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Türkei schmeisst israelischen Botschafter aus dem Land



epaselect epa06737559 Palestinian protesters take part during clashes after protests near the border with Israel in the east of Gaza Strip, 14 May 2018 (issued 15 May 2018). More protests are expected in the Palestinian territories on 15 May. At least 58 Palestinian protesters were killed and more than 2,000 others were injured at the Gaza-Israeli border during clashes against the US embassy move to Jerusalem as well as marking the Nakba Day. Palestinians are marking the Nakba Day, or the day of the disaster, when more than 700 thousand Palestinians were forcefully expelled from their villages during the war that led to the creation of the state of Israel on 15 May 1948. Protesters call for the right of Palestinians to return to their homeland.  EPA/MOHAMMED SABER

Heftige Proteste und viele Tote an der israelischen Grenze zu Gaza. Bild: EPA/EPA

Nach dem harten Vorgehen Israels im Gazastreifen hat die türkische Regierung den israelischen Botschafter zur Ausreise aufgefordert. Das Aussenministerium habe Botschafter Eitan Naeh übermittelt, dass es «angemessen ist, wenn er für einige Zeit in sein Land zurückkehrt».

Proteste nach US-Botschafts-Eröffnung in Jerusalem

Dies meldeten die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu und weitere Medien am Dienstag. Damit scheint es sich nicht um eine förmliche Ausweisung zu handeln.

Der Botschafter war wegen der Zusammenstösse im Gazastreifen vom Montag mit Dutzenden getöteten Palästinensern ins Aussenministerium in Ankara einbestellt worden. Aus Protest zog die Türkei ihre Botschafter aus Washington und Tel Aviv ab und ordnete drei Tage Trauer für die getöteten Palästinenser an.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte das Vorgehen Israels im Gazastreifen als «Genozid» bezeichnet. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nannte Erdogan daraufhin «einen der grössten Unterstützer der Hamas, daher gibt es keinen Zweifel, dass er sich gut auskennt mit Terror und Massakern». (sda/dpa)

Die Eröffnung der US-Botschaft spaltet die Gemüter

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Repplyfire 15.05.2018 21:10
    Highlight Highlight Sagt der eine Esel zum anderen Langohr....
  • alessandro 15.05.2018 19:11
    Highlight Highlight Die Ringparabel wird wohl noch länger nicht aufgelöst werden...
  • manhunt 15.05.2018 19:06
    Highlight Highlight solange erdi gegen kurden hetzt, die vertreibung und ermordung der armenier im zweiten weltkrieg leugnet und in syrien einen angriffskrieg gegen ihm unliebsame kräfte führt, sollte er den ausdruck genozid tunlichst vermeiden. ich bin entschieden gegen die israelische politik im gazastreifen und den siedlungsgebieten. aber wer selbst blut an den händen hat, soll nicht mit seinem schmutzigen finger auf andere zeigen.
    • dcfk51 16.05.2018 01:14
      Highlight Highlight Tja Erdi hetzt gegen Kurden? Erdi war es nicht, der Özalan in den Knast geführt hat. Die Türkischen Kurdis sind ebenfalls nicht "ohne"... Jede Regierung hat mit Separatisten zu tun: Schottland, Korsika, Katalunya usw... wollen sich vom "Mutterland" trennen. Sei mit Gewalt oder anderswie. In der Türkei wie in Syrien, Irak und Iran ist das Problem der kurdische Swparationen schon sehr alt. Erdogan ist nur einer der Staatsoberhäupter die doe nationale Integralität wahren müssen oder wollen.
    • manhunt 16.05.2018 09:23
      Highlight Highlight die unabhängigkeitsansprüche einger von dir genannten regionensind durchaus legitim, wurden sie doch erst durch gewalt, unterdrückung und terror dem mutterlande einverleibt. da im nahen osten sämtliche grenzverläufe nach dem 1. wk von den siegermächten, meist ohne dabei lokale begebenheiten zu achten, gezogen wurden, ist der anspruch der kurden auf ein eigenes staatsgebiet mehr als gerechtfertigt. und ja, erdi hetzt gegen die kurden, auch wenn er bloss weiterführt, was viele schon vor ihm taten. oder wer sonst hält gewählte (kurdische) politiker erfolgreich vor der ausübung ihrer mandate ab?
  • zialo 15.05.2018 19:01
    Highlight Highlight Das massenhafte Erschiessen von unbewaffneten Demonstranten auf der anderen Seite einer 'Staatsgrenze' sollte man nicht als 'hart' bezeichnen.
  • Pius C. Bünzli 15.05.2018 18:59
    Highlight Highlight Beide Seiten haben viel Blut an den Händen. Dies rechtzufertigen indem man mit dem Finger auf andere zeigt à la "Die sind schlimmer als mir" ist einfach nur kindisch.

  • ujay 15.05.2018 18:53
    Highlight Highlight Verstehe ich jetzt nicht...Erdogan und Netanjahu sollten doch eigentlich beste Freunde sein. Beide nehmen es mit den Menschenrechten/ der Würde des Menschen nicht so genau.
  • Majoras Maske 15.05.2018 17:54
    Highlight Highlight Ich denke an Erdogans Händen klebt bereits mehr Blut als gestern vergossen wurde.
    • Fabio74 15.05.2018 18:47
      Highlight Highlight An Netanjahu klebt wesentlich mehr als gestern vergossen wurde
  • Therealmonti 15.05.2018 17:30
    Highlight Highlight Weiss echt nicht, wer mir unsympathischer ist: Erdogan oder Netanjahu. Beide folgen diesbezüglich unmittelbar auf Trump.
    • äti 15.05.2018 21:49
      Highlight Highlight .. gleiche Höhe mit Trump, würde ich sagen, sonst gibts noch Streit.
  • Kubod 15.05.2018 17:28
    Highlight Highlight Erdogan und seine islamische AKP unterstützen die Hamas schon lange.
    Aus Gründen offener, als es ihr beim islamiachen IS möglich war.
    Immerhin hat der grösste Kalif aller osmanischen Reiche seine Maske fallen lassen.
    Er weiss ja, dass er sich alles erlauben kann. Die Nato braucht die Stützpunkte in der Türkei und die EU die Flüchtlingslager.
    Da kann man schon mal den islamischen Wunsch nach Rückeroberung ehemals osmanischer Gebiete ausleben.
    • Fabio74 15.05.2018 18:49
      Highlight Highlight ihr vergesst immer die 2 grössten Terrorfinanzierer Saudi-Arabien und Katar.
      Gut die sind bessere Kunden in unseren Waffenfabriken und investieren in Malls und Hotels, da hinterfragt man dann solche Details wie Terror nicht
  • Thurgauo 15.05.2018 17:09
    Highlight Highlight Ausnahmsweise bin ich mal ein Fan von einer Aktion Erdogans.
  • Petrum 15.05.2018 17:09
    Highlight Highlight Ach, dass ist dann wieder ein Genozid.
    • Pius C. Bünzli 15.05.2018 19:06
      Highlight Highlight Es ist/war beides Genozid. Mit dem Finger auf den anderen zu zeigen, löst das Problem nicht.
    • Pius C. Bünzli 17.05.2018 16:34
      Highlight Highlight Wenn man eine Volksgruppe unter den minimalen Lebensbedingungen hält und Importe wie Hilfsgüter und andere Waren blockiert, erinnert dies schon an ziemlich negative Geschichten aus der Vergangenheit. nicht?
  • Fox1Charlie 15.05.2018 16:52
    Highlight Highlight Die Türken wissen ja bescheid über genozid... sie sind ja auch sehr gut darin...
  • Moudi 15.05.2018 16:48
    Highlight Highlight Für einmal ein Bravo an Erdi!

Hören wir auf, dem Westen die Schuld an allen Problemen in Nahost zu geben

Zahlreiche Beobachter aber auch Orientalisten stellen sich auf den Standpunkt, dass die Würzel allen Übels im Nahen Osten in den Interventionen des Westens seit dem Ersten Weltkrieg liegen und sich letztlich immer alles ums Erdöl dreht. Das ist historisch falsch und für die aktuellen Probleme wenig zielführend.

Für den Flüchtlingsstrom aus Syrien und dem Irak gibt es laut dem deutschen Orientalisten Michael Lüders eine Erklärung: Der Westen ist selbst schuld. Indem er sich seit Jahrzehnten immer wieder politisch und militärisch einmischt, hat er die Region nachhaltig zerrüttet. Früher die europäischen Kolonialmächte, heute vor allem die USA. Stellvertretend für diese Haltung der Kommentar eines watson-Users:

Dazu sieben gängige Thesen, entsprechend sieben Gegenthesen und eine deprimierende Konklusion:

Mal …

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