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Kronprinz, Asylabkommen, Proteste: 3 Entwicklungen in Israel, die du kennen solltest

03.04.18, 07:33 03.04.18, 12:38

Während die innenpolitische Situation in der Schweiz über Ostern hinweg weitgehend ruhig geblieben ist, hat sich im Nahen Osten einiges bewegt. Gleich drei wichtige Entwicklungen davon betreffen Israel. Diese Punkte solltet ihr jetzt wissen, um den Überblick zu behalten.

Saudi-Arabiens Kronprinz spricht Israelis Recht auf eigenes Land zu

Saudi Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman. Bild: AP/FR170079 AP

Bis heute unterhalten das ultrakonservative sunnitische Königreich Saudi-Arabien und Israel keine formellen diplomatischen Beziehungen. Hinter den Kulissen hat sich das Verhältnis zwischen den beiden Ländern in den vergangenen Jahren jedoch allmählich gebessert. Beide sehen den schiitischen Iran als eine Bedrohung an.

Nun hat der saudiarabische Kronzprinz den Israelis das Recht auf ihr Land zugesprochen. Er sei überzeugt, dass «Palästinenser und Israelis das Recht auf ihr eigenes Land haben», sagte Kronprinz Mohammed bin Salman dem US-Magazin «The Atlantic». Bin Salman betonte in dem Interview, er habe keine «religiösen Vorbehalte» dagegen, dass Israelis und Palästinenser Seite an Seite lebten, solange die wichtigste muslimische Stätte in Jerusalem – die Al-Aksa-Moschee – geschützt werde. 

«Wir haben religiöse Sorgen um die heilige Moschee in Jerusalem und um die Rechte des palästinensischen Volkes. Aber wir haben nichts gegen irgendein anderes Volk.»

Mohammed bin Salman

Doch noch nie zuvor hatte ein derart hoher Vertreter Saudi-Arabiens Israel das Recht auf einen eigenen Staat zugesprochen.

Israels Premier setzt überraschend Umsiedlungs-Deal aus

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu Bild: EPA/EPA

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Umsiedlungsplan für Tausende afrikanische Migranten mit dem Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR endgültig gekündigt.

Er habe sich in den vergangenen 24 Stunden intensiv mit seinem Innenminister und mit Bürgervertretern ausgetauscht und sich zur Aufkündigung des Abkommens entschlossen, sagte er am Dienstag. Israel werde sich weiter darum bemühen, die «Eindringlinge» aus dem Land zu bekommen.

Israel hatte am Montag eine Vereinbarung mit dem Uno-Flüchtlingshilfswerk zur Umsiedlung von 16'000 afrikanischen Flüchtlingen in westliche Länder nach wenigen Stunden überraschend wieder auf Eis gelegt. Im Gegenzug hätten weitere 16'000 Afrikaner zumindest vorerst im Land bleiben dürfen und einen «offiziellen Status» erhalten sollen.

Was mit Tausenden weiteren afrikanischen Migranten hätte passieren sollen, war zunächst unklar. Israel hatte Ende 2017 angekündigt, bis zu 40'000 afrikanische Flüchtlinge in Drittländer abzuschieben.

Die Palästinenser-Proteste im Gaza-Streifen eskalieren weiter

Bild: EPA/EPA

Nach dem schlimmsten Gewaltausbruch im Gazastreifen seit 2014 ist die Zahl der getöteten Palästinenser auf mindestens 18 gestiegen. Sie wurden von israelischen Soldaten erschossen. Zuletzt erlag ein 29-Jähriger seinen Verletzungen, wie das Gesundheitsministerium in Gaza am Montag mitteilte.

Nahost-Experten befürchten eine Eskalation der Gewalt. 2014 hatte der Krieg zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas 50 Tage gedauert.

Am Sonntag kam es erneut zu Ausschreitungen an der Grenze, wie eine israelische Armeesprecherin mitteilte. Nach Medienberichten wurde dabei mindestens ein Palästinenser durch Schüsse der Armee lebensgefährlich verletzt. Die Proteste im Gazastreifen sollen bis zum 15. Mai dauern. Anlass sind die Feiern zum 70. Jahrestag der Gründung Israels. (mbi/mlu/sda/dpa)

Wie entstand der Konflikt im Nahen Osten?

Video: www.explain-it.ch

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bombenjunge 03.04.2018 14:56
    Highlight Zu Punkt 2: "Eindringlinge" Das sagt schon alles. Überall sonst würde man die Regierung als rassistisch bezeichnen bei solchem Verhalten. Hier gilt wie immer die Doppelmoral und ewige Opferrolle.
    23 13 Melden
    • FensterAuf 04.04.2018 00:37
      Highlight "Kein Mensch ist illegal" ist auch hier bloss die Meinung einer Minderheit. Und wenn man Rechtspolitikern von Trump bis zu unserer eigenen SVP zuhört, scheint Netanjahu eine Menge Geistesverwandte zu haben...
      3 0 Melden
  • dondor 03.04.2018 12:32
    Highlight Salman, wenn du das auch meinst, ist das etwas vom wichtigsten was in den letzten Jahren Globalpolitisch gedacht und gesagt wurde.
    21 2 Melden
    • pedrinho 03.04.2018 16:19
      Highlight .....oder, der feind meines feindes ist mein freund
      6 0 Melden
  • FuckCommunism_zensiert 03.04.2018 10:20
    Highlight Ich hoffe die Hamas bewegt sich auf eine Friedliche Lösung hin
    Wenn selbst die Taliban dafür offen ist
    Sollze es die Liberale Hamas auch können
    5 20 Melden
    • AdiB 03.04.2018 12:08
      Highlight die taliban? die taliban sind in afgahnistan aktiv, hier im ganzen artikel werden weder taliban noch afghanistan erwähnt.
      25 3 Melden
    • FuckCommunism_zensiert 03.04.2018 13:38
      Highlight Ich weiss
      Aber ich machte nur ein passenden Vergleich von 2 Idiologisch ähnlichen Gruppierungen
      7 15 Melden

Blutiger «Marsch der Rückkehr»: Tote und 1400 Verletzte in Gaza

In Gaza kommt es zu den massivsten Protesten seit der US-Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt. Die Palästinenser fordern die Rückkehr in die alte Heimat. Israels Armee schiesst scharf. Mindestens 15 Palästinenser werden getötet.

Blutige Bilanz beim «Marsch der Rückkehr» im Gazastreifen: Bei Zusammenstössen mit der israelischen Armee sind am Freitag mindestens 15 Palästinenser getötet worden, einer von ihnen schon vor Beginn der Proteste am frühen Morgen. Rund 1400 Demonstranten wurden an der Grenze zu Israel verletzt, wie das Gesundheitsministerium in Gaza mitteilte.

Dem Palästinensischen Roten Halbmond zufolge erlitten über 200 Palästinenser Schussverletzungen. Die meisten wurden durch Tränengas verletzt.

Nach Aussage …

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