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A woman drives in front of an advertising billboard for Bulgari watches in northern Tehran, Iran, Saturday, July 18, 2015. While it will likely be months before sanctions on Iran ease, business and political leaders are wasting no time in trying to tap into a large and what they hope will be a lucrative Iranian market. Ads for European cars and luxury goods are starting to reappear in Tehran. American firms, though, have to be much more cautious. Deal or no deal, U.S. sanctions not related to the nuclear program will still be in place and bar most American companies from doing business with Iran. (AP Photo/Vahid Salemi)

Dieser Frau droht die Konfiszierung ihres Fahrzeugs: Ihr Haaransatz ist trotz Kopftuch deutlich zu sehen.
Bild: Vahid Salemi/AP/KEYSTONE

Iran: Kein Kopftuch – kein Auto

15.12.15, 16:56


Über 40'000 Fahrzeuge von Frauen konfiszierte die iranische Verkehrspolizei seit März. Grund: Die Frauen trugen beim Autofahren kein Kopftuch oder ihr Haaransatz war, trotz Kopftuch, noch immer sichtbar.

Die iranische Polizei setzt rigoros um, was sie angekündigt hatte: Autos, die von einer «schlecht» oder gar nicht verhüllten Frau gefahren werden, würden für eine Woche beschlagnahmt und die Fahrerinnen der Justiz gemeldet. Dies sagt Brigadegeneral Teymur Hosseini laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Isna.

Autofahrer lösen im Iran «psychologische Unsicherheit» aus

Doch nicht nur kopftuchlose Frauen am Steuer sind der Polizei ein Dorn im Auge. Autofahrer überhaupt scheinen anfällig für sittlichen Verfall und Verstösse gegen das Gesetz. So nennt Polizist Hosseini als Beispiele das Mitführen von Hunden, lautes Musikhören, das Nachrüsten des Fahrzeugs mit getönten Scheiben und die Belästigung von Mädchen aus dem Auto heraus.

Sogar das geistliche Oberhaupt, Ayatollah Ali Chamenei, sah sich genötigt, sich zum Sittenzerfall der autofahrenden iranischen Bevölkerung zu äussern. Als Auslöser einer «psychologischen Unsicherheit» bezeichnete er unlängst reiche Sprösslinge, die mit ihren Luxusautos  als Raser die Strassen unsicher machen und Unfälle mit Toten verursacht haben. (sda/afp/cl)

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    Alle Leser-Kommentare
  • DerWeise 15.12.2015 22:06
    Highlight ...dass all euren Fundiartikeln solltet ihr das Vorgehen eigentlich begrüssen ;)
    0 0 Melden

Absurd: Twitter bleibt im Iran verboten, obwohl selbst der Präsident twittert

Der Kurznachrichtendienst Twitter bleibt im Iran verboten. «Twitter gehört unseren amerikanischen Feinden, (...) daher wird das Twitter-Verbot auch nicht aufgehoben», sagte Vize-Generalstaatsanwalt Abdolsamad Chorramabadi am Dienstag.

Der Antrag des Kommunikationsministers sei damit abgelehnt. Dieser solle versuchen, die Internet-Dienste im Iran zu fördern, anstatt sich für solche aus den USA einzusetzen, sagte Chorramabadi laut Nachrichtenagentur Fars.

Kommunikationsminister Mohamed-Dschawad …

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