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In this photo taken from the Turkish side of the border between Turkey and Syria, in Akcakale, southeastern Turkey, Kurdish people wave a Free Syria Army group flag in the outskirts of Tal Abyad, Syria, Monday, June 15, 2015. Kurdish fighters captured large parts of the strategic border town of Tal Abyad from the Islamic State group Monday, dealing a huge blow to the group which lost a key supply line for its nearby de facto capital of Raqqa, a spokesman for the main Kurdish fighting force said. (AP Photo/Lefteris Pitarakis)

Kurdische Kämpfer halten die Flagge der Freien Sytischen Armee in die Luft Bild: Lefteris Pitarakis/AP/KEYSTONE

Kampf gegen IS-Miliz: Syrische Kurden haben Tall Abjad umzingelt

Die syrische Stadt Tall Abjad ist heftig umkämpft. Nun melden kurdische Kämpfer Erfolge gegen den «Islamischen Staat»: Sie kontrollieren nach eigenen Angaben die Hauptstrasse, haben die Stadt umzingelt.

15.06.15, 19:53


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Kurdische Einheiten liefern sich erbitterte Gefechte mit der Dschihadistenmiliz «Islamischer Staat» (IS) um die Stadt Tall Abjad. Nun melden syrische Kurden, sie hätten Kontrolle über eine Hauptstrasse erlangt. Ausserdem hätten sie die Stadt, die sich noch in den Händen der Terrormiliz befindet, eingekesselt, meldet ein Sprecher der kurdischen YPG-Miliz. Der Vorstoss sei auch aufgrund der Luftangriffe der US-geführten Allianz erfolgreich gewesen.

Kurdische Einheiten bekämen im Süden der Stadt weitere Verstärkung aus der Hasaka-Provinz und aus Kobane im Nordwesten der Stadt. Die Stadt ist für die Kurden ein wichtiger Standpunkt: Tall Abjad dient dem IS als Einfallstor für Kämpfer, die aus der Türkei in die syrische Provinz Rakka kommen.

Am Wochenende kam es durch die Kämpfe in der Stadt bereits zu dramatischen Szenen: Tausende Syrer flohen an die Grenze zur Türkei - wo sie auf den Widerstand türkischer Sicherheitskräfte stiessen. Mit Wasserwerfern und Warnschüssen trieben sie die Menge am Grenzübergang Akçakale auseinander, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Am Abend durften die Ersten schliesslich doch die Grenze passieren.

Syrian refugees from Tel Abyad (foreground) line up at the border crossing as the others wait behind the fences to cross into Turkey at the Akcakale border gate in Sanliurfa province, Turkey, June 14, 2015. Kurdish-led militia backed by U.S.-led air strikes fought Islamic State near a Syrian town at the Turkish border on Sunday, a monitoring group and a Kurdish official said, in an advance that has worried Turkey. Concerned about an expansion of Kurdish sway in Syria, Turkish President Tayyip Erdogan said Kurdish groups were taking over areas evacuated by Arabs and Turkmen, saying that might eventually threaten Turkey's borders. At least 13,000 people have fled into Turkey over the past week to escape the fighting near Tel Abyad. On Sunday, Turkish authorities reopened the border after a few days of closure, a security source said, adding that they expected as many as 10,000 people to come across. REUTERS/Kadir Celikcan      TPX IMAGES OF THE DAY

Die Türkei erwartet über 10'000 Flüchtlinge aus der Region der umkämpften Stadt Bild: STRINGER/TURKEY/REUTERS

Vorwurf: «ethnische Säuberung»

Der Einsatz der YPG-Einheiten wird von anderen syrischen Rebellengruppen argwöhnisch beäugt: Die militanten Kämpfer warfen den Kurden «ethnische Säuberung» gegen Araber und Turkmenen im Norden Syriens vor. Beweise für diese Vorwürfe legten die Kämpfer jedoch nicht vor.

In Tall Abjad wohnen nicht nur Kurden, sondern eben auch Araber und Turkmenen. Die Tatsache, dass die Kurden nun von der US-Allianz unterstützt werden, sorgt in der Gegend für ethnische Spannungen. Die 15 Gruppen, die sich nun über das Vorgehen der YPG beschwert, vermutet, die «Säuberung» gehöre zum kurdischen Plan, Syrien zu teilen. YPG-Sprecher Redur Khalil wies die Vorwürfe entschieden zurück.

Die US-geführte Koalition meldet derweil ebenfalls Erfolge: 16 Luftangriffe auf neun irakische Städte seien geflogen worden, meldet die amerikanische Armee. Dabei seien Fahrzeuge, Gebäude, Tunnelsysteme, Bunker und Waffenlager bei Makhmur, Mossul, Ramadi, Sindschar und Tall Afar zerstört worden, hiess es. Auch in Syrien seien Motorräder, Kampf- und ein Kommunikationsposten bei Kobane und Hasaka eliminiert worden.

vek/Reuters/AP

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