International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06168047 UN Secretary General Antonio Guterres (not pictured) and Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu give a joint press conference in Jerusalem, Israel, 28 August 2017. Guterres is on a three-days visit to Israel and the Palestinian territories.  EPA/Heidi Levine / POOL

Benjamin Netanjahu Bild: EPA/SIPA POOL

Peinlicher Fehler: Netanjahu verwechselt moderne Souvenir-Münze mit antikem Fund

28.08.17, 13:54


Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu ist bei einem Facebook-Post offensichtlich ein peinlicher Fehler unterlaufen. Er veröffentlichte auf seiner offiziellen Seite das Bild einer «2000 Jahre alten Silbermünze».

Diese wertete er als Beweis für «die tiefe Verbindung zwischen dem Volk Israel und seinem Land, zu Jerusalem, unserem Tempel und den Gemeinden in Judäa und Samaria (Westjordanland)».

Der «aufregende Fund» eines achtjährigen Mädchens in Neve Zuf bei Ramallah entpuppte sich jedoch als billige Souvenir-Münze des Israel-Museums in Jerusalem.

Netanjahu löschte daraufhin am Montag den Post vom Vortag. Sein Sprecher hatte zuvor gesagt, man prüfe die Berichte.

Der Chefkurator für Archäologie und Numismatik (Münzkunde) des Israel-Museums, Chaim Gitler, sagte der «Times of Israel», die Einrichtung habe in den vergangenen zwei Jahrzehnten Tausende solcher Münzen als Andenken vergeben. Sie hätten lediglich «erzieherischen Wert».

«Es besteht keine Chance, dass sie authentisch ist - es ist keine antike Münze», sagte Gitler dem Blatt. «Man kann es eigentlich nicht einmal als Münze bezeichnen.» Er sei sich sicher, dass es sich um ein Andenken des Israel-Museums handle, «weil alle Markierungen zu 100 Prozent identisch mit der dort verwendeten Form sind».

Israelische Medien hatten zunächst berichtet, ein Mädchen habe im Westjordanland einen extrem seltenen halben Schekel gefunden. Die Münze sei kurz vor der Zerstörung des zweiten jüdischen Tempels durch die Römer im Jahre 70 geprägt worden. In Israel werden sehr häufig solche antiken Gegenstände gefunden. (sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

«Die Avocado ist keineswegs böse» – Experte räumt mit Mythen um die Teufelsfrucht auf

Simuliertes Wohnen – die Influencer-Welt ist um eine bizarre Geschäftsidee reicher

Schweizer Gerichte, die die Welt nicht versteht

So verteidigt der Vater der Selbstbestimmungs-Initiative sein «Kind»

Der Küsche, der in den Tee pisste – und andere Militärerlebnisse der watson-User

Das musst du über die von Russland finanzierten Propaganda-Kanäle Redfish und Co. wissen

Mit dem Laser gegen Jugendsünden: Tattoo-Entfernung boomt – es gibt nur ein Problem

Willkommen im Dschungel der Weltpolitik

Mann beleidigt schwarze Frau im Ryanair-Flieger rassistisch – Airline sinkt in PR-Krise

Diese Frauen haben etwas zu sagen – und der SVP wird dies nicht gefallen

Wieso, verdammt, find ich mich ein Leben lang hässlich?

«Dünne Menschen sind Arschlöcher»

Norilsk no fun? «Im Gegenteil», sagt Fotografin Elena Chernyshova

Alle Artikel anzeigen

Die Rentenreform von Redaktions-Hund Elli einfach erklärt

Video: Angelina Graf

Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Cassis macht in Interview die Palästinenser wütend – und den Bundesrat auch noch gleich

Aussenminister Ignazio Cassis soll eine «offizielle Entschuldigung ans palästinensische Volk» aussprechen. Das verlangt Saeb Erekat, der langjährige Chefunterhändler der Palästinenser und einflussreicher Vertrauter von Paläsinenser-Präsident Mahmut Abbas, in einem Protestschreiben an Cassis. Dies berichtet die Basler Zeitung mit Verweis auf eine Pressemitteilung der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO, welche für die Verhandlungen mit Israel zuständig ist.

Hintergrund des …

Artikel lesen