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Strassenkampf um die Festung Mossul: Irakische Soldaten im Schusswechsel mit «IS»-Kämpfern. Bild: Marko Drobnjakovic/AP/KEYSTONE

So hinterlistig kämpft der «IS» – die 6 grössten Gefahren für die Mossul-Eroberer 

Die Anti-«IS»-Koalition steht vor Mossul: Nun beginnt der schwierigste Teil der Offensive. Denn die Dschihadisten haben sich für die Verteidigung der Millionenstadt gerüstet.

03.11.16, 05:47 03.11.16, 11:59

Christoph Sydow

Ein Artikel von

Der Himmel über Mossul kommt dem «Islamischen Staat» (IS) zu Hilfe. Dichte Wolken hängen tief über der Stadt, starker Wind wirbelt zudem Sand und Staub auf und behindert die Sicht. Die Kameras der Drohnen und Kampfjets können daher ihre Ziele am Boden nicht erkennen. Deshalb sei gestern kein Vorstoss auf das Stadtgebiet mehr geplant gewesen, sagte der irakische Brigadegeneral Haider Fadhil.

Frontverlauf bei Mossul. bild: spiegel online

Am Dienstag hatten die vorrückenden Truppen die östliche Stadtgrenze von Mossul erreicht. Zwei Wochen nach Beginn der Offensive gegen den «IS» stehen die Einheiten damit vor dem schwierigsten Teil der Operation. Sie müssen die Dschihadisten nun in einer Grossstadt bekämpfen: einige Tausend Kämpfer inmitten einer Million Zivilisten.

Das sind die 6 grössten Schwierigkeiten und Risiken für die Eroberer von Mossul:

Sprengfallen

Vor ihrem Rückzug aus den Dörfern rund um Mossul hinterliessen die «IS»-Terroristen Tausende Sprengfallen. Sie vergruben Sprengsätze am Strassenrand und unter dem Asphalt und versteckten Bomben in verlassenen Häusern: In Kühlschränken, unter Stapeln voller Kleidungsstücke, selbst in Teddybären. Die Folgen sind verheerend: Allein am Dienstag wurden 15 schiitische Milizionäre durch Sprengfallen getötet, nachdem die Männer in ein erobertes Dorf eingerückt waren. An manchen Tagen der Offensive sind mehr Kämpfer durch versteckte Sprengsätze getötet worden als während der Gefechte. Die Strassen und Häuser der Millionenstadt liefern dem IS eine fast unbegrenzte Auswahl an Verstecken für Sprengsätze.

Selbstmordattentäter

Es gehört seit jeher zur Taktik islamistischer Terrororganisationen, mit möglichst geringem materiellen und personellen Aufwand möglichst grossen Schaden anzurichten. Das zeigt sich auch in der Schlacht um Mossul. Der «IS» hat in den ersten beiden Wochen Dutzende Selbstmordattentäter in Fahrzeuge voller Sprengstoff gesetzt, die dann auf Stellungen und Konvois der irakischen Armee und ihrer Verbündeten zurasten. Die meisten Angreifer konnten gestoppt werden, bevor sie ihr Ziel erreichten. Doch im unübersichtlichen Strassenlabyrinth von Mossul sind die Selbstmordattentäter weitaus schwieriger auszumachen als im freien Gelände.

Scharfschützen

In Mossul steht den vorrückenden Truppen ein verlustreicher Häuserkampf bevor. Scharfschützen des «IS» können sich in Wohngebäuden verschanzen und ihre Gegner unter Beschuss nehmen: aus grosser Entfernung und ohne, dass die Eroberer sofort feststellen können, in welchem Haus sich der Schütze versteckt hält.

Durchhalteparole von «IS»-Chef an Kämpfer in Mossul veröffentlicht

Der Führer der Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) hat seine Kämpfer in der irakischen Stadt Mossul offenbar zum Widerstand gegen die anrückenden Regierungstruppen aufgerufen. Eine Audiobotschaft vom Donnerstag wurde IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi zugeschrieben.

«Zieht euch nicht zurück!», befiehlt der Sprecher des Durchhalteappells, den das «IS»-nahe Informationsportal al-Furkan veröffentlichte. «Mit Ehre standzuhalten ist tausend Mal einfacher als ein Rückzug in Schande», sagte er weiter. «Hütet Euch vor jeglicher Schwäche im Angesicht des Feindes!»

Seit mehr als einem Jahr hatte es keine Audiobotschaft mehr gegeben, die al-Bagdadi zugeschrieben worden war. Die Echtheit der Aufnahmen konnte zunächst nicht bestätigt werden. Wo sich der «IS»-Chef aufhält, ist unklar. (sda/afp)

Tunnel

In fast jedem Dorf vor Mossul sind die Eroberer nach dem Rückzug des IS auf weitverzweigte Tunnelsysteme gestossen. Die unterirdischen Anlagen waren teilweise mit Strom, Küchen und Fernsehern ausgestattet. Irakische Armee und kurdische Peschmerga rechnen damit, dass sie in Mossul ähnliches erwartet. Mit Hilfe der Tunnel kann der «IS» unbemerkt Kämpfer verlegen und möglicherweise auch hinter feindliche Linien einschleusen. Das macht die Schlacht noch unberechenbarer.

Die Tunnelmenschen vom «IS»

Menschliche Schutzschilde

Mehr als eine Million Menschen halten sich derzeit noch in Mossul auf, darunter rund 600'000 Kinder und Jugendliche. In den vergangenen Tagen hat der «IS» zusätzlich Tausende Zivilisten aus Dörfern im Umland entführt und in die Stadt gebracht. Die Vereinten Nationen fürchten, dass diese Menschen gezielt zu IS-Kommandozentralen verschleppt und als menschliche Schutzschilde eingesetzt werden. Die Terroristen wollen dadurch den Vormarsch der Armee und ihrer Verbündeten bremsen.

Öl und Chemikalien

Der «IS» hat in den vergangenen Wochen am Stadtrand von Mossul mehrere mit Erdöl gefüllte Gräben in Brand gesteckt, um den Jets und Drohnen der US-geführten Koalition die Sicht zu nehmen. Zudem zündeten die Dschihadisten einen Teil der Schwefelfabrik von Mischrak südlich von Mossul an. Der giftige Qualm sorgte dafür, dass sich die Soldaten nur mit Gasmasken in der Umgebung aufhalten konnten – doch Atemmasken waren Mangelware. In Mossul selbst gibt es neben einem grossen Öllager zahlreiche Fabriken, in denen hochgiftige Chemikalien aufbewahrt werden.

Wenn der «IS» diese Anlagen in Brand setzt, gefährdet das nicht nur den Vormarsch der Eroberer. Die Folgen für die Umwelt würden die Stadt und ihre Bewohner auf Jahre hinaus belasten – lange nach der Vertreibung der Terroristen.

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Brikne, 20.7.2017
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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Neemoo 03.11.2016 10:15
    Highlight Wieder einmal mehr ein "Hirnverbrannter Krieg"! Schlussendlich geht es mal wieder um Geld oder eine Religion, was ja eigentlich beides das selbe ist.
    Was soll den das von westlicher Sicht? Komme da echt nicht ganz mit.
    Finde es ganz tragisch was da gerade passiert und muss und will daher nicht noch mehr Wut sähen (sorry etwas Kitschig) :D
    Ich denke westliche Länder, benutzen keine Kinder und Menschen als Waffen und Schutzschilder. Verbrecher und Tyrannen wie Hussein oder Gaddafi sollten dies unterbunden haben? Leute, von diesen Scheusalen kommt ja der ganze Mist!!!
    5 13 Melden
  • rodolofo 03.11.2016 07:05
    Highlight Wenn ich heute sehe, mit welcher Brutalität und Skrupellosigkeit diese IS-Kämpfer vorgehen, dann sehe ich den Sturz der Diktatur von Saddam Hussein nachträglich gerechtfertigt!
    Die Anführer des IS nahmen ja damals Teil am (Sunnitischen) Staatsterror.
    Heute sind sie selber gejagte Terroristen...
    So radikal kann sich die Situation ändern!
    Ich hoffe, dass andere Staatsterroristen, welche noch an der Macht sind, ihre Lehren aus dem Beispiel Irak ziehen!
    Aber vermutlich sehen und merken sie nichts, oder sie glauben, dass sie mit mehr Gewalt sicherer an der Macht bleiben...
    22 64 Melden
    • Marbek 03.11.2016 08:59
      Highlight .... oder sie betrachten das Ganze vielleicht auch nicht aus deiner westlichen Optik? Wär ja möglich.
      34 7 Melden
    • FancyFish 03.11.2016 09:09
      Highlight Unter Saddam Hussein wäre der IS niemals aufgekommen.
      Danke deiner geliebten USA
      40 13 Melden
    • azoui 03.11.2016 09:12
      Highlight Das ganze Chaos und die Unstabilität dort unten, begann mit dem Sturz von Saddam und Ghadafi.
      Deshalb erachte ich heute noch beides als falsch.
      48 10 Melden
    • Easypeasy 03.11.2016 09:38
      Highlight Nach dem Sturz wurde vieles falsch gemacht, aber das die 2 Massenmörder nicht mehr an der Macht sind, ist sicher nicht falsch.
      15 10 Melden
    • Hoppla! 03.11.2016 10:08
      Highlight Aus der heimeligen Stube in der guten, alten Schweiz kann man dies so sehen. Wenn du in einer Diktatur lebst, wirst du dies wohl differenzierter betrachten.

      Aus dieser Perspektive müsste man z.B. auch die DDR oder Nordkorea loben. Der Staat war sehr stabil, die Menschenrechtsverletzungen waren aber genau so vorhanden.
      13 1 Melden
    • äti 03.11.2016 10:13
      Highlight @fancy: und was wäre anstelle "aufgekommen"?
      2 1 Melden
    • FancyFish 03.11.2016 12:39
      Highlight @äti: Das kann ja jetzt niemand sagen
      0 0 Melden
    • azoui 03.11.2016 13:58
      Highlight @Easypeasy
      Nun sind statt 2 Massenmörder, der viele dort am Werke. Der Bevölkerung geht es schlechter als zuvor.
      Für was halten wir uns im Westen eigentlich? Für Friedensbringer?
      8 3 Melden
    • Hoppla! 03.11.2016 15:45
      Highlight @ Gilbert Schiess

      Weisst du wie schlecht es der Bevölkerung zuvor gegangen ist? Unter dem Deckmantel von "ist ja gar nicht so schlimm" ignorant zuzuschauen wie Menschen abgeschlachtet werden wenn sie Freiheit fordern, finde ich irgendwie auch etwas beschämend.

      Sonst darfst du gerne nach Nordkorea oder in die IS-Gebiete auswandern und dich daran erfreuen, dass es der Bevölkerung vielleicht gar nicht so schlecht geht unter ein paar wenigen Massenmörder.
      3 6 Melden
    • äti 03.11.2016 16:12
      Highlight @fancy: eben. Was wäre gewesen wenn.
      1 0 Melden
    • rodolofo 03.11.2016 19:30
      Highlight Ob meine Optik "westlich" ist, weiss ich nicht.
      Wo beginnt denn der Westen, und wo genau hört er auf?
      Weiter westlich im Pazifik, wo der ferne Osten beginnt?
      Tatsache bleibt halt, dass Reste der Hussein-Diktatur im IS weiter foltern und morden.
      Früher konnten sie das "legal" im Repressions-Apparat der Hussein-Diktatur machen, wo sie ja bekanntlich für "Stabilität" sorgten...
      Ich sage dieser Art von Stabilität "Friedhofsruhe"!
      Und vergessen wir nicht, dass Saddam Hussein mit dem Iran einen brutalen Vernichtungs-Krieg mit hunderttausenden von Toten anzettelte!
      3 2 Melden
    • azoui 03.11.2016 23:27
      Highlight Rodolfo, westlich ist hier keine Frage der Geographie und das weisst Du genau!
      2 1 Melden
    • rodolofo 04.11.2016 06:46
      Highlight All diese Schubladen-Etiketten wie "westlich", oder "östlich", geben uns falsche Sicherheiten.
      Meine Frau ist aus den Philippinen hierher in die Schweiz gekommen, also aus einem Land, wie es kaum gegensätzlicher sein könnte.
      Sie kam also aus dem "Fernen Osten" in ein sehr "westliches" Land.
      Überraschend:
      Sie entspricht den Clichées des "Richtigen Schweizers" besser, als ich!
      Wenn wir einmal herumstöbern in diesen "westlichen", oder "östlichen" Schubladen, dann finden wir so viele Ähnlichkeiten, dass wir auch alle in einer einzigen, grosse Schublade versorgen könnten, angeschrieben mit "Welt".
      0 0 Melden
  • MaxM 03.11.2016 06:16
    Highlight Zu Punkt 5: Irgendwie habe ich das Gefühl, dass - im Gegensatz zu Aleppo - in Zusammenhang mit Mossul immer gemeldet wird, dass die betroffenen Personen keine Zuvilisten, sonder IS-Unterstützer sind. UNSERE Verbündete werden ja auf keinem Fall zulassen, dass ea unschuldigen Menschen trifft.
    15 39 Melden
    • rodolofo 03.11.2016 07:39
      Highlight Nein, das wird nirgends behauptet!
      Im Gegenteil wird darauf hingewiesen, dass die vielen Zivilisten, welche sich noch in Mosul befinden, den Kampf gegen den IS erheblich erschweren!
      Aber die IS-Terroristen sind mit ihrer Grausamkeit nicht mit den Rebellen in Aleppo zu vergleichen.
      Diese Terroristen sind ein ganz anderes Kaliber!
      Und die Zivilisten müssen vor den anrückenden Truppen der Kurdischen Peshmerga und der Irakischen Armee weniger Angst haben, als vor den Truppen des Assad-Régimes.
      Einen einzigen Vorteil sehe ich an diesem Islamischen Staat:
      Wir wissen hier, wo "sie" sich befinden...
      29 15 Melden
    • TheDan 03.11.2016 13:28
      Highlight @rodolfo
      Können Sie mir erklären wieso der IS so viel schrecklicher ist als die "moderaten Rebellen" in Ost Alleppo? Wollen Sie behaupten dass es in Alleppo nicht zu Enthauptungen, Entführung und Vergewaltigung und anderer schrecklicher Verbrechen kommt? Oder dass sie keinen Sharia Gottesstaat in Syrien gründen wollen? Auf https://urs1798.wordpress.com/ werden die abscheulichen Verbrechen der vom Westen unterstützten Terroristen akribisch gesammelt und festgehalten.
      3 3 Melden
    • rodolofo 03.11.2016 19:56
      Highlight Sehr glaubwürdige Quelle...
      Tststs.
      Die Überschrift "Hands off Syria! Stoppt die Kriegs-Mafia!" zeigt doch auf den ersten Blick, dass es sich hier um eine Parteiische Propaganda für das Assad-Régime handeln muss!
      Und wer ist überhaupt dieser ominöse Urs?
      Nein, diesen Link muss ich mir wirklich nicht antun!
      Ein Tipp: Glaubwürdigkeit kann man nicht erreichen, indem man eine Maskerade vorführt.
      Sie entsteht nur dann, wenn jemand EHRLICH ist.
      Die Ehrlichkeit ist spürbar, durch einen gewissen Tonfall, bzw. durch das, was zwischen den Zeilen geschrieben steht.
      Aber nur Ehrliche können das spüren...
      2 2 Melden
    • TheDan 04.11.2016 07:56
      Highlight Anstelle sich mit dem Material auseinanderzusetzen erstmal die Quelle in Frage stellen.
      Klar, die Wortwahl könnte durchaus etwas emotionsloser erfolgen, aber wenn Du seit 5 Jahren tägliche Schweinereien von Leuten aufdeckst welche durch unsere Medien und Politiker weissgewaschen werden würde sich dein Wording wohl auch etwas verändern.
      Trotzdem ist die Seite ein extrem umfangreiches Sammelsurium von dokumentierten Verbrechen der "moderaten" Rebellen, White Helmets usw.
      Der wohl im Sterben liegenden Autorin Manipulation und Fälschung zu unterstellen ist echt erbärmlich von Dir.
      0 2 Melden
    • rodolofo 04.11.2016 08:52
      Highlight Jaja, ist ja gut.
      Alles wird gut!
      Wir sind umzingelt von bösen Mächten!
      Aber bald kommt Russland TV und klärt uns alle auf.
      Und wenn wir so weit sind, dass wir wissen, wie böse diese angeblich "moderaten" Rebellen sind, dann wird Sheriff Putin sie alle platt walzen und sie mit einem Bombenteppich überziehen, dass ihnen Hören und Sehen vergeht!
      Diejenigen, welche die Befreiung durch die Assad-Truppen und ihre Russischen Verbündeten überleben, werden blind sein und einen Tinitus haben.
      Aber die Folter in Syrischen Gefängnissen, die vom Roten Kreuz nicht besucht werden dürfen, werden sie spüren.
      1 1 Melden
    • Xi Jinping 04.11.2016 13:03
      Highlight Wenn gegen den IS/Assad gewettert/geschrieben wird ist es "westliche Propaganda" und wenn gegen die "gemässigten Rebellen"/USA geschrieben wird ist es Assad/Russen Propaganda. Moll... wenn sich irgendjemand von euch pappenheimern überzeugen will was da abgeht soll er da runter. Ich jedenfalls bin der Meinung, dass die Regierung Assad wieder hergestellt werden muss. 11 Jahre lang hat man fast gar nichts in den westlichen Medien lesen können über Syrien (das gleiche gilt auch über den Irak)...aber ja... wir jungen müssen jz damit leben... http://WE
      0 0 Melden
    • rodolofo 04.11.2016 14:08
      Highlight Einer, der sich jetzt gerade "da unten" befindet und der als Journalist und Kenner regelmässig in der Tagesschau interviewt wird, warnt nachdrücklich davor, dass in Ost-Aleppo ein Völkermord droht und klagt an, dass das Assad-Régime, sowie die Russen schwere Kriegsverbrechen begangen haben!
      Natürlich begehen auch die Islamisten der Al Nusra-Front und der IS solche Kriegsverbrechen.
      Aber erstens geht das Assad-Régime merkwürdigerweise gegen die schlimmsten Terroristen, nämlich den IS, nicht vor und zweitens ist die Schlagkraft von Assad's Truppen und den Russen umein Vielfaches grösser!
      1 0 Melden
  • MXM 03.11.2016 06:13
    Highlight Call of duty werbung... echt jetzt?!?!
    50 5 Melden
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      Highlight Lohnt sich nicht das spiel...
      19 1 Melden

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