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Undated handout photo issued by Northumbia Police on Wednesday, Aug. 9, 2017, of (top row left to right) Abdul Sabe, Habibur Rahim, Badrul Hussain, Abdulhamid Minoyee, Jahanger Zaman, Monjur Choudhury, (middle row left to right) Taherul Alam, Hassan Ali, Nadeem Aslam, Mohammed Azram, Yassar Hussain, Saiful Islam, (bottom row left to right) Eisa Mousavi, Prabhat Nelli, Mohibur Rahman, Nashir Uddin, Redwan Siddquee and Carolann Gallon, who have been found guilty following the force's Operation Shelter into child sexual exploitation in Newcastle. Britain is wrestling with a volatile nexus of crime, race and religion, after 18 people were convicted of sexually abusing young women and girls as young as 15. (Northumbia Police via AP)

Unter den Tätern gab es auch eine junge Frau (rechts unten). Bild: AP/Northumbia Police

Bande lieferte Mädchen für Sexpartys – Polizei schleuste Vergewaltiger ein 

10.08.17, 14:23 10.08.17, 17:12


Eine Bande hat jahrelang Mädchen und junge Frauen mit Drogen gefügig gemacht und auf Sexpartys in Grossbritannien angeboten. Die 17 Männer und eine Frau wurden laut Medien in fast 100 Anklagepunkten - darunter Vergewaltigung und Menschenhandel - schuldig gesprochen.

Sie erhielten Gefängnisstrafen von insgesamt mehr als 300 Jahren, wie der Nachrichtensender Sky News am Donnerstag berichtete. Es gab mehrere Prozesse gegen die Bande; der letzte endete am Mittwoch.

278 Opfer

Die Polizei identifizierte bisher 278 Opfer. 20 von ihnen halfen als Zeuginnen. Sie waren damals etwa 14 bis 25 Jahre alt. Die Taten ereigneten sich bereits zwischen 2011 und 2014 in Newcastle.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft waren alle Opfer so ausgesucht worden, dass sie als «gefährdet» galten und sich aufgrund ihrer Lebensumstände kaum wehren konnten. Details hierzu wurden aber nicht bekannt. Die Mädchen erhielten Alkohol, Cannabis und andere Drogen und wurden danach von älteren Männern missbraucht.

Vergewaltiger eingeschleust

Um das perfide Netzwerk zu zerschlagen, hatte die Polizei einen einschlägig vorbestraften Vergewaltiger als Informanten eingeschleust. Er hatte dafür 10'000 britische Pfund erhalten.

Dieses Vorgehen kritisierte die Kinderschutzorganisation NSPCC (National Society for the Prevention of Cruelity to Children) scharf. Vergewaltiger dürften nicht in solche Ermittlungen einbezogen werden.

Bande missbrauchte auch eigene Verwandte

Zur Gruppe gehören den Angaben zufolge auch Freunde und Verwandte der Opfer. Nach Angaben des britischen Nachrichtensenders Sky News haben sämtliche Bandenmitglieder ausländische Wurzeln etwa in Indien und Pakistan. Fast alle seien aber in Grossbritannien geboren.

Es ist nicht das erste Netzwerk dieser Art, das in Grossbritannien aufgedeckt wurde. Frühere Ermittlungen hatten ergeben, dass in Rotherham mindestens 1400 Kinder zwischen 1997 und 2013 sexuell ausgebeutet worden waren. Eine andere Bande war vor wenigen Jahren in Rochdale aufgeflogen. Sie hatte Mädchen zwischen 13 und 15 Jahren vermittelt. (whr/sda/dpa)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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    Alle Leser-Kommentare
  • elivi 11.08.2017 00:40
    Highlight Das is der newcastel skandal vor paar jahren. Kann sowas nur in UK passieren? Glaub ich nicht. 3 Jahre ging das so und die polizei konnte den ring nur aufdecken weil ein vergewaltiger ach so grosszügig half. Unmöglich wieviele leute das deckten oder davon profitierten. Wieviele einfach wegschauten. Egal was für ein hintergrund, ich bin mir sicher das hunderte davon wussten aber kein einziger sich traute das richtige zu tun.
    5 0 Melden
    • Asmodeus 11.08.2017 10:40
      Highlight Die UK hat entweder ein riesiges Problem mit Menschenhändlerringen oder sie sind die einzigen die sie ab und zu auch mal aufdecken.

      Ich fürchte in der Schweiz, Deutschland etc. gibt es soetwas auch direkt unter unserer Nase.
      2 0 Melden
  • The Origin Gra 10.08.2017 22:35
    Highlight Jetzt noch jeden Kunden fÜr min. 10 Jahre (mehr inkl. Therapie und ev. Verwahrung wäre besser) einbuchten und als Pädophiler, Vergewaltiger oder Pädophiler Vergewaltiger Registrieren und dem Recht ist etwas genüge getan.

    Schlimm wozu Menschen fähig sein kommen
    5 0 Melden
  • baBIELon 10.08.2017 18:30
    Highlight Um Renato Kaiser zu zitieren "Hmmmm westliche Kultur..."
    Mich nimmt wunder wer alles auf solche Sexpartys ging? Das waren sicher nicht 0815 Büezer...
    16 56 Melden
  • pamayer 10.08.2017 17:45
    Highlight Die Menschheit kann sich schon sehr scheusslich aufführen. Ekelhaft.
    69 17 Melden
  • derEchteElch 10.08.2017 17:25
    Highlight Das heisst im Schnitt 16 Jahre für jedes Bandenmitglied? Viel zu wenig. Solchen Menschen (mit mehreren Hundert Opfer) müssten die Hände abgehackt und sie im Wald ausgesetzt werden.

    In solchen Situationen scheiss ich auf Menschenrechte und das humanitäre Gelabber. Solche Verbrecher haben keine Daseinsberechtigung.

    Und jetzt; hatet mich! Los los!
    131 98 Melden
    • Walter Sahli 10.08.2017 19:47
      Highlight Yup, dafür kriegst Du einen fetten Blitz von mir! Ganz offensichtlich fehlt es Dir an charakterlicher Reife und an Reflexionsvermögen, dass Du nicht erkennst, wie wertvoll ein Rechtsstaat ist, der Verurteilte weder verstümmelt noch tötet.
      Da Du auf Menschenrechte scheisst und von "humanitärem Gelabber" schreibst, solltest Du auswandern - in ein Land, in dem die Justiz von Rachegefühlen und nicht von Rechtsstaatlichkeit geprägt ist - denn in Deinem Fall ist Rechtsstaatlichkeit die Perle, die vor eine Sau geworfen wird.
      115 75 Melden
    • sentir 10.08.2017 20:23
      Highlight Top. Danke Walter
      47 61 Melden
    • reaper54 10.08.2017 21:18
      Highlight @Walter Sahli da kommen fremde Immigranten oder die Kinder von Migranten in ein Westliches Land und machen etwas abscheulicheres als Mord! (Ja Vergewaltigung zerstört die Psyche und ist schlimmer als der Tod!) und Sie haben das Gefühl man soll solchen Personen etwas wie Menschenrechte geben?! Die sind Abschaum. Das ist so tiefes Niveau ich kann meine Verachtung für Personen wie Sie, die solchen Schmutz noch in Schutz nehmen, garnicht ausdrücken.
      7 8 Melden
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  • Dreiländereck 10.08.2017 16:27
    Highlight Leider lässt sich in der Regel der integre Mann mit blütenweisser West nicht in eine Verbrechergruppierung einschleusen.
    87 1 Melden
  • Sveitsi 10.08.2017 15:51
    Highlight «[...]einen einschlägig vorbestraften Vergewaltiger als Informanten eingeschleust. Er hatte dafür 10'000 britische Pfund erhalten.»
    Na, da ist es ja richtiggehend lohnenswert, ein Vergewaltiger zu sein ... -.-
    18 85 Melden
    • Asmodeus 10.08.2017 16:57
      Highlight Er kann sich wenigstens richtig einschleussen lassen.
      Er kennt die Szene, eventuell sogar die Leute.

      Willst Du lieber Otto 0815 Mustermann einschleussen der bei der erstbesten Gelegenheit auffliegt und umgebracht wird?
      125 2 Melden
    • Sveitsi 10.08.2017 22:00
      Highlight Ich verstehe deinen Punkt. Aber trotzdem finde ich es irgendwie absonderlich, dass ein Vergewaltiger 10'000.- von der Polizei erhält.
      0 2 Melden

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