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«Costa Concordia»-Tragödie: Bleibt Ex-Kapitän ein freier Mann?

10.05.17, 10:03 10.05.17, 17:09


epa04102495 The captain of the 'Costa Concordia', Francesco Schettino (R) is seen in Giglio harbor after returning from the shipwrecked cruise liner of the Costa Criciere Lines at Giglio Island, Italy, 27 February 2014. Schettino returned to the site of the shipwreck for the first time since the disaster after the judge handling his manslaughter trial permitted him to board the vessel for legal inspection. chettino was at the helm of the cruiser when it crashed into rocks in January 2012 and capsized off the island of Giglio in a disaster in which 32 people died.  EPA/MAURIZIO DEGL'INNOCENTI

Wie weiter mit Capitano Schettino?  Bild: EPA

Kommt der Ex-Kapitän der havarierten «Costa Concordia» fünf Jahre nach dem Unglück nun ins Gefängnis oder nicht? In Rom könnte dazu am Freitag der entscheidende Richterspruch fallen.

Mehr als fünf Jahre ist es her, dass der Luxusliner «Costa Concordia» vor der toskanischen Küste kenterte. Und noch immer ist der Ex-Kapitän Francesco Schettino auf freiem Fuss.

Costa Concordia: die besten Zitate von und über Capitano Schettino

Richter am höchsten Gericht Italiens könnten am Freitag im Berufungsprozess gegen Schettino ihr Urteil fällen – und damit auch entscheiden, ob der als «Kapitän Feigling» verspottete Schettino mehr als 16 Jahre hinter Gitter muss.

Berufung eingelegt gegen Urteil

Im Februar 2015 war Schettino wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Er hatte das Schiff mit mehr als 4000 Passagieren im Januar 2012 zu nah an eine Insel gesteuert, 32 Menschen starben.

Die Staatsanwaltschaft hatte mit einem Plädoyer für 26 Jahre Haft eine deutlich höhere Strafe für Schettino gefordert, der nach dem Unglück in einem Rettungsboot die «Costa Concordia» verlassen hatte, obwohl noch Menschen an Bord waren.

Nachdem Staatsanwaltschaft und Verteidigung Berufung eingelegt hatten, kam der Fall im Mai 2016 vor das Berufungsgericht in Florenz. Die Richter bestätigten das Urteil. Doch Schettino zog in eine weitere Instanz – und auch die Staatsanwaltschaft legte erneut Berufung ein.

Neuverhandlung oder Gefängnis

Sollten die Richter des Obersten Kassationsgerichtshofs in Rom nun Rechtsfehler in dem Fall feststellen, könnte neu verhandelt werden. Oder aber sie bestätigen das Urteil, dann müsste Schettino ins Gefängnis.

Einer von Schettinos Anwälten hatte sich zum Auftakt des Berufungsprozesses am 20. April zuversichtlich gezeigt, dass der Prozess zugunsten Schettinos ausgehe – angesichts «zahlreicher Verstösse».

Ob Schettino bei der für Freitag erwarteten Verhandlung dabei sein wird, ist nicht bekannt. Das Kassationsgericht ist die letzte Instanz in dem Verfahren. (sda/dpa)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Zim 14.05.2017 13:19
    Highlight Es haben 3968 Menschen überlebt. Das darf nicht vergessen werden bei aller Kritik und Urteile. Es ist ungerecht einzelne Menschen zu verurteilen, selten trägt einer alleine die ganze Verantwortung. Wenn solche harte Urteile in unserer Gesellschaft gefällt werden, finden wir keine Piloten, Polizisten, Ärzte, Kapitäne, Handwerker, Manager etc. mehr.
    2 0 Melden
  • Gavi 10.05.2017 18:53
    Highlight Hätte er den Prozess in der Schweiz würde er freigesprochen werden. Die Schweizer Justiz spricht die meisten Kriminellen frei.
    0 6 Melden
  • Saraina 10.05.2017 17:59
    Highlight Schettino sollte sich bereit halten, er könnte nächstens zum Presidente Italiens gewählt werden. Er passt zum Typ Berlusconi und Trump, der ja heute für solche Ämter sehr en vogue ist, wie ein Ei zum andern.
    0 2 Melden

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