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Viele Kämpfer reisten via Türkei nach Syrien Bild: AP/Militant Website

Türkei hat seit Jahresbeginn mehr als 700 Dschihadisten ausgewiesen

12.08.15, 21:52


Die Türkei hat nach eigenen Angaben seit Jahresbeginn mehr als 700 «ausländische Kämpfer» ausgewiesen, die sich offenbar im Nachbarland Syrien den Dschihadisten anschliessen wollten. Dies bedeute einen deutlichen Anstieg gegenüber dem vergangenen Jahr.

Damals seien insgesamt 520 mutmassliche Dschihadisten am Übertritt der Grenze zu Syrien gehindert worden, sagte Regierungssprecher Cemalettin Hasimi am Mittwoch bei einem Besuch in Paris. Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 2011 seien 1800 ausländische Kämpfer daran gehindert worden, sich den Aufständischen im Nachbarland anzuschliessen.

Die westlichen Partner werfen der Türkei seit langem vor, die Augen vor der Überquerung der Grenze durch Dschihadisten zu verschliessen. Kritiker beschuldigen die Regierung in Ankara zudem, neben anderen islamistischen Rebellengruppen auch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Kampf gegen den syrischen Machthaber Baschar al-Assad zu unterstützen. Ankara bestreitet dies. (jas/sda/afp)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Officer 13.08.2015 01:10
    Highlight Im Vergleich zu den 700 Ausgewiesenen IS Leuten wäre es interessant zu wissen, wieviel kurdische Kämpfer die Türkei seit Jahresbeginn getötet hat. In meinen Augen sind die Kurden die einzige Volksgruppe, welche bedingungslos gegen den IS vorgeht. Seit etlichen Wochen werden diese aber im Irak durch die Türkei weggebombt. Warum fragt niemand warum das passiert? Warum wird das geduldet, wenn der IS ein so schlimmer Feind ist?
    5 0 Melden

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