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Schlacht um Tikrit: Irakische Armee stoppt Offensive

17.03.15, 16:01 17.03.15, 16:12
Yazan al-Jabouri, second right, a member of one of Iraq’s most prominent tribes, speaks with his colleagues at the front line during a battle against Islamic State militants in Tikrit, 130 kilometers (80 miles) north of Baghdad, Iraq, Monday, March 16, 2015. For months, al-Jubouri was living in fear of crossing paths with a fighter from the Islamic State group. He had refused to pledge loyalty to the extremist group, and letters had been left on his doorstep threatening to cut his head off. His wife and children also were threatened. “I wanted nothing to do with Daesh,” he said, using the Arabic acronym for the group. He said 156 homes of his kinsmen had been destroyed and 16 of his relatives had been killed. Despite the threats, he felt he had to take up arms against the extremists, many of whom are fellow Sunnis. (AP Photo/Khalid Mohammed)

Frontlinie vor der umkämpften Stadt Tikrit:  Bild: Khalid Mohammed/AP/KEYSTONE

Mit zahllosen Sprengfallen in Gebäuden, an Brücken und auf Strassen hat die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Offensive der irakischen Streitkräfte auf die Stadt Tikrit zum Halten gebracht. «Die Schlacht um die Rückeroberung wird schwierig», sagte ein Sprecher der Schiiten-Miliz Asaib Ahl al-Hak am Dienstag.

Die Miliz ist massgeblich an dem Angriff beteiligt. «Es gibt überall Sprengsätze, deswegen wurden unsere Truppen aufgehalten.»

Die Regierung in Bagdad hatte am 2. März die bislang grösste Offensive gegen den IS gestartet, um Tikrit nach neun Monaten von den Extremisten zurückzuerobern. Noch am Wochenende hatte es von beteiligten Kämpfern geheissen, bis Dienstag könnten die Dschihadisten aus dem Zentrum vertrieben sein. 

Doch am Montagabend stoppte Innenminister Mohammed al-Ghabban dann die Offensive auf die Stadt in der zentralen Provinz Salaheddin. Seine Begründung: Die Zahl der «Verluste» müsse begrenzt und Strassen und Gebäude geschützt werden. 

Er liess allerdings offen, wie diese Ziele erreicht werden sollen, indem die Belagerung des Zentrums verlängert wird. Die internationale Militärallianz unter Führung der USA hat es abgelehnt, die Offensive mit Luftangriffen zu unterstützen, da neben schiitischen Milizen auch iranische Militäreinheiten daran beteiligt seien.

Zivilisten geköpft

Der IS verbreitete am Dienstag im Internet Bilder, auf denen zu sehen war, wie Anhänger der Dschihadistenmiliz vier Zivilisten in Tikrit mit Messern die Kehlen durchschneiden. Den Männern wurde vorgeworfen, sie hätten Zellen zur Rekrutierung von IS-Gegnern gebildet.

Irakische Medien berichteten, unter den Toten seien ein lokaler Parlamentsabgeordneter, ein hochrangiger Polizist und ein Journalist gewesen. (wst/sda/afp/dpa)

ISIS Offensive im Irak in Bildern



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