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epa06630874 Members of London's Jewish community protest outside The British Houses of Parliament in London, Britain, 26 March 2018. The Jewish community have  called on Labour leader Jeremy Corbyn to stamp out anti-semitism in the Labour Party.  EPA/ANDY RAIN

Juden demonstrieren in Grossbritannien gegen Antisemitismus. Bild: EPA/EPA

«We Muslims have one word for Jews»: Britische Muslime solidarisieren sich mit Juden



Der Islam hat ein Antisemitismus-Problem, sagen viele. Nun wollen Muslime in Grossbritannien dieses Problem angehen. Mehrere muslimische Persönlichkeiten haben zu diesem Anlass eine ganzseitige Anzeige im «Telegraph» geschalten: «We Muslims have one word for you Jews. Shalom.»

Im Text unter dem Titel der Anzeige schreiben die Urheber der Anzeige, dass das Problem des Antisemitismus zu lange ignoriert wurde: «Leider gibt es ihn in der ganzen Gesellschaft. Sein Gift kann in allen politischen Parteien und unter allen Glaubensgemeinschaften gefunden werden, auch im Islam.»

Zwar verstehe man, dass viele Glaubensbrüder und -schwestern mit den Palästinensern sympathisierten. Man müsse aber dafür sorgen, dass diese Sympathie nicht dafür verwendet werde, die Gemeinschaft der Juden schlecht zu machen.

«Als Muslime glauben wir, dass unser zukünftige Frieden, unsere Sicherheit und unser Wohlstand nicht sicher ist, solange sich jüdische Gemeinschaften in diesem Land bedroht fühlen», so die Urheber in der Anzeige.

Die Anzeige stammt von der neu gegründeten Gruppe Muslims Against Anti-Semitism (ma-as). Mitglieder sind unter anderem die politische Kommentatorin und Beraterin Ayesha Hazarika und Chef der britischen Muslimgemeinschaft, Paul Salahuddin Armstrong. Unter den Mitgliedern finden sich noch viele weitere bekannte britische Persönlichkeiten, auch einige Imame.

Die Aktion stiess auf viel Sympathie. «Unglaubliche Solidarität», schreibt das Board of Deputies of British Jews, der jüdische Zentralrat Grossbritanniens, auf Twitter. «Gemeinsam werden wir die bösen Zwillinge Antisemitismus und den Muslimhass besiegen.» (leo)

Trump verbreitet üble Hass-Videos von rechtsextremer Britin

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    Alle Leser-Kommentare
  • praxis 23.05.2018 18:12
    Highlight Highlight Aber das sind doch mal ganz neue Töne. Freut mich!
    • Rabbi Jussuf 24.05.2018 09:17
      Highlight Highlight Neu sind die Töne nicht. Das konnte man schon vor Jahren bereits von den deutschen Muslimen (Mazyek, Zentralrat) hören und sehen.
      Hoffen wir nur, dass es sich bei der neuen Verlautbarung nicht wieder um Verschleierungstaktik handelt, nur um die Nähe zum erzkonservativen Islam zu kaschieren.
  • Negan 23.05.2018 13:15
    Highlight Highlight ....man sollte alle diese Hokuspokus Religionen verbieten. Erst dann wird mal etwas wie Frieden auf der Welt einkehren. Wie kann man heutzutage noch an solchen Schwachsinn glauben? Und warum geben wir diesen Märchen soviel Platz in unserer Gesellschaft? Jeder kann ja in seiner Stube glauben was er will, aber aus dem öffentlichen Raum sollte dies alles einfach verbannt werden...
    • rodolofo 23.05.2018 23:25
      Highlight Highlight Willst Du damit sagen, dass Religionen kriminell seien, also sündig?
      Ich glaube vielmehr, dass Religionen geschickte Tarnungen waren. Heute tarnen sie die kriminellen Sünder weniger geschickt...
    • Negan 24.05.2018 09:20
      Highlight Highlight ...ja, rudimentär ausgedrückt, ja. Ja, da gebe ich Dir Recht. Religionen waren schon immer Tarnungen und Vorwände. Je gläubiger um so schlimmer dann hinter geschlossenen Türen. Was da alles an Schindluder getrieben wurde und wird im Namen "Gottes" oder "Allah" etc., ist einfach übel. Sei es in der Erziehung von Kindern, gesellschaftlich oder politisch... es wird der Vorwand vorgeschoben Menschen bräuchten Märchen um sich im Zaum zu halten. Dabei ist es m.M.n. nur eine Möglichkeit all das Leid das man anderen zufügt zu legitimieren und das Volk wie Schäfchen um sich zu scharen.
    • Burdleferin 24.05.2018 11:31
      Highlight Highlight Du verwechselst den Gott, an den viele Menschen glauben, mit Gott, der für Kriege und Leid missbraucht wurde. Der eine Gott ist Gott, der andere existiert nicht.
  • dorfne 23.05.2018 10:57
    Highlight Highlight Zwei Schritte vor, zwei halbe zurück. Der erste Schritt geht Richtung Solidarität. Doch dann wird der Judenhass unter Muslimen gleich verharmlost und Alles noch in den Zusammenhang mit der sog. Islamophobie gebracht. Werfen die Muslimae uns da eine Beruhigungspille vor die Füsse, nachdem ein junger Syrer einen Mann mit Kippa mit dem Gürtel ausgepeitscht hat? Tun und sagen die einfach das, wovon sie glauben, dass wir es von ihnen erwarten? Misstrauen ist angebracht.
    • Mutzli 23.05.2018 17:22
      Highlight Highlight Wie wird Antisemitismus denn bitte verharmlost? Es heisst ja explizit: "There is no cause that can justify the promotion of hate" und "It is our duty to speak out against all forms of hatred and bigotry -against anti-Semitism no less than anti-Muslim hatred" was ja auch die Erwähnung der Islamophobie erklärt, sie wird als verbindendes Element benutzt um anderen Muslimen bestimmt zu sagen, dass und wieso Antisemismus nie okay sein kann. So à la "Was du nicht willst was dir man tu.." Die Palästinafrage z.B. wird ja eben auch benutzt um zu zeigen das sie kein Deckmantel sein darf.
    • Rabbi Jussuf 24.05.2018 09:10
      Highlight Highlight Mutzli
      Deine Sicht ist eben etwas einseitig.
      Sehr viel deutlicher bringen es die Initianten selber zur Sprache:
      "If you believe that co-existence is possible between Muslims and Jews both in the UK and externally and that Anti-Semitism needs to be tackled, then we would like to hear from you. Only by understanding one another and developing an empathy, can we expect others to defend us against the scourge of Islamophobia."

      Der Kampf gegen Antisemitismus ist also nur das Werkzeug um gegen "Islamophobie" anzugehen.

      Es zeigt in einer unverblümten Naivität das, was ich schon befürchtet hatte.
    • dorfne 24.05.2018 10:38
      Highlight Highlight @Mutzli. Danke für den klugen Kommentar. Doch mein Misstrauen bleibt. Das "verbindende Element" sehe ich nicht, denn es geht nicht um die Moslems als Angehörige einer Weltreligion, sondern um den radikalen Scharia-Islamismus. Und da seh ich keine Verbindung zum Judentum. Obwohl ich die israelische Politik gegenüber den Palästinensern sehr kritisiere!
  • René Obi 23.05.2018 09:58
    Highlight Highlight Vor längerer Zeit hatte ich einen Israelischen Freund. Er sagte mir, dass sie sich untereinander mit Shalomshalamaleikum begrüssten. Es gibt auch in Israel sehr vernünftige Menschen. Leider hört und liest man von ihnen etwas gar wenig hier. Leider sind sie auch politisch in der Minderheit.
    • Royeti 23.05.2018 21:40
      Highlight Highlight Du René, immerhin hört man diese Israelischen Stimmen aus Israel. Wäre fantastisch, wenn solche Stimmen auch Gaza gehört werden könnten. Gruess
    • Rabbi Jussuf 24.05.2018 09:03
      Highlight Highlight Die Stimmen hört man sehr wohl auch aus Gaza - man muss aber schon sehr genau hinhören.
  • rodolofo 23.05.2018 08:10
    Highlight Highlight Die ehemals einflussreichen und mächtigen Welt-Religionen werden mit der Zeit fusionieren MÜSSEN, in einer Art "Pro Spezie Rara-Club" zu Schutze von vom Aussterben bedrohten Arten von überlieferten Traditionen...
    So ändert sich halt Alles:
    Die Orthodoxen Juden tragen Hüte, oder Kippas, der Katholische Papst trägt einen Samichlaus-Hut, der Schiit, oder der Hindu einen Turban, der Eidgenosse ein Sennen-Käppi.
    Das Motiv für solche unterschiedliche Kopfbedeckungen ist aber bei allen Patriarchen das Selbe:
    Sie verdecken die Glatze darunter... ;)
    • Sharkdiver 23.05.2018 20:00
      Highlight Highlight 😂 mun eigentlich trägt der Stantiklaus eine Bischofsmütze und der Papst eine Pileolus die der Kipa gleicht
  • Domino 23.05.2018 07:04
    Highlight Highlight Dann müsste man beim Koran anfangen, denn da stehen nicht so schöne Sachen über Juden drin...
    • Mutzli 23.05.2018 17:38
      Highlight Highlight "For you suffered the same things from your own countrymen as they did from the Jews, 15 who killed both the Lord Jesus and the prophets, and drove us out, and displease God and oppose all mankind 16 by hindering us from speaking to the Gentiles that they might be saved—so as always to fill up the measure of their sins. But wrath has come upon them at last!"
      1. Brief von Paulus an die Thessalonicher.

      Ist also nicht so, als ob nur der Koran müsste ausgemistet werden...
    • ubu 23.05.2018 22:47
      Highlight Highlight Naja, es geht bei Büchern selten drum, was drinsteht, sondern mehr darum, wie man mit dem was drinsteht, umgeht.
  • Rabbi Jussuf 23.05.2018 00:17
    Highlight Highlight Da ist man voller Hoffnung und dann kommt dieser Satz:
    «Leider gibt es ihn in der ganzen Gesellschaft. Sein Gift kann in allen politischen Parteien und unter allen Glaubensgemeinschaften gefunden werden, auch im Islam.»
    Das vermittelt den Eindruck, dass es "im Islam" auch ein paar wenige Antisemiten gäbe...
    Damit wird nur ein massives islamtypisches Problem kleingeredet
    Schade.

    Ah, ja, und dann noch mit "Muslimhass" verbunden.
    Das ist doch die alte Masche von Mazyek und Genossen...

    War wohl nichts mit der Solidarisierung.
    • Maracuja 23.05.2018 06:34
      Highlight Highlight Muslime können machen, was sie wollen, du findest immer das sprichwörtliche Haar in der Suppe. Antisemitismus zum islamtypischen Problem zu erklären - als Europäer solltest du vielleicht mal die eigene Geschichte mit derjenigen muslimischer Länder vergleichen. Unbestritten gibt es aktuell ein massives Problem mit Antijudaismus unter Muslimen (sonst wäre ja diese Anzeige nicht entstanden). Aber während vielen Perioden hindurch lebten Juden im islamischen Raum unbehelligter als in Europa (die grössten Verbrechen an Juden in Europa geschahen sogar nach der Aufklärung!).
    • Rabbi Jussuf 23.05.2018 09:41
      Highlight Highlight Maracuja
      Was die Europäer gemacht haben, ändert nichts daran, dass Antisemitismus ein islamtypisches Problem ist und schon immer war.
      Ich hätte gedacht, dass geade du nicht auf die schönfärberische Geschichtsschreibung hereinfällst, von wegen Juden hätten während vieler Perioden unbehelligter im islamischen Raum...
      Diese Perioden gab es durchaus auch in Europa.

      Aber wir leben jetzt und es ist offensichtlich, dass mit dem Aufkommen des Islam in Europa auch der Antisemitismus extrem stark zunimmt, sodass es eine regelrechte jüdische Fluchtbewegung weg aus Europa gibt.
    • Rabbi Jussuf 23.05.2018 09:44
      Highlight Highlight Clife
      Es geht hier nicht um irgend einen kleinen Satz, sondern um ein Statement. Das verdient es schon, dass man es genauer unter die Lupe nimmt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sslider 22.05.2018 23:35
    Highlight Highlight Ein erster Schritt,hoffentlich gibt es schnell weitere.
    Shalom,auch in meinem Namen
  • Hugo Wottaupott 22.05.2018 23:27
    Highlight Highlight Ich denke wir sollten uns auch mit den Muslimen und Juden versöhnen hier werden wir schliesslich auch unterdrückt und kastriert und zum absitzen beim pissen gezwungen. Sie habens auch nicht leicht und ihre Orze wird abgeknorzt.
    • Anam.Cara 23.05.2018 07:31
      Highlight Highlight Ich weiss nicht genau was du rauchst (Wott au Pott) aber vielleicht wäre es besser, du nimmst weniger davon...
      Wo und wie werden wir genau unterdrückt und kastriert? Findest du, dass Sitzpinkeln vergleichbar ist mit Bomben und Vergeltungsraketen, die unzählige Menschen zerfetzen? Das passiert zwar nicht in England, aber es belastet den Dialog zwischen Juden und Moslems auf der ganzen Welt.

      Ja, wir sollten uns solidarisieren mit einer Gruppe, die "Shalom" in die Zeitung drucken lässt. Denn "Frieden" ist ein sehr mächtiges Wort.
    • Fly Baby 23.05.2018 10:08
      Highlight Highlight Wenn du immer deine Urinspritzer sauber machst darfst du seelenruhig im Stehen pissen.
    • Hugo Wottaupott 23.05.2018 11:25
      Highlight Highlight Ich bin emeritierte Professor für Sitzpinkeln. Das Zeug spritzt hoch wenn du die Spülung betätigst und nicht wenn du erwachsen bist und Zielen kannst.
  • Royeti 22.05.2018 21:57
    Highlight Highlight Bravo..!

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