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Der Unsicherheitsfaktor – Boris Johnson macht im Fall Skripal eine ganz schlechte Falle

Hat Boris Johnson im Fall des vergifteten Ex-Agenten Skripal gelogen? Der britische Aussenminister muss sich peinliche Fragen gefallen lassen - und bringt die eigene Regierung in Bedrängnis. Wieder einmal.

05.04.18, 16:57

Kevin Hagen



epa06584906 Britain's Foreign Secretary Boris Johnson leaves after a Cabinet Meeting at Downing Street in central London, Britain, 06 March 2018. Boris Johnson has said in a statemant to the British House of Commons that would respond 'robustly' to any evidence of Russian involvement in the collapse of former spy Sergei Skripal adding that if it emerged Russia was connected to the incident 'it would be very difficult to imagine' that British representation at this summer's football World Cup could go ahead in the 'normal way'. Media reports state that former Russian spy Sergei Skripal and daughter Yulia Skripal is in intensive care after allegedly being exposure to an unknown substance as they sat on a bench in the centre of Salisbury, southern England. Skripal, a former Russian intelligence officer, who had been sentenced to 13 years in prison on charges of spying for the the Britain and later in 2010 was exchanged in a spy swap. Sergei Skripal and his daughter Yulia Skripal were found unconscious on a bench in The Maltings shopping centre Salisbury. Police sealed the bench and closed a restaurant, in which he was seen eating. Both remain in a critical condition in intensive care.  EPA/WILL OLIVER

Boris Johnson Bild: EPA/EPA

Ein Artikel von

Der Giftanschlag auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal in Salisbury, das ist die bittere Ironie dieser brutalen Tat, hat London bislang geholfen. Mit einem Mal dominierten nicht mehr stockende Brexit-Gespräche und Zankereien im Kabinett die Nachrichten. Schnell hatte man einen Schuldigen ausgemacht: Russland. Und schnell konnte man die EU-Länder auf die eigene Seite ziehen - ein gemeinsamer Gegner war gefunden.

Endlich wieder ein diplomatischer Erfolg für die Regierung und die wankende Premierministerin Theresa May.

Der Satz eines Wissenschaftlers könnte diesen Moment der Stärke wieder zunichtemachen. Gary Aitkenhead, Chef des Defence Science and Technology Laboratory, sagte am Dienstag über die Herkunft des bei der Attacke auf Skripal und dessen Tochter verwendeten Gifts: «Wir haben die genaue Quelle nicht identifiziert.»

Die Forschungsstelle im südenglischen Porton Down untersucht den Fall von Anfang März. Es sei ihre Aufgabe, «mit wissenschaftlichen Mitteln ein bestimmtes Nervengift zu identifizieren», fuhr Aitkenhead fort. «Aber es ist nicht unser Job, zu sagen, wo es hergestellt wurde.»

epa06623842 Army officers remove the bench, where Sergei Skripal and his daughter were found, in Salisbury, Wiltshire, Britain, 23 March 2018. Former Russian spy Sergei Skripal, who lived in Salisbury and his daughter Yulia were found suffering from extreme exposure to a rare nerve agent in Salisbury on 04 March 2018. Skripal and his daughter Yulia remain in a 'very serious' condition.  EPA/WILL OLIVER

Spurensuche nach dem Mordanschlag. Bild: EPA/EPA

Für die britische Regierung ist diese Selbstverständlichkeit ein Problem - vor allem für Boris Johnson. Der Aussenminister gehört zu jenen, die Moskau im Fall Skripal am heftigsten attackieren. Auf die Frage nach der Herkunft des Gifts hatte Johnson erst kürzlich in einem Interview mit der «Deutschen Welle» geantwortet, die Experten aus Porton Down hätten «keinen Zweifel».

Am Mittwoch wies zudem die russische Botschaft in London auf Twitter genüsslich darauf hin, dass das britische Aussenministerium einen Tweet vom 22. März mittlerweile gelöscht hat. Darin hatte es ebenfalls geheissen, die Forschungsstelle habe «klargemacht, dass es ein militärischer Nervenkampfstoff war, der in Russland produziert wurde».

Für Moskau ist die Sache eindeutig: Johnson hat gelogen und seine Leute versuchten nun, die Spuren zu verwischen. Und auch auf der Insel sieht sich der Aussenminister heftiger Kritik ausgesetzt. Labour-Chef Jeremy Corbyn hielt fest, Johnson stehe nun dumm da. Dieser sei wohl weit über die ihm vorliegenden Informationen hinausgegangen. Corbyns Parteifreundin Diane Abbott schimpfte, Johnson habe die Öffentlichkeit offenbar «irregeführt».

epa06624062 British Labour leader Jeremy Corbyn speaks against modern day slavery in London, Britain, 23 March 2018. Councillors from across London met with Corbyn calling for councils to stamp out slavery in society.  EPA/ANDY RAIN

Jeremy Corbyn Bild: EPA/EPA

Ein Sprecher des Aussenministers bemühte sich sofort, die Sache noch irgendwie geradezurücken. Man habe in Echtzeit über eine Rede des britischen Botschafters in Russland getwittert. Eine Botschaft sei verkürzt gewesen und habe die Aussagen des Diplomaten «nicht akkurat» wiedergegeben. Auch zu Johnsons Interview mit der Deutschen Welle äusserte sich das Ministerium: alles ein Missverständnis.

Ist das so?

Wie habe Grossbritannien so schnell herausfinden können, dass das Gift «Nowitschok» aus Russland stammen soll, hatte die Reporterin der Deutschen Welle Johnson Mitte März gefragt. Der Aussenminister wich zunächst aus.

Dann sagte Johnson: «Wenn ich mir die Beweise ansehe, ich meine, die Leute von Porton Down, das Labor….»

«Also haben sie Proben?», hakte die Journalistin nach.

«Das haben sie», erwiderte Johnson. «Und sie waren absolut kategorisch und ich fragte den Typ selbst, ich sagte: 'Bist du sicher?'. Und er sagte, es gibt keinen Zweifel.»

Das Aussenministerium stellt es nun so dar, als habe Johnson damit etwas anderes gemeint - nämlich lediglich, dass die Forscher Nowitschok als den verwendeten Kampfstoff bestätigt hätten.

Sicher, niemand kann ausschliessen, dass da zwei Menschen einfach aneinander vorbeigeredet haben. Auch die Erklärung für den gelöschten Tweet ist nicht völlig aus der Luft gegriffen. Laut einer offiziellen Mitschrift der Rede, über die der «Guardian» berichtet, hatte der Botschafter sich tatsächlich etwas anders ausgedrückt: Die Analysten hätten «klargemacht, dass es eine militärische chemische Waffe war. Eine der Nowitschok-Reihe; ein Nervenkampfstoff, der wie ich sagte, in Russland produziert wurde.»

Es sind sprachliche Feinheiten, die vielleicht verhindern, dass man Johnson und sein Ministerium der Lüge überführen kann. Doch das Grundproblem des Tory-Politikers lösen sie nicht.

Bei allen Hinweisen, die bei den Ermittlungen tatsächlich zu der Tat nach Moskau führen: Die britische Regierung hat bis heute keine handfesten Beweise dafür vorgelegt. Man hätte deshalb auf Zurückhaltung setzen können, solange man sich nicht sicher ist, auf diplomatisches Feingefühl - zumal in Zeiten, in denen die Beziehungen des Westens zu Russland ohnehin angespannt sind. Doch London tat das Gegenteil, allen voran Johnson.

In gewohnter Manier war der Aussenminister nur wenige Tage nach dem Anschlag vorgeprescht, Russlands Präsident Wladimir Putin habe «höchstwahrscheinlich» persönlich den Einsatz des Gifts in Auftrag gegeben. Belege gibt es dafür nicht. Nur wegen dieser Aggressivität muss London nun um seine Glaubwürdigkeit bangen.

Skandale und Fehltritte

Es ist nicht das erste Mal, dass Grossbritanniens Chefdiplomat seine eigene Regierung in Bedrängnis bringt. Eine in Iran inhaftierte Britin brachte er zusätzlich in Gefahr, als er bemerkte, sie habe in dem Land Menschen Journalismus beigebracht - entgegen der offiziellen Linie der Verteidigung.

Johnson kann mittlerweile auf eine beachtliche Reihe von Skandalen und Fehltritten zurückblicken (Lesen Sie hier ein Porträt über den Minister). Viele sehen in seinem Auftreten als Polit-Tollpatsch mit klarer Kante auch Kalkül. Doch sind das die richtigen Voraussetzungen für das Aussenamt?

Da dürfte auch Theresa May ihre Zweifel haben. Johnson gilt als einer ihrer grössten Widersacher in der eigenen Partei. Doch feuern kann sie ihn nicht so leicht, das würde das fein austarierte Machtgefüge in der Regierung aus Brexit-Gegnern und -Befürwortern ins Wanken bringen.

Doch Johnsons Vorgehen im Fall Skripal könnte schwere Folgen haben. Die britische «Times» berichtet bereits von Zweifeln in der von den Briten mühsam zusammengetrommelten Allianz. CDU-Vize Armin Laschet twitterte: «Wenn man fast alle Nato-Staaten zur Solidarität zwingt, sollte man dann nicht sichere Belege haben?»

Russland ist «höchstwahrscheinlich» verantwortlich

Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sebastian Wendelspiess 06.04.2018 12:43
    Highlight Der erste Absatz beschreibt eigentlich perfekt das Motiv der Briten...
    1 0 Melden
  • rodolofo 06.04.2018 07:48
    Highlight Johnson ist halt ein sehr impulsiver Typ, der auch gerne mal "Arschloch!" sagt!
    Ganz im Gegensatz zum stets kontrollierten Putin, der mit einem Masken-haften Pokerface alle Anschuldigungen als "völlig haltlose, Anti-Russische Propaganda" zurückweisen kann, wie er auch andere Verbrechen zurückgewiesen hat, die inzwischen als erwiesen gelten können, wie:
    -Die Besetzung der Krim durch Russisches Militär
    -Das systematische Staats-Doping an den Olympischen Winterspielen in Sotschi
    -usw.
    Wie heisst es so schön?
    "Wer immer wieder lügt, dem glaubt man nie wieder etwas!"
    (gilt auch für Johnson)
    4 9 Melden
  • pun 05.04.2018 22:35
    Highlight Zeigt halt schön, wie gut die russischen Machthaber das Spiel beherrschen und wie schlecht die unfähigen europäischen Regierungen darin sind. Ich mutmasse mal, das liegt daran, dass die EU-Regierungen keinen Kompass mehr haben seit alles dem neoliberalen Duktus unterworfen wurde. Alle wissen, dass die russische Regierung mordet, aber lächerlich macht sich der Westen.
    1 8 Melden
  • Radiochopf 05.04.2018 21:07
    Highlight Ja das kommt davon, wenn man solche unfähige Politiker in wichtigen Positionen hat.. er hat das Drehbuh zuwenig gut studiert und mit seinem Übereifer hat er die ganze Aktion schon verraten.. vor ein paar Tagen war hier zu lesen, das Corbyn Anti-Isrealisch sei... es ist nun klar wieso er diskreditiert wird mit solcher PR, da er im Fall von Skripal besonnen und intelligent reagiert.. nicht so wie May und Johnson, die nur von ihrer eigener Unfähigkeit und vom Brexit ablenken wollen/können..
    22 2 Melden
  • Citation Needed 05.04.2018 19:09
    Highlight Johnson ist bei mir nicht erst seit Brexit auf der Negativliste. Als Londoner Bürgermeister war er bestenfalls exzentrisch, als Aussenminister untragbar. Seine Hitlerkommentare gegen Putin waren unter aller Sau. Und ich bin nicht Putin-Fan!
    22 1 Melden
    • rodolofo 06.04.2018 07:53
      Highlight Ich finde Johnson irgendwie gut!
      Er erinnert mich an einen Nachbarn, der sein Heu politisch ebenfalls auf einer völlig anderen Bühne hat.
      Vermutlich hat es damit zu tun, dass wir beide emotionale Typen sind und deswegen Emotionalität sehr schätzen.
      1 8 Melden
    • Citation Needed 06.04.2018 09:11
      Highlight Naja, irgendwie lustig finde ich ihn auch. Der Erdogan-Gedichtwettbewerb, der war ja sehr spassig. Aber die intransparente Jurierung? Zudem hat er zu wenig politisches Gewicht, v.A. um das Amt, das er innehat, auszufüllen. Er ist ein Schnuderbueb, schnoddrig und Opportunist, imho. Emotional? War seine Brexit-Gefolgschaft nicht zutiefst berechnend? Er hat sich die grössten Chancen auf politischen Aufstieg ausgerechnet, wenn er bei Leave mitmacht, und die Rechnung ist aufgegangen. Nichtsdestotrotz, ich verstehe schon, was Du meinst.
      2 0 Melden
  • PaLve! 05.04.2018 19:06
    Highlight Tja, während die Briten jetzt als Trottel dastehen, sind es die Russen, die in diesem Fall vernünftig, und nicht hysterisch, gehandelt haben.
    Wen Skripal auf das Konto Russlands vergiftet wurde, ist es dem Kreml gelungen, einen unliebsamen Ex-Agenten zu entsorgen und dabei als vernünftige Macht rüber zu kommen.
    51 11 Melden
    • Oberon 05.04.2018 19:20
      Highlight Zumindest würde die Strategie von Putin aufgehen (Spekulation).

      Interessant zu wissen wäre auf welcher Basis die Entscheidung für die Sanktionen gegen Russland aufgebaut ist.

      12 2 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 05.04.2018 23:21
      Highlight @Oberon, Ein Freund von Skripal hat gesagt, dass Skripal die Russischen Behörden um eine Begnadigung gebeten hat, damit er seine Familie besuchen kann.

      Weshalb Skripal in den UK umbringen lassen wenn man das ganze viel einfacher in Russland machen könnte und man hätte erst noch selberalle Fäden in der Hand bezüglich Aufklärung ?
      6 3 Melden
    • Oberon 06.04.2018 09:39
      Highlight @The Destiny
      Falls Russland wirklich hinter dem Anschlag steckt macht es schon sinn auch im Ausland Attentate auszuführen. Putin würde seinen Feinden signalisieren das niemand zu keiner Zeit egal wo sicher sind.

      Leider ist die Glaubwürdigkeit von UK in so Sachen nicht sehr vertrauenswürdig, siehe auch Irak. Trotzdem sehr auffällig das in UK so viele Ex-Agenten aus Russland umgebracht wurden.

      http://www.sueddeutsche.de/politik/mordanschlag-auf-ex-spion-in-grossbritannien-theresa-may-und-die-mysterioesen-todesfaelle-1.3897457
      3 1 Melden
    • PaLve! 06.04.2018 10:12
      Highlight @The Destiny
      Zur Einschüchterung. Für Russland ist das sehr nützlich, falls es denn überhaupt so ist:
      -Doppelagent entfernen
      -Dem Westen Macht demonstrieren
      -Sämtlichen Regierungsgefährdenden Macht demonstrieren
      -Grossbritanien schikanieren

      Ist natürlich nur eine Theorie von vielen.
      1 2 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 06.04.2018 12:44
      Highlight @palve warum macht der Westen dann so ein Ding draus und hilft Putin noch dabei?
      2 0 Melden
    • PaLve! 06.04.2018 14:59
      Highlight @Sebastian

      Das ist die Frage.

      2 0 Melden
  • Restseele 05.04.2018 18:42
    Highlight Wäre nicht das erste Mal, dass Johnson mit solchen Falschaussagen so ein Durcheinander anrichtet.
    37 3 Melden
  • wasps 05.04.2018 18:31
    Highlight Wann macht Johnson eine gute Falle?
    63 0 Melden
  • DerTaran 05.04.2018 18:29
    Highlight Wenn es nur ein einziger Fall gewesen wäre, dann wäre diplomatisches Gespühr und Fingerspitzengefühl sicher angebracht. Bei der Anzahl der Morde und Mordversuche muss eine Regierung aber einmahl die Samthandschuhe ausziehen.
    10 41 Melden
  • Snowy 05.04.2018 18:04
    Highlight Schade, hat man die nichtvorhandenen Beweise für einen Angriffskrieg im Irak damals nicht auch Dick Cheney und Colin Powel um die Ohren gehauen... hätte hunderttausenden (ca. 1,3 Millionen Menschen...*) das Leben gerettet und den "islamischen Staat" gar nicht erst entstehen lassen.

    * http://www.bundeswehr-journal.de/2015/rund-13-millionen-tote-durch-krieg-gegen-den-terror/

    https://www.iraqbodycount.org/
    70 6 Melden
    • äti 05.04.2018 22:04
      Highlight Schade, hast du diese Erkenntnisse nicht damals veröffentlicht - inklusive strategische Varianten mit deren Auswirkungen bis heute.
      5 17 Melden
    • felixJongleur 05.04.2018 22:58
      Highlight Äti, Nahostexperten haben dazumals in aller Deutlichkeit gewarnt.
      5 0 Melden
    • Silent_Revolution 05.04.2018 23:08
      Highlight äti

      Auch damals wurde von einigen Seiten zur Genüge auf die Haltlosigkeit der Behauptungen die schlussendlich zum Krieg geführt haben hingewiesen. Auch vor den Auswirkungen wurde ausdrücklich gewarnt.

      Man nannte diese Leute Verschwörungstheoretiker.
      5 2 Melden
    • neckslinger 06.04.2018 08:21
      Highlight Und wieso haben sie es trotzdem gemacht? Damit die Wirtschaft am laufen bleibt! Es ist immer das gleiche. Ohne Krieg haben ihre Soldaten nichts zu tun und ein grosser Wirtschaftszweig nichts zu produzieren.

      Das ist nur meine Schlussfolgerung, ich bin absolut gegen solche Praktiken.
      4 0 Melden
    • äti 06.04.2018 09:56
      Highlight @silent, VTs kommen immer erst im Nachhinein. Wo man sich dann die Ursachen neu auslegt.

      Und, selbstverständlich gab und gibt es immer Warner für und gegen Alles. Ich meine dies nicht negativ. Und je nach Ausgang eines Ereignisses outen sie sich entweder laut oder nicht. Nach meinem Gefühl haben Warner nie richtig Entscheidungen steuern können / wollen.
      0 3 Melden
    • Snowy 06.04.2018 10:24
      Highlight @äti: Warum soll die Zivilgesellschaft/Medien aufzeigen müssen, dass ein Krieg abwendbar ist? Wenn ein Land einem anderen den Krieg erklärt muss es a) 100% sicher sein, dass seine Beweggründe auf Fakten beruhen und b) jede andere Form der Krisenbewältigung ausgeschöpft haben.

      Wenn es dann noch ein Angriffskrieg ist (ohne UNO-Legitimierung) und mann sich als Führer der freien Welt bezeichnet, sollten besonders hohe Masstäbe gelten.

      Die USA hat in allen Punkten katastrophal versagt.
      Und ja: Es gab viele Leute, die gewarnt haben vor einem Flächenbrand, die Fragen stellten zu den "Beweisen".
      2 0 Melden
    • Citation Needed 06.04.2018 11:19
      Highlight Silent Revolution: was aber nicht heisst, dass jede Theorie, die sich gegen die herrschende Macht richtet, automatisch Recht hat. Es gibt zu viele Selbstläufer, deren extreme Skepsis immer nur jene Version zulässt, die die Mächtigen/Den Staat als Täter darstellt. Oder sonstwie den eigenen Überzeugungen dient. Was die Leute damals auf die Luft-Luft-Abschuss-These (Ukraine, MH37 aufgesprungen sind), bis sich wirklich klar zeigte, es war ein Boden-Luft-Geschoss, Buk, kein Zweifel.
      Verschwörungstheoretiker irren ja auch sehr oft, bloss kann man das meist erst viel später oder nie beweisen.
      1 1 Melden
  • Walter Sahli 05.04.2018 17:37
    Highlight So langsam aber sicher habe ich das Gefühl, es wäre besser, wenn blonde Politiker mit wirren Frisuren kein Twitterkonto hätten...
    84 7 Melden
    • Crissie 06.04.2018 07:26
      Highlight Haahaha! Sie haben ja sooo Recht! Das denke ich schon seit Monaten...☺
      2 0 Melden
    • Citation Needed 06.04.2018 11:20
      Highlight ...wirre Blond- und Rotschöpfe der Politik generell fernblieben. ;-)
      3 0 Melden
  • m. benedetti 05.04.2018 17:35
    Highlight Was für ein Kasperletheater. Nur, wenn ich sehe zu was solche Unüberlegtheiten führen könnten, dann wird mir Angst und bange.
    27 1 Melden
    • rodolofo 06.04.2018 07:56
      Highlight Ich empfehle Dir, einmal "unvernünftig" zu sein, anstatt immer nur Angst zu haben vor den einflussreichen Mafia-Bossen...
      2 0 Melden

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