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Türkischer Parlamentspräsident fordert islamische Verfassung



FILE - In this Nov. 17, 2015 file photo, President Recep Tayyip Erdogan, right, speaks with Ismail Kahraman, a lawmaker of his ruling Justice and Development Party, or AKP, at the Turkey's Parliament that kicks off new term following the Nov. 1 elections, in Ankara, Turkey. The AKP lawmakers elected close friend of Erdogan, Kahraman, as new Parliament Speaker, Sunday, Nov. 22, 2015..(AP Photo/Burhan Ozbilici, File)

Religiöse Verfassung gefordert: Parlamentspräsident Kahraman (l.) mit dem türkischen Präsidenten Erdogan.  Bild: Burhan Ozbilici/AP/KEYSTONE

Parlamentspräsident Ismail Kahraman hat eine islamische Verfassung für die Türkei gefordert. «Wir sind ein muslimisches Land. Als Konsequenz müssen wir eine religiöse Verfassung haben», sagte das Mitglied der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP). Säkularismus dürfe in der neuen Verfassung keine Rolle mehr spielen, sagte er laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Anadolu am Montag bei einer Konferenz in Istanbul.

Der Vorsitzende der Oppositionspartei CHP, Kemal Kilicdaroglu, widersprach vehement. Der vom Staatsgründer der modernen Türkei Mustafa Kemal Atatürk eingeführte Säkularismus sei wichtig, damit jeder frei seine Religion ausüben könne, teilte Kilicdaroglu über den Internet-Kurzbotschaftendienst Twitter mit.

AKP-Chef und Präsident Recep Tayyip Erdogan plant bereits seit längerem eine Änderung der Verfassung. Zwar hat die AKP im Parlament die absolute Mehrheit, dennoch fehlt ihr die für eine Änderung der Verfassung erforderliche Mehrheit. Die Oppositionsparteien lehnen das von Erdogan vorgeschlagene Präsidialsystem ab, sie werfen ihm schon jetzt ein Abgleiten in eine autoritäre Herrschaft vor. (sda/afp)

A Turkish military cadet, with a poster of modern Turkey's Ataturk in the background, stands attention as he waits for the arrival of the President Abdullah Gul during a graduation ceremony at the Air Force Academy in Istanbul, Turkey, Friday, Aug. 31, 2007. President Abdullah Gul, who took office on Tuesday after winning a parliamentary vote, is a figure of suspicion among many in the military who view his past in political Islam as a threat to Turkey's secular principles. (AP Photo/Murad Sezer)

Die islamistische AKP versucht, den säkularen Charakter der modernen Türkei zurückzudrängen. Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk wäre darüber nicht erfreut (Archivbild). Bild: AP

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    Alle Leser-Kommentare
  • Wilhelm Dingo 26.04.2016 10:12
    Highlight Highlight Mit dem Land geht es leider bachab. Am besten für alle ist eine enge Kooperation mit der Türkei. So könnten die wirtschaftlichen Beziehungen intensiviert weden (Freihandel) oder die kulturelle Zusammenarbeit augedehnt werden. Gleichzeitig müssen Grenzen gezogen werden, z.B. bei der Finanzierung von Moscheen oder der Einmischung in die Meinungs- und Kunstfreiheit.
  • URSS 26.04.2016 10:06
    Highlight Highlight Das ist nur normal, dass die AKP eine muslimische Verfassung will. Danach wird die Scharia eingeführt. Die Frage ist, wie die Armee sich verhält. Ob diese weiter zusieht wie Erdogan und seine Clique die Ideale von Kemal Atatürk mit Füssen tritt.
    Die Türken lieben ihr Land und sind gut gefahren mit ihrer säkularen Verfassung. So einfach wird RTE nicht an sein Ziel kommen einen muslimischen Führerstaat einzuführen mit ihm als Erdogan dem Prächtigen.
  • amore 26.04.2016 09:12
    Highlight Highlight So, das wär's dann mit der Mitgliedschaft von Europa.
    • Dä Brändon 26.04.2016 09:14
      Highlight Highlight Besser für alle.
    • Thinkerer 26.04.2016 09:47
      Highlight Highlight Nein Brändon. Besser wäre Kooperation. Viel besser. Die aktuelle Situation halte ich für schlecht und bedauernswert. Schlecht für alle, für uns und die Türkei.
  • Kibar Feyzo 26.04.2016 08:48
    Highlight Highlight Europa ist doch auch christlich, oder warum sonst gibt es überall diese Parteien mit dem C im Namen? Dennoch wird man in der Türkei, falls es denn so weit kommen sollte, keine Kirchentürme verbieten und weiterhin Glocken läuten dürfen.

    • tinmar 26.04.2016 09:10
      Highlight Highlight Es geht hier nicht um Parteinamen sondern um der Verfassung.
    • Dä Brändon 26.04.2016 09:16
      Highlight Highlight Kibar der sich als Kurde ausgibt oder als gemässigt... Vergleiche bitte nicht Europa mit der Türkei, eine islamische Verfassung gleicht einem islamischen Staat.
    • Kibar Feyzo 26.04.2016 09:23
      Highlight Highlight Ich will nicht rechtfertigen was nicht zu rechtfertigen ist, aber zu der Zeit wurden ja auch die Balkantürken zu hundertausenden vertrieben, oder gleich niedergemetzelt. Noch heute dürfen sich die Angehörigen der türkischen Minderheit in Griechenland offiziell nicht als Türken bezeichnen, sie müssen sich griechische Muslime nennen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 26.04.2016 08:34
    Highlight Highlight Da hätten wir dann also eine Türkische "Muslimisch-Morgenländische Leitkultur".
    Sieht ja grundsätzlich ganz ähnlich aus, wie die Deutsche "Christlich-Abendländische Leitkultur"...
    Ich gehöre keiner Kirche an, bin aber Gefühlen spiritueller Verbundenheit mit dem "grossen Ganzen (inkl. den klitzekleinen Details) nicht abgeneigt.
    Darum möchte ich mir weder den Morgen, noch den Abend von irgenwelchen Leuten nehmen lassen, die ein Patent darauf beantragen!
    Mein Tag hat einen Morgen und einen Abend.
    Und so soll (und wird) es auch bleiben!
  • Repplyfire 26.04.2016 08:08
    Highlight Highlight Erdowahn zeigt immer mehr sein wahres Gesicht. Und die Türken wählen ihn trotzdem. Bedenklich
  • Hierundjetzt 26.04.2016 08:04
    Highlight Highlight Somit wird die Türkei nie mehr ein Teil der EU. I like.
    • Citation Needed 26.04.2016 08:40
      Highlight Highlight Sehe ich genauso.
    • Dä Brändon 26.04.2016 09:17
      Highlight Highlight Me too ;)
    • Thinkerer 26.04.2016 09:49
      Highlight Highlight Ich nicht.

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