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Gilles Kepel bei einem Vortrag an der Università della Svizzera italiana in Lugano. bild: watson / cbe

Islamismus-Experte Kepel: «Der ‹IS› versucht bewusst, die extreme Rechte zu stärken»

Wieso sich junge Franzosen inmitten ihrer Landsleute in die Luft sprengen, warum sich die EU auf ein Ende des Krieges in Syrien einstellen muss und weshalb der «Islamische Staat» sein Ziel eines Bürgerkriegs in Europa nicht erreichen wird: watson traf den französischen Politikwissenschafter Gilles Kepel, einer der weltweit führenden Kenner des radikalen Islam, zum grossen Interview.

30.09.17, 19:01 01.10.17, 11:11

Herr Kepel, warum eröffnet ein in Frankreich geborener und aufgewachsener junger Muslim das Feuer auf seine Landsleute oder sprengt sich in die Luft?
Gilles Kepel:
Weil diese Leute mit einer Ideologie indoktriniert worden sind, die wir «dschihadistischer Salafismus» nennen. Diese Ideologie überzeugt junge Menschen davon, mit den Werten ihrer französischen Identität zu brechen, sich von ihr loszusagen. Treue empfinden sie alleine den religiösen Würdenträgern dieser Ideologie gegenüber. Natürlich können bei Attentätern auch soziale, psychologische oder politische Gründe eine Rolle spielen. Aber wer mit der eigenen Situation unzufrieden ist, wer psychotisch oder neurotisch veranlagt ist oder wer sich gegen die Mächtigen auflehnt, der tötet nicht notwendigerweise im Namen Allahs seine Landsleute.

Sie spielen auf ihren Streit mit dem Politologen Olivier Roy an, der das Phänomen der Dschihadisten mit den linksextremistischen Gruppierungen der 70er Jahre vergleicht. Er sieht die Attentäter als junge Menschen mit gescheiterten Biografien, die einen radikalen Bruch mit der Gesellschaft suchten. Ihre Beweggründe seien primär psychologisch, nicht religiös. Der radikale Islam dient ihnen laut Roy dabei nur als Vehikel, das die Illusion der Selbstläuterung und ein neues Selbstwertgefühl bietet. 
Diejenigen, welche dieses Phänomen mit den Roten Brigaden oder der RAF vergleicht, machen es sich zu einfach. Sie unterschätzen die Kraft dieser extremistischen religiösen Ideologie. Die Rotbrigadisten sprengten sich nicht in die Luft. Sie dachten nicht, dass sie im Tod ein Paradies mit 72 Jungfrauen erwartet.

Zur Person

Gilles Kepel (62) ist einer der bekanntesten Intellektuellen Frankreichs und besten Kenner der arabischen Welt. Der Politologe und Arabist hat einen Lehrstuhl an der Hochschule «Sciences Po» in Paris und unterrichtet an der London School of Economics. Seine Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zuletzt auf Deutsch erschien «Der Bruch. Frankreichs gespaltene Gesellschaft.» Weil sein Name auf einer Todesliste des «IS» aufgeführt wird, steht Kepel unter Polizeischutz. Kepel führt seit Jahren eine in Frankreich viel beachtete Debatte über die Ursachen des islamistischen Terrors mit Olivier Roy, einem weiteren bekannten Islam-Experten. 

Warum ist Europa ins Visier von dschihadistischen Anschlägen gerückt?
Europa und der Westen als Ganzes werden als Domäne der Gottlosigkeit angesehen. Die Dschihadisten sehen sich im Krieg mit diesen Ländern und ihren Bewohnern. Das gibt ihnen in ihren Augen das Recht, das Blut der Ungläubigen und der vom rechten Glauben abgefallenen Muslime in diesen Länder zu vergiessen.

Kepels Gegner im «Gelehrten-Streit»: Interview mit Olivier Roy

Charlie Hebdo, Bataclan, Nizza: Warum trafen die Terroranschläge der vergangenen Jahre so häufig Frankreich?
Frankreich ist das europäische Land mit der grössten muslimischen Bevölkerung. Trotzdem gab es in Frankreich zwischen 1995 und 2011 keinen Anschlag mit dschihadistischem Hintergrund, während es etwa in Madrid 2004 oder in London 2005 zu blutigen Attentaten kam. Diese Tatsache ist dem erfolgreichen Kampf der französischen Sicherheitsdienste gegen die pyramidenartigen Strukturen der al-Kaida zu verdanken, welche für die zweite Generation des Dschihadimsus stehen. Die Geheimdienste verstanden deren Funktionsweise und verhafteten einen Grossteil ihrer Sympathisanten.

Trauer vor dem Konzertlokal Bataclan in Paris, wo 90 Menschen ermordet wurden. Bild: EPA/EPA

Was hat sich geändert?
Der Wendepunkt waren die Morde an französischen Soldaten und jüdischen Schulkindern in Toulouse und Umgebung im März 2012. Der Täter, Mohammed Merah, war der erste Exponent der sogenannten dritten Generation des Dschihadismus. Die Sicherheitsdienste waren mit diesem Anschlag überfordert, der sich stark vom bisherigen Modell unterschied. Merah gehörte keiner festen Organisation an, war aber Teil eines losen Netzwerks. In der Folge wurden viele junge Männer wie Merah für den Dschihad rekrutiert. Die Behörden verstanden nicht, was passierte und konnten deshalb nicht verhindern, was zwischen Januar 2015 und Juli 2016 geschah: Die Serie von Anschlägen vom Angriff auf Charlie Hebdo über die Attentate von Paris und Nizza bis zum Mord am Priester Jacques Hamel in der Normandie. Seither verlagern sich die Angriffe verstärkt in andere Länder.

Weshalb?
Als Reaktion investierten die französischen Sicherheitsdienste viel Geld und sind heute besser dazu in der Lage, diese Netzwerke zu überwachen. Frankreich hat einen stark zentralisierten, relativ effizienten Polizeiapparat. Aus diesem Grund haben sich die Anschläge in Länder mit sehr dezentralen Sicherheitsdiensten verlagert: Deutschland, Grossbritannien, Katalonien, und vor allem Belgien, das mit seinen zerstrittenen Sprachregionen in dieser Hinsicht lange ein Paradies für die Terroristen war.

«Unter den ‹IS›-Anhängern ist eine Demoralisierung festzustellen »

Der «Islamische Staat» ist militärisch unter Druck und hat seine Hochburgen weitgehend verloren. Welche Auswirkungen hat das auf den Terror in Europa?
Für die Dschihadisten ist es schwieriger geworden, sich zu koordinieren. Die Attentate beim Pariser Bataclan und vor dem Stade de France vom 13. November 2015 wären in dieser Form heute nicht mehr umsetzbar. Sie waren nur umsetzbar, weil sich die Attentäter mit ihren Hintermännern im Territorium des «IS» ungestört koordinieren und quer durch Europa zum Anschlagsziel reisen konnten. Das wäre heute nicht mehr möglich.

Hat der «IS»  auch an Anziehungskraft verloren?
Ganz eindeutig. Das sieht man, wenn man abgefangene Nachrichten von vor 12 Monaten anschaut. Damals prahlten seine Anhänger: «In einem Jahr werden wir eure Frauen und Kinder auf ‹IS›-Sklavenmärkten in Paris, Rom und London verkaufen.» Heute würde die ganze Welt darüber lachen. Es ist eine Demoralisierung unter seinen Anhängern festzustellen: Durch die Niederlagen wird klar, dass der «Islamische Staat» nicht das ist, was er zu versprechen vorgibt. Der «IS» sucht derzeit nach einer neuen Strategie. Klar ist: Den Überraschungseffekt hat er eingebüsst. 

Hochburg verloren: Irakische Streitkräfte feiern den Sieg über den «IS» in Mosul. Bild: EPA/EPA

Sie verweisen immer wieder auf die Bedeutung des Manifests von Abu Musab al-Suri von 2005. Der Syrer rief zu Anschlägen in Europa auf, um die Gesellschaft zu spalten und einen Bürgerkrieg zwischen der muslimischen Minderheit und der Mehrheitsgesellschaft zu provozieren. Sind die Dschihadisten diesem Ziel näher gekommen?
Nein, in dieser Hinsicht haben sie versagt. Zentral ist, dass es den Dschihadisten nicht gelang, in die demokratischen Wahlprozesse einzugreifen. In Grossbritannien versuchten sie, mit Anschlägen während des Wahlkampfs, diesen zum Erliegen zu bringen. Der «IS» versucht bewusst, die extreme Rechte zu stärken. In Frankreich wollten sie den Durchmarsch des Front National begünstigen, in Deutschland denjenigen der AfD.

Aber rechtspopulistische Parteien haben doch flächendeckend zugelegt in den letzten Jahren.
Ja und Nein. In Frankreich etwa befindet sich der Front National nach der Niederlage Marine Le Pens gegen Emmanuel Macron vor einer Parteispaltung. Die Übernahme der Regierung durch Parteien der extremen Rechten ist nirgendwo gelungen. Die Dschihadisten haben es auch nicht geschafft, die europäischen Muslime für sich zu mobilisieren. Das Kalkül von Abu Musab al-Suri war ja folgendes: Durch die Attentate ein Klima zu schaffen, in dem sich Muslime ausgegrenzt fühlen und den Dschihadisten in die Arme getrieben werden. Dieser Plan ist nicht aufgegangen.

«Die Dschihadisten hatten einen  strategischen Vorteil. Den haben sie unterdessen verloren.»

Wie bewerten sie die Reaktion der europäischen Bevölkerung auf den Terrorismus?
Die Menschen haben mit viel Gelassenheit und Würde reagiert. Das ist eines der besten Mittel, um die Terroristen zu entmutigen und ihnen die Rekrutierung von Nachwuchs zu erschweren.

In den letzten Jahren war Europa von einer Welle von Terroranschlägen betroffen. War das eine einmalige Häufung oder gehört der Terror ab jetzt als neue Normalität zu unserem Leben?
Es ist unmöglich, die Zukunft vorherzusagen. Aber die Terrorwelle der letzten Jahre fand auf jeden Fall unter ganz speziellen Umständen statt: Es war die Kombination aus der Eroberung eines Territoriums durch den «Islamischen Staat» und dem Aufkommen der dritten, netzwerkartig organisierten Generation des Dschihadismus. Dieses Zusammentreffen zweier Faktoren, welches die europäischen Geheimdienste und die Politik überforderte, gab den Dschihadisten einen strategischen Vorteil. Unterdessen ging dieser Vorteil verloren. Deshalb kann man einen Rückgang des Phänomens beobachten. Es ist möglich, dass der Dschihadismus eine neue Strategie entwickelt, um diesen Vorteil zurückzugewinnen. Aber im Moment sehe ich keine Anzeichen dafür.

«Russen kontrollieren das Land»: Ein russischer Helikopter über der syrischen Wüste. Bild: AP/AP

Vielerorts in Europa dominiert die Flüchtlingsfrage die politische Debatte. Wie muss die Politik aus ihrer Sicht darauf reagieren?
Es braucht in erster Linie eine einheitliche europäische Politik. Bisher litt die EU unter zu wenig Abstimmung. Ein positives Signal ausgesendet hat das Treffen zwischen EU-Regierungschef und afrikanischen Staatsoberhäuptern Ende August in Paris. Das Ziel, Flüchtlinge mit anerkanntem Asylgrund im Vornherein zu identifizieren und ihnen Asyl zu gewähren und gleichzeitig Wirtschaftsflüchtlinge abzuhalten, ist richtig. Dafür braucht es aber ein koordiniertes Vorgehen der EU, gemeinsame Militär- und Polizeikräfte. Die Herausforderung wird sein, ob das deutsch-französische Duo nach den Bundestagswahlen und mit dem sich abzeichnenden EU-Austritt der Briten für neue Dynamik in der EU sorgt.

Wie kann Europa vor Ort im Nahen Osten die Fluchtursachen bekämpfen?
Zentral ist: Der Krieg in Syrien ist beinahe vorüber. Die Russen kontrollieren das Land weitgehend – unter anderem wegen der ungeschickten Diplomatie der Europäer. Es geht nun um den Wiederaufbau des Landes. Heute gibt es Syrer, die in ihr Land zurückkehren, weil sie sich davor fürchten, dass sonst jemand anderes ihre Häuser und ihre Felder in Beschlag nimmt. Der Wiederaufbau und die Neuordnung der ganzen Region wird einen grossen Einfluss auf die künftige Entwicklung haben.

Gilles Kepel in Lugano

Das Interview mit Gilles Kepel fand am Rande der Auftaktveranstaltung der «Middle East Mediterranean Freethinking Platform» der Universität der italienischen Schweiz (USI) in Lugano statt. Bis Mai 2018 hält Kepel acht weitere Vorlesungen (auf Englisch), zu welchen die Öffentlichkeit eingeladen ist. Weitere Informationen auf der Website der USI. (cbe)

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60Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dirk Leinher 02.10.2017 16:31
    Highlight Den ganzen Schlamassel wird international durch die Unterstützung des Terrorismus verursacht.
    Einige Personen die nicht gerade für Selbstkritik bekannt sidn geben völlig unberührt die schrecklichsten Verbrechen zu:
    1 0 Melden
  • Rabbi Jussuf 01.10.2017 15:45
    Highlight 1/2
    Sowohl Olivier Roy, wie auch Kepel sehen die Sache zu einseitig.
    Roy ist fixiert auf soziale Umstände, die sicher eine gewisse Rolle spielen, aber bei weitem nicht das terroristische Ausmass erklären.
    Kepel geht mir die Sache zu politisch, sodass die Vorbedingungen hinter seinen doch sehr klarsichtigen Ausführungen verschwinden.
    Bei beiden habe ich das Gefühl (bei Roy ganz besonders!), sie versuchten den Islam als Religion und Kultur beiseite zu lassen.
    6 14 Melden
    • rodolofo 01.10.2017 18:32
      Highlight Rabbi,
      lies doch bitte den Titel dieses Artikels nochmals!
      Was steht da?
      Hast Du jetzt ein Aha-Erlebnis?
      10 8 Melden
    • Maracuja 01.10.2017 19:09
      Highlight Olivier Roy ist nicht einfach fixiert auf soziale Umstände (wie z.B. Arbeitslosigkeit), sondern sieht bei einem Teil der Dschihadisten auch individuelle psychologische Probleme: https://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/lieber-terrorist-als-psychopath/story/25359278. Die religiöse Komponente lässt er tatsächlich (m.E. teilweise zu Recht) beiseite. Kepler lässt diese nicht einfach beiseite wie Du behauptest, sieht aber den politischen Islam als Ursache und nicht die Religion/Kultur als Ganzes.
      14 2 Melden
    • Rabbi Jussuf 01.10.2017 20:27
      Highlight Maracuja
      Individuelle psychologische Probleme, wie sie Roy sieht, sind eigentlich schon längst widerlegt.
      Im Einzelfall kann man u.U. die religiöse Komponente aussen vor lassen, aber nur wenn man nicht vergisst das Umfeld daraufhin zu überprüfen.
      Eben, Kepel sagt nicht, woher der politische Islam kommt! Wenn man das nicht klärt, sind die weiteren Aussagen nur noch halb so viel wert. Dabei ist es so offensichtlich: Ohne Islam kein Islamismus!

      5 11 Melden
  • Rabbi Jussuf 01.10.2017 15:44
    Highlight 2/2
    Denn der Islam und die daraus resultierenden patriarchalen Kulturen senken u.a. die Hemmschwelle zur Gewalt ganz massiv. Ohne diesen Faktor (inkl. Erziehung und Nichtgleichberechtigung, etc) zu nennen, lässt sich islamische Gewalt und Terror nicht befriedigend erklären.
    12 14 Melden
    • rodolofo 01.10.2017 18:19
      Highlight Eines muss ich Dir lassen:
      Du bist ein äusserst hartnäckiger, unermüdlicher Aussendienst-Mitarbeiter der neuen, Rechtsnationalen Ideologie!
      Mir kannst Du Dein "Produkt des Hasses" genauso wenig aufschwatzen, wie mir die Aktion "Lies!" ihre Version des Islams aufschwatzen kann.
      Ich bin gegen Eure Versuche, die Welt in einen Kulturkrieg zu stürzen, immun!
      Hahahaa!
      Und jetzt lasse ich Arabische Musik laufen, von Chaled und von Oum!
      Salamaleikum!
      21 14 Melden
    • Maracuja 01.10.2017 19:18
      Highlight Rabbi Jussuf: Ohne diesen Faktor ... zu nennen, lässt sich islamische Gewalt und Terror nicht befriedigend erklären.

      Wie lässt sich denn die damalige abscheuliche Gewalt der Khmer rouge erklären? Hinter diesem Terror standen keine monotheistische Religion, keine religiösen Texte und vordergründig kann man den Maoismus, der die ideologische Grundlage bildete, auch nicht als patriarchalisch bezeichnen. Offensichtlich lassen sich auch in diversen anderen Kulturen vornehmlich junge Männer für nihilistische antimoderne Bewegungen gewinnen.
      16 2 Melden
    • Maracuja 01.10.2017 19:23
      Highlight @rodolofo

      Fehlen Ihnen Argumente, dass Sie Andersdenkende einfach in die rechtsnationale Ecke stellen? Lernen Sie endlich sachlich zu diskutieren und verzichten Sie bitte auf Verdächtigungen und dümmliche Spekulationen. Dann dürfte es weniger Blitze regnen.
      15 5 Melden
    • Rabbi Jussuf 01.10.2017 20:17
      Highlight Maracuja
      Das demographische Problem der jungen Männer hab ich weggelassen, obwohl es natürlich auch sehr mitbestimmend ist. > siehe Kriegsindex
      In islamischen Kulturen ist dies aber noch verschärft durch die oft strikte Trennung von Männern und Frauen.
      Ich kenne die Roten Khmer zu wenig um da etwas zu sagen.
      4 7 Melden
    • rodolofo 01.10.2017 21:49
      Highlight @ Maracuja
      Rabbi Jussuf ist völlig unzugänglich für Argumente, die seine Kriegsfront gegenüber dem Islam aufweichen könnten.
      Er will auch Gemeinsamkeiten mit dem Christentum und dem Judentum nicht gelten lassen.
      Er bleibt beharrlich Spinnefeind mit einer Welt, die er nicht kennt und auch nicht besser kennenlernen will!
      Und in dem Sinne verhält er sich, wie die bornierten Rechtsnationalen und Rechtsextremen, die der Islamische Staat ja so gerne bei uns sieht und fördertl!
      Sie sollten vielleicht einmal aufhören, mir immer wieder in den Rücken zu fallen!
      Dann hätten wir's auch leichter.
      4 2 Melden
    • Maracuja 02.10.2017 13:01
      Highlight @rodolofo: Dann hätten wir's auch leichter

      wer ist "wir"? und bei was hätten Sie es denn leichter? Beim Verleumden von Menschen, dem Verbreiten von Unwahrheiten und dümmlichen Spekulationen? bitte unterlassen Sie es mich für Ihr ominöses Wir-Grüppchen zu vereinahmen.
      2 0 Melden
    • rodolofo 02.10.2017 14:32
      Highlight @ Marcuja
      Ich würde mich hüten, jemanden wie Sie zu umarmen!
      Den Rabbi dürfen Sie gerne haben!
      Überhaupt kein Problem für mich.
      1 2 Melden
    • Rabbi Jussuf 02.10.2017 18:27
      Highlight rodolfo
      Um Argumente für den Islam bringen zu können, müsste man diese Religion auch kennen - nicht nur ein verträumtes Wald- und Wiesenbildchen davon haben.
      1 0 Melden
    • rodolofo 02.10.2017 20:04
      Highlight @ Rabbi Jussuf
      Einverstanden.
      Immerhin kann ich ein Teil einer Koran-Sure in Arabisch sprechen!
      Ein Mohammed aus Ägypten hat mir das mal beigebracht:
      Met ulli säii älbäcc, Allah hi sell lemecc!
      Na, wie ist das?
      Ausserdem hat mir ein Ibrahim aus Algerien eine Volksweisheit aus seiner Heimat verraten:
      "Volle Kopf ist wie leere Kopf!"
      Dein Kopf ist anscheinend voll...
      1 1 Melden
  • Herbert Anneler 01.10.2017 12:11
    Highlight Danke für diesen sachlich-distanzierten Beitrag! Auf solchem Wissen kann man die Zukunft planen, nicht auf unablässigen Schreckensmeldungen! Chapeau, watson!
    29 4 Melden
  • rodolofo 01.10.2017 10:17
    Highlight ...
    TA-Magazin von gestern:
    "Auf eigene Faust"
    In einer mexikanischen Kleinstadt hat eine Bürgerbewegung Polizei und Justiz abgelöst, um sich gegen die Drogenmafia zur Wehr zu setzen.
    Lehrer, Kaufleute, Taxifahrer richten jetzt übereinander.
    Immer wieder sagen befragte Leute:
    "Das war schlimmer als bei den Taliban!"
    Oder: "Das ist, wie im Islamischen Staat!"
    Mexiko ist aber vorwiegend Katholisch, bzw. Christlich!
    Was also bringt die Leute dazu, sich in einem solchen Teufelskreis der Gewalt, Gegengewalt und Rache zu drehen, bis das Leben eine einzige Hölle geworden ist?
    15 21 Melden
    • rodolofo 01.10.2017 12:17
      Highlight Warum blitzt ihr?
      Weil die direkt betroffenen Leute in den Interviews Sachen gesagt haben, die ihr nicht in Euerem Kindergärtler-Weltbild haben wollt?
      Oder weil ich eine Frage gestellt habe, die Ihr schon längst beantwortet habt mit "Der Islam ist an allem schuld!"?
      Sagt es mir doch!
      Vielleicht kann ich mir dann auch ein besseres Bild von EUCH machen!
      14 20 Melden
    • smoothdude 01.10.2017 13:14
      Highlight Die Interpretation des Islams des IS ist vom hass durchtränkt und will alles auslöschen was in ihren augen gottlos und ungläubig ist (darunter auch die moderateren Interpretationen des Islams), was in ihren augen das töten legitimiert. Bei den Drogenmafias geht es um sehr viel geld, was wiederum in ihren augen das töten legitimiert. Beides ist auf das schärfste zu verurteilen. Das sie jedoch bei einem artikel über den terrorismus des IS die islamfeindlichkeits-keule schwingen, finde ich fast ein wenig pervers.
      21 4 Melden
    • Rabbi Jussuf 01.10.2017 15:02
      Highlight smoothdude
      Sehr schön gekontert und den Unterschied gut erklärt!
      10 3 Melden
    • rodolofo 01.10.2017 18:10
      Highlight Es gibt keinen wesentlichen Unterschied zwischen dem Islamischen Staat und der Drogenmafia, oder einer x-beliebigen Staatlichen Mafia!
      Den Opfern ist es schliesslich egal, von wem, und mit welcher ideologischen Begründung sie bedroht, erpresst, gefoltert und umgebracht werden!
      Im Kern gehen alle diese Macho-Gangs und - Armeen immer gleich vor:
      Sie gehen auf die Schwächeren los und sie kriechen dem Kommandanten, der den Allmächtigen auf der Erde vertritt, in den Arsch.
      In welchen Arsch Ihr kriecht, wisst Ihr selber!
      Das muss ich Euch nicht erklären.
      10 9 Melden
    • vera.vox 01.10.2017 23:16
      Highlight @ rhodolofo
      Ich finde deine Ansichten sind sehr vernünftig.
      Es gibt wirklich keinen wesentlichen Unterschied zwischen dem IS und der Mafia. Und für die Opfer spielt es auch keine Rolle. Der IS hat ganz gewiss nichts mit dem Islam zu tun.


      http://www.jesus.ch/magazin/international/289201-nach_mohammed_ist_der_is_kein_islamischer_staat.html

      3 1 Melden
    • rodolofo 02.10.2017 12:15
      Highlight @ vera.vox
      Danke für die Aufmunterung!
      Ich lege gleich noch einen drauf:
      Artikel im TA vom letzten Samstag
      (Rubrik Wochenende):
      "Lieber Terrorist als Psychopath"
      Was steckt hinter den Selbstmordattentaten muslimischer Jugendlicher? Weniger einer Radikalisierung des Islam als eine Islamisierung der Radikalität, schreibt Oliver Roy in einem überzeugenden Essay.
      1 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 02.10.2017 16:07
      Highlight Roy kannst du in der Pfeife rauchen.

      "Weniger einer Radikalisierung des Islam als eine Islamisierung der Radikalität"
      Alleine das zeigt, wie er daneben liegt. Sorry, aber es bringt sich niemand um, nur weil er sich radikalisiert hat. Das kann nur dann passieren, wenn dahinter eine breit abgestützte religiöse Ideologie steckt.
      Die "Turboislamisierung" ist widerlegt, genauso die soziale Stellung als Ursache.
      Und Psychopathen gibts überall. Kein Grund zum Selbstmordattentäter zu werden.
      1 1 Melden
    • rodolofo 02.10.2017 18:32
      Highlight @ Rabbi Jussuf
      Und was ist mit dem Massen- plus Selbstmörder von Las Vegas, oder mit den Amokläufern in Schulen, die Mitschüler kaltblütig erschiessen, nachdem sie Wochenlang eine solche Rache-Aktion geplant haben? Meistens sind diese Amokläufer ja sehr schüchterne und "verschupfte" Aussenseiter, die ihre durch die täglichen Demütigungen heruntergeschluckten Aggressionen nicht mehr beherrschen können.
      Vor dem Zünden einer richtigen Bombe haben sie in ihrer Psyche mit angestauten Aggressionen eine seelisch-geistige Bombe gebaut.
      ...
      1 0 Melden
    • rodolofo 02.10.2017 18:37
      Highlight ...
      Beim "Wutbürger" ist es im Grunde ganz ähnlich, mit dem Unterschied, dass der Wutbürger seine angestauten Aggressionen früher rauslässt, wenn sie noch nicht so viel Schaden anrichten, wie bei den Amok-Selbstmördern.
      Der IS gibt solchen Amok-Selbstmördern in ihrer totalen Vereinsamung ein Gefühl von Gemeinschaft indem er sagt: "Wer seinen Selbstmord möglichst grausam plant und durchführt, gehört zu uns und wird von uns als Märtyrer und Held verehrt!"
      1 0 Melden
    • vera.vox 02.10.2017 20:16
      Highlight @rodolofo
      Danke für den Artikel-Vorschlag.
      Völlig plausibel was Oliver Roy schreibt:
      <<Wenn es sich um Gläubige handelte, würden sie nicht mit ihrem Suizid in die Pläne Allahs eingreifen und eigenmächtig für vollendete Tatsachen sorgen.>>
      Selbst Regierungen anerkennen, dass es sich bei Anschlägen und LKW-Vorfällen um die Taten gottloser Terroristen handelt. Ist ja klar, dass das nichts mit dem Islam, der Religion des Friedens, zu tun hat.
      Aber wie erklärt man das einem Rassisten oder einem islamophoben Atheisten; so dass sie es nachvollziehen und mit ihrer Ideologie vereinbaren können?
      1 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 02.10.2017 23:02
      Highlight vera.vox
      Du machst das Gleiche wie der Herr Professor in deinem Link: Das was nicht zur eigenen Sicht passt, wird einfach ausgeblendet.
      Die "Verträge" sind schon lange bekannt und sagen nicht ganz das aus, was der Herr gerne hätte.Zudem zeigt die Geschichte ein vollkommen anderes Bild. Warum, z.B. ist Arabien schon seit Mohammed Christen- und Judenfrei?
      Die "Verträge" übrigens sind der Kern der Dhimmitude. Dabei handelt es sich um waschechte Schutzgelderpressung, wie man es heute von der Mafia kennt.
      Mehr muss man dazu kaum sagen.
      0 0 Melden
    • rodolofo 03.10.2017 09:43
      Highlight Rabbi Jussuf
      Wie viele Moscheen gibt es in Italien?
      Auf einer Wallfahrt mit sehr religiösen, Katholischen Familienangehörigen von Rom bis Padua ist mir bei einigen Katholischen Kirchen aufgefallen, dass sie sehr schmale Türme haben, die Minaretten gleichen!
      Und tatsächlich las ich auf einer Informationstafel, dass es da Verbindungen zum Islam gab.
      Beeindruckende Steinbauten und Gläubige auf Knien.
      "Die Verträge übrigens sind der Kern der Dhimmitude. Dabei handelt es sich um waschechte Schutzgelderpressung, wie man es heute von der Mafia kennt."
      Eh voila! Das sage ich doch die ganze Zeit!
      1 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 03.10.2017 13:07
      Highlight rodolfo
      Den entscheidenden Punkt hast du (und vor allem vera) aber nicht gesehen: Die "Verträge" sind religiös untermauert. Sie sind ein Bestandteil dieser Religion. Ohne sie wäre der Islam schon längst verschwunden.
      0 0 Melden
    • rodolofo 03.10.2017 15:43
      Highlight @ Rabbi Jussuf
      Da stossen wir wieder mal auf die Grundsatzfrage, was zuerst war, das Huhn, oder das Ei, bzw. in diesem Spezialfall: Die Mafia, oder die Religion...
      0 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 04.10.2017 09:54
      Highlight rodolfo
      In diesem Fall ist das nicht zu trennen.
      0 0 Melden
  • rodolofo 01.10.2017 10:10
    Highlight Wir sollten uns nicht zu sehr von dem in die Irre führen lassen, was solche Terroristische Gruppen auf ihre Fahnen geschrieben haben!
    Heute werden die Scheinwerfer der Öffentlichkeit auf den Islamismus gerichtet.
    Früher lag die Aufmerksamkeit mehr auf dem Kommunismus und dem Faschismus.
    Letztlich bestehen alle diese Gruppierungen aus äusserst gewalttätigen Männer-Gangs, die zusammen beschlossen haben, sich das zu holen, was sie holen wollen, mit roher Gewalt, Einschüchterung und Erpressung.
    Gerade lese ich einen Artikel über Drogen-Mafias, Mafia-Polizei und Bürgerwehren in Mexiko...
    14 17 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.10.2017 07:12
      Highlight Leo Ferraro?
      0 0 Melden
    • rodolofo 02.10.2017 12:11
      Highlight Jan Christoph Wiechmann (Text)
      Sebastian Liste (Bilder)
      0 0 Melden
  • Papierli-Tschingg 01.10.2017 08:35
    Highlight Aber wäre die extreme Linke nicht noch besser geeignet für diese Ziele? Das ultimative Ziel des IS ist ja die Errichtung eines Kalifates und nicht die Ermordung von möglichst vielen Menschen. Geringeres Law&Order zum Beispiel würde beim Aufbau von Strukturen helfen um sich in Europa zu verankern und somit einfacher zu viel mehr Anhängern zu kommen. Das wäre auch viel subtiler weil dafür keine Gewalt mehr nötig ist.
    5 20 Melden
    • rodolofo 01.10.2017 12:07
      Highlight Putin-Russland unterstützt Rechtsextreme Parteien in Europa, sowohl finanziell, als auch durch sogenannte "Trolle", die in den Sozialen Medien mittels orchestrierten Fake News eine Lynchmob-Stimmung zu erzeugen versuchen.
      Aber Putin-Russland verfügt über die früheren Netzwerke aus der von der Stalinistischen PdA unterwanderten Friedensbewegung auch über Einfluss in der Linksextremen Szene.
      Neu hinzu kommen heute Öko-Fundis, die eine Esoterische Landgemeinschafts-Idylle suchen und die in den fruchtbaren Schwarzerde-Weiten Russlands und trommelnden Schamanen, die mit Wölfen tanzen...
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    • rodolofo 01.10.2017 12:11
      Highlight ... ihren Sehnsuchtsort gefunden haben.
      Ziel all dieser Kontakte ist es, Europa von den Extremen Rändern her zu destabilisieren und zu zerstören.
      Der Neuaufbau soll dann nach dem Russischen Vorbild und unter Anleitung der Russen und ihrer verbündeten Satelliten geschehen, als Verschmelzung von Faschisten und StalinistenEine Neuauflage des Hitler-Stalin-Paktes sozusagen...
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  • R. Peter 01.10.2017 00:54
    Highlight Danke! Tolles Interview. Zwei Verständnisfragen: Was macht Gilles Kepel zum führenden Kenner des radikalen Islam (ehrliche Frage, ich kenne ihn nicht)? Was meint er mit ungeschickter Diplomatie der Europäer in Syrien konkret?
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    • Christoph Bernet 01.10.2017 13:09
      Highlight 1) In erster Linie sein Werk: 'Les banlieues de l'islam' (1987) wird wegbereitende Studie im Forschungsbereich des Islams in westlichen Gesellschaften angesehen, ebenso 'Allah im Westen' (1994). 'Der Prophet und der Pharao' (1993), 'Das Schwarzbuch des Dschihad' (2000) und 'Al-Qaida. Texte des Terrors' (2005) sind zu viel zitierten Standartwerken der Islamismus-Forschung geworden und in dutzende Sprachen übersetzt worden. Kepels Werke sind Pflichtstoff an Universitäten weltweit. Er schreibt regelmässig Gastbeiträge für rennomierte Zeitungen, u.a. The New York Times, Le Monde, El País.
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    • Christoph Bernet 01.10.2017 13:15
      Highlight @Christoph Bernet: 2) Bei Kepels Kritik an der Strategie fehlte leider die Zeit, um Nachzuhaken. Bei der ans Interview anschliessenden Vorlesung sagte Kepel auf eine Zuschauerfrage nach der Rolle Russlands in Syrien, dass sich Putin –wertfrei betrachtet – in Syrien clever verhalten habe, weil er von Anfang an eine klare, interessengesteuerte Strategie gefahren habe. Das würde im Umkehrschluss heissen, dass die EU zu wenig genau wusste, was sie in Syrien eigentlich erreichen will. Aber das ist jetzt meine Interpretation von Kepels Aussage, nicht seine eigenen Worte.
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  • Gelöschter Benutzer 01.10.2017 00:21
    Highlight Weiss jemand ob Gilles Kepel arabisch spricht?
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    • Christoph Bernet 01.10.2017 00:24
      Highlight @Bity: Ja, Gilles Kepel spricht fliessend Arabisch. Auf Youtube findet man zahlreiche Interviews mit Kepel in arabischer Sprache z.B. hier eine Dokumentation des 'Institut du monde arabe' in Paris:
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    • Rabbi Jussuf 01.10.2017 17:42
      Highlight Auf dem Dach des "Institut du monde arabe" gibts ein feines libanesisches Restaurant - mit Blick auf die Notre Dame.
      2 0 Melden
  • redeye70 01.10.2017 00:08
    Highlight Sehr aufschlussreiches Interview. Danke Watson! Heute ist es nicht mehr selbstverständlich guten, ausgewogenen Journalismus präsentiert zu kommen. Mit diesem Interview ist euch das gelungen.
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  • Juliet Bravo 30.09.2017 22:40
    Highlight Danke Watson für das interessante Interview! Eine Diskussion zwischen Gilles Kepel und Olivier Roy wäre jetzt der I-Punkt.
    30 10 Melden
    • Rabbi Jussuf 01.10.2017 15:04
      Highlight Sorry, beide haben ihre blinden Flecke und sehen die Sache zu sehr auf ihre Spezialität hin fokussiert.
      7 7 Melden
  • Sebastian Wendelspiess 30.09.2017 21:09
    Highlight Warum genau will der IS den Aufstieg rechter Parteien fördern? das versteh ich nicht ganz...
    29 53 Melden
    • 4kant 30.09.2017 21:53
      Highlight Kannst Du nachlesen im Interview:
      Die Dschihadisten würden die Strategie verfolgen, durch Attentate ein Fremdenfeindliches Klima zu schaffen, worunter die eigenen Leute, die Muslime, leiden sollen und aus diesem Leidensdruck, sich dann dem Dschihad anschliessen sollen.
      Das klappt aber nicht, weil sich niemand in Europa nach einem dschihadistischen Attentat an unschuldigen Muslimen rächt.
      Selbst die Glatzköpfe, die jeweils aus dem braunen Sumpf gekrochen kommen, fallen auf diese plumpen Provokationen nicht herein.
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    • Musterschüler 30.09.2017 22:05
      Highlight Damit die Europäischen Muslime mehr Diskriminiert werden.
      51 4 Melden
    • äti 30.09.2017 22:09
      Highlight .... Machtstreben, Diktatur, Top-Down Struktur, ...
      17 7 Melden
    • Sloping 30.09.2017 22:15
      Highlight Ich erkläre mir das so: Die extrem rechten würden gegen Muslime hetzen und diese so in die Arme des IS treiben. Nebeneffekt: Extrem Rechte wollen die gegebene demokratische Ordnung destabilisieren, was auch in die Karten des IS spielt.
      49 5 Melden
    • ponebone 30.09.2017 22:17
      Highlight Zum den Clash der Kulturen weiter anheizen, weil diese die anti islamischen Ressentiments in den Gesellschaften weiter schüren und damit hier wohnhafte Moslems radikalisieren und dieso so dem IS in die Hände treiben (zumindest in der Theorie). Wobei sich ja grad die rechten Parteien redlich bemühen, ihren Teil zu erfüllen.
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    • Troxi 30.09.2017 22:34
      Highlight Schau die Ursache der letzten beiden Weltkriegen an und ist der Groschen gefallen? Der IS sieht der Westen gemäss Artikel als Gottlos und Ungläubige an. Was dient besser um Gebilde wie die EU zu zerstören bzw massiv zu Schwächen? Wohl kaum die Linken. Zudem könnten alte Wunden zum Vorschein kommen, was noch stärker Gegende schwächt. Wenn 2 Gegende geschwächt sind, sollte es doch einfach sein diese einzunehmen.
      15 8 Melden
    • R4ff4e1e 30.09.2017 22:36
      Highlight Damit sich eine Kluft zwischen Muslime und dem Rest des Landsleute öffnet.
      So wäre es für den IS einfacher frustrierte Islamisten zu rekrutieren.
      26 2 Melden
  • atomschlaf 30.09.2017 20:56
    Highlight Danke, watson. Wieder mal ein Highlight!
    43 9 Melden
  • Energize 30.09.2017 20:54
    Highlight Tolles Interview. Grazie!
    29 6 Melden
  • Tikvaw 30.09.2017 20:28
    Highlight Spannendes Interview. Vielen Dank an watson und Gilles Kepel
    32 5 Melden
  • Fe2 30.09.2017 19:30
    Highlight Korrektur: Stade de France nicht das Stade de Suisse war damals Ziel der Anschläge.
    22 2 Melden
    • Christoph Bernet 30.09.2017 20:15
      Highlight @Fe2: Danke für den Hinweis auf den ärgerlichen Fehler, ist angepasst. Danke auch allen anderen user für die Hinweise
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«Wir sind die grössten Loser – wenn das BGE mit uns klappt, dann klappt es überall»

Im Zuge eines Experiments darf der Finne Juha Jarvinen zwei Jahre von einem Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) leben. Nach nur einem halben Jahr geht er bereits seinem Traumjob nach – und arbeitet mehr als zuvor.

Bereits im Januar haben wir mit Juha Jarvinen gesprochen. Damals steckten seine Projekte noch in den Kinderschuhen. Das Intverview findest du hier:

Herr Jarvinen, wie geht es Ihnen?Ausgezeichnet, ich komme gerade vom Blaubeeren pflücken. Die haben hier Saison. 

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