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Was die Türkei in Mossul will

Die Türken würden bei der Befreiung der Millionenstadt Mossul vom IS gern mitmischen. Doch der Irak lässt sie nicht, spricht von «Besatzern». Präsident Erdogan ist erbost – und droht nun mit «Plan B und Plan C».

21.10.16, 13:59 21.10.16, 14:55

Hasnain Kazim



Iraqi army gather after the liberation of Khalidiya village from Islamic State militants, south of Mosul, during an operation to attack Islamic State militants in Mosul, Iraq, October 20, 2016. REUTERS/Thaier Al-Sudani

Der Vormarsch auf Mosul geht voran. Bild: THAIER AL-SUDANI/REUTERS

Ein Artikel von

Wenig Zeit? Am Textende gibt's eine Zusammenfassung.

Berge und Hügel umgeben die Gegend von Baschika, Olivenbäume wachsen an den Hängen. Nachts sinken die Temperaturen in diesen Tagen auf zehn Grad, die türkischen Soldaten tragen dicke Jacken. Tagsüber laufen sie in kurzen Ärmeln herum, das Thermometer zeigt dann immer noch gut 30 Grad.

Manchmal hören sie Explosionen, in der Ferne sehen sie Rauchwolken. Baschika liegt etwa 15 Kilometer nordöstlich von Mossul, von jener zweitgrössten irakischen Stadt, die im Sommer 2014 handstreichartig von Kämpfern des «Islamischen Staates» (IS) eingenommen wurde. Soldaten und Kämpfer mehrerer Konfliktparteien versuchen seit der Nacht auf Montag, sie von den Extremisten zurückzuerobern. Die Türken sind nicht dabei. (Einen Überblick über die verschiedenen Konfliktparteien finden Sie hier)

Smoke rises from a bomb attack south of Mosul, during an operation to attack Islamic State militants in Mosul, Iraq, October 20, 2016. REUTERS/Thaier Al-Sudani

Bild: THAIER AL-SUDANI/REUTERS

Recep Tayyip Erdogan ärgert das. Anfang der Woche fand er deutliche Worte:

«Sie sagen, wir sollten uns aus Mossul heraushalten. Warum sollten wir? Wir haben eine 350 Kilometer lange Grenze mit dem Irak. Da tummeln sich Leute, die nichts mit der Region zu tun haben, nur weil Bagdad sie angeblich gebeten hat zu kommen. Hat Saddam Hussein sie vor 14 Jahren auch eingeladen? Sie kamen trotzdem.»

Der Ärger des türkischen Staatspräsidenten richtete sich gegen die irakische Regierung in Bagdad, die der Türkei vorwirft, illegal Truppen auf irakischem Boden stationiert zu haben und damit «Besatzer» zu sein. «Türkische Streitkräfte haben unter keinen Umständen unsere Erlaubnis, an der Befreiung von Mossul teilzunehmen», sagt der irakische Premierminister Haider al-Abadi.

Iraks Führung betrachtet türkische Truppen in Baschika als Besatzung

Erdogans Groll richtet sich aber auch gegen die USA, die Abadi stützen und die türkische Regierung haben wissen lassen: Jegliche ausländischen Truppen im Irak sollten die Erlaubnis der irakischen Führung haben. Mit anderen Worten: Wenn Bagdad keine türkischen Truppen in Mossul wünscht, dann haben sie dort auch nichts verloren. Die irakische Führung sieht schon in der Stationierung türkischer Truppen in Baschika eine Besetzung. Ankara solle sie sofort abziehen, andernfalls riskiere die Türkei einen «regionalen Krieg», warnte er kürzlich.

Seit 1992 sind türkische Soldaten im Nordirak stationiert. Damals kamen sie, um gegen die PKK zu kämpfen. Das tun sie heute noch, aber, sagt ein türkischer Offizier, man sei «auch hier, um Daesh zu besiegen». Daesh ist das arabische Akronym für den IS. Nach jahrelanger mehr oder weniger offener Unterstützung des IS durch die Türkei sind viele Beobachter überzeugt, dass das Hauptziel der Türkei nach wie vor ist, eine Ausweitung des Einflussbereichs der PKK zu verhindern.

Die Türkei, dem Irak militärisch überlegen, lässt es in diesen Tagen auf einen Streit mit dem Nachbarn ankommen. Die Regierung in Ankara befürchtet, dass Mossul mit seiner mehrheitlich sunnitischen Bevölkerung nach einer Befreiung vom IS schiitisch werden könnte. Erdogan erläuterte im Parlament, es gebe «Bemühungen, die demografische Zusammensetzung von Mossul zu verändern». Die Türkei werde alles tun, das zu verhindern.

Anfang Oktober hatte Erdogan öffentlich gesagt, nach einer Befreiung Mossuls dürften dort nur sunnitische Araber, Turkmenen und sunnitische Kurden leben - ein Affront gegen den Irak, in dem mehrheitlich Schiiten leben. Beide Länder beriefen den Botschafter des jeweils anderen Landes ein. Vergangene Woche beschimpfte Erdogan dann den irakischen Premier in einer Rede vor Religionsgelehrten. «Benimm dich!», rief er an Abadis Adresse. «Du bist sowieso nicht mein Ansprechpartner, du hast nicht meinen Rang, du bist auch nicht mein Kaliber, du hast auch nicht meine Qualität.»

Die Türken versuchen nun auf anderem Wege, Einfluss auf die Entwicklung in Mossul zu nehmen. Erdogan sprach vergangene Woche von einem «Plan B oder Plan C», ohne konkreter zu werden. In Baschika trainieren türkische Soldaten die sunnitische Miliz Haschd al-Watani, die Atheel al-Nujaifi gegründet hat. Nujaifi ist der frühere Gouverneur der Provinz Ninive, deren Hauptstadt Mossul ist. Er erhofft sich nach der Rückeroberung der Stadt, die Provinz in die Autonomie zu führen, so wie das benachbarte Kurdistan im Nordirak. Für sich selbst erhofft er sich wieder eine einflussreiche Rolle in der Politik der Region. Die Kämpfer der Miliz gelten als gut ausgebildet und hochgerüstet - dank Unterstützung der Türkei.

Der Irak befürchtet mit Haschd al-Watani «eine Stellvertreterarmee» in Mossul

Die Türken und die Miliz kooperieren auch mit den kurdischen Peschmerga, die in den vergangenen Tagen Richtung Mossul vorgerückt sind, nun aber vor der Stadt verharren und dort die Linien sichern, während Kämpfer von Haschd al-Watani in die Stadt eindringen und den Häuserkampf gegen den IS führen sollen. Angehörige der Miliz lassen jedenfalls keinen Zweifel daran, was ihr Ziel ist: die Herrschaft in Mossul der Sunniten, sobald sie die Stadt vom IS befreit haben. «Mossul gehört uns», zitiert das Nahostportal «Al Monitor» den Kommandeur der Miliz, General Mohammed Tahma Talib.

Die irakische Regierung sieht das Treiben von Haschd al-Watani mit Argwohn, unterstellt der Miliz und ihrem Gründer Nujaifi Nähe zum IS. Das Vorgehen der Kämpfer, heisst es aus Bagdad, sei nicht mit offiziellen Stellen abgesprochen und «eine Gefahr». Die Kritik richtet sich vor allem aber gegen die Türkei, die «eine Stellvertreterarmee» nach Mossul schicke, «weil sie selbst nicht dürfen», sagt ein irakischer Abgeordneter, der namentlich nicht genannt werden möchte.

Für die Türkei, die zur Regionalmacht aufsteigen wollte, ist die Lage ein Dilemma. Im Irak sieht sie sich im Konflikt mit der dortigen Regierung, mit Iran, der Abadi und diverse schiitische Milizen im Irak unterstützt, und, gravierender noch, mit ihrem Nato-Partner USA. Und in Syrien, wo Erdogan ebenfalls gerne eine sunnitische Führung an der Macht sähe, unterstützt Russland den dortigen Machthaber Baschar al-Assad, den die Türkei als Gegner erachtet.

Und so dürfte es in den kommenden Wochen und Monaten dabei bleiben, dass die türkischen Soldaten bei der Schlacht um Mossul nur zuschauen dürfen. Aus der Ferne, von den Hügeln von Baschika.

Zusammengefasst:

Die türkische Regierung Armee darf offiziell nicht bei der Befreiung von Mossul aus der Gewalt des IS mitmachen. Gegen das Verbot der irakischen Regierung richtet sich der Groll von Präsident Erdogan. Erwartet wird nun, dass die Türken über unterstützte Milizen in der Region Einfluss auf die Geschicke der Millionenstadt nehmen werden.

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Brikne, 20.7.2017
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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Darkside 21.10.2016 19:29
    Highlight Dort unten wird es noch über Jahrzehnte knallen. Das kann der Westen auch nicht verhindern. Am besten alle Grenzen sichern und machen lassen, vielleicht kriegen sie es irgendwann selber gebacken.
    3 1 Melden
    • Fabio74 22.10.2016 11:17
      Highlight aber dann keine Waffen liefern, kein Öl kaufen, keine Geschäftsbeziehungen. Sonst gehts nicht.
      Somit Utopie
      2 0 Melden
  • bokl 21.10.2016 15:49
    Highlight Solange man in dieser Region an den willkürlich gezogenen Grenzen und "künstlichen" Staaten festhält, wird nie Ruhe einkehren. Ausser man lässt autoritäre Herrscher zu, welche jeden Wiederstand unterdrücken.

    Soll es in der Region so etwas wie Demokratie oder zumindest autonom funktionierende Gebiete geben, muss man akzeptieren, dass die heutigen Grenzen / Staaten nicht Bestand haben werden.
    24 2 Melden
    • demokrit 21.10.2016 17:07
      Highlight Grenzen sind immer willkürlich.
      6 5 Melden
    • Fabio74 21.10.2016 17:34
      Highlight Uns fliegen die Grenzziehungen 1916 und 19/20 plus die von den Franzosen und Briten eingesetzten Machtsysteme um die Ohren
      8 3 Melden
    • rodolofo 21.10.2016 17:39
      Highlight Was Du sagst, tönt zuerst logisch.
      Allerdings wirst Du bei näherem Hinsehen feststellen, dass, um welche Territorien auch immer es geht, überall ein Gemisch verschiedener Volksgruppen und Religions-Zugehörigkeiten vorhanden ist.
      Ein Territoriales Denken hilft also nicht weiter!
      Erst würden sich Mini-Staaten bilden, dann abtrünnige Mini-Mini-Regionen, welche innerhalb der Mini-Staaten mehr Autonomie und ein Zusammengehen mit einem anderen Mini-Staat wollen, usw.
      Diesen Zerstückelungs-Prozess, der zu nichts führt, ausser zu noch mehr Verwirrung und Streit, beobachten wir exemplarisch im Balkan.
      7 1 Melden
    • bokl 21.10.2016 18:13
      Highlight Natürlich würde zuerst Chaos entstehen. Aber mit der Zeit würden sich der Nebel lichten und etwas entstehen, dass auch Bestand hätte. Es dürfte sich einfach niemand einmischen (unrealistisch, ich weiss). Auch Europa war nicht immer so wie jetzt. Auch bei uns brauchte es eine lange, blutige Zeit, bis sich ein Gleichgewicht zwischen den Nationen etabliert hat.

      Aber wir verlangen vom nahen Osten nun, dass sie sie einmal treffen zu einer Konferenz und dann alles in Frieden und Wohlgefallen aufteilen für alle Zeiten ...
      1 1 Melden
    • demokrit 21.10.2016 19:45
      Highlight Naja, bei uns haben sich die liberalen Engländer während dem Sonderbundskrieg auch zünftig eingemischt.

      4 1 Melden
    • Oxymora 21.10.2016 22:23
      Highlight Napoleon hat in der Schweiz,
      gegen den Willen der örtlichen Bevölkerung
      Kantonsgrenzen recht grosszügig umgezont.
      Da muss man einfach akzeptieren, dass die Kantone keinen bestand haben.
      2 2 Melden
    • Fabio74 22.10.2016 11:20
      Highlight @oxymora: Der Unterschied: Nach 1815 und dem Wiener Kongress versuchten einige Kantone die Rechte der Bevölkerung wieder einzuschränken und zurück zum alten feudalistischen System zu gehen. Nur war das Volk nicht mehr bereit ihre Rechte wieder aufzugeben. Die widerspenstigen Sonderbündler wurden 1847 besiegt, der Bundesstaat geschaffen.
      Die Schweizer Bevölkerung hat demokratische Instrumente um Kantonsgrenzen zu verschieben (Siehe Kt. Jura und das Laufental). Auch diese Grenzen sind nicht gegeben. Man könnte von mir aus, die Zahl der Kantone auf 10 reduzieren und weg von der Kleinstaaterei
      1 0 Melden
    • demokrit 22.10.2016 13:34
      Highlight Die Kleinstaaterei ist, was die Schweiz ausmacht. Wer lieber einen Einheitsstaat möchte, ist in Frankreich besser aufgehoben.
      1 0 Melden
    • Oxymora 22.10.2016 21:18
      Highlight @Fabio74: Die Siegermächte schreiben die Geschichte. Damit die Bevölkerung demokratische Instrumente erhielt um Kantonsgrenzen zu ändern;
      war also auch ein Krieg nötig, die widerspenstigen Sonderbündler mussten besiegt werden.
      Also im grossen Ganzen wurden die meisten Grenzen willkürlich gezogen und so gesehen hätte die ganze Menschheit einen Vorwand um Krieg zuführen. Und je Nach Gegend kann man dann die Briten, Franzosen, Russen, König X, etc. dafür verantwortlich machen.
      0 0 Melden
  • Dä Brändon 21.10.2016 14:31
    Highlight Ja was will er wohl..?.. die Kurden bekämpfen! Die Kurden stehen kurz davor ihr Kurdistan auszurufen und Erdogan läuft es den Rücken eiskallt hinunter wenn er nur Kurdistan hört. Die Saudis werden sich bei der Aufteilung des Nahen Ostens mit Erdogan einigen. Die EU und USA werden weiterhin schön wegschauen und ab und zu einpaar Dolar reinpumpen.... ach ja fast hab ich's vergessen: Russland ist böse.
    38 8 Melden
    • rodolofo 21.10.2016 16:02
      Highlight Ich kann Dir in Deiner Argumentation sehr gut folgen. Dann kommt das Wort "Russland", und bei Dir setzt das Denken aus.
      Warum ist das so?
      Russland ist doch nicht "besser aus aui angere"!
      Russland wird heute von den gleichen Realsozialistischen Seilschaften dominiert, wie damals in der "Bleiernen Zeit" des Sowjet-Kommunismus!
      Auch die Methoden dieses "Staatskapitalismus" sind die Selben geblieben!
      Geändert hat sich nur die Rhetorik.
      Diese ist heute Rechtsnational bis Faschistisch anstatt -wie früher- Kommunistisch und Revolutionär.
      Die Änderung ist kosmetischer- und nicht grundsätzlicher Natur.
      19 9 Melden
    • Dä Brändon 21.10.2016 17:30
      Highlight Macht der Gewohnheit. Es gibt eine psychologische Regel bei den Medien. Wenn man immer wieder etwas behauptet, so absurd es im ersten Moment erscheint, glaubt man es irgendwann. Ich meine seien wor mal ehrlich, die Russen haben genauso viel Dreck am Stecken wie die Amis. Der einzige Unterschied ist, dass die Amis die Russen praktisch dazu gedrängt haben so zu werden wie sie sind.
      8 5 Melden
    • pachnota 21.10.2016 18:09
      Highlight ...Lies mal Anna Politkowskaja, In Putins Russland.
      Wenn du wirklich interessiert sein solltest.
      Da kannst du dir ein gutes Bild machen.
      https://www.perlentaucher.de/buch/anna-politkowskaja/in-putins-russland.html
      Sie wurde 2006, am Geburtstag Putins ermordet.
      6 1 Melden
    • rodolofo 21.10.2016 20:45
      Highlight Die Russische Revolution fiel mit dem Aufstieg des Faschismus zusammen.
      Der Kampf um Leben und Tod mit dem Faschismus hat die militanten Kräfte und den Militarismus innerhalb der Revolution gefördert.
      Und dieser im Kern ebenfalls faschistische Militärische Arm hat dann die Revolution verraten und in eine Militärdiktatur verwandelt.
      Dieser Ablauf ist typisch für alle misslungenen Aufstände und Revolten gegen das ausbeuterische und unterdrückerische System von Kolonialmächten und Imperien.
      Am Ende frisst die Revolution ihre eigenen Kinder.
      Trotzdem werden wir es immer und immer wieder versuchen.
      1 0 Melden
  • Maragia 21.10.2016 14:18
    Highlight Wieder eine Nation mehr, welche sich unrechtmässig in diese Konflikt und ein anderes Land einmischt!!
    27 2 Melden
    • rodolofo 21.10.2016 16:12
      Highlight Wenn ein Land von einer unrechtmässigen Diktatur regiert wird, geht alles "den Bach runter" und zu schlechter Letzt wollen Imperien und Regionalmächte "helfen"...
      Rezept dagegen:
      - "Good Governmence" und Teilhabe aller Minderheiten am demokratischen Prozess!
      - Rechtsstaat und Einhaltung des Völkerrechts und der Menschenrechte!
      - Freie Medien mit dem "Bollwerk für Qualitäts-Jounalismus", den Öffentlich-Rechtlichen "Service Public" als "4.Gewalt" im Staate!
      Ist das alles verwirklicht, wird der innere Friede eine Gesellschaft so stark machen, dass keine Imperiale Einmischung Erfolg haben kann!
      1 3 Melden
    • Fabio74 21.10.2016 17:37
      Highlight Kommt halt auf den Blickwinkel an. Die Türkei forderten nach WK1 die osmanische Provinz Mosul. Die Briten hatten sie sich aber wegen dem Öl unter den Nagel gerissen und zusammen mit den Provinzen Bagdad und Basrah zum künstlichen Staat Irak zusammengeschustert
      9 3 Melden
  • rodolofo 21.10.2016 14:11
    Highlight Schon noch blöd, dass der IS so unfähig ist, was, Erdogan?
    Jetzt muss die Türkei alles selber machen.
    Was ist denn das für ein Stellvertreter-Krieg?
    Der IS stellvertretend für Erdogans AKP-Diktatur?
    Oder Erdogans AKP-Diktatur stellvertretend für den IS?
    Und das Assad-Régime soll ja dem IS auch Erdöl abkaufen...
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