International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Irans Präsident Ruhani für zweite Amtszeit registriert

14.04.17, 16:52 14.04.17, 17:14


Russian President Vladimir Putin, right, shakes hands with President of the Islamic Republic of Iran Hassan Ruhani in Ufa, Russia, Thursday, July 9, 2015. (RIA Novosti Pool Photo via AP)

Hassan Ruhani Bild: AP/HOST PHOTO AGENCY

Irans Präsident Hassan Ruhani hat sich offiziell für eine zweite Amtszeit registrieren lassen. «Falls die Bürger mich wollen, nehme ich für weitere vier Jahre diese schwere Mission in Angriff», sagte er am Freitag.

Besonders wichtig seien ihm weiterhin eine moderate und rationale Aussenpolitik, Wirtschaftsreformen, insbesondere weniger Arbeitslosigkeit sowie politische und gesellschaftliche Freiheiten für das Volk, ergänzte Ruhani im Innenministerium nach seiner Registrierung für die Präsidentenwahl am 19. Mai.

Die Wiederwahl des 68-Jährigen ist aber alles andere als gesichert. Der einflussreiche Klerus ist von seinem pro-westlichen - und nicht ausreichend islamisch-geprägten - Kurs nicht begeistert. Die Hardliner werfen ihm mit dem Atomabkommen von 2015 sogar einen «diplomatischen Ausverkauf» des Landes vor.

Ruhani will jedoch im Falle seiner Wiederwahl das Atomabkommen von 2015 nicht antasten. «Einige (der Kandidaten) wollen den Deal ja regelrecht auslöschen, aber die, die Tag und Nacht daran gearbeitet haben, werden bis zum letzten Schritt daran festhalten», versicherte der Präsident nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna.

Ruhanis Gegenkandidaten werfen ihm und den Reformern vor, mit dem Abkommen die vom Land erwarteten Ziele nicht erreicht zu haben. Vor allem die wirtschaftlichen Ziele seien klar verfehlt worden, da der Westen auch nach der Aufhebung der Sanktionen immer noch nicht mit dem Iran zusammenarbeiten wolle. Daher wollen die Konservativen und die Hardliner eine Revision oder gar Aussetzung des Deals.

Als Spitzenkandidat schicken der Klerus sowie der erzkonservative Flügel des Landes Ebrahim Raeissi ins Rennen. Der Leiter der einflussreichen Wohltätigkeitsstiftung des Imam-Resa-Mausoleums in Maschhad gilt als einer der einflussreichsten Kleriker im Land. Für die Hardliner kandidiert Ruhanis politischer Erzfeind und Vorgänger Mahmud Ahmadinedschad. (sda/dpa)

Krise zwischen Saudi-Arabien und Iran

Saudi-Arabien will Bodentruppen in Syrien

Iran-Abkommen verzögert den Bau einer Bombe um bis zu 15 Jahre

Konflikt zwischen Iran und Saudi-Arabien: Es geht um viel, viel mehr

Saudi-Arabien richtet schiitischen Geistlichen hin und schmeisst Irans Diplomaten raus. Was bedeutet das alles?

Saudi-Arabien bricht diplomatische Beziehungen zu Iran ab

6 Fragen und Antworten zur Massenhinrichtung in Saudi-Arabien

Zoff um Hinrichtung weitet sich aus: Auch Bahrain kappt diplomatische Beziehungen zum Iran

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 15.04.2017 02:21
    Highlight "... nehme ich für weitere vier Jahre diese schwere Mission in Angriff"

    Oh je. Der arme Cheib ;-)

    Er sieht aber nicht gerade so aus, als ob seine Mission eine schwere wäre.
    0 1 Melden

Absurd: Twitter bleibt im Iran verboten, obwohl selbst der Präsident twittert

Der Kurznachrichtendienst Twitter bleibt im Iran verboten. «Twitter gehört unseren amerikanischen Feinden, (...) daher wird das Twitter-Verbot auch nicht aufgehoben», sagte Vize-Generalstaatsanwalt Abdolsamad Chorramabadi am Dienstag.

Der Antrag des Kommunikationsministers sei damit abgelehnt. Dieser solle versuchen, die Internet-Dienste im Iran zu fördern, anstatt sich für solche aus den USA einzusetzen, sagte Chorramabadi laut Nachrichtenagentur Fars.

Kommunikationsminister Mohamed-Dschawad …

Artikel lesen