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Iranischer Revolutionsführer Khamenei schimpft über den «grossen Satan» USA

Der Ajatollah bleibt auch nach dem Atomabkommen auf Konfrontationskurs zu den USA: Irans Revolutionsführer Ali Khamenei wetterte live im Fernsehen gegen das «böse Grossbritannien» – und den «grossen Satan».



Ein Artikel von

Spiegel Online
Iran's Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei waves as he gives a speech on Iran's late leader Khomeini's death anniversary, in Tehran, Iran June 3, 2016. Leader.ir/Handout via REUTERS  ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. EDITORIAL USE ONLY. NO RESALES. NO ARCHIVE.      TPX IMAGES OF THE DAY

Bild: HANDOUT/REUTERS

Ajatollah Ali Khamenei sieht trotz der Einigung über das Atomprogramm Teherans nach wie vor keine Basis für eine politische Zusammenarbeit mit den USA im Nahen Osten. In einer live im Staatsfernsehen übertragenen Rede sagte der oberste geistliche und politische Führer Irans, die Washingtoner Regierung stehe Iran unverändert feindselig gegenüber. Deshalb werde es in der Nahost-Krise keine Kooperation geben. Die Ziele beider Länder lägen hier 180 Grad auseinander.

Der Ajatollah misstraut aber auch der Regierung in London: «Es ist ein grosser Fehler, dem bösen Grossbritannien und dem grossen Satan zu trauen», sagte er mit Blick auf das EU-Land und die USA. Den Ausdruck «Grosser Satan» hatte Ende der Siebzigerjahre auch schon Ajatollah Ruhollah Khomeini gegen die USA benutzt.

Iran hatte sich vergangenes Jahr verpflichtet, sein umstrittenes Atomprogramm zu beschränken. Dafür wurden die meisten Sanktionen aufgehoben und der Handel mit dem Westen wuchs. Einige US-Sanktionen wie im Bankgeschäft bestehen aber weiter. Die USA begründen dies damit, dass Iran den Terrorismus unterstütze und Menschenrechte verletze. Khamenei warf der Washingtoner Regierung vor, solche Argumente zu nutzen, um die Umsetzung eigener Verpflichtungen zu umgehen.

als/Reuters

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