International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Irans Präsident Ruhani für zweite Amtszeit registriert

14.04.17, 16:52 14.04.17, 17:14

Hassan Ruhani Bild: AP/HOST PHOTO AGENCY

Irans Präsident Hassan Ruhani hat sich offiziell für eine zweite Amtszeit registrieren lassen. «Falls die Bürger mich wollen, nehme ich für weitere vier Jahre diese schwere Mission in Angriff», sagte er am Freitag.

Besonders wichtig seien ihm weiterhin eine moderate und rationale Aussenpolitik, Wirtschaftsreformen, insbesondere weniger Arbeitslosigkeit sowie politische und gesellschaftliche Freiheiten für das Volk, ergänzte Ruhani im Innenministerium nach seiner Registrierung für die Präsidentenwahl am 19. Mai.

Die Wiederwahl des 68-Jährigen ist aber alles andere als gesichert. Der einflussreiche Klerus ist von seinem pro-westlichen - und nicht ausreichend islamisch-geprägten - Kurs nicht begeistert. Die Hardliner werfen ihm mit dem Atomabkommen von 2015 sogar einen «diplomatischen Ausverkauf» des Landes vor.

Ruhani will jedoch im Falle seiner Wiederwahl das Atomabkommen von 2015 nicht antasten. «Einige (der Kandidaten) wollen den Deal ja regelrecht auslöschen, aber die, die Tag und Nacht daran gearbeitet haben, werden bis zum letzten Schritt daran festhalten», versicherte der Präsident nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna.

Ruhanis Gegenkandidaten werfen ihm und den Reformern vor, mit dem Abkommen die vom Land erwarteten Ziele nicht erreicht zu haben. Vor allem die wirtschaftlichen Ziele seien klar verfehlt worden, da der Westen auch nach der Aufhebung der Sanktionen immer noch nicht mit dem Iran zusammenarbeiten wolle. Daher wollen die Konservativen und die Hardliner eine Revision oder gar Aussetzung des Deals.

Als Spitzenkandidat schicken der Klerus sowie der erzkonservative Flügel des Landes Ebrahim Raeissi ins Rennen. Der Leiter der einflussreichen Wohltätigkeitsstiftung des Imam-Resa-Mausoleums in Maschhad gilt als einer der einflussreichsten Kleriker im Land. Für die Hardliner kandidiert Ruhanis politischer Erzfeind und Vorgänger Mahmud Ahmadinedschad. (sda/dpa)

Krise zwischen Saudi-Arabien und Iran

Saudi-Arabien will Bodentruppen in Syrien

Iran-Abkommen verzögert den Bau einer Bombe um bis zu 15 Jahre

Konflikt zwischen Iran und Saudi-Arabien: Es geht um viel, viel mehr

Saudi-Arabien richtet schiitischen Geistlichen hin und schmeisst Irans Diplomaten raus. Was bedeutet das alles?

Saudi-Arabien bricht diplomatische Beziehungen zu Iran ab

6 Fragen und Antworten zur Massenhinrichtung in Saudi-Arabien

Zoff um Hinrichtung weitet sich aus: Auch Bahrain kappt diplomatische Beziehungen zum Iran

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 15.04.2017 02:21
    Highlight "... nehme ich für weitere vier Jahre diese schwere Mission in Angriff"

    Oh je. Der arme Cheib ;-)

    Er sieht aber nicht gerade so aus, als ob seine Mission eine schwere wäre.
    0 1 Melden

Die EU-Aussenbeauftragte Mogherini ist gerade richtig hässig auf Pompeo

Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini hat die von US-Aussenminister Mike Pompeo vorgezeichnete Linie in der Iran-Politik scharf kritisiert. Die Rede von Minister Pompeo «habe nicht deutlich gemacht, wie der Rückzug aus dem Atomabkommen die Region sicherer mache oder machen solle».

Sie sprach sich dafür aus, die Wirtschaftsbeziehungen zum Iran nicht einzufrieren. «Die Normalisierung des Handels und der wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Iran bedeutet einen wichtigen Teil der …

Artikel lesen