieser Art, das in Grossbritannien aufgedeckt wurde. Frühere Ermittlungen hatten ergeben, dass in Rotherham mindestens 1400 Kinder zwischen 1997 und 2013 sexuell ausgebeutet worden waren. Eine andere Bande war vor wenigen Jahren in Rochdale aufgeflogen. Sie hatte Mädchen zwischen 13 und 15 Jahren vermittelt. (whr/sda/dpa)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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33
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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • elivi 11.08.2017 00:40
    Highlight Das is der newcastel skandal vor paar jahren. Kann sowas nur in UK passieren? Glaub ich nicht. 3 Jahre ging das so und die polizei konnte den ring nur aufdecken weil ein vergewaltiger ach so grosszügig half. Unmöglich wieviele leute das deckten oder davon profitierten. Wieviele einfach wegschauten. Egal was für ein hintergrund, ich bin mir sicher das hunderte davon wussten aber kein einziger sich traute das richtige zu tun.
    5 0 Melden
    • Asmodeus 11.08.2017 10:40
      Highlight Die UK hat entweder ein riesiges Problem mit Menschenhändlerringen oder sie sind die einzigen die sie ab und zu auch mal aufdecken.

      Ich fürchte in der Schweiz, Deutschland etc. gibt es soetwas auch direkt unter unserer Nase.
      2 0 Melden
  • The Origin Gra 10.08.2017 22:35
    Highlight Jetzt noch jeden Kunden fÜr min. 10 Jahre (mehr inkl. Therapie und ev. Verwahrung wäre besser) einbuchten und als Pädophiler, Vergewaltiger oder Pädophiler Vergewaltiger Registrieren und dem Recht ist etwas genüge getan.

    Schlimm wozu Menschen fähig sein kommen
    5 0 Melden
  • baBIELon 10.08.2017 18:30
    Highlight Um Renato Kaiser zu zitieren "Hmmmm westliche Kultur..."
    Mich nimmt wunder wer alles auf solche Sexpartys ging? Das waren sicher nicht 0815 Büezer...
    16 56 Melden
    • SeKu 10.08.2017 19:04
      Highlight Laut englischen Medien hatten die Kunden die gleiche Abstammung wie die Täter.

      Nichts mit westlicher Kultur.
      88 11 Melden
  • Rendel 10.08.2017 18:06
    Highlight Nun sähe ich gern noch _alle_, die diese Mädchen und Frauen bestellten und missbrauchten im Gefängnis, denn ohne sie gäbe es solche Verbrechen auch nicht.
    77 15 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.08.2017 05:43
      Highlight Das ist der springende Punkt.
      5 0 Melden
  • pamayer 10.08.2017 17:45
    Highlight Die Menschheit kann sich schon sehr scheusslich aufführen. Ekelhaft.
    69 17 Melden
  • derEchteElch 10.08.2017 17:25
    Highlight Das heisst im Schnitt 16 Jahre für jedes Bandenmitglied? Viel zu wenig. Solchen Menschen (mit mehreren Hundert Opfer) müssten die Hände abgehackt und sie im Wald ausgesetzt werden.

    In solchen Situationen scheiss ich auf Menschenrechte und das humanitäre Gelabber. Solche Verbrecher haben keine Daseinsberechtigung.

    Und jetzt; hatet mich! Los los!
    131 98 Melden
    • Walter Sahli 10.08.2017 19:47
      Highlight Yup, dafür kriegst Du einen fetten Blitz von mir! Ganz offensichtlich fehlt es Dir an charakterlicher Reife und an Reflexionsvermögen, dass Du nicht erkennst, wie wertvoll ein Rechtsstaat ist, der Verurteilte weder verstümmelt noch tötet.
      Da Du auf Menschenrechte scheisst und von "humanitärem Gelabber" schreibst, solltest Du auswandern - in ein Land, in dem die Justiz von Rachegefühlen und nicht von Rechtsstaatlichkeit geprägt ist - denn in Deinem Fall ist Rechtsstaatlichkeit die Perle, die vor eine Sau geworfen wird.
      115 75 Melden
    • sentir 10.08.2017 20:23
      Highlight Top. Danke Walter
      47 61 Melden
    • Rendel 10.08.2017 20:24
      Highlight Danke, Herr Sahli.
      47 67 Melden
    • reaper54 10.08.2017 21:18
      Highlight @Walter Sahli da kommen fremde Immigranten oder die Kinder von Migranten in ein Westliches Land und machen etwas abscheulicheres als Mord! (Ja Vergewaltigung zerstört die Psyche und ist schlimmer als der Tod!) und Sie haben das Gefühl man soll solchen Personen etwas wie Menschenrechte geben?! Die sind Abschaum. Das ist so tiefes Niveau ich kann meine Verachtung für Personen wie Sie, die solchen Schmutz noch in Schutz nehmen, garnicht ausdrücken.
      7 8 Melden
    • Ruffy Uzumaki 11.08.2017 03:54
      Highlight "Solche Verbrecher haben keine Daseinsberechtigung. "
      Du sagst, was viele denken...
      Ich, für meinen Teil, stimme dir absolut zu.
      10 5 Melden
    • Walter Sahli 11.08.2017 09:21
      Highlight reaper, ich kann Dir aufrichtig und von ganzem Herzen versichern, dass das auf Gegenseitigkeit beruht! Nicht nur entscheidest Du Dich für Deinen Bauch statt für Deinen Verstand, sondern Du feierst Deine dumpfen Bauchgefühle auch noch als ultimative Urteilsinstanz! Du lässt Dich von Deiner Wut blenden und verachtest Leute, die Deine primitiven Emotionen nicht als taugliche Leitlinie für einen Staat halten. Im Grunde genommen bist Du wie ein tollwütiger Hund, der die Möglichkeit hätte, nicht tollwütig zu sein, sich aber doch dafür entscheidet. Deswegen hast Du es nicht verdient hier zu wohnen!
      7 4 Melden
    • reaper54 11.08.2017 10:18
      Highlight Walter Sahli bei Leuten wie ihnen frage ich mich echt, ahh die armen Flüchtlinge (welche aus der Situation fliehen die sie selbst verursacht haben..) danach kommen sie in westliche Länder und benehmen sich so völlig daneben (das ist ja nicht der erste Fall der bekannt wird...) und Individuen wie sie sind noch dafür, dass diese mit Samthandschuhen angefasst werden?!
      Königsfelden hat sicher noch Platz für Personen wie sie...
      3 5 Melden
    • Asmodeus 11.08.2017 10:38
      Highlight Ich kann jegliche Wut auf solche Arschlöcher absolut nachvollziehen.

      Ich würde solche Typen auch am liebsten an den Daumen an mein Auto ketten und dann nackt über eine Schotterpiste schleifen bevor wir eine Abkürzung durch eine Kakteenplantage nehmen.

      Aber in einem Rechtsstaat ist dies nicht möglich und das unterscheidet uns genau von Staaten wie Syrien, Saudi Arabien oder der Türkei.
      7 1 Melden
    • Rendel 11.08.2017 14:37
      Highlight Wer dafür ist, dass unser Rechtsstaat eingehalten wird, der gehört in ihren Auge, reaper, also in eine Psychiatrische Klinik. Wer sich vom Hass regieren lässt gehört da eher hin.
      6 1 Melden
    • Walter Sahli 11.08.2017 14:40
      Highlight reaper, kannst Du oder willst Du nicht verstehen, dass persönliche Emotionen für die Justiz eines Rechtsstaates keine Rolle spielen dürfen?

      Gut, vermutlich löst schon der Begriff "Justiz" einen Wutanfall bei Dir aus, weil in Deiner schwarzweissen Welt heisst es natürlich Kuscheljustiz!
      3 4 Melden
    • derEchteElch 11.08.2017 18:02
      Highlight Walter, wer redet denn von persönlichen Emotionen? Wir führen per Gesetz ein, dass solche Straftaten mit Hände abhacken bestraft wird und schon ist die Rechtstaatlichkeit gewährt. Denn, es ist rechtlich geregelt. Ich mach mir doch das Leben nicht schwer dass Emotionen mitspielen ^^
      5 6 Melden
    • Fabio74 14.08.2017 03:36
      Highlight Leute die solche Forderungen stellen, sind auf gleichem Niveau wie der IS oder jeder andere totalitäre Abschaum auf dem Planeten
      3 3 Melden
  • SeKu 10.08.2017 16:45
    Highlight Immerhin nennt ihr die Nationalität der Täter, dass aber mehrheitlich und gezielt weisse Mädchen ausgewählt wurden, verschweigt ihr leider.
    82 33 Melden
    • rite 10.08.2017 18:02
      Highlight Was soll das heissen? Dass alle Inder potentielle Menschenhändler sind?

      Ich finde Nationalitäten sollten nicht gennant werden, weil sich sonst ein negatives Bild über Millionen von Menschen entwickelt, obwohl nur wenige kriminell sind.

      Oder willst Du mir sagen Schweizer sind potentielle Kettensägen-Täter, weil einer jemanden angegriffen hat?
      44 83 Melden
    • SeKu 10.08.2017 18:48
      Highlight "Was soll das heissen? Dass alle Inder potentielle Menschenhändler sind?"

      Nein. Und man muss schon ein speziel rassistischer Mensch sein, wenn man nur schon an eine solch eine Folgerung denkt. Geschweige denn, man probiert diese dumme und rassistische Folgerung jemand anderem unterzuschieben.
      61 21 Melden
    • sentir 10.08.2017 20:22
      Highlight SeKu; die Typen sind in GB geboren und aufgewachsen, von wegen Nationalität.

      Und noch was; welche Hautfarbe die jungen, weiblichen Opfer hatten, ist scheissegal.
      Mit deinem Hervorheben, dass es weisse Mädchen waren, kommt der Gedanke, ob das Verbrechen weniger schlimm wäre mit Andersfarbigen?... von wegen Rassismus
      29 40 Melden
    • SeKu 10.08.2017 23:41
      Highlight Da die Mädchen nach Hautfarbe ausgesucht wurden, ist es eben nicht scheissegal. Das ist Rassismus. Ist Ihnen Rassismus scheissegal?

      Rassistisch ist auch, dass sie überhaupt irgendswie auf den Gedanken kommen, dass es weniger schlimm sein könnte, wenn es andersfarbige Opfer gewesen wären.
      4 6 Melden
    • MaskedGaijin 11.08.2017 00:01
      Highlight Rassistisch sind die Täter die gezielt weisse Mädchen ausgesucht haben. Für die waren das alles "weisse, ungläubige Huren".
      7 3 Melden
    • Asmodeus 11.08.2017 10:36
      Highlight @SeKu
      Macht es für Dich einen Unterschied welche Hautfarbe die Opfer hatten?

      Dann gratuliere. Deine Frage im ersten Kommentar zeugt selbst von Rassismus. Denn Du unterstellst genau das.
      4 3 Melden
  • Dreiländereck 10.08.2017 16:27
    Highlight Leider lässt sich in der Regel der integre Mann mit blütenweisser West nicht in eine Verbrechergruppierung einschleusen.
    87 1 Melden
  • Sveitsi 10.08.2017 15:51
    Highlight «[...]einen einschlägig vorbestraften Vergewaltiger als Informanten eingeschleust. Er hatte dafür 10'000 britische Pfund erhalten.»
    Na, da ist es ja richtiggehend lohnenswert, ein Vergewaltiger zu sein ... -.-
    18 85 Melden
    • Asmodeus 10.08.2017 16:57
      Highlight Er kann sich wenigstens richtig einschleussen lassen.
      Er kennt die Szene, eventuell sogar die Leute.

      Willst Du lieber Otto 0815 Mustermann einschleussen der bei der erstbesten Gelegenheit auffliegt und umgebracht wird?
      125 2 Melden
    • Sveitsi 10.08.2017 22:00
      Highlight Ich verstehe deinen Punkt. Aber trotzdem finde ich es irgendwie absonderlich, dass ein Vergewaltiger 10'000.- von der Polizei erhält.
      0 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.08.2017 23:10
      Highlight Sveitsi:
      Ja wen den sonst? Er hat das Geld ja nicht fürs Vergewaltigen bekommen.
      4 0 Melden

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