International

«Der Feind ist gebrochen» – Iraks Sicherheitskräfte nehmen wichtige Brücke in Mossul ein

27.02.17, 14:28

Iraks Sicherheitskräfte drängen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Mossul weiter zurück. Einheiten der Polizei brachten am Montag nach eigenen Angaben auch den westlichen Zugang zu einer der wichtigsten Brücken über den Tigris unter ihre Kontrolle.

Den Ostteil der nordirakischen Grossstadt hatte die irakische Armee bereits vor rund einem Monat erobert. Die Truppen hätten nun das Viertel Al-Dschusk erobert und kontrollierten auch den westlichen Zugang zu der teilweise zerstörten Brücke im Süden von Mossul, sagte Militärsprecher Jahja Rasul am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

Der beschwerliche Kampf um Mossul

Dies bedeute, dass die irakische Armee die Brücke auf beiden Seiten kontrolliere. Die sogenannte vierte Brücke von Mossul ist die südlichste der fünf Brücken in der irakischen Stadt. Sämtliche Brücken sind durch die Kämpfe mit der Terrormiliz IS beschädigt und können nicht genutzt werden.

Ingenieurseinheiten sollen nun eine Pontonbrücke bauen, um die Soldaten an der Front auf der westlichen Seite mit den bereits eroberten Stadtteilen im Osten zu verbinden.

Nach Angaben Rasuls haben Eliteeinheiten des Innenministeriums zwei Viertel am westlichen Ufer vollständig erobert. Ein weiteres Viertel hätten die Anti-Terror-Einheiten unter Kontrolle gebracht. Die Strassenkämpfe seien «sehr intensiv», sagte Rasul. «Aber unsere Truppen sind tief im Westen, der Feind ist gebrochen.»

Die Offensive der irakischen Sicherheitskräfte läuft seit Mitte Oktober. Mossul ist die letzte Hochburg des IS im Irak. Sollten die sunnitischen Extremisten die Grossstadt verlieren, wären sie im Irak militärisch weitestgehend besiegt. (sda/dpa/afp)

Islamischer Staat

USA schicken 400 Soldaten in die Schlacht um die IS-Hochburg Rakka

Dutzende Tote: Terrormiliz Fateh al-Scham bekennt sich zu Anschlägen in Homs

Hipster im Irak: Bart in der Menge

Über 100 Beamte im Tessin im Einsatz – und sie fassen EINEN mutmasslichen Islamisten

«IS» verkündet Tod ihres Sprechers Abu Mohammed al-Adnani

Nein, Herr Trump, Obama ist NICHT der Gründer des «IS» – aber ganz unschuldig ist er auch nicht

Die jungen Soldaten des «IS»: Kindheit, Jugend, Selbstmordattentat

«IS»-Vorwurf gegen muslimische Schüler in Therwil fällt in sich zusammen

«Für präzise Angriffe»: US-Luftwaffe schickt erstmals B-52-Bomber gegen «IS»

US-Soldaten in Syrien: Obama will Kontingent versechsfachen

«IS» soll syrischen Piloten nach Kampfjet-Abschuss gefangen genommen haben

Kampf gegen «IS»: Deutschland richtet «Tornado»-Basis in der Türkei ein

Der «IS» funktioniert wie eine Sekte – das erklärt auch, warum die Terroristen so grausam sind

Der «IS» verliert und verliert – setzt die Terrormiliz jetzt auf Giftgas?

Der «Islamische Staat» wirbt im Darknet – zu Besuch bei der Terror-Propaganda-Abteilung

ETH-Sicherheitsexperte: «Es bringt dem ‹IS› nichts, Schweizer zu töten»

Die derzeit 6 populärsten Antworten auf den Terror – und warum sie alle in die Sackgasse führen

6 Indizien dafür, dass der IS schwächer ist, als wir dachten

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rendel 27.02.2017 19:40
    Highlight Und wie geht es den Zivilisten? Wie werden sie geschützt und wie wird ihnen geholfen? Wieviele Tote gab es?
    4 2 Melden
    • SeKu 27.02.2017 21:50
      Highlight Psssst, das sind die Verbündeten der Amis, da spricht man nicht über solche Themen.
      Kommen Sie wieder, wenn es um Aleppo geht, da wird die Frage im Artikel ohne Nachfragen beantwortet. Mit herzigen Bildli von Kindern.
      7 7 Melden

Bilder, wie wir sie nur selten zu sehen bekommen: Helmkamera-Video zeigt, wie US-geführtes Kommando 70 IS-Geiseln befreit

Es sind Aufnahmen, wie man sie nur selten zu sehen kriegt und die natürlich auch nicht ohne (PR-)Eigeninteressen veröffentlicht werden: Das US-Militär hat ein Helmkamera-Video publiziert, das eine Kommandoaktion von US-Soldaten im Verbund mit kurdischen Peschmerga-Kämpfern und irakischen Soldaten zeigt. Rund 70 kurdische Geiseln wurden bei der Aktion im Nordirak befreit.

Die Kommandoaktion fand im Nordirak statt, in der Region Hawidscha. Das Gebiet rund um die Stadt Kirkuk gilt als IS-Hochburg. …

Artikel lesen