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Nach Befreiungsaktion im Irak: IS enthauptet vier kurdische Kämpfer



Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat im Irak offenbar vier kurdische Kämpfer enthauptet. Eine Videoaufnahme der Tat kursiert im Internet.

In dem Video, in dem der vor kurzem erfolgte Einsatz zur Befreiung von 70 IS-Geiseln durch kurdische Kräfte zusammen mit US-Soldaten als Misserfolg dargestellt werden soll, wurden am Ende die vier gefesselten Männer enthauptet. Den Angaben in dem Video zufolge handelte es sich um kurdische Peschmerga-Kämpfer. Unklar war, wann die Enthauptungen stattfanden.

A still image taken from an October 22, 2015 helmet camera video footage shows members of Kurdish counter-terrorism forces and U.S. special forces in a room with Islamic State flag during a raid on a compound in northern Iraq. Kurdish authorities on October 25, 2015 released video of a U.S. and Kurdish special forces raid on an Islamic State compound in northern Iraq. Kurdish counter-terrorism forces planned and led the raid which rescued 69 Kurdish peshmerga fighters early on Thursday, supported by U.S. forces, Iraqi Kurdistan's U.S. representative said. One U.S. commando was killed, the first American to die in ground combat with Islamic State militants. Four Kurds were wounded.  REUTERS/Kurdistan Region Security Council via REUTERS TV             ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. NO RESALES. NO ARCHIVE. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS

Aufnahmen einer Helmkamera zeigen die Befreiungsaktion eines IS-Gefangenenlagers von kurdischen Kämpfern zusammen mit US-Einheiten vergangene Woche.
Bild: HANDOUT/REUTERS

Kurdische Verbände und US-Spezialeinheiten hatten vor rund einer Woche im Nordirak ein Gefangenenlager des IS gestürmt und rund 70 Geiseln befreit. Bei der Kommandoaktion wurden nach US-Angaben mehrere IS-Kämpfer getötet und fünf Dschihadisten festgenommen. Auch ein US-Soldat wurde getötet.

Zwei Anti-IS-Aktivisten getötet

Im Südosten der Türkei wurden derweil zwei Aktivisten, die gegen den IS in Syrien mobil gemacht haben, nach Angaben ihrer Organisation geköpft. Die beiden Männer seien am Freitag in ihrer Wohnung in der Stadt Sanliurfa gefunden worden, sagte der Gründer der Organisation «Raqqa is being slaughtered silently» (Rakka wird leise abgeschlachtet), Abu Ibrahim Rakkawi, der Nachrichtenagentur Reuters.

Ihnen sei zunächst in den Kopf geschossen und dieser dann abgeschnitten worden. Schon in der Vergangenheit hätten Mitglieder des IS Aktivisten der Organisation getötet. Die Gruppe füllt nach eigenen Angaben ein Informationsloch aus Rakka, nachdem der IS dort das Internet gekappt hat und es keine Journalisten mehr in der Stadt gibt.

IS-Hochburg Rakka

Rakka ist eine IS-Hochburg. Die Miliz regelt dort das öffentliche Leben und lenkt nahezu alle Bereiche, von Schulen über Bäckereien bis hin zu Gerichten und Moscheen. Sie versucht zudem, alle Informationen aus der Stadt zu kontrollieren. (egg/sda/afp/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 01.11.2015 21:52
    Highlight Highlight In Relation zu den blitzartigen Erfolgen des Daesh (IS) wirkt die Gegenoffensive der irakischen Armee langsam, schwerfällig und behäbig. Und selbst wenn am Ende auch Gebiete zurückerobert und die Herrschaft des Daesh im Nordirak und vielleicht auch in Syrien zusammengebrochen sein sollte, so werden sich bis zu diesem Zeitpunkt in Libyen und im Süden der arabischen Halbinsel bereits neue Daesh-Zentren etabliert haben.
    Der Kampf gegen den Daesh erinnert an den Kampf gegen die sagenhafte Hydra. Man schlägt einen Kopf ab und zwei neue wachsen nach.

Karte des Schreckens: Es gibt immer weniger Länder, aus denen KEINE IS-Terroristen stammen

Aus über hundert Ländern sollen inzwischen junge Menschen nach Syrien gereist sein, um sich dem Islamischen Staat (IS) anzuschliessen. Dies geht aus einem aktuellen Bericht des UN-Sicherheitsrats hervor. Einige sind weltweit berüchtigt wie Mohammed Emwazi alias Jihadi John. Andere wie der Schweizer Abu Suleiman al-Suisseri erlangen lediglich in ihrer Heimat Bekanntheit. Die übergrosse Mehrheit der total 25'000 bis 30'000 IS-Söldner ist namenlos. Doch zusammen genommen umspannen …

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