International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Ungarns Orban will dem Iran bei dessen Atomprogramm helfen 

30.11.15, 19:21

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat bei einem Besuch in Teheran vorgeschlagen, beim Ausbau des iranischen Atomprogramms mit dem Land zusammenzuarbeiten. «Mein Land würde gerne beim iranischen Atomprogramm mitwirken, auch bei der Ausbildung von Atomwissenschaftlern», zitierte die staatliche Nachrichtenagentur IRNA Orban am Montag.

Irans Vize-Pärsident Eshaq Jahangiri (links) und Ungarns Premierminister Victor Orban Victor schreiten am 30. November in Teheran die Ehrengarde ab
Bild: EPA/PRESIDENTIAL OFFICIAL WEBSITE

Nach dem Atomabkommen mit dem Westen im Juli in Wien wurde dem Iran auch internationale Zusammenarbeit bei seinem zivilen Atomprogramm versprochen. Bis jetzt arbeitet Teheran aber nur mit Russland an einem gemeinsamen Atomkraftwerk in Südiran zusammen.

Orban ist der erste ungarische Regierungschef seit 27 Jahren, der in den Iran gereist ist. Das Verhalten seiner Vorgänger sei unlogisch und unklug gewesen, sagte er der iranischen Presse. Um diesen Fehler zu korrigieren, habe er das halbe ungarische Kabinett mit nach Teheran gebracht.

Begleitet wird Orban ausserdem von 120 Wirtschaftsvertretern, die nach dem Atomabkommen die Handelsbeziehungen mit dem Iran wieder ausbauen wollen. Während Orbans zweitägigem Besuch sollen acht Verträge unterschrieben werden. Ausserdem werde er am Dienstag mit Präsident Hassan Ruhani auch die Syrien-Krise besprechen.

Die fünf UNO-Vetomächte und Deutschland hatten sich im Juli mit dem Iran auf eine Reduzierung seines umstrittenen Nuklearprogramms sowie internationale Kontrollen geeinigt. Im Gegenzug sollen die Wirtschaftssanktionen gegen die Islamische Republik schrittweise aufgehoben werden.

(sda/dpa)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

2011 löste ein Graffiti in Daraa den Syrien-Krieg aus – jetzt greift Assad die Stadt an

Ost-Ghuta ist gefallen, nun dürfte Syriens Machthaber Baschar al-Assad die letzten Rebellenhochburgen angreifen: Idlib - und Daraa, wo der Aufstand 2011 begann. Jordanien und Israel sind alarmiert.

Die Schuljungen, die im Februar 2011 in Daraa das Graffiti «Das Volk will den Sturz des Regimes» auf eine Häuserwand sprühten, konnten nicht ahnen, was dieser Satz auslösen würde.

Erst verhaftete das Regime von Baschar al-Assad die Kinder und folterte sie, dann gingen die Menschen in der südsyrischen Stadt auf die Strasse, um gegen den Diktator von Damaskus zu protestieren – und der erklärte schliesslich: «Wer die Schlacht haben will, kann sie haben».

Syrien, wie es einmal war, existiert nicht …

Artikel lesen