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46'000 Twitter-Accounts unterstützen den IS

Amerikanische Forscher haben die Reichweite des sogenannten Islamischen Staats auf Twitter untersucht. Einige der Konten werden von Europa aus betrieben.

06.03.15, 16:22 07.03.15, 11:27

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Zwischen September und Dezember 2014 betrieben IS-Unterstützer mindestens 46'000 Twitter-Accounts. Von Hunderten Konten wurden Kurznachrichten mit GPS-Daten verschickt, womit die Nutzer ihren Standort verrieten. Das geht aus der Studie «The ISIS Twitter Census» hervor, welche die amerikanische Denkfabrik Brookings Institution im Auftrag von Google Ideas durchgeführt und jetzt vorgelegt hat.

Soziale Medien sind ein wichtiger Teil der Propaganda-Strategie des «Islamischen Staats». Die Studie hat nach eigenen Angaben mit einer repräsentativen Auswahl an Accounts eine Momentaufnahme der IS-Aktivitäten auf Twitter nachgezeichnet. Nutzer können sich die auf Englisch verfasste Studie als 68-seitiges PDF-Dokument kostenlos herunterladen.

Die wichtigsten Ergebnisse des «ISIS Twitter Census» im Überblick:

ISIS-Offensive im Irak in Bildern

Noch mehr Sperrungen und ein härteres Vorgehen von Twitter gegenüber IS-Unterstützern fordern die Verfasser aber nicht ohne Weiteres. Isolation im Internet könnte die IS-Unterstützer nämlich weiter radikalisieren. 

Dagegen könnte der soziale Druck durch andere Twitter-Nutzer der Radikalisierung entgegenwirken. «Wir haben Beispielfälle beobachtet, bei denen sich Leute wieder von der vergifteten Weltanschauung abgewandt haben», heisst es.

Die Verfasser der Studie fordern, dass Unternehmen wie Twitter enger mit der US-Regierung zusammenarbeiten sollten. Zwar werde bei solchen Vorhaben oft von der Einschränkung der Redefreiheit gesprochen. «In Wirklichkeit kontrollieren derzeit die Unternehmen hinter sozialen Medien die Redefreiheit auf ihren Plattformen», so die Studie, «ohne Aufsicht oder Auskunft darüber, wie es zu Sperrungen kommt. (mei)



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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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