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Italien gelingt Schlag gegen Terroristen-Netzwerk: Die Al Kaida plante 2010 offenbar einen Anschlag auf den Vatikan

24.04.15, 13:21 24.04.15, 16:00


Bild: EPA/ITALIAN POLICE PRESS OFFICE

Die italienische Polizei hat 18 Anhänger des islamistischen Terrornetzwerks Al-Kaida aufgespürt. Die mutmasslichen Terroristen werden beschuldigt, sich an Anschlägen in Pakistan beteiligt zu haben. Ausserdem sollen sie 2010 ein Attentat auf den Vatikan geplant haben.

Diese Pläne seien aber nie ausgeführt worden, sagte Staatsanwalt Mauro Mura am Freitag in Cagliari. Ein Vertreter der an den Ermittlungen beteiligten Anti-Terror-Einheit Digos, Mario Carta, sagte, es gebe einen «starken Verdacht», jedoch keinen festen Beweis. Die Verdächtigen sprachen demnach in abgehörten Telefongesprächen «in ironischer Form über den Papst». 

Gegen insgesamt 18 Verdächtige erliessen die Ermittler Haftbefehle. Darunter seien auch zwei angebliche Bodyguards des vor vier Jahren getöteten Terrorchefs Osama bin Laden. Einige Mitglieder des Netzwerks sollen sich ausser Landes aufhalten. 

Szenen von der Verhaftung. video: youtube.com/News Flash

Anschlag in Peshawar mitgeplant

Den Al-Kaida-Anhängern wird unter anderem die Beteiligung an einem Anschlag auf einen Markt in Peshawar zur Last gelegt, bei dem im Oktober 2009 100 Personen starben. Laut Carta wurde der Anschlag womöglich vom sardinischen Olbia aus mitgeplant und finanziert.

Die Gruppe soll auch Menschenhandel betrieben haben. So soll sie Pakistaner und Afghanen mit Arbeits- oder Asylanträgen den Weg nach Italien geebnet haben. Einige der Personen seien später in nordeuropäische Städte geschickt worden.

Kopf der Gruppe sei ein muslimischer Geistlicher, der von Pakistanern und Afghanen in Italien Geld für angeblich religiöse Zwecke eingesammelt habe. Das Geld sei dann nach Pakistan geschmuggelt worden.

Italiens Innenminister Angelino Alfano sprach von einer «aussergewöhnlichen Operation». Die 2009 begonnenen Ermittlungen hätten nicht nur zur Zerschlagung eines Rings von Menschenschmugglern geführt, sondern auch zur Festnahme mehrerer Terrorverdächtiger. (sda/apa/dpa/reu/afp/cma/aeg/oku)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 28.04.2015 08:21
    Highlight Italien ist ein schönes, zivilisiertes, demokratisches Land. Es sollte nicht, wegen "religiös" motivierter irrer Geister ihr demokratisches Verständnis von gesellschaftlicher Ordnung ändern. Religiöse Störenfriede und Hetzer sind zu überwachen. Im Falle von kriminellen Handlungen verfolgen und einsperren und gegebenfalls hinauswerfen. Wehrlos ist man auch in Italien nicht gegenüber der Barbarei. Genug ist genug!
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  • Illuminati 24.04.2015 13:41
    Highlight Uiiii bin nächste Woche in Rom und werde auch den Petersplatz und den Petersdom besuchen. Da sieht man, dass es einen immer treffen könnte... Gerade bei so Touristenpunkte. :((
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    • gurix 24.04.2015 14:33
      Highlight War vor ein paar Wochen dort. Vatikanmuseum online bestellen sonst stehst du stundenlang an, und nicht auf diese "Skip-The-Line" Typen rein fallen. Früh aufstehen für den Petersdom, da muss man anstehen. Aber ja Gedanken hab ich mir damals auch gemacht, wäre natürlich prädesteniert für einen Anschlag.
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    • Hans Jürg 24.04.2015 15:44
      Highlight Und nicht vergessen: immer vorher rasieren nicht vergessen... <SNCR>
      6 4 Melden

«Verfassungswidrige Forderung»: In Italien werden keine Roma gezählt 

Italiens Regierungschef Giuseppe Conte hat der umstrittenen Forderung von Innenminister Matteo Salvini nach einer Zählung der Angehörigen der Roma-Minderheit eine Absage erteilt. «Niemand plant, eine Datei anzulegen oder einen Zensus auf Basis der ethnischen Zugehörigkeit durchzuführen», erklärte Conte am Dienstag.

Dies würde gegen die Verfassung verstossen, weil «es klar diskriminierend» wäre. Conte forderte zugleich ein Prüfung, ob Kinder von Roma-Familien Zugang zum Schulsystem haben.

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