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Verwüstung nach dem verheerenden Selbstmordanschlag im Bagdader Einkaufsviertel Karada (03.07.2016). Bild: KHALID AL-MOUSILY/REUTERS

Die Karte des Todes von Bagdad: In Wirklichkeit ist alles noch schlimmer

04.07.16, 11:35 04.07.16, 15:43


Mindestens 213 Menschen sind in der irakischen Hauptstadt Bagdad Opfer eines Terroranschlags geworden. Ein Selbstmordattentäter hatte sich in der Nacht zum Sonntag mit einem mit Sprengstoff beladenen Auto inmitten einkaufender Menschen in die Luft gesprengt. Zur Tat bekannte sich die Terrormiliz «IS».

Gegen die Abstumpfung, welche die nicht abreissenden Schreckensmeldungen aus Bagdad auslösen könnten, stemmen sich einige Aktivisten mit dieser Karte: 

screenshot via guardian.co.uk

Sie zeigt in drastischer Manier auf, wo in Bagdad zwischen 2003 und 2010 Menschen gewaltsam ums Leben gekommen sind. Das interaktive Original kann auf dem Data Blog des Guardian angesehen werden und basiert auf den Zahlen der Wikileaks Iraq War Logs.

Die Karte wird derzeit auf den Sozialen Medien herumgereicht. Mitunter werden dabei die roten Punkte mit Autobomben gleichgesetzt, was nicht korrekt ist. Einige User monieren zudem, dass die Karte veraltet sei, weil sie nur Daten bis 2010 erfasst.

Zum Ende der US-Besatzung 2011 waren die Anschläge zwar markant zurückgegangen. Doch mit dem Ausbruch des Bürgerkriegs im Nachbarland Syrien und dem Wiedererstarken der Terrormiliz «IS» stiegen sie wieder an.

screenshot via iraq body count

Ergo: Die Karte mag alt sein, aber die roten Punkte darauf sind seit 2010 nicht weniger geworden. Im Gegenteil. (kri)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • demokrit 04.07.2016 15:29
    Highlight Ulrich Tilgner liess an seinem kürzlichen Vortrag verlauten, Anschläge unter 50 Personen (die im Irak täglich stattfinden) würden in der internationalen Presse gar nicht mehr gemeldet.
    20 2 Melden
    • Radiochopf 05.07.2016 12:43
      Highlight Das ist wohl traurige Tatsache.. aber es soll ja auch niemand mitbekommen, dass der Krieg dort alles nur schlimmer gemacht hat.. ein Krieg bei dem einige wenige Firmen viel Cash gemacht haben und immer noch machen und viele ihr Leben verloren haben und seit Jahren leiden..
      1 0 Melden
  • Radiochopf 04.07.2016 12:53
    Highlight Interessant wäre es doch nun zu wissen, wie es unter Sadam Hussein war... Ich frage mich echt, ob es in Ländern wie Syrien/Lybien/Irak/Ägypten wirklich nötig war, die Regierung (versuchen) zu stürzen oder ob es den Menschen vorher nicht wirklich besser ging..
    50 4 Melden
    • dä dingsbums 04.07.2016 13:34
      Highlight @geshitstormt: wenn ich jetzt hier sage, dass Bush und Blair für diesen Schlamassel verantwortlich sind, werde ich zensiert?

      Ich hoffe nicht.
      31 5 Melden
    • Hoppla! 04.07.2016 13:58
      Highlight @ Radiochopf

      War das Leben in z.B. Lybien früher besser als heute? Ja, wohl schon. Hatte man persönliche Freiheiten und war es lebenswert? Nee, nicht wirklich. Ein Aufbegehren gegen Diktaturen ist völlig legitim!

      Die entscheidendere Frage: Darf eine ausländische Macht in einen Bürgerkrieg eingreifen?
      - In Lybien wurde es gemacht; viele sehen die Eingreifenden als schuldig an.
      - In Syrien wird es nicht gemacht (oder erst sehr spät); viele sehen die Nichteingreifenden als schuldig an.

      Ja, was den nun? Was soll man tun und was nicht?

      Btw: Irak ist natürlich eine andere Situation.
      30 7 Melden
    • Kian 04.07.2016 14:03
      Highlight @Hoppla: Genau so ist es. Wobei ich zwischen Irak und Libyen noch unterscheiden würde, denn in letzterem Konflikt griffen keine westlichen Bodentruppen ein. Also: Volle Kanone wie im Irak, funktioniert nicht. Halbe Kanone wie in Libyen, funktioniert nicht. Gar nichts tun wie in Syrien, funktioniert nicht. Alle jene, die glauben, der Westen lenke die Geschicke im Nahen Osten, merkt ihr etwas?
      32 11 Melden
    • giguu 04.07.2016 14:31
      Highlight Bin nicht so einverstanden mit euch... der Widerstand im Irak könnte sich nur durch die Inhaftierung durch die Amis so gut entwickeln. All die gefährlichen Menschen lernten sich im Knast kennen und kriegen Zuzug durch Amerikahass der Bevölkerung. In Libyen ist es nochmal anders. Ich war zu Ghaddafi Zeiten mal in Libyen (nicht mit CH-pass). Den Leuten dort ging es gut. Klar war Muammar ein Psycho und Mörder, aber den meisten Leuten ging es gut im Gegensatz zu heute. Was auch immer vernachlässigt wird sind die Auswirkungen auf Nachbarländer (siehe Lebensmittelpreise in Tunesien und Terrorismus)
      6 1 Melden
    • Hoppla! 04.07.2016 14:47
      Highlight @ geshitstormt

      Ja, ich kenne mich in Afrika relativ gut aus.

      Ernsthaft? Machen Gratisbücher und ein (fragwürdiges) Bewässerungsprojekt das Leben in einer Diktatur lebenswert? Dann hopp hopp auf nach Nordkorea. Auch dort hast du Gratisbücher in der Schule.

      1. Definiere "Terrorgruppen".
      2. Dann erzähl doch mal was die Amis (& Co., vergessen wir andere Player nicht ;-) ) machen sollen und was nicht. Nimmt mich wirklich Wunder wie deine Lösung aussieht.
      10 4 Melden
    • Domino 04.07.2016 15:06
      Highlight Der Kriegstreiber ist das sunnitische Saudi Arabien, die die USA mit billigem Öl gekauft haben. Bei jedem Golfkrieg hat SA im hintergrund die fäden gegen den shiitischen Irak/Iran gezogen.
      10 0 Melden
    • Fabio74 04.07.2016 15:23
      Highlight vorher: Willkür und Unterdrückung durch Saddam. Danach Terror durch IS. Besser wurds nicht weil vieles falsch und nicht fertig gemacht wurde.
      Aber die Konflikte gehen bis 1916 zurück mit der unselige Aufteilung der osmanischen Provinzen durch F und GB. Und deren Teile und herrsche Politik
      6 3 Melden
    • Hoppla! 04.07.2016 16:27
      Highlight @ geshitstormt

      Es würde mich freuen, wenn du meine Fragen auch beantworten würdest statt mit weiteren Anschuldigungen und Halbwahrheiten zu kommen.
      7 4 Melden
    • Kian 04.07.2016 16:29
      Highlight @geshitstormt: «Und in Libyen gab und gibt es US-Bodentruppen. Bilder finden sich innert 10 sek im Internet»
      Jawohl, watson ist die Lügenpresse aber Google Images die Wahrheit und nichts als die Wahrtheit so wahr mir Gott helfe.
      13 7 Melden
    • Fabio74 04.07.2016 16:44
      Highlight noch vergessen: In Ägypten hatte das Volk die Schnauze voll von Diktatur und Willkür, des vom Westen gehätschelten Mubarak.
      Das perverse System des Westens Menschenrechte zu fordern und gleichzeitig "nützliche" Diktatoren zu versorgen, wenn sie nur ab und zu paar (angebliche) Islamisten liquidieren.
      Schade ist die Sache auf halbem Weg stehen geblieben.
      Der Westen zu feige, die Saudis dafür fleissig am Geld und Idelogie schicken.
      Und nun wieder Diktatur, Unterdrückung und Willkür.
      Wer sowas den Ägyptern wünscht ist menschenverachtend
      3 0 Melden
    • Yayoer Yoe 04.07.2016 16:59
      Highlight "Hatte man persönliche Freiheiten und war es lebenswert? Nee, nicht wirklich." - Hoppla!, Alter unbekannt, war zu Lebzeiten Gaddafis öfter in Libyen als zu Hause um die persönlichen Freiheiten zu beurteilen
      1 0 Melden
    • Datsyuk * 04.07.2016 17:15
      Highlight Nein, keine Lügenpresse. Aber ich muss "geshitstormt" Recht geben.
      4 1 Melden
    • der Denker 04.07.2016 17:44
      Highlight @Kian: Die Aussage das Amerikanische Streitkräfte in Lybien waren ist ja nicht ganz falsch. Es waren allerdings meines wissens nach Spezial Einheiten welche nicht dort Stationiert waren. Diese sind schliesslich auch in Syrien um IS Anführer auszuschalten. Von daher hat geshitstorm nicht ganz unrecht.
      3 0 Melden
    • Maragia 04.07.2016 18:57
      Highlight Du weisst aber dass google images nur eine suchmaschine ist, oder???
      1 0 Melden
  • Nosgar 04.07.2016 11:51
    Highlight Auch erschütternd: Tötungen im Grossraum Los Angeles, 2000-aktuell. Quelle: Homicide Report, L.A. Times
    41 3 Melden
    • Hierundjetzt 04.07.2016 13:57
      Highlight ...etwas sehr unglücklich Deinen Vergleich. Im Irak herrscht Krieg. In Los Angeles gibts zuviele Deppen
      20 13 Melden
    • bokl 04.07.2016 14:09
      Highlight @Hierundjetzt
      Auf dem Schlachtfeld stehen sich meist auch eher die Deppen und nicht die Inteligenzia beider Lager gegenüber.

      Ich finde den Vergleich passend. In beiden Städten ein erschreckendes Abbild der "Waffen bingen Sicherheit"-Demokratie der Amerikaner ...
      19 1 Melden
    • Hierundjetzt 04.07.2016 15:15
      Highlight Gäll Du hast keine Ahnung was Krieg ist?
      2 6 Melden
    • äti 04.07.2016 21:13
      Highlight @geshitstored: unter "maria lourdes" blog (der name bürgt ja selbstredend für absolute Wahrheit!) findet 100'000 u mehr Doks und eben einzig-wahre Papiere. Greif zu und glaubs.
      Allerdings finde ich, die 100% Wahrheit gibt es nicht. Selbst, was heute als "wahr" gilt, ist es in ein paar Jahren nicht mehr. "Kriegswahrheit" ist keine Momentaufnahme sondern das Ergebnis komplexer (geschichtlicher) Ereignisse über hunderte Jahre. Dilletantisch nach kriegerischem Fussvolk in Syrien zu streiten ist doch Haarspalterei. Besser ist hingehen und beenden, will eben niemand, weil sonst Kriegstreiber.
      1 2 Melden

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