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«Asylchaos» ist relativ: In der Türkei gibt es Städte mit mehr Flüchtlingen als Einwohner



In einigen türkischen Städten nähert sich die Zahl der Flüchtlinge jener der Einwohner – und in einem Fall sind es inzwischen sogar mehr. «In mindestens zehn Städten stellen Flüchtlinge einen bedeutenden Teil der Bevölkerung dar», sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter laut Hürriyet Daily News gegenüber Medienvertretern.

Er verwies auf das Beispiel Kilis im Südosten des Landes an der Grenze zu Syrien, das eine «syrische Stadt» geworden sei: «Die einheimische Bevölkerung beträgt 108'000, während die Flüchtlinge 110'000 an der Zahl sind», so der Regierungsvertreter.

Asylchaos in Kilis, Türkei

Derzeit beherbergt die Türkei 1,8 bis 1,9 Millionen syrische und rund 225'000 irakische Flüchtlinge, die vor dem Bürgerkrieg und dem IS-Terror geflohen sind. Die wenigsten leben in den 25 Flüchtlingslagern, die in der Nähe der Grenze aufgebaut worden sind. Die meisten versuchen sich unter schwierigsten Bedingungen in den Städten einen Lebensunterhalt zu verdienen.

(kri)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sapere Aude 18.08.2015 02:48
    Highlight Highlight Ich finde es wichtig, dass gewisse Relationen verdeutlicht werden und ich danke Watson, dass es als eines der wenigen Medien versucht, die ganze Migrationskrise auf einer sachliche Ebene zu bringen. Von Rechts wird massiv Stimmung gegen Flüchtlingen gemacht, Links versucht in den meisten Fällen das Thema auszusitzen und schwingt zu oft die Rassismuskeule. Beide Ansätze erachte ich falsch. Wenn wir die Situation betrachten, haben wir inder Schweiz kein Asylchaos, weder werden unsere Sozialwerke übermässig belastet, noch haben wir zuwenig Platz um die Flüchtlinge. Verglichen mit Libanon, Griechenland oder der Türkei ist die Situation bei uns noch im Grünen Bereich. Auf der anderen Seite würde es an der Politik liegen die Ängste der Bevölkerung ernst zu nehmen und endlich Lösungen zu entwickeln. Asylverfahren müssen beschleunigt werden, damit jene die kein Recht auf Aufenthalt haben, schnell wieder ins Ursprungsland zurückkehren können, falls sie nicht bereits eine Arbeitsmöglichkeit haben. Die Entwicklungshilfe muss verstärkt und individualisiert werden, damit den Menschen direkt vor Ort geholfen werden kann.
  • whatthepuck 17.08.2015 22:35
    Highlight Highlight Sorry aber diese Berichterstattung ist einfach nicht die hellste. "Guck mal, denen geht's noch viel mieser als uns, dann dürfen wir jetzt hier sicher nicht motzen und auf Missstände aufmerksam machen!"
    • din Vater 17.08.2015 23:58
      Highlight Highlight Sie scheinen den Artikel einfach falsch zu interpretieren. Ich lese in diesem Artikel viel mehr dies: »Bitte hört auf, die tatsächlich bestehenden Missstände im Asylwesen, völlig faktenfrei zum 'Chaos' hochzustilisieren. Chaos herrscht in der Türkei, auf Kos, in Calais, in Lampedusa und weiteren Orten, aber sicherlich nicht in der Schweiz!«
  • kiawase 17.08.2015 19:29
    Highlight Highlight darf ich vorschlagen das wort 'Flüchtling' generell durch 'Menschen auf der Flucht' zu ersetzen ? Sprache kann einen gewaltigen Unterschied machen...
    • Jol Bear 17.08.2015 23:33
      Highlight Highlight Offenbar der Wunsch nach einem, sich in der sprachlichen Ausdrucksweise äusserndem Respekt. Aber inwiefern ist die Bezeichnung "Flüchtling" abwertend? Oder geht es um etwas anderes?
  • Jol Bear 17.08.2015 18:30
    Highlight Highlight Dass solche Situationen für diese Städte problematisch und nicht wünschbar sind, ist wohl unbestritten. Ebenfalls, dass beispielsweise Mazedonien wegen Überforderung die Flüchtlinge an der Grenze "durchwinkt", und auch Griechenland und Italien überfordert sind. Frage: Arbeiten Europas Politiker zusammen mit andern "Weltmächten" im Hintergrund an einem "Marshallplan" mit Massnahmen zur Verbesserung der Situation in den Herkunftsländern oder beschränken sie sich tatsächlich nur auf Symptombekämpfung an Europas Aussengrenze? Wahrscheinlich trifft nur letzteres zu, für ersteres wäre langfristiges Denken notwendig, welches die Dauer von Legislaturperioden übersteigt.
    • kiawase 17.08.2015 19:28
      Highlight Highlight ja da stimme ich zu. Unsere Politker sitzen hier, sind besorgt darüber ob sie die nächsten wahlen schaffen und drücken fest die augen zu in der hoffnung das problem aussitzen zu können
    • Noach 17.08.2015 22:07
      Highlight Highlight Sehr gut geschrieben und ganz meine Meinung.Wann gibt es ein Zusammentreffen der Staaten um diesen Menschen zu helfen und gemeinsam eine gute Lösung zu finden????

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