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Iranisches Staatsfernsehen meldet Demos von Regierungsanhängern – EU besorgt 



Im Iran hat es laut Berichten in den sozialen Medien auch in der Nacht zum Mittwoch erneut Proteste gegeben. Auch von Gewalt und weiteren Festnahmen war die Rede.

Die Berichte und Videos lassen sich aber unabhängig nicht verifizieren. Die staatlichen Medien des Landes haben sie bis jetzt weder bestätigt noch kommentiert.

Das iranische Staatsfernsehen berichtet indes, am Mittwoch seien landesweit zehntausende Menschen zur Unterstützung der Regierung auf die Strasse gegangen.«Führer, wir sind bereit», skandierten die Menschenmengen, die auf den Fernsehbildern gezeigt wurden. Zu sehen waren grosse Gruppen an Menschen, die sich angeblich in den Städten Ahwas, Kermanschah, Gorgan und anderswo versammelten.

Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini rief angesichts der Protestwelle alle Seiten zum Gewaltverzicht auf. Sie beklagte am Dienstagabend eine «Zunahme der Gewalt» und einen «inakzeptablen Verlust von Menschenleben» in dem Land.

«Friedliche Demonstrationen und die Meinungsfreiheit sind Grundrechte, die in allen Ländern gelten müssen, und der Iran ist keine Ausnahme», erklärte Mogherini im Namen der EU.

Bei Protesten gegen wirtschaftliche Missstände und die iranische Führung sind in den vergangenen Tagen 21 Menschen getötet worden, unter ihnen 16 Demonstranten. Hunderte Menschen wurden festgenommen.

epa06412625 (FILE) - Iranian students clash with riot police during an anti-government protests around the Tehran University in Tehran, Iran, 30 December 2017. Media reported on 01 January 2018 that the anti-regime protests in Iran are continuing. According to Iranian state television on 01 January 2018, ten demonstrators have reportedly died during the current protests.  EPA/STR

Iranische Studenten protestieren gegen die Regierung am 30. Dezember 2017. Bild: EPA/EPA

Oberster Führer beschuldigt Ausland

Der oberste iranische Führer, Ajatollah Ali Chamenei, hatte ausländische Kräfte am Dienstag beschuldigt, für die Eskalation der Proteste im Iran verantwortlich zu sein. «Die Feinde des Irans haben in den letzten Tagen den Unruhestiftern Geld und Waffen sowie politische Unterstützung zur Verfügung gestellt, um dem Iran zu schaden», sagte Chamenei in einer ersten Reaktion auf die Proteste.

Die USA erneuerten am Dienstag ihre Kritik an der Führung des Irans. Die internationale Gemeinschaft könne nicht still zusehen, wenn Demonstranten mit Gewalt begegnet werde, sagte die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Sarah Sanders. Bei den Protesten handele es sich um einen «organischen Volksaufstand, organisiert von tapferen iranischen Bürgern». Sanders vermied eine klare Antwort auf die Nachfrage, ob das Weisse Haus einen Regimewechsel in Teheran anstrebe. Der Iran müsse aufhören, Terrorismus staatlich zu unterstützen.

Im Iran finden seit Tagen Demonstrationen gegen die Führung des Landes und den islamischen Klerus statt. Obwohl die iranischen Behörden behaupten, dass es zuletzt landesweit weniger regimekritische Proteste gegeben habe, berichteten soziale Netzwerke am Dienstagabend von erneuten Unruhen. In der Hauptstadt Teheran und anderen Städten gingen demnach wieder Menschen auf die Strassen um gegen das islamische System zu protestieren. (sda/dpa/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • AskLee 03.01.2018 12:22
    Highlight Highlight Gibts in ZH am 1. Mai auch.
    Sollen wir uns jetz auf Iran einschiessen ?
  • Snowy 03.01.2018 11:03
    Highlight Highlight Wäre die USA wirklich am Wohlergehen der Demonstranten und an einer Öffnung des Landes interessiert müssten sie jetzt den Rücken des eher moderaten Präsidenten Ruhani stärken. Dieser befindet sich gerade in einem Machtkampf mit Khomeini - also dem Klerus.

    Mit noch stärkeren Sanktionen (welche an der für heute von den USA einberufenen Sicherheitsratssitzung wohl beschlossen werden) stärkt die USA die konservativen Kräfte.

    Wiedermal alles falsch gemacht, Mr. President.

    (Ausser... man ist interessiert an einer Eskalation der Lage im Iran und arbeitet auf einen Krieg gegen den Iran hin.)
  • aglio e olio 03.01.2018 10:58
    Highlight Highlight " internationale Gemeinschaft könne nicht still zusehen, wenn Demonstranten mit Gewalt begegnet werde, sagte die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Sarah Sanders. Bei den Protesten handele es sich um einen «organischen Volksaufstand, organisiert von tapferen iranischen Bürgern»."

    Dieses verlogene Gerede ekelt mich nur noch an.

    Viel Kraft und Glück den Iranern bei der Durchsetzung IHRER Interessen.
  • manuel0263 03.01.2018 10:09
    Highlight Highlight Die Spitze des Bartes dieser uralten Ausrede ist längst am Meeresgrund zu besichtigen. Immer das Gleiche...wir unterdrücken unser Volk, baden in unserer Macht, unserem Geld und unseren Privilegien und das böse Ausland ist daran schuld. Wie in der früheren DDR, in der Türkei, in Russland, in Syrien, in Nordkorea etc. ...aber das funktioniert nie ewig!
    • Sebastian Wendelspiess 03.01.2018 12:49
      Highlight Highlight Nunja, da sich das AuslAnd oft in solche Denos einmischt, gerade in Syrien, Libyen, Ukraine oder Russland. Ist die These schon berechtigt.
    • manuel0263 03.01.2018 15:52
      Highlight Highlight @ Sebastian Wendelspiess

      Das Ausland mag solche Aufstände manchmal unterstützen; es ist aber praktisch nie der Auslöser der Unruhen. Die entstehen durch Machtmissbrauch, Korruption und Unterdrückung durch die selbsternannte Führungsschicht.
  • Morph 03.01.2018 08:30
    Highlight Highlight Nur noch ein paar Monate. Dann ist diese Art der Berichterstattung in der Schweiz auch möglich... 😀

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