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Banlieue Montfermeil

Junge Männer in der Banlieue von Montfermeil, eine Banlieue östlich von Paris.  Bild: rue89.nouvelobs.com

Anschläge in Frankreich: «Diese Leute sehen sich als Rächer der arabischen Nation»

Das Blutbad von Nizza wird nicht das letzte gewesen sein, glaubt Amor Ben Hamida. Mit watson sprach der tunesisch-schweizerische Doppelbürger über den Frust in den französischen Banlieues und die Probleme in der arabischen Welt. 

16.07.16, 09:35 16.07.16, 09:59


Junge Männer, die in Frankreich aufgewachsen sind, verüben Attentate in ihrem Land und bringen so viele Menschen wie möglich um. Was ist los mit diesen Leuten? 
Amor Ben Hamida:
Diese Leute sind benachteiligt, sie sind frustriert und hassen das Land, in dem sie aufgewachsen sind. Wenn sie auf der Arbeitssuche ihren Namen nennen, werden sie abgewiesen. Man gibt ihnen zu verstehen, dass sie nicht dazugehören. Und mit diesen Anschlägen wird es nicht leichter: Dann heisst es, du bist ja ein Terrorist! Es ist ein Teufelskreis. 

FILE - In this Feb. 7, 2013 file photo, women walk in the streets of Montfermeil, outside Paris. French Prime Minister Manuel Valls shocked many this week by referring to a

Strassenszene in Montfermeil. Bild: Elaine Ganley/AP/KEYSTONE

Eine Stelle nicht zu bekommen – das ist doch kein Grund dafür, dutzende Menschen umzubringen! 
Es ist ein Rachefeldzug. Seit Jahren führt Frankreich, führt der Westen Krieg gegen die arabische Welt. Es ist eine Illusion anzunehmen, da komme nichts zurück. Dieser junge Attentäter in Nizza, er hat bestimmt Videos gesehen aus Syrien, aus Libyen, schreckliche Bilder. «Was macht der Westen mit uns», hat er sich vielleicht gefragt. «Sie töten uns zu hunderttausenden, nicht zu dutzenden wie umgekehrt.» Solche Leute sehen sich als Rächer der arabischen Nation. 

Amor Ben Hamida

Amor Ben Hamida

wurde 1958 in Tunesien geboren, kam aber bereits mit elf Jahren als Halbwaise ins Kinderdorf Pestalozzi in Trogen. Seither lebt er in der Schweiz, wo er zunächst im Marketing und dann als IT-Spezialist arbeitete. Seit 2001 ist er als Schriftsteller tätig. Der tunesisch-schweizerische Doppelbürger hat zwei erwachsene Söhne und wohnt mit seiner Frau in Zürich. Amor Ben Hamida hat zehn Bücher zur Migration und Integration geschrieben. 

Aber es sind doch Franzosen. Ist Frankreich nicht ihre Heimat?
Da muss ich kurz ausholen: In den 50er Jahren kamen ihre Grosseltern aus Nordafrika ins Land, um Geld zu verdienen. Sie wollten nicht bleiben, sondern später heimkehren. Deshalb brachten sie ihren Kindern bei: «Du bist Tunesier!» Heute sind sie pensioniert – und fühlen sich immer noch als Ausländer, als Bürger zweiter Klasse. Und der französische Staat hat auch Fehler gemacht; er hat sie in den Banlieues eingesperrt. 

Immerhin hat Frankreich viel Geld locker gemacht, um die Situation in den Banlieues zu verbessern – während die Provinz, die «France profonde», vernachlässigt wurde. Auf dem Land leben mehr Arme als in den Vorstädten, sagt beispielsweise der Sozialgeograph Christophe Guilluy. 
In Frankreich gibt es seit 15, 20 Jahren grosse Probleme. Die Arbeitslosigkeit hat enorm zugenommen. Früher gab es Arbeit für fast alle. Darum hat der Front National auch solchen Zulauf, weil er die Franzosen ohne Migrationshintergrund bevorzugen will. Die jungen Leute in den Banlieues haben keine Perspektive. 

Sie sorgen manchmal selber dafür: Es kommt vor, dass Schulen oder Bibliotheken in den «Quartiers sensibles» einfach abgefackelt werden.
Kriminalität entsteht natürlich bevorzugt dort, wo eine grosse Minderheit arbeitslos ist. Drogenhandel bringt bedeutend mehr ein als Sozialhilfe

Welche Rolle spielt die Religion? Die einen sagen, die Anschläge hätten nichts mit dem Islam zu tun. Für die anderen ist es zumindest eine der Hauptursachen. 
Ein echter Muslim darf nicht töten, nur zur Verteidigung. So gesehen haben diese Anschläge nichts mit dem Islam zu tun. Ganz so einfach ist es aber nicht. Den Koran zu lesen ist nicht leicht; alle Stellen müssen im Kontext gesehen werden. Radikale Imame – oft in Saudi-Arabien ausgebildet – pflücken sich bestimmte Stellen heraus und verknüpfen sie mit der sozialen Wirklichkeit, in der diese Jungen leben.

Clichy-sous-Bois residents walk past the wreckage of a burnt car, Wednesday, Nov. 2, 2005, east of Paris. French President Jacques Chirac called for calm and a firm hand Wednesday in response to six nights of rioting in Paris' troubled suburbs, warning of a

2005 explodierte der Frust in den Banlieues: Es kam zu tagelangen Unruhen, zahlreiche Autos wurden abgefackelt. 
Bild: AP

Zudem sind die meisten Muslime stärker mit ihrer Religion verbunden als durchschnittliche Christen, die höchstens ein paar Mal pro Jahr den Gottesdienst besuchen. Und bei den Muslimen in Europa ist der Islam auch ein Trost – und überdies ein Mittel, die eigene Identität in einer fremden, als feindselig empfundenen Umwelt zu bewahren. Insofern hat das schon mit dem Islam zu tun. 

Ist der ausgeprägte Laizismus des französischen Staates ein Grund dafür, dass sich Muslime weniger gut integrieren können? 
Das glaube ich nicht. Mittlerweile wird auch in Tunesien über die Trennung von Kirche und Staat diskutiert. Zum ersten Mal in der arabischen Welt, vielleicht vom Libanon abgesehen. Dass Frankreich jetzt besonders von Anschlägen betroffen ist, liegt zuerst einmal daran, dass es hier eine grosse Menge von jungen Männern mit nordafrikanischem Hintergrund gibt – viel mehr als in Grossbritannien oder Deutschland. Und an den französischen Interventionen in der arabischen Welt. 

Nizza am Tag danach

Die Empörung über westliche Schandtaten als Motiv für Massenmord?
Diese Leute befinden sich zwischen Stuhl und Bank. Sie können hier nicht richtig leben, und dort auch nicht. Nehmen wir zum Beispiel diese jungen Tunesier ohne gute Ausbildung, die nach dem Arabischen  Frühling nach Frankreich gekommen sind. Sie hatten schon im eigenen Land keine Chance, noch weniger haben sie eine in Frankreich. In ihrem Frust sind sie eine leichte Beute für Extremisten, die gezielt enttäuschte junge Männer akquirieren. 

Was soll Frankreich denn tun, damit diese «enttäuschten jungen Männer» keine Anschläge mehr verüben?
Der Westen sollte nicht mehr in der arabischen Welt intervenieren, auch wenn dort furchtbare Kriege wüten. Das würde ihnen ein Argument nehmen. Die meisten Opfer in diesem innerarabischen Konflikt sind übrigens selber Muslime. Wir haben hier einen Krieg, wie ihn Europa im Zeitalter der Reformation ausgefochten hat. 

Ein islamischer Dreissigjähriger Krieg?
Ja. Irgendwann, hoffentlich dauert es nicht so lange, wird es auch in der arabischen Welt Religionsfreiheit geben. Doch die Probleme sind enorm. Seit 20 Jahren gibt es einen Rückgang in der arabischen Welt, in den 50er und 60er Jahren herrschten modernere Verhältnisse. Es hat ein massiver Brain Drain stattgefunden. Arbeitslosigkeit, sozialer Druck, Korruption und Vetternwirtschaft verkrüppeln die Gesellschaft. 

Gibt es Hoffnung?
So schnell werden diese Anschläge nicht aufhören. Nach einem Anschlag wie in Nizza herrscht Trauer, aber es gibt auch Leute, die den Attentäter als Märtyrer bezeichnen. Es gibt Leute, die sich dadurch ermutigt fühlen, die selber anfangen, Anschläge zu planen – als Racheakt oder Verzweiflungstat. 

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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37
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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • thompson 17.07.2016 03:15
    Highlight Die Araber bringen absolut nichts auf die Reihe. Frankreich aber auch nicht. Die haben sowas von versagt, Araber zu integrieren.
    Die Flüchtlingsflut ist auch eine Chance die Muslime in den Banlieus endlich zu integrieren. FLÜCHTLINGE als Vermittler....
    10 20 Melden
    • wonderwhy 17.07.2016 16:00
      Highlight Wie soll das denn bitte funktionieren? Mehr von der gleichen Sorte sollen plötzlich das Problem lösen?
      14 3 Melden
  • wonderwhy 16.07.2016 19:09
    Highlight Der Westen gegen die Araber! Was machen die mit unseren arabischen Brüdern? Gleichzeitig strömen Millionen arabische Flüchtlinge nach Europa, während Saudi Arabien und die Emirate die Grenzen dicht halten und in Jordanien und im Libanon Palästinenser seit bald 80 Jahren in Flüchtlingslagern leben!
    49 5 Melden
  • chrach 16.07.2016 16:30
    Highlight #PrayFor...., Karikaturen, Gebäude beleuchten, Experten interviewen.

    Rinse, wash, repeat.
    26 4 Melden
  • ElendesPack 16.07.2016 16:20
    Highlight "...ein Mittel, die eigene Identität in einer fremden, als feindselig empfundenen Umwelt zu bewahren."
    Ich kann diese Jammerarien nicht mehr hören. Sobald es um Araber oder Afrikaner geht, sind immer "wir" Schuld an deren Verhalten.
    Von Europäern, Amerikanern, Ostasiaten und dem Rest der Menschheit darf man Selbstverantwortung und Eigenleistung erwarten, aber niemals vor diesen heiligen Ethnien, die doch immer nur Opfer sind und waren.
    Was zum Geier machen die eigentlich bei uns, wenn wir so schlechte Menschen sind?
    92 24 Melden
    • Lami23 16.07.2016 16:26
      Highlight Undifferenziert. Bist du informiert über die Bahostoolituk und wie die heztige Situation entstand? Niemand sagt, das man von ihnen jeine Eigenleistung erwartet.
      12 72 Melden
    • Walter Sahli 16.07.2016 16:26
      Highlight Es hilft, wenn man sich an den Geschichtsunterricht erinnert, während dem einem gelehrt wurde, wo und bis wann die europäischen Länder Kolonien hatten...
      34 47 Melden
    • ElendesPack 16.07.2016 17:39
      Highlight Genau...Männer von 20 - 40 Jahren sind heute wegen der Kolonialgeschichte so drauf.
      Lami: Das ist mir langsam reichlich egal, ob meine Meinung als differenziert wahrgenommen wird. Fakt ist einfach, dass die Araber in Frankreich entweder religiöse Spinner sind oder dann riesige Quartiere in Ganglands verwandelt haben. Und das hat genau gar nichts mit der Nahostpolitik zu tun, da diese Leute mehrheitlich aus Nordafrika stammen.
      51 18 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Liam 16.07.2016 16:10
    Highlight Ich kenne einige italienische Secondos. Die haben es auch nicht einfach gehabt, ja haben sich hin und wieder geprügelt und das Gastland beschimpft. Aber die haben alle den "Bogen" gekriegt. Weil sie trotz allem Macher sind und sich nicht in der Opferrolle selbst bemitleidet haben. Die meisten der italienischen Freunde gehören heute zum Mittelstand. Ich kenne auch einen Tunesier, der in Marseille aufgewachsen ist. Auch er hat es geschafft, spricht unsere Sprache gut und hat eine Lehre absorbiert.Eine Opferrolle einzunehmen bedeutet, sich der eigenen Verantwortung zu entziehen.
    59 6 Melden
    • Lichtblau 17.07.2016 15:40
      Highlight @Liam: Das denke ich auch schon oft. Die Italiener, welche damals als Gastarbeiter hier einwanderten, waren mausarm, hatten meist nur sehr wenig Schulbildung und null Sprachkenntnisse. Eine Willkommenskultur gab's nicht, viele mussten erstmal in Baracken leben. Aber was haben sie daraus gemacht! Mit Charme, Unbekümmertheit, Musikalität und Kochkünsten haben sie letztlich die kühle, zurückhaltende Schweiz erobert und stehen heute gut da. Und sie sind auch in der dritten Generation nicht zu katholischen Fundis geworden.
      16 1 Melden
  • Liam 16.07.2016 15:56
    Highlight Doch, solche Taten haben etwas mit dem Islam zu tun, denn sowohl der Koran sowie die Sira handeln zu über 50% über Kuffar, die Ungläubigen. Damit sind alle Nichtmuslime gemeint, also auch wir.
    Es empfiehlt sich den Mathematikprofessor Dr. Bill Warner auf den sozialen Medien zu suchen und zu schauen, was er zum politischen Islam zu sagen hat. Dr. Warner hat die islamische Buchtrilogie ausgiebig studiert.
    39 12 Melden
  • Karl Müller 16.07.2016 14:17
    Highlight "Und der französische Staat hat auch Fehler gemacht; er hat sie in den Banlieues eingesperrt. "

    Diese Leier höre ich immer wieder. Aber was hätte der Staat tun sollen? Nach dem Krieg strömten massenhaft Franzosen vom Lande und Einwanderer aus den Überseegebieten in die kriegsversehrten französischen Städte, angelockt von der erstarkenden Industrie. Die Wohnsituation war prekär, es entstanden Bretterhüttenslums, wie man sie sonst nur aus der "Dritten Welt" kennt. Mit dem Bau von Hochhaussiedlungen am Stadtrand bot der Staat damals eine rasche Lösung für vergleichsweise komfortablen Wohnraum.
    64 7 Melden
    • Jol Bear 16.07.2016 22:59
      Highlight Stets die Hauptverantwortung an den Staat abzuschieben ist allerdings nichts als eine faule "Ausrede" oder noch schlimmer Versuch der Rechtfertigung. Der Keim des Problems wird im Interview aber auch erwähnt: Sie seien gekommen, um Geld zu verdienen und hätten ihren Kindern beigebracht: "Du bist Tunesier!" Allein diese Einstellung führt zu nicht integrierbaren Parallelgesellschaften, da können Regierungen noch so viel Geld investieren, das Fundament für Konflikte ist schon gelegt.
      19 2 Melden
  • Zeit_Genosse 16.07.2016 13:14
    Highlight Danke für das Interview. Schreckensbilder haben wir genug gesehen.
    35 12 Melden
  • rodolofo 16.07.2016 12:29
    Highlight Der "Westen" sollte endlich zur Kenntnis nehmen, dass es eine Schattenseite seines Kolonialismus und Imperialismus gibt, in der Menschen leben, die eine völlig andere Perspektive haben (bzw. Perspektivlosigkeit)!
    Es gibt also nebst einer offiziellen Erfolgsgeschichte von Fortschritt und Aufklärung eine inoffizielle Geschichte des Ehlends, der Ausbeutung und der Sklaverei.
    Diese andere Geschichte ist nicht weniger real!
    Darum sollten wir "Arabern" zuhören und ernst nehmen, was sie sagen!
    Und dann können wir hoffentlich daran gehen, die Geschichte so zu lenken, dass sich alle darin wohl fühlen.
    34 75 Melden
  • Grundi72 16.07.2016 10:49
    Highlight "Dass Frankreich jetzt besonders von Anschlägen betroffen ist, liegt zuerst einmal daran, dass es hier eine grosse Menge von jungen Männern mit nordafrikanischem Hintergrund gibt"

    Das heisst wir sollten schauen, dass wir so rasch als möglich diese Wirtschaftsflüchtlinge nicht weiter in der Schweiz aufnehmen.

    Wir sollten also daraus lernen, auch die linken Migrations-Naivlinge.
    124 49 Melden
    • _helmet 16.07.2016 11:44
      Highlight Wirtschaftsflüchtlinge werden ja sowieso bereits nicht aufgenommen. Und Frankreich liegt viel näher an Nordafrika und hatte schon immer massiv mehr Algerier, Tunesier etc. ..Das Hauptproblem ist die Ausgrenzung, Perspektivenlosigkeit und mangelnde Integration. Die wird z.B von der SVP stark angeheizt! Die einzige vergleichbare Tat in der Schweiz, der Amoklauf im Zuger Parlament, wurde von einem - ebenfalls gescheiterten und perspektivenlosen - Schweizer verübt.
      61 68 Melden
    • Echo der Zeit 16.07.2016 12:18
      Highlight @Grundi72 - Tja - Für die Drecks Jobs sind Sie gut die Ausländer - auf Baustellen, Reinigung, Pflegebereichen usw... Ich kenn da eine Junge Frau die Jugendlichen Migranten Lernt wie mann seine eigene Kleidung Flickt und noch wichtiger - das mann eine Junge Frau als Chef zu Akzeptieren hat. Hab sehr grosse Achtung vor dieser Frau - Von Leuten die nur rum Motzen - hab ich keine Achtung, die haben Angst und suchen nach Billigen nicht nachhaligen Lösungen.
      40 36 Melden
    • jazzmessenger 16.07.2016 12:33
      Highlight Das Problem bei Leibacher war in erster Linie, dass er ein absolut gestörter Mensch war. Er litt unter Persönlichkeitsstörung, Alkoholabhängigkeit und Gehirnschwäche ...

      und auch der Attentäter von Nizza war psychisch krank und ein erbärmlicher Versager, der seine Frau schlug und, so scheint es, in den IS-Fantasien einen Ausweg gefunden hat.
      44 3 Melden
  • E7#9 16.07.2016 10:11
    Highlight Watson-User (auch ich) kamen sich in die Haare, weil manche es als islamistischen Terrorakt und andere als Amokfahrt deklarieren wollten. Jetzt erkennt man, dass es irgendwas zwischendrin war, oder beides: Ein Rachefeldzug mit islamistischen Tendenzen oder aber Amok (durch soz. Benachteiligung) im Sinne der Islamisten. Es scheint hier einen fliessenden Übergang zu geben.

    Die Unruhen zwischen muslimischen "Konfessionen" und der 30jährige Krieg unterscheiden sich u.a. durch die Globalisierung. Der Westen sollte sich in der Tat zurückhalten und nicht ständig eigene wirtsch. Interessen verfolgen.
    70 19 Melden
    • Echo der Zeit 16.07.2016 11:35
      Highlight BioPsychoSoziales Model - Die Biologischen - Psychologischen und Sozialen Faktoren müssen bei Analysen immer mit einbezogen werden.
      13 5 Melden
    • Lichtblau 17.07.2016 15:49
      Highlight Dass es hier einen fliessenden Übergang gibt -kann gut sein. Wie aber passen die 100 000 Euro, die der Täter seiner Familie in Tunesien zukommen liess, zur "sozialen Benachteiligung"? Mit einem solchen Sparbatzen hätte der Mann in Frankreich zum Mittelstand gehört.
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