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«Wir danken unseren Zuhörern fürs Einschalten»: So harmlos beginnt das Radioprogramm des Islamischen Staats 



«We thank our listeners for tuning in and present the following Islamic State news bulletin.»

«Wir danken unseren Zuhörern fürs Einschalten und präsentieren das folgende Nachrichtenbulletin des Islamischen Staats.»

So harmlos und in akzenfreiem Englisch hört sich das Radioprogramm «Al Bayan» (arabisch «Stellungnahme») des Islamischen Staats (IS) an. Auch der «Blick auf die wichtigsten Schlagzeilen» tönt, als käme er direkt aus dem Studio eines öffentlich-rechtlichen Senders. Das ist gewollt: Die Terrorgruppe sieht sich als souveräner Staat und schmückt sich gern mit entsprechenden Insignien.

Beim Inhalt der «Nachrichten», die zur IS-Hymne im Hintergrund verlesen werden, enden dann aber die Ähnlichkeiten: Selbstmordattentate («möge Gott ihn als Märtyrer aufnehmen»), Exekutionen von Spionen und die Zahl getöteter Feinde.

Auch Angriffe des Feindes werden vermeldet – im Unterschied zu den eigenen aber immer mit Angaben zu zivilen Opfern. So zum Beispiel bei einem Luftangriff auf die irakische Stadt Falludscha, bei dem «mehrere Muslime, darunter Kinder» ums Leben kamen und «muslimisches Eigentum» zerstört wurde.

Weiter fällt die häufige Verwendung des Worts «Wilayat» auf, ein in der arabischen Welt verbreiteter Begriff für Verwaltungsbezirke. Darunter fallen aus IS-Optik Gebiete ausserhalb ihres Territoriums in Syrien und im Irak, in denen sie aktiv sind, zum Beispiel «Wilayat Tarabulus» («Tripolis»), in Libyen.

«Al Bayan», das über Twitter und andere soziale Medien vebreitet wird, begann im April 2015 zu senden. Die «Washington Post» kommt resigniert zum Schluss, dass der Westen den Propagandakrieg gegen die Terroristen verliert. (kri)

Islamistische Terroristen

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pippo30 08.06.2015 15:17
    Highlight Highlight Ich vermisse diesen Artikel der ja eigentlich unglaublich ist, aber mit keinem Wort in den Medien erwaehnt wird. Wenn gewisse Artikel nicht mehr gedruckt werden, muss man sich fragen, wer kontrolliert unsere Presse.

    ttp://juergentodenhoefer.de/us-geheimdienst-deckt-auf-der-westen-wollte-einen-islamistischen-terrorstaat/
  • zombie1969 06.06.2015 12:48
    Highlight Highlight Der Islamische Staat hat jetzt auch noch eine Rechtsabteilung bekommen, da wissen die Spender in Europa für welche Zwecke ihr Geld eingesetzt wird. Auf die freundlichen Waffen- und Geldlieferungen von KSA über den Irak können die Islamisten ebenfalls weiterhin voll vertrauen. Das ist der "regime change" durch die Hintertür, schmutzig und brutal, so wie man es im Westen nicht erst seit Jugoslawien kennt. Immerhin meckert jetzt keiner wie bei Irak und Afghanistan.
  • Openyourmind 05.06.2015 17:42
    Highlight Highlight @Kian, by the way... So eine islamistische Terrororganisation pfeifft auf unsere Demokratie. Daher kann es nicht mit Waffen der Demokratie besiegt werden.
    • Michèle Seiler 05.06.2015 19:08
      Highlight Highlight "Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehen, daß er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." (Friedrich Nietzsche)
    • Kian 05.06.2015 20:40
      Highlight Highlight Womit dann? Mehr Bomben? Bodentruppen?
    • Openyourmind 05.06.2015 21:43
      Highlight Highlight @Kian, militärisch geht es tatsächlich nur mit roher Gewalt. Anosnsten... wie wäre es z.B mit kappen vom Geldfluss? Oder mit Waffenembargo? Oder mit "kein Öl kauffen der von der IS stammt? Aber sicher nicht mit so einem Artikel....
    Weitere Antworten anzeigen
  • nickname2000 05.06.2015 17:41
    Highlight Highlight Warum postet ihr diesen Dreck auf Soundcloud?
  • Openyourmind 05.06.2015 17:14
    Highlight Highlight Hi Watson, warum schreibt ihr denn über diesen Sender? Etwa damit noch mehr Jugendliche davon erfahren und der Gehirnwäsche unterzogen werden können? Echt voll daneben! FAIL!!!
    • Kian 05.06.2015 17:20
      Highlight Highlight Der IS ist durch Totschweigen leider nicht zu besiegen. Wir haben nur die Waffen einer freiheitlichen Demokratie, und die heissen Öffentlichkeit und Transparenz.
    • Openyourmind 05.06.2015 17:24
      Highlight Highlight @Kian, an der Demokratie ist nichts auszusetzen, aber aktiv drauf aufmerksam machen dass es so einen IS Sender gibt hat mit Demokratie nichts zu tun. Sorry, diese Story ist einfach fehl am Platz.
    • asdf 05.06.2015 18:31
      Highlight Highlight @Kian: Sagen wir - teilweise :)
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