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epa06404005 Chinese people walk next to Christmas lights decorations placed on trees in Beijing, China, 23 December 2017. While Christmas is not celebrated by most Chinese in the secular China, Christmas lights and decorations still adorn most shopping malls during the festive season to bring much cheer to the retail scene.  EPA/ROMAN PILIPEY

Bewohner von Beijing überqueren einen Platz mit Weihnachtsdekoration.  Bild: EPA/EPA

Ein guter Bürger kriegt Bonuspunkte – China will Menschen mit Bewertungssystem überwachen

Wer seine Rechnungen zahlt, kriegt Bonuspunkte. Wer über die Regierung lästert, hat beim Online-Dating keine Chance mehr: China will seine Bürger künftig per sozialem Bewertungssystem überwachen – lückenlos.

28.12.17, 21:23

Angela Gruber



Ein Artikel von

Ein Punktestand als Mass für ein Menschenleben: Die chinesische Regierung plant, 2020 ein verpflichtendes Bewertungssystem für alle Bürger einzuführen. Im Land laufen bereits etliche Testprogramme.

Politikwissenschaftlerin Katika Kühnreich verfolgt die Pläne für das sogenannte Social Credit System genau. Im Interview spricht sie über die gefährlichen Konsequenzen - und westliche Überheblichkeit.

SPIEGEL ONLINE: Frau Kühnreich, wie soll Chinas Social Scoring System funktionieren? Katika Kühnreich: Die Idee ist ein datengestütztes, soziales Bonitätssystem für viele Lebensbereiche. Der Plan ist ein verpflichtendes Punktekonto für alle Bürgerinnen und Bürger, auf dem Punkte gutgeschrieben oder abgezogen werden können. Der Staat will so laut eigenen Aussagen unter anderem Vertrauen in der Bevölkerung stärken: Jeder Chinese soll anhand des Punktekontos einer Person gleich erkennen können, ob die Person diesem Punktesystem nach vertrauenswürdig ist.

Wie weit ist China mit diesen Plänen schon? 
Es gibt mehrere staatliche und private Programme, zum Teil sind sie regional begrenzt. Ab 2020 soll ein staatliches Scoring-Programm eingeführt werden, das für alle in China verpflichtend ist. Interessant ist in dieser Hinsicht auch die Ankündigung der National Bank of China, eine eigene Krypto-Währung einzuführen, die mit dem Punktesystem gekoppelt werden könnte. Das würde eine weitere Ebene der Kontrolle eröffnen.

epa06396658 Chinese people sit on chair outfitted with ice skates on the frozen surface of Houhai Lake in Beijing, China, 18 December 2017.  EPA/WU HONG

Eine Mutter vergnügt sich mit ihrer Tochter auf einem gefrorenem See. Bild: EPA/EPA

Wie funktionieren die Programme konkret?
Wo es aktuell etwa schon ein staatliches Punktesystem gibt, müssen Chinesen zum Beispiel belegen, dass ihr persönlicher Punktestand ausreichend hoch ist für bestimmte Vorzüge, etwa für eine Beförderung. Wer mal erwischt wurde, wie er seine Mülltüte nicht richtig entsorgt hat oder bei Rot über die Ampel gelaufen ist, könnte je nach System mit Minuspunkten rechnen. Pluspunkte könnte es durch das Belegen von anderem, positiv bewertem Verhalten geben.

Welche privaten Programme gibt es? 
Eines der bekanntesten Social-Credit-Programme stammt von der Firma Alibaba, Chinas Amazon. Alibabas Bewertungssystem heisst Sesame Credit und arbeitet mit Unmengen von Daten - und ständig kommen neue Quellen dazu. Auch der Tech-Riese Tencent, dem zum Beispiel die beliebte App WeChat gehört, hat ein eigenes Scoring-Programm.

epa06403576 A Chinese person selects Christmas decorations in a booth in Beijing, China, 22 December 2017 (issued 23 December 2017). Many Chinese people buy Christmas decorations and prepare for the upcoming western festival Christmas Day which will fall on 25 December 2017.  EPA/WU HONG

Eine Chinesin in in einem Supermarkt.  Bild: EPA/EPA

Welche Datenquellen zapfen die Punktesysteme an?
Grosse Konzerne wie Tencent und Alibaba können die Systeme erst mal mit jeder Menge Daten ihrer Nutzer füttern. Alibaba belohnt zum Beispiel die Nutzung der firmeneigenen Bezahl-App oder wenn man Dinge auf der Alibaba-Plattform einkauft. Je mehr Services man nutzt, desto mehr Pluspunkte gibt es.

Ihre Beschreibung dürfte viele Deutsche an die Schufa erinnern. 
Auch die Schufa hat viele Daten und oft wissen die Deutschen gar nicht genau, welche. Aber die Idee des chinesischen Systems reicht viel weiter. Nicht nur das Konsumverhalten gibt Punkte, sondern auch nicht-kommerzielle Bereiche wie etwa die Bewertungen des Umfelds führen zu Anpassungen. Der Staat gibt ebenfalls Informationen frei. In den persönlichen Sesame-Punktestand fliessen zum Beispiel auch Daten von Gerichten und bestimmte Schuldnerregister mit ein. Sesame Credit ist ausserdem mit dem grössten Online-Datingportal Chinas verknüpft, Baihe.

Ich kann also nicht mal mehr unbehelligt von meinem Punktestand auf Dates gehen?
Nutzer des Datingportals können im Profil anzeigen lassen, wie viele Sesame-Punkte sie wert sind. Das ist sehr beliebt - bei Chinesen, die einen hohen Punktestand haben. Der Heiratsmarkt in dem Land ist hart umkämpft, es gibt deutlich mehr junge Männer als Frauen. Da kann ein niedriger Sesame-Punktestand heute schon mal bedeuten, dass man aussortiert wird. Ein hoher Punktestand bedeutet schon jetzt bei manchen Gruppen ein hohes Ansehen.

epa06359634 People visit Tianjin Binhai Library, in Tianjin, China, 30 November 2017. The five-story Tianjin Binhai Library, which is also called 'The Eye' occupies an area of 33,700 square meters with floor-to-ceiling bookshelves which can contain up to 1.2 million books. It was designed by Dutch firm MVRDV together with Tianjin's Urban Planning Design Institute and opened in October 2017.  EPA/ROMAN PILIPEY

Literaturbegeisterte besuchen die Tianjin Binhai Library in China. Bild: EPA/EPA

Warum unterstützen die Chinesen so ein Bewertungssystem?
Weil das System der sogenannten Gamification funktioniert und Menschen generell sehr gut darauf ansprechen. Wir haben es anders als bei der klassischen Orwell'schen Überwachungsdystopie mit einem verspielten Belohnungs-Ansatz zu tun. Die Bürger bekommen eine unangenehme Sache schön verpackt präsentiert und sammeln fleissig Punkte für Vergünstigungen im Alltag.

Kann ich das System austricksen? 
Das könnte schwer werden, denn der Mensch weiss gar nicht, welche Regeln in dem System gelten. Niemand kann sagen, welches Verhalten demnächst sanktioniert wird und welches belohnt - zumal niemand genau weiss, auf welche Daten das System zugreift und wie die Bewertungsskala konkret ist.

So ein System wäre ausserhalb Chinas kaum denkbar. 
Das würde ich nicht sagen. Firmen wie Payback mit ihrem Bonuspunktesystem für den Einkauf funktionieren nach dem gleichen Prinzip - und die Deutschen lieben es und geben bereitwillig ihre Daten preis. Oder nehmen wir das Beispiel der Krankenkassen, die Fitnessarmbänder verschenken, um Daten zu sammeln. Das funktioniert auch.

Warum ist das aus ihrer Sicht so problematisch? 
Aktuell ist es ja noch so, dass positives Verhalten belohnt wird. Aber jedes Belohnungssystem kann sich schnell in eines verwandeln, in dem Bestrafungen verteilt werden. Vielleicht kriege ich in Zukunft irgendwann keine Versicherung mehr, wenn ich meine Fitness nicht durch so ein Armband belegen möchte. Dass diese Nutzer Wegbereiter für einen späteren Zwang sind, sehen viele aber gar nicht.

Smog in China

Deutschland ist aber doch noch sehr weit weg von chinesischen Verhältnissen, wo der Staat Bürger auf Schritt und Tritt kontrollieren will. 
Auch uns in westlichen Ländern werden immer schärfere Überwachungsmassnahmen als etwas Positives verkauft - als Schutz vor Terror, zum Beispiel. Es gibt den internationalen Trend, soziale Probleme durch Technologie und Kontrolle zu lösen. Aber dieser Ansatz ist hochproblematisch.

Warum? 
Wenn das funktionieren würde, hätten die letzten 30 Jahre den Weltfrieden bringen müssen. Technologie misst man heute nahezu göttliche Züge bei. Der Glaube, eine Macht könne die Menschheit von ihren Leiden erlösen, ist wohl eine zutiefst menschliche Hoffnung. Aber sie ist leider verfehlt. Technologie allein wird niemals soziale Probleme lösen.

Was also können wir tun? 
Viele Menschen haben diese Überheblichkeit und sagen: Ich lasse mich nicht so leicht beeinflussen, ich bin doch klüger als die Technik. Aber so einfach ist es nicht. Wenn ich mich unverwundbar fühle, lasse ich mich besonders leicht übertölpeln. Seit einigen Jahren werden Daten als «neues Öl» gehandelt, gerade deshalb müssen die Menschen ein Gefühl für die Bedeutung ihre persönlichen Daten bekommen und lernen, verantwortungsvoll damit umzugehen.

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Charly Otherman, 5.5.2017
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79
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79Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Madmessie 29.12.2017 13:23
    Highlight Und wieviel von euch Heuchlern, die hier rumschreien wie schrecklich dieser Plan ist, kaufen weiterhin chinesischen Schrott bei Alibaba und Co.? Guckt mal in euren Kleiderschrank wieviel "Made in China" ist! Guckt mal auf eure Geräte! Mit jedem Produkt "Made in China" unterstützt ihr diesen Plan. Merkt euch das und ändert es!
    4 3 Melden
  • Seraphino 29.12.2017 09:40
    Highlight Naja auch unsere digitale Zukunft wird transparent sein, naiv zu glauben dass auch unser Staat nicht sein Nutzen daraus ziehen wird. Wir werden geortet, registriert was und wie lange wir es tun. Auch Bargeld wird verschwinden. Der Mensch gewöhnt sich daran und wird nicht mehr meckern.
    Kann mich nich an den Fichenskandal erinnern und heute kann Papa Staat sich in Facebook einloggen und keiner stoerts.
    7 1 Melden
  • marcog 29.12.2017 09:15
    Highlight Wer seinen Müll einfach auf die Strasse wirft, sollte dafür schon mal bestraft werden, aber mit einem undurchsichtigen Punktekonto fehlt der erzieherische Effekt. Wer mit seinen Punkten nicht zufrieden ist, wird dieses als willkürlich betrachten und erst recht wütend auf die Regierung sein.
    3 0 Melden
  • VileCoyote 29.12.2017 08:38
    Highlight Qualityland... und wann gilt jemand als ‘nutzlos’ und was assiert mit denen?
    6 0 Melden
  • Ökonometriker 29.12.2017 07:27
    Highlight Das Problem: kein Privatunternehmen hält sich daran. Klar kann man so (mit Milliardenaufwand) tendentiell sicherstellen, dass man brave Beamte hat. Aber in der Privatwirtschaft spricht eher Leistung.
    Und beim Onlinedating kenn ich bisher noch keine Chinesin die sagt: "er hat einfach nicht genug Sesame Punkte".

    Ich freue mich aber darauf, dass die Regierung die ganzen Mauerblümchen absorbiert. Dann kann ich einfacher die besten Leute anstellen.
    1 11 Melden
  • VileCoyote 29.12.2017 07:26
    Highlight Qualityland
    4 0 Melden
  • MeinSenf 29.12.2017 06:59
    Highlight Yep, wie schon andere bemerkt haben: Black Mirror wird Schritt für Schritt wahrer... Ein grauenhaftes Gefühl...
    5 0 Melden
  • rubipedia 29.12.2017 05:40
    Highlight Lest mal das Buch Zero von Marc Elsberg
    4 0 Melden
  • Bucky 29.12.2017 02:40
    Highlight Das einzige Social Rating, das die Schweiz braucht, wäre dann der Watson-Herz-Quotient, was? 😂
    8 2 Melden
    • Toerpe Zwerg 29.12.2017 10:23
      Highlight Bitte nicht!

      Gibt es noch jemanden hier mit einem schlechteren Quotienten als mich?
      3 4 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 29.12.2017 11:03
      Highlight @Zwerg, ein bisschen weniger für die USA shillen und das wird schon ;)
      Spass beiseite, ich denke du wirst da im Median liegen, wer nur Kommentare schreibt um Herze zu sammeln hat nicht gerade viel Charakter oder schreibt nur wenn er eine populäre Meinung vertritt.
      Eine anonymisierte Statistik dazu wäre noch interessant.
      5 0 Melden
  • Bucky 29.12.2017 01:49
    Highlight Mit einem solchen Pluspunkte-System wird ein Anreiz geschaffen, möglichst viele Daten von sich preiszugeben bzw. im zentralen Datenarchiv des Punktesystems zusammen zu führen und zu speichern. Dadurch wird in der breiten Bevölkerung *Freiwilligkeit* für "Transparenz" bzw. die zentrale Speicherung eines detaillierten Profils geschaffen. Es entsteht mehrheitlich *Akzeptanz* dafür (damit kann man das System dann auch in der Demokratie allen aufzwingen). In einem nächsten Schritt identifizieren Algorithmen "gefährliche Individuen" im Datenmeer, zum Beispiel "Querulanten", "Divergents", usw. 😨
    10 0 Melden
  • theluke 29.12.2017 01:20
    Highlight Es ist unheimlich und für uns unvorstellbar. In china sind solche ideologien jedoch seit mao in den 70ern fest verankert und kann fuer viele ein lebensweg darstellen, die in der freiheit cerlohren sind. Marx hat seine spuren hibterlassen. Ich finde es nicht der richtige weg. Auf grubd der kulturellen begebenheiten kann es jedoch funktionnieren und das leben verbessern.
    4 3 Melden
  • Bucky 29.12.2017 01:11
    Highlight An unsere Kultur angepasst würde ein Pluspunkte-System wahrscheinlich vor allem auch die Konsumbereitschaft spiegeln, das heisst, je mehr jemand konsumiert, desto höher sein Sozialprestige. Dies als Anreiz zu konsumieren (und damit Wirtschaftswachstum zu erzeugen).
    Was das Einfliessen von Gerichtsurteilen angeht, unterscheidet sich unsere Kultur nicht sonderlich: auch wir kennen das Strafregister. Es ist naheliegend, dass man das Strafregister ans Pluspunkte-System koppeln würde. So könnte es auch Pluspunkte geben, wenn man der Polizei Verdächtiges regelmässig meldet. Wäre doch was, hm? 😄
    4 6 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 29.12.2017 09:44
      Highlight *knock knock *
      Wer ist da?
      Wier stellen hier die Fragen!
      6 0 Melden
    • Bucky 29.12.2017 10:16
      Highlight Wier... 😂 😂 😂 😂 😂
      3 0 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 29.12.2017 10:56
      Highlight Wir*

      Ich bekenne mich schuldig, bitte nicht in das Grammatik KZ :(
      3 1 Melden
  • founded1898 29.12.2017 01:10
    Highlight Gab einen spannenden talk dazu am 34c3, hier zum nachschauen:


    Beängstiegend finde ich den sozialen druck, der damit ausgeübt werden kann.. sprich: jemand mit einem niedrigend score wird von der gesellschaft ausgeschlossen, da niemand einen freund haben will, welcher die eigenen punkte herunterzieht..
    12 0 Melden
  • Kubod 29.12.2017 01:01
    1 1 Melden
  • Bucky 29.12.2017 00:49
    Highlight Die Sesame Credits sind intelligente Währung. Sagen Vermögen und Einkommen zwar nichts aus über den Charakter eines Menschen, so sind sie in unserer Gesellschaft trotzdem sehr hoch bewertete Attribute eines Menschen und haben einen sehr grossen Einfluss auf ihren/seinen Sozialstatus. Allerdings können grosse Vermögen und hohe Einkommen auch auf unethische Weise erzielt worden sein. Sesame Credits könnten hinter die Oberfläche des Wohlstands blicken und ethische Aspekte berücksichtigen bzw. transparent machen. Vorauszusetzen ist, dass die Wertungsinstanz moralisch über alle Zweifel erhaben ist.
    1 6 Melden
  • Maya Eldorado 29.12.2017 00:27
    Highlight Orwell ist in China angekommen. Er soll dort bleiben und uns in Ruhe lassen.
    11 0 Melden
  • DomKi 29.12.2017 00:21
    Highlight Vielleicht hat die Bibel doch nicht so unrecht wenn sie in Offenbarung 13:17 "daß niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen oder den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens" seit fast 2000 Jahren vorhersagt.
    7 0 Melden
  • Jol Bear 29.12.2017 00:14
    Highlight Cumulus-, Supercard, Gesundheits-App, Kreditkarten, Google, Bankkarten und sehr vieles mehr. Auch bei uns werden immer effizienter und lückenloser Daten gesammelt und gespeichert. Im Gegensatz zu China ist aber kein allmächtiger Zentralstaat da, dem jede Firma und Organisation ausgeliefert und unterstellt ist, noch... Daher keine staatliche Krankenkasse, das Bankgeheimnis nicht vollständig preisgeben, dezentrale föderalistische Strukturen beibehalten, keine Firmen wegen "to big to fail" durch den Staat retten, Datenschutzgesetzgebung ausdehnen usw. Zentralismus ist gefährlicher als je zuvor.
    6 0 Melden
  • Der Tom 29.12.2017 00:08
    Highlight Das ist interessant. Das könnte man das nicht auf Ethereum Basis realisieren?
    0 3 Melden
  • Sebastian Wendelspiess 28.12.2017 23:26
    Highlight Schlimm. Ost wie West nicht besser. Und das Volk macht teilweise mit bei der Überwachung.
    9 0 Melden
  • The Destiny // Team Telegram 28.12.2017 22:57
    Highlight Halloo Psycho Pass, wer Lust hat kann den Anime auf Proxer streamen.
    Auch passend, der Name der Visual Novel heisst:
    " Psycho Pass Mandatory Happiness"

    https://proxer.me/info/4817/details#top
    9 2 Melden
  • River 28.12.2017 22:52
    Highlight Wer schlechte Punkte hat, weiß, dass er sich grad er***iessen gehen kann... Und wird dann von jemandem weggeputzt, der 50-fache Cumuluspunkte dafür bekommt.
    58 0 Melden
    • rodolofo 29.12.2017 06:33
      Highlight Bei einem Punktestand von unter 10 kommuniziert das Handy über das Internet der Dinge mit dem Grossrechner der Parteizentrale.
      Dieser Grossrechner erteilt dann dem selbstfahrenden Auto den Befehl, bei der nächsten Kurve geradeaus zu fahren...
      6 0 Melden
  • Firefly 28.12.2017 22:46
    Highlight DDR 4.0 reloaded
    54 0 Melden
  • aye 28.12.2017 22:39
    Highlight Welcome to the Circle...
    https://www.watson.ch/!936726678
    16 2 Melden
  • Linus Luchs 28.12.2017 22:26
    Highlight Supercard, Cumulus-Punkte, SwissPass... Wir sind auf dem gleichen Weg. "Mit unserer Kundenkarte profitieren Sie von..." - und Tausende Schafe zotteln mit, sonst könnte man ja nicht profitieren. Von den Krankenkassen wird die nächste grosse Offensive kommen, mit freundlicher Unterstützung der Pharmaindustrie, Stichwort E-Health. Und E-Voting soll ja auch noch flächendeckend eingeführt werden, so will es unser Bundesrat. Die Chinesen sind uns wohl voraus. Aber wirklich nur ein bisschen.
    63 5 Melden
    • Toerpe Zwerg 29.12.2017 00:02
      Highlight Nö. Ganz andere Geschichte.
      1 5 Melden
    • Posersalami 29.12.2017 01:03
      Highlight Ja und das Volch wird getrieben von dümmlicher Propaganda immer brav ein Ja in die Urne legen. Wie beim NDS, ein weiterer Baustein. Weil wer nix zu verbergen hat, der hat auch nix zu befürchten! Ist in China übrigens auch so.
      8 1 Melden
    • Linus Luchs 29.12.2017 08:57
      Highlight Toerpe Zwerg, oberflächlich betrachtet ist es eine andere Geschichte. Aber was in China die Partei ist, welche die alles umfassende Staatsmacht darstellt, ist es bei uns die neoliberale Wirtschaft. Die benötigt ein paar Datenerfassungssysteme mehr als die Partei in China, aber der Zweck ist derselbe: Kontrolle und Manipulation der Bevölkerung im Interesse der wirtschaftlichen und politischen Macht. Deshalb ist es eben in China und bei uns die genau gleiche Geschichte.
      6 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 29.12.2017 10:21
      Highlight Nein, ist es nicht. In China werden Dissidenten eingesperrt, Abweichler gemassregelt, aus dem Job entfernt und sozial isoliert. Der Staat setzt sein Machtmonopol ohne Skrupel ein zum Machterhalt der herrschenden Elite.

      Bei allem Respekt vor Ihrer politischen Ideologie und Ihrer Abneigung gegen alles, was liberal daherkommt, Sie sollten die Relationen wahren.

      Gerne dürfen Sie mir noch erklären, was eine "neoliberale Wirtschaft" sein soll.

      1 4 Melden
    • Linus Luchs 29.12.2017 12:46
      Highlight «With the sign of the dollar as our symbol – the sign of free trade and free minds […] I swear – by my life and my love of it – that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine.» So spricht John Galt in der Trilogie “Atlas Shrugged“ der russisch-amerikanischen Autorin Ayn Rand aus den 1950er-Jahren. Dieses Werk wird nach wie vor von den Neoliberalen gefeiert. Die Gesinnung, die aus dem Zitat spricht, zielt auf einen uneingeschränkten Kapitalismus ohne jegliche soziale und ökologische Verantwortung ab. Darauf beruht neoliberale Wirtschaft, Toerpe Zwerg.
      1 0 Melden
    • Linus Luchs 29.12.2017 12:47
      Highlight Und die Vertreter dieser Wirtschaft verfolgen seit Jahrzehnten hartnäckig entsprechende Ziele: Abbau der staatlichen Sozialsysteme, Verhinderung ökologischer Auflagen, Niederschlagung aller Handelsschranken, Entkoppelung der Finanzströme von nationaler Besteuerung, Privatisierung möglichst aller öffentlicher Unternehmen und Güter, Uniformierung der Bildung im Dienste der Wirtschaft. Seit Jahren folgen politische Entscheide dieser Agenda. Die Möglichkeiten moderner Kommunikations- und Datensysteme sind dabei ein effizientes Werkzeug, um die Bevölkerung auf die gewünschte Spur zu setzen.
      1 0 Melden
    • Linus Luchs 29.12.2017 12:56
      Highlight PS: Ich habe keine absolut keine Abneigung gegen Liberalismus. Aber für mich sind Freiheit und Verantwortung siamesische Zwillinge. Der Neoliberalismus ignoriert die Verantwortung.
      2 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 29.12.2017 14:27
      Highlight "Seit Jahren folgen politische Entscheide dieser Agenda."

      An diesem Satz manifestiert sich Ihre verzerrte Wahrnehmung:

      Staatliche Sozialsysteme werden stetig ausgebaut. Staatstätigkeit wird stetig ausgebaut. Ökologische Auflagen werden strenger. Regulierungsdichte steigt stetig an.

      Dass Privatisierungen von Staatsbetrieben sehr oft (aber nicht immer) sinnvoll sind, zeigt als Paradebeispiel die Telekommunikation.

      Dass Internationaler Handel extrem wichtig ist für den Wohlstand zeigt Chinas Aufstieg eindrücklich.

      Es hilft nichts, Rand zu Projizieren und Fakten zu ignorieren.
      0 1 Melden
  • Platon 28.12.2017 22:23
    Highlight Wir haben dasselbe System. Arbeitest du, wirst du besteuert. Lässt du dein Geld arbeiten, wirst du mit Samthandschuhen angefasst.

    #99%-Initiative
    50 26 Melden
    • Toerpe Zwerg 29.12.2017 00:03
      Highlight Vielleicht können Sie noch einen Zusammenhang herstellen zum Artikel ...
      3 5 Melden
  • aglio e olio 28.12.2017 22:22
    Highlight "Dass diese Nutzer Wegbereiter für einen späteren Zwang sind, sehen viele aber gar nicht."

    Hüben wie drüben...
    52 0 Melden
  • Hernd Böcke 28.12.2017 22:15
    Highlight 1984!
    56 5 Melden
  • Matti_St 28.12.2017 21:57
    Highlight Und wieder werden ein paar Politiker feuchte Träume haben.
    Mal etwas differenzierter angeschaut. Es ist ein Unterschied, wenn ich Daten einer Firma zur Verfügung stelle und dabei auch meinen Nutzen ziehen. Anders sieht es aus, wenn die Daten in Hände geraten, die mich unter Druck setzen können. Bei Google kann ich mich abmelden und auch umgehen. Bei Krankenkassen funktioniert das nicht. Von daher ist jegliche Kontrolle vom Staat zum Bürger, die jetzt schon zu weit geht, zu unterbinden.
    31 10 Melden
    • demokrit 28.12.2017 22:30
      Highlight "Bei Google kann ich mich abmelden und auch umgehen."

      Nur wenn Sie keine Freunde haben und niemanden, der über Ihre Emailadresse verfügt. Wenn Sie da je Mitglied waren, ist es ohnehin fast schon zu spät.
      28 5 Melden
    • Matti_St 28.12.2017 23:27
      Highlight Zugegeben, es braucht Aufwand um Google zu umgehen. Es gibt genug alternative Browser, E-Mail Client, Maps usw. Aber es geht. Und es ist sogar Recht einfach den Account vollständig zu löschen. Auch kann man alternative Android Handys haben, ohne Google Account.
      Schlussendlich ist es meist die eigene Faulheit, die den einfachsten Weg wählt. Wäre vielleicht mal ein interessanter Ansatz für ein Artikel bei Watson. Wie stelle ich meine Geräte ein, ohne Daten preiszugeben?
      4 1 Melden
    • Posersalami 29.12.2017 01:06
      Highlight Nein, so funktioniert das nicht. Wer Google umgehen will kann faktisch das Internet nicht mehr nutzen. Google ist ein bisschen mehr als die Suchmaschine. Aber ich kann sie beruhigen, wer nix zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten!!!!

      Wir brauchen endlich ein richtiges Datenschutzfesetz und der Nachrichtendienst gehört aufgelöst oder zumindest auf ein verträgliches Mass gestutzt.
      1 3 Melden
    • Midnight 29.12.2017 08:17
      Highlight Google kann auch Nutzerprofile anlegen, ohne dass man angemeldet sein muss. Nennt sich Google-Ads (und Google Analytics) und ist in vielen Webseiten integriert. Wenn man ein Android-Smartphine besitzt, kommt man garnicht mehr ohne Google aus.
      4 1 Melden
    • demokrit 29.12.2017 08:59
      Highlight "Und es ist sogar Recht einfach den Account vollständig zu löschen."

      Sie glauben nicht ernsthaft, dass Google etwas von Ihnen löscht, oder? Was gelöscht wird, ist einfach ihr Zugang zu Ihren Daten. :)
      3 0 Melden
  • rodolofo 28.12.2017 21:50
    Highlight Uaaaah! Da läuft es mir ja kalt den Rücken herunter!
    Unheimlich ist das Ganze vor allen, weil bei dieser Bewertung im Dunkeln bleibt, wer da die Punkte verteilt...
    Das sind irgendwelche graue Eminenzen der Partei, die da Zuchtziele bestimmen für ihre Menschenzucht...
    Menschenzucht... war das nicht genau das, was die Nazis betrieben?
    "Derr teutsche Arrierrr ist dem verrschlagenen Juden in jeder Hinsicht überrrlegenn!"
    Kommunistische Menschenzüchter = Nazis
    62 10 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 28.12.2017 23:01
      Highlight Die Linken würden sowas niemals tun ?
      17 30 Melden
    • Posersalami 29.12.2017 01:08
      Highlight Nein, ich würde das niemals tun. Aber was hat eine kapitalistische Planwirtschaft mit Links zu tun?
      10 1 Melden
    • rodolofo 29.12.2017 06:22
      Highlight @ The Destiny
      Wenn es Dich glücklich macht, dann kannst Du diese Chinesischen Hampelmänner meinetwegen auch als Linke bezeichnen!
      Für mich sind das ganz gewöhnliche, charakterlose Karrieristen und Opportunisten, wie man sie in jeder x-beliebigen Organisation in grosser Zahl antrifft.
      Das sind eben genau die "Angepassten" und "Integrierten", die Du so toll findest!
      "Links" hat für mich aber mehr mit "wild", "unangepasst" und "unbequem" zu tun.
      Meine "Linken" sind sozusagen "Einheimische Exoten", die sich gerne mit anderen Exoten zusammentun.
      So hat eben jedeR ein eigenes Bild von Links.
      5 2 Melden
    • redeye70 29.12.2017 08:39
      Highlight Gab es im Kommunismus auch, ohne die gütige Mithilfe der Nazis. Sei nicht so engstirnig. Auch der Sozialismus wollte ein Ideal des Menschen mit Zwang und Gewalt durchsetzen. In China führte das zur Kulturevolution mit Millionen Toten.
      4 0 Melden
  • leu84 28.12.2017 21:47
    Highlight Als nächstes folgt ein System à la "In Time" (Film). Wer keine Treuepunkte mehr hat, der ist weg...
    48 4 Melden
  • Simon 28.12.2017 21:46
    Highlight Und einmal mehr bin ich froh, dass ihr alle ja nichts zu verbergen habt.
    80 3 Melden
  • Micha Moser 28.12.2017 21:35
    Highlight Das ist verdammt unheimlich.
    170 4 Melden
  • manuel0263 28.12.2017 21:34
    Highlight Wollen wir auch hier ein solches System? Falls nein, dann sollten wir vorsichtig sein und technische "Neuerungen" immer zunächst prüfen und ihre soziale Kompatibilität hinterfragen. Big Brother, Fahrenheit 451 etc. lassen grüssen...
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    • Posersalami 29.12.2017 01:10
      Highlight Wir brauchen nur ein richtiges Datenschutzfesetz, nur nicht erhobene Daten sind auch sicher! Aber die rechten Panikmacher treiben das Volch schon zu einem Ja, das klappt fast immer.
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    • rodolofo 29.12.2017 06:47
      Highlight Wie ist es mit "Automatischen Updates", "Autokorrektur" und langen Verträgen, die wir eigentlich durchlesen müssten, bevor wir auf "Akzeptieren" klicken?
      Kein normaler Mensch liest aber solche unendlich langen Verträge durch, bevor er, oder sie auf "Akzeptieren" drückt!
      Mindestens eine Person WEISS doch, was in solchen Verträgen steht, weil diese Person solche Verträge SCHREIBT!
      Wer also ist diese ominöse Person, die niemand gewählt hat, die aber trotzdem mit dieser Aufgabe betraut worden ist?
      Vielleicht lebt sie im Irrenhaus und nennt sich "Gott".
      Toooingng! Daas Schreckckmümpfeliii!
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    • Midnight 29.12.2017 08:20
      Highlight Mehr Open Source würde schon helfen...
      3 0 Melden
  • Gustav.s 28.12.2017 21:33
    Highlight Oh mein Gott!
    Ich habe es an anderer Stelle schon festgestellt, Filme werden wahr nur schlimmer.
    Dass hier ist ein neuer Höhepunkt.
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  • Luesae 28.12.2017 21:30
    Highlight So wie in "Black Mirror"?
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    • Shoes 28.12.2017 22:42
      Highlight Ich denke an diese Folge.
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    • Posersalami 29.12.2017 01:00
      Highlight Nein, schlimmer.
      4 0 Melden
  • lilolilo 28.12.2017 21:29
    Highlight Ich sag nur Black Mirror, Staffel 3, Episode 1.........
    130 6 Melden
    • a-n-n-a 28.12.2017 22:43
      Highlight ..mein 1. Gedanke!

      #sick
      14 2 Melden
    • Shoes 28.12.2017 22:43
      Highlight
      9 2 Melden

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