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Kampf gegen Dschihadisten: US-Armee kündigt neue Kommandoaktionen gegen IS an

Mehr Luftschläge, mehr Einsätze von Spezialeinheiten am Boden: Mit dieser veränderten Strategie will US-Verteidigungsminister Carter den Kampf gegen den «Islamischen Staat» gewinnen.

27.10.15, 17:34 27.10.15, 17:47


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epa04998486 Defense Secretary Ashton Carter prepares to testify before a Senate Armed Services Committee hearing on 'United States Military Strategy in the Middle East' in the Dirksen Senate Office Building in Washington, DC, USA, 27 October 2015. Carter has recommended to US President Obama a more aggressive military stance in confronting Islamic State (IS) militants.  EPA/JIM LO SCALZO

Carter präsentiert seinen neuen Plan
Bild: JIM LO SCALZO/EPA/KEYSTONE

US-Verteidigungsminister Ashton Carter hat in einer Anhörung vor dem Streitkräfteausschuss des Senats eine Strategieänderung im Kampf gegen die Terrororganisation «Islamischer Staat» (IS) angekündigt.

Die Militärkampagne werde sich künftig auf «die drei R's» konzentrieren, sagte Carter. Gemeint sind die Städte Rakka und Ramadi in Syrien und im Irak, die vom IS kontrolliert werden. Die USA und ihre Verbündeten wollen die Luftangriffe auf diese Hochburgen der Dschihadisten verstärken, kündigte der Verteidigungsminister an.

Das dritte R steht für «Raids» – also Einsätze von US-Kommandoeinheiten am Boden. Washington werde nicht davor zurückschrecken, Partner bei Attacken gegen den IS zu unterstützen oder solche Einsätze selbst auszuführen, «ob durch Angriffe aus der Luft oder direkte Handlungen am Boden», sagte Carter.

IS zerstört Weltkulturerbe in Hatra

Besonders die vom IS besetzten Ölförderstätten sollten stärker unter Beschuss genommen werden, um den Terroristen eine wichtige Einnahmequelle zu nehmen.

Carter hob hervor, dass mit US-Unterstützung aus der Luft syrische Rebelleneinheiten inzwischen bis auf 50 Kilometer auf Rakka, die inoffizielle Hauptstadt des IS, vorgerückt seien.

Kritik an Obama

In der vergangenen Wochen hatte eine US-Spezialeinheit gemeinsam mit kurdischen und irakischen Kämpfern rund 70 Geiseln im Nordirak befreit. Seitdem steht erneut der Vorwurf des sogenannten Mission Creep im Raum: Obama hatte den Einsatz bewaffneter Kampftruppen am Boden im Irak und in Syrien ausgeschlossen, doch Kritiker werfen ihm vor, sich schleichend in einen langen Krieg ziehen zu lassen.

Stabsfeldwebel Joshua Wheeler, der nach einem Feuergefecht bei der Befreiungsaktion in der Stadt Hawija starb, ist der erste durch eine direkte Kampfhandlung getötete US-Soldat im Krieg gegen den IS. Dieser hatte vor 14 Monaten begonnen.

syd/AP/Reuters/dpa

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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