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Kronprinz, Asylabkommen, Proteste: 3 Entwicklungen in Israel, die du kennen solltest



Während die innenpolitische Situation in der Schweiz über Ostern hinweg weitgehend ruhig geblieben ist, hat sich im Nahen Osten einiges bewegt. Gleich drei wichtige Entwicklungen davon betreffen Israel. Diese Punkte solltet ihr jetzt wissen, um den Überblick zu behalten.

Saudi-Arabiens Kronprinz spricht Israelis Recht auf eigenes Land zu

Saudi Crown Prince Mohammed bin Salman meets with Defense Secretary Jim Mattis at the Pentagon in Washington, Thursday, March 22, 2018. (AP Photo/Cliff Owen)

Saudi Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman. Bild: AP/FR170079 AP

Bis heute unterhalten das ultrakonservative sunnitische Königreich Saudi-Arabien und Israel keine formellen diplomatischen Beziehungen. Hinter den Kulissen hat sich das Verhältnis zwischen den beiden Ländern in den vergangenen Jahren jedoch allmählich gebessert. Beide sehen den schiitischen Iran als eine Bedrohung an.

Nun hat der saudiarabische Kronzprinz den Israelis das Recht auf ihr Land zugesprochen. Er sei überzeugt, dass «Palästinenser und Israelis das Recht auf ihr eigenes Land haben», sagte Kronprinz Mohammed bin Salman dem US-Magazin «The Atlantic». Bin Salman betonte in dem Interview, er habe keine «religiösen Vorbehalte» dagegen, dass Israelis und Palästinenser Seite an Seite lebten, solange die wichtigste muslimische Stätte in Jerusalem – die Al-Aksa-Moschee – geschützt werde. 

«Wir haben religiöse Sorgen um die heilige Moschee in Jerusalem und um die Rechte des palästinensischen Volkes. Aber wir haben nichts gegen irgendein anderes Volk.»

Mohammed bin Salman

Doch noch nie zuvor hatte ein derart hoher Vertreter Saudi-Arabiens Israel das Recht auf einen eigenen Staat zugesprochen.

Israels Premier setzt überraschend Umsiedlungs-Deal aus

epa06629922 (FILE) - Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu looks on during a government cabinet meeting held in the southern Negev Desert town of Dimona, Israel, 20 March 2018  (reissued 26 March 2018). Netanhyahu on 26 March 2018 was questioned by Israeli police for the second time over his role in the telecommunication company Bezeq Telecom Israel's corruption case.  EPA/JIM HOLLANDER

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu Bild: EPA/EPA

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Umsiedlungsplan für Tausende afrikanische Migranten mit dem Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR endgültig gekündigt.

Er habe sich in den vergangenen 24 Stunden intensiv mit seinem Innenminister und mit Bürgervertretern ausgetauscht und sich zur Aufkündigung des Abkommens entschlossen, sagte er am Dienstag. Israel werde sich weiter darum bemühen, die «Eindringlinge» aus dem Land zu bekommen.

Israel hatte am Montag eine Vereinbarung mit dem Uno-Flüchtlingshilfswerk zur Umsiedlung von 16'000 afrikanischen Flüchtlingen in westliche Länder nach wenigen Stunden überraschend wieder auf Eis gelegt. Im Gegenzug hätten weitere 16'000 Afrikaner zumindest vorerst im Land bleiben dürfen und einen «offiziellen Status» erhalten sollen.

Was mit Tausenden weiteren afrikanischen Migranten hätte passieren sollen, war zunächst unklar. Israel hatte Ende 2017 angekündigt, bis zu 40'000 afrikanische Flüchtlinge in Drittländer abzuschieben.

Die Palästinenser-Proteste im Gaza-Streifen eskalieren weiter

epa06642557 A Palestinian protester throws stones during clashes with Israeli troops along the border between Israel and Gaza Strip, in the eastern Gaza Strip, 02 April 2018 (issued 03 April 2018). Twelve Palestinians were injured during the clashes along the border with Israel, and a total of 18 people have been killed since the outbreak of clashes. Protesters plan to call for the right of Palestinian refugees across the Middle East to return to homes they fled in the war surrounding the 1948 creation of Israel.  EPA/MOHAMMED SABER

Bild: EPA/EPA

Nach dem schlimmsten Gewaltausbruch im Gazastreifen seit 2014 ist die Zahl der getöteten Palästinenser auf mindestens 18 gestiegen. Sie wurden von israelischen Soldaten erschossen. Zuletzt erlag ein 29-Jähriger seinen Verletzungen, wie das Gesundheitsministerium in Gaza am Montag mitteilte.

Nahost-Experten befürchten eine Eskalation der Gewalt. 2014 hatte der Krieg zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas 50 Tage gedauert.

Am Sonntag kam es erneut zu Ausschreitungen an der Grenze, wie eine israelische Armeesprecherin mitteilte. Nach Medienberichten wurde dabei mindestens ein Palästinenser durch Schüsse der Armee lebensgefährlich verletzt. Die Proteste im Gazastreifen sollen bis zum 15. Mai dauern. Anlass sind die Feiern zum 70. Jahrestag der Gründung Israels. (mbi/mlu/sda/dpa)

Wie entstand der Konflikt im Nahen Osten?

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Video: www.explain-it.ch

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    Alle Leser-Kommentare
  • Tan Long 03.04.2018 12:32
    Highlight Highlight Salman, wenn du das auch meinst, ist das etwas vom wichtigsten was in den letzten Jahren Globalpolitisch gedacht und gesagt wurde.
    • pedrinho 03.04.2018 16:19
      Highlight Highlight .....oder, der feind meines feindes ist mein freund
  • SocialCapitalist 03.04.2018 10:20
    Highlight Highlight Ich hoffe die Hamas bewegt sich auf eine Friedliche Lösung hin
    Wenn selbst die Taliban dafür offen ist
    Sollze es die Liberale Hamas auch können
    • AdiB 03.04.2018 12:08
      Highlight Highlight die taliban? die taliban sind in afgahnistan aktiv, hier im ganzen artikel werden weder taliban noch afghanistan erwähnt.
    • SocialCapitalist 03.04.2018 13:38
      Highlight Highlight Ich weiss
      Aber ich machte nur ein passenden Vergleich von 2 Idiologisch ähnlichen Gruppierungen

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