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Trotz Atomdeal: Irans oberster Führer greift USA scharf an

18.07.15, 08:17

Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei sieht in dem historischen Atomabkommen keine Entspannung in den Beziehungen mit den USA. Der Iran werde an seinem feindlichen Kurs festhalten, sagte Chamenei in einer Rede zum Ende des Fastenmonats Ramadan.

Das Abkommen werde an der Politik gegenüber den «arroganten» Vereinigten Staaten «nichts ändern», sagte Chamenei am Samstag. Der Iran werde in der Nahost-Politik weiterhin im Konflikt mit den USA stehen und auch in Fragen der Weltpolitik nicht mit der Regierung in Washington verhandeln.

Die Gespräche über das Atomprogramm seien eine Ausnahme gewesen. Der Iran werde die Unterstützung für seine Freunde in der Region wie die Palästinenser und die Menschen im Jemen, Irak, Libanon, in Syrien und Bahrain niemals stoppen.

Der Iran hatte sich am Dienstag mit den fünf UNO-Vetomächten und Deutschland nach jahrelangen Verhandlungen darauf verständigt, sein umstrittenes Atomprogramm zurückzufahren. Im Gegenzug sollen die Sanktionen schrittweise gelockert werden. Mit der Vereinbarung soll verhindert werden, dass der Iran Atomwaffen bauen kann. Die Islamische Republik hat eine solche Absicht stets bestritten.

Chamenei, der in der iranischen Politik das letzte Wort hat, hatte sich lange skeptisch zu den Atomgesprächen geäussert. Er stellte sich zwar stets hinter das Verhandlungsteam, legte zugleich aber immer wieder neue «rote Linien» fest und äusserte sich bis zuletzt misstrauisch, dass sich die USA an die Vereinbarung halten.

Das iranische Verhandlungsteam habe sich «grosse Mühe gegeben und hart gearbeitet», sagte Chamenei auch diesmal in seiner Rede. Sie hätten «ihren Teil getan und sollten ihre Belohnung bekommen» - egal ob das fertige Abkommen nun «genehmigt wird oder nicht». (sda/reu/afp)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 18.07.2015 10:29
    Highlight Durch die Lockerung der Sanktionen werden den Ayatollahs die Geldkoffer gefüllt, um weiterhin Hizbollah, Hamas und Freunde in der Region finanzieren zu können.
    Das mal abgesehen von der A-Bombe, die jetzt näher rückt.
    Hoffentlich wird Israel diesem Zirkus nicht mehr lange zusehen.
    Eine angemessene Antwort auf diesen "Bad Deal" wäre eine baldige Intervention in Gaza und Libanon, mit dem Ziel Hamas bzw. Hizbollah weiterhin einzudämmen.
    Die nukleare Bedrohung aus dem Iran sollte Israel unmittelbar durch die Zerstörung der entsprechenden Anlagen beseitigen.
    3 18 Melden
    • sentir 18.07.2015 11:31
      Highlight man, oh man
      aus welchem Jahrhundert bist du denn entsprungen?!
      Nichts gelernt?
      Denkst du wirklich mit deinen Vorschlägen käme man Frieden in irgendwelcher Weise näher?
      kopfschüttel........
      17 3 Melden
    • The Destiny 18.07.2015 13:59
      Highlight Mit seiner Vorstellung kommt man einem Atomkrieg im nahen Osten näher denn je, denn hinter dem Iran steht RU und hinter Israel die USA.

      Und warum sollte man keine Atombombe bauen wenn man dauernd mit angriffen vom Nachbarn rechnen muss?, bzw. dieser einen angreift.
      2 3 Melden

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