International

Iraks Armee startet Militäreinsatz gegen Kurden in Kirkuk

13.10.17, 10:23 13.10.17, 10:46

An der Grenze zwischen der autonomen Kurdenregion im Nordirak und dem Rest des Landes steigen die Spannungen: Die irakische Armee startete am Freitag einen Militäreinsatz zur Rückeroberung der Provinz Kirkuk von den Kurden.

Zuvor hatte die kurdische Autonomiebehörde ihre Kämpfer in der Region Kirkuk in Gefechtsbereitschaft versetzt. Tausende schwer bewaffnete Peschmerga-Kämpfer seien «zur Verteidigung um jeden Preis» bereit, erklärte ein Berater von Kurdenpräsident Massud Barsani.

Ziel des irakischen Vorstosses sei es, Militärstellungen zurückzuerobern, die sie vor drei Jahren an die kurdischen Peschmerga-Streitkräfte verloren hätten, sagte ein irakischer General der Nachrichtenagentur AFP.

Die ölreiche Provinz Kirkuk ist zwischen den Kurden und der irakischen Zentralregierung umstritten, beide Seiten erheben Anspruch auf sie.

Der Angriff der irakischen Streitkräfte erfolgt drei Wochen nach dem Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Nordirak, in dem sich nach kurdischen Angaben fast 93 Prozent für die Loslösung ihrer Region vom Irak ausgesprochen hatten. International wird das Votum nicht anerkannt, die Zentralregierung in Bagdad wertet es als Provokation. (sda/afp)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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24
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24Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • RatioRegat 13.10.2017 18:17
    Highlight Weshalb wird so eifrig an der territorialen Integrität des Iraks festgehalten? Die Grenzen wurden mit dem Lineal auf der Landkarte gezeichnet, ohne die Lebensrealität in den betroffenen Gebieten zu berücksichtigen.

    Das Bedürfnis der Kurden nach Unabhängigkeit ist nachvollziehbar, insbesondere mit Blick auf das klägliche Versagen der Zentralregierung in Bagdad. Dass sich die Stadt Kirkuk unter kurdischer Kontrolle befindet, liegt daran, dass die irakischen Truppen die Stadt im Jahr 2014 aufgegeben haben.

    6 0 Melden
  • Rumbel the Sumbel 13.10.2017 11:51
    Highlight Eben haben sie noch zusammen gegen den IS gekämpft und nun bekriegen sie sich selbst. Wegen was? Nicht nur wegen den Unabhängigkeits Bestrebungen der Kurden, auch wegen des Oels!
    19 0 Melden
    • rodolofo 13.10.2017 13:15
      Highlight Das ist der Rohstoff-Fluch!
      Auf der ganzen Welt sind gerade an Ressourcen reiche "Paradiese" am übelsten dran, weil sie das Rendite-gierige Grosskapital anlocken.
      Gerade kürzlich in der Rundschau auf srf1:
      Glencore-Kohleabbau in Kolumbien:
      Vorher wurde die ansässige Bevölkerung von Paramilitärs mit Anschlägen und mit Massakern vertrieben. Dann kaufte Glencore das ganze Land zu einem Bestechungsgeld von korrupten Regierungsbeamten.
      Beim Abbau der Rohstoffe wird die Umwelt zerstört und vergiftet.
      Es läuft immer wieder nach diesem Schema ab!
      ...
      6 2 Melden
    • rodolofo 13.10.2017 13:22
      Highlight ...
      Und die Rohstoff-arme Schweiz bietet diesem global organisierten Verbrechen, den "Multinationalen Konzernen" einen steuergünstigen Ort für den Hauptsitz an!
      So wird die Schweiz zur Komplizin, indem sie die Dienstleistungen ihrer Grossbanken und dienstfertige Behörden anbietet, so dass dieses Geschäftsmodell des Neokolonialismus und der modernen Sklaverei weiter florieren kann und viel Geld in die Kassen der Reichen und Super-Reichen spült.
      Alternativen zu diesem System gibt es, aber sie sind vergleichsweise winzig.
      Kurz- und mittelfristig habe ich wenig Hoffnung...
      10 4 Melden
  • Wald Gänger 13.10.2017 10:38
    Highlight Zum Glück haben die USA die Steine ins Rollen gebracht, die endlich Demokratie, Menschenrechte und Pyjama-Parties in diese Weltregion bringen. Wie man sieht, haben sich dort endlich alle lieb.
    17 28 Melden
    • äti 13.10.2017 11:02
      Highlight @wald, wozu soll mir dein Kommentar helfen?
      26 12 Melden
    • naherrawan 13.10.2017 11:25
      Highlight @äti dass die USA lediglich die Rohstoffe haben will und es ihnen am A*sch vorbei geht was für eine Regierungsform in diesen Ländern herrscht. Schliesslich wollen sie ihr Imperium vergrössern.

      Saddam Hussein war ein guter Mann für sein Land.
      9 17 Melden
    • Posersalami 13.10.2017 11:37
      Highlight Vor allem haben die USA dem Irak eine Verfassung gegeben, welche der äusserst komplexen Gesellschaft Rechnung trägt und für einen Interessenausgleich sorgt. NICHT
      18 3 Melden
    • Wald Gänger 13.10.2017 11:45
      Highlight äti: Woher soll ich wissen, was dir bei was helfen kann?
      9 5 Melden
    • Sir Konterbier 13.10.2017 11:48
      Highlight Das ist einfach die nicht ganz unberechtigte anti-USA-haltung der jüngeren Generation.

      Mir fehlt dann jeweils ein bisschen die Empörung wenn Russland, China oder die Türkei ähnliche Dinge veranstalten🤷‍♂️
      24 2 Melden
    • Posersalami 13.10.2017 12:36
      Highlight Das hat mit "Anti-USA" NICHTS zu tun. Fakt ist, dass die USA den Irak zerstört haben mit 1 Krieg und vor allem einem 12 jährigen Embargo.

      Oder haben sie eine alternative Geschichte aus einem anderen Universum parat?
      5 3 Melden
    • meine senf 13.10.2017 12:45
      Highlight Ganz nach dem Motto "Der Feind meines Feindes ist mein Freund".

      Da verfahren manche USA-Kritiker genau gleich wie die kritisierte USA selber auch.
      4 2 Melden
    • Wald Gänger 13.10.2017 13:14
      Highlight Konterbier: Wann haben die Türkei und China das letzte Mal ein beliebiges Land auf der Weltkarte überfallen, um ihm entweder den Turkismus oder den Maoismus als Heilsversprechen zu bringen.
      Und von wegen "jüngere Generation": Merci.
      5 4 Melden
    • meine senf 13.10.2017 14:20
      Highlight Tibet?
      7 1 Melden
    • Sir Konterbier 13.10.2017 14:29
      Highlight Keine Ahnung aber sie marschierten in Syrien ein und drohen auch den Kurden in Irak mit dem Einmarsch. Zur "Sicherung der territorialen integrität", was natürlich insofern zynisch ist, als dass zu Zeiten des Vormarschs des IS diese tatsächlich bedroht war, die Türkei aber nichts unternahm.
      7 0 Melden
    • Posersalami 13.10.2017 14:35
      Highlight @ raues: Und wie konnte sich Saddam an der Macht halten? Wer hat ihn für den Krieg gegen den Iran hochgerüstet? Woher hatte Saddam sein Giftgas, wer hat die Aufklärung geliefert? Wer hat ihn noch grosszügiger unterstütz als er nach 1 Jahr den Krieg gegen Iran zu verlieren drohte?

      Saddam kann man keine Träne nachweinen. Aber das Unheil im Irak nur an ihm festzumachen greift dann doch "etwas" zu kurz.
      4 0 Melden
    • Wald Gänger 13.10.2017 14:47
      Highlight Ist schon ein Bisschen länger her als die Dollereien der USA. Sonst noch Beispiele? Wieso nicht grad Byzanz für die Türkei?
      1 0 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 13.10.2017 15:28
      Highlight @Wald Gänger
      Die Türkei hat die Islamisten gegen Asad unterstütz und bekriegt gerade Teil der eigenen Bevölkerung.

      Hier eine Wikiliste aller Konflikte mit China: https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_wars_involving_the_People%27s_Republic_of_China
      1 2 Melden
    • äti 13.10.2017 15:47
      Highlight @naherrawan: "die USA lediglich die Rohstoffe haben will und es ihnen am A*sch vorbei geht was für eine Regierungsform.." und wer hat es denn umgekehrt getan? Spanier, Portugiesen, Franzosen, Russen, Chinesen und und und? Vielleicht Schweizer Söldner?
      3 1 Melden
    • äti 13.10.2017 15:50
      Highlight @waldgänger, "Woher soll ich wissen, was dir bei was helfen kann?" - ich dachte, mit einem Kommentar bezweckt man was und wollte eben wissen was.
      1 2 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 13.10.2017 16:51
      Highlight @Posersalami
      Was sind den das für Reflexe?
      Ich nirgends das Schicksal des Iraks alleine an Sadam Hussein festgemacht. Der Irak wurde von viel zu vielen Akteuren zerstört. Die USA haben sich dabei hervorgetan, indem sie zuerst Sadam unterstütz und dann bekämpft haben, nur um dann bein Wiederaufbau zu versagen. Das alles habe ich aber auch niergends in Abrede gestellt, mein Kommentar bezog sich auf die Meinung des Mitforisten "Sadam sei gut für den Irak gewesen".
      4 0 Melden
    • rodolofo 13.10.2017 18:24
      Highlight @ Posersalami
      Sadam Hussein war eine Art "Irakischer Stalin".
      So viel zu den hausgemachten Problemen des Iraks.
      Dann regierte in den USA noch lange vor dem "Orangen Riesenmeerschweinchen" ein Schimpanse mit ausdrucksarmen Knopfaugen: W.Bush.
      Das war das "Äussere Problem" des Irak, welches sich zum "Inneren Problem Saddam-Sunniten-Militärdiktatur" hinzugesellte.
      Beide Probleme verstärkten einander gegenseitig, bis es knallte und aus dem Irak ein "Zerfallender Staat" wurde.
      "Kurdistan 1a" ist ein Resultat dieses Zerfalls, ähnlich wie Bosnien nach dem Zerfall Jugoslawiens entstand.
      3 1 Melden
    • Wald Gänger 14.10.2017 11:58
      Highlight Äti: Du hast aber nicht gefragt, was ich mit meinem Kommentar bezwecken will, sondern was er dir helfen soll. Da ich deine Probleme nicht kenne, kann ich unmöglich wissen, wie ich dir helfen könnte.

      Retikulum: Die Konfliktliste Chinas liest sich ein wenig gesucht, wenn man von den Kriegen der USA spricht. Nach dieser Liste hat China vor allem in der Nachbarschaft Streit oder dann über internationale Missionen. Finde nun den Unterschied zu den USA.
      0 0 Melden
    • meine senf 14.10.2017 13:34
      Highlight Wegen China:

      Wäre doch schön, wenn in allen Konflikten auf der Welt mit bloss Soldaten sich gegenseitig anrempeln oder schlimmstenfall mit Steinen bewerfen würden:

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/indien-und-china-geraten-in-kaschmir-aneinander-soldaten-werfen-steine-a-1163071.html
      1 0 Melden

Aus Yverdon betrieben

Yverdoner rekrutierte für den IS – Bundespolizei sperrt ihm die Website

Experten hielten die Website Ansar-Ghuraba für eine der wichtigsten Rekrutierungsplattformen der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS), die sich an französischsprechende Dschihadisten wendete. Betrieben wurde sie von einem Mann aus Yverdon. Inzwischen haben die Schweizer Behörden reagiert und die Deaktivierung der Website verfügt, wie das Westschweizer Fernsehen RTS am Dienstag berichtete.

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