International

Messerattacken im Westjordanland: Soldaten erschiessen vier palästinensische Angreifer

Im Westjordanland sind erneut Palästinenser mit Messern auf israelische Soldaten losgegangen. Nach Angaben der Armee wurden bei zwei Attacken insgesamt vier Menschen erschossen.

08.01.16, 07:40

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Im Westjordanland sind nach Angaben der israelischen Armee bei zwei Angriffen auf Soldaten insgesamt vier Palästinenser erschossen worden. Die erste Attacke erfolgte demnach am Donnerstag an der Verbindungsstrasse zwischen Bethlehem und Hebron nahe der jüdischen Siedlung Gusch Ezion. Die Angreifer seien mit Messern bewaffnet gewesen, teilte die Armee mit.

Bei einer ähnlichen Attacke sei wenig später ein weiterer Palästinenser erschossen worden: Auch bei dem Vorfall nordöstlich von Hebron sei der Angreifer mit einem Messer auf israelische Soldaten losgegangen, hiess es in der Mitteilung der Armee. Der Angriff sei abgewehrt und die Täter erschossen worden. Verletzte auf Seiten der Israelis habe es nicht gegeben.

Seit Anfang Oktober kommt es immer wieder zu Übergriffen von Palästinensern auf Israelis. Dabei wurden rund 20 Israelis, ein US-Bürger, ein Eritreer und rund 140 Palästinenser getötet. Zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt. Als Auslöser gilt ein Streit um Gebets- und Besuchsrechte auf dem Tempelberg in Jerusalem, der Muslimen und Juden heilig ist. Mehr zu den Hintergründen und Ursachen der Angriffe lesen Sie hier. (aar/dpa/AFP)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 19.01.2016 16:51
    Highlight Seit Monaten vergeht kaum ein Tag in Israel, wo es nicht zu einer oder mehreren Messerattacken auf Israelis kommt. Neben den üblichen Brandbomben und Steinwürfen.
    Seit dem Brandanschlag aufeine palästinensische Familie, sind die Sicherheitskräfte pausenlos im Einsatz, Rache-Brandstiftungen zu bekämpfen.
    Kürzlich kamen drei Israelis nur knapp mit dem Leben davon, als sie von einer Menge in Jerusalem eingekreist und tracktiert wurden.
    2 0 Melden
    • ferox77 19.01.2016 18:26
      Highlight 2)
      Selbst von den am Boden liegenden liess man nicht ab.
      Sobald Krankenwagen an den Unglücksorten eintreffen, werden diese mit einem Hagel aus Steinen bedacht, was deren Arbeit um so schwerer macht. Für die Anstifter des täglichen Terrors, ist ein politisches win-win entstanden. Entweder Israel lässt es zu, seine Bevölkerung den täglichen Attacken auszusetzen. Oder aber die Sicherheitskräfte schreiten ein, was zur entrüsteten Kritik der Internationalen Gemeinschaft führt. Ist es doch das erklärte Ziel der palästinensischen Politik, ein normales Leben in Israel unmöglich zu machen.
      2 0 Melden
  • a-n-n-a 09.01.2016 01:00
    Highlight Kleine Anmerkung zum Thema "Auslöser" des Konflikts: Ja, der die Besuchsrechte des Tempelbergs hat damit zu tun, aber vor allem der Angriff jüdischer Siedler auf eine palästinensische Familie - wenn ich mich nicht täusche im palästinensischen Westjordanland - mit drei Toten, u.a. ein Baby.
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