International

Mafiaboss steckt hinterm Schrank ... ah, da bist du ja!

06.10.16, 02:59 06.10.16, 06:04

Die italienische Polizei hat einen seit fünf Jahren flüchtigen Mafiaboss gefasst. Antonio Pelle, alias «Mamma», wurde in einem Bunker unter seinem Haus in der Kleinstadt Bovalino aufgespürt, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch berichtete.

Der 54-Jährige galt als der Boss der 'Ndrangheta in der nahe der Fussspitze des italienischen Stiefels gelegenen Stadt San Luca. Er war 2011 aus dem Spital von Locri getürmt und muss noch eine 20-jährige Haftstrafe absitzen.

Sein Name stand auf der Liste der 100 meistgesuchten Kriminellen Italiens, sollte aber in die Top Ten aufrücken. Die Mafiajäger aus Reggio Calabria hätten mehrere Stunden gebraucht, um Pelles Versteck zu finden, meldete Ansa.

Der Zugang zu dem Bunker war von einem Kleiderschrank verdeckt. Hinter diesem Schrank holten die Ermittler Pelle alias «Mamma» hervor. Fotos der Polizei zeigen den Mafia-Boss beim Herausklettern aus seinem Versteck.

Die in der Region Kalabrien beheimatete 'Ndrangheta gilt als die mächtigste der italienischen Mafiaorganisationen. Während der Staat nach den spektakulären Attentaten auf die Untersuchungsrichter Giovanni Falcone und Paolo Borsellino 1992 vor allem die Cosa Nostra auf Sizilien bekämpfte, konnte die 'Ndrangheta im Verborgenen weiterwachsen. (cma/sda/dpa)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fumo 06.10.2016 12:39
    Highlight Frage mich immer wieder warum sich solch Menschen nicht ins Ausland absetzen. Ich würde mich lieber auf einer Insel am Strand beim Sonnen verhaften lassen als mich wie ein Tier Zuhause zu verstecken. Erwischt oder sterben wird man früher oder später sowieso.
    1 2 Melden
  • Karl Müller 06.10.2016 09:40
    Highlight Der Polizeisprecher gab dazu bekannt: "Auch wenn wir ihn mehrere Stunden suchen mussten, ist Signor Pelle doch nicht so gut beim Verstecken, wie es den Anschein macht. Denn danach war er dran mit Suchen - und er hat niemanden von uns gefunden! Wir wissen nicht mal, wo er überhaupt sucht ..."
    10 0 Melden

Niemand fährt Ski

Wo die Schweizer zu Ostern hinreisen

Wo verbringt die Schweizer Wohnbevölkerung ihre Osterferien? Auf diese Frage bekamen wir zahlreiche Antworten – doch einige Destinationen sind ganz besonders beliebt.

Normalerweise bieten sich die Osterferien an, um die Skisaison ausklingen zu lassen und noch einmal ein paar Tage auf der Piste zu verbringen. Doch in diesem Jahr ist das anders. Roland Schmid, Pressesprecher von TUI Schweiz, weiss, dass dieses Jahr zu Ostern andere Reisearten höher im Kurs stehen.

«Dieses Jahr ist ein Frühbucherjahr, was die Ostertage betrifft. Das liegt daran, dass diese Feiertage auf einen späteren Zeitpunkt fallen als sonst. Das gute Wetter in der Schweiz hat die …

Artikel lesen