International

Nackt-Restaurant in Tokio: Dicke müssen draussen bleiben

Erst Melbourne, dann London, nun Tokio: In Japans Hauptstadt gibt es bald ein Nackt-Restaurant. Dort müssen Gäste allerdings erst die Gewichtskontrolle überstehen.

10.06.16, 15:18 12.06.16, 17:33

Ein Artikel von

In Tokio soll im Juli das erste Nackt-Restaurant Japans eröffnen. Schon jetzt macht das Etablissement mit drakonischen Einlass-Regeln von sich reden.

«Wenn Sie mehr als 15 Kilogramm über dem Durchschnittsgewicht für Ihre Grösse liegen, bitten wir Sie, auf eine Reservierung zu verzichten», heisst es auf der Website des Restaurants «The Amrita». Zu pummelig erscheinende Gäste könnten vor dem Einlass gewogen werden.

Wer sich bei der Gewichtskontrolle als übergewichtig erweise, werde nicht eingelassen, heisst es weiter. Dabei werde der im Voraus zu entrichtende Eintrittspreis nicht zurückgezahlt. Eine Sprecherin des Restaurants wies den Vorwurf der Diskriminierung zurück.

In einem Londoner Nackt-Restaurant würden Dicke zugelassen – «und Gäste haben sich beschwert, dass sie einen schrecklichen Abend verbracht haben», sagte Miki Komatsu. «Wenn fette Leute eingelassen würden, wäre das mies für die anderen Gäste.»

Umfrage

Wie findest du diese Einlasspolitik?

  • Abstimmen

374 Votes zu: Wie findest du diese Einlasspolitik?

  • 10%Bitter!
  • 17%Geschmacklos!
  • 3%Unappetitlich!
  • 31%Das ist ja ein dicker Hund!
  • 13%Daran werde ich noch lange zu knabbern haben!
  • 25%Da bleibt mir eher das Essen im Halse stecken, als das mir das Wasser im Munde zusammenläuft!

Zutritt haben zudem nur Gäste zwischen 18 und 60 Jahren. Sie müssen ihre gesamte Kleidung ablegen und erhalten dann Einweg-Unterwäsche. Im Regelwerk des «Amrita» werden Gäste zudem dazu angehalten, andere Gäste nicht durch Berührungen oder Ansprechen zu belästigen. Tätowierte Menschen haben keinen Zutritt.

Eintrittskarten für das neuartige Etablissement kosten bis zu 80'000 Yen (600 Franken) – dafür werden die Speisenden von muskulösen Kellnern im Tanga bedient und bekommen eine Tanzshow mit männlichen Models geboten. Das Essen ist im Eintritt nicht inbegriffen, ein Menü kostet umgerechnet zwischen 120 und 240 Franken.

Bei der Geschichte muss man unweigerlich an Mr Creosote aus «The Meaning of Life» von Monty Python denken. YouTube/Monty Python

wit/AFP

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
6
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 10.06.2016 21:51
    Highlight Ich habe doch immer davon geträumt nackt im Restaurant zu speisen. Muss man unbedingt erlebt haben.

    Nein im Ernst. Die spinnen die Japaner. Allerdings nicht wegen der Einlasspolitik. Wer will schon beim Essen nackte adipöse Menschen anschauen. Würg.... na,ja eigentlich möchte ich beim Essen überhaupt keine nackten Menschen anschauen müssen.
    6 0 Melden
  • TanookiStormtrooper 10.06.2016 19:32
    Highlight Ist doch eine feine Sache für ein erstes (Blind)Date. ;)
    14 1 Melden
  • Luca Brasi 10.06.2016 18:40
    Highlight Dann schicken wir eben ganze Gruppen von Afrikanern in das Restaurant. Mal sehen, ob sich die nackten Japaner dann noch wohlfühlen. Sie sagen ja selbst, dass ihr Verhalten rein gaaar nichts mit Diskriminierung zu tun habe. Rache der Dicken, Tätowierten, über 60-Jährigen. Bwahaha!
    10 2 Melden
  • Der Tom 10.06.2016 17:40
    Highlight Gut finden darf man das nicht? Sehe nichts entsprechendes in der Umfrage.
    14 2 Melden
    • Philipp Dahm 10.06.2016 18:02
      Highlight Naja, stimmt - es ist eine rhetorische Umfrage ... ;)
      14 6 Melden
  • Ingmar Blessing 10.06.2016 16:54
    Highlight In London gibts neuerdings auch ein FKK Restaurant. Hier eine amüsante Kritik: http://inselpresse.blogspot.com/2016/06/the-spectator-nackt-am-mittagstisch.html
    5 2 Melden

Testet Kim jetzt erneut eine Atombombe? Fünf Antworten zu Trumps Besuch in Südkorea

Der Mann mit der kurzen Lunte kommt zum Pulverfass. Bloss 195 Kilometer trennen Diktator Kim Jong und US-Präsident Trump bei seinem Besuch in Seoul. Beobachter fürchten eine weitere Eskalation. 

Ein Besuch in der Kosmetikfabrik, ein Erinnerungsbild mit seiner Frau: Nordkoreas Diktator Kim Jong Un hat sich in der letzten Zeit auffällig ruhig verhalten. Doch nun taucht US-Präsident Donald Trump beim Staatsbesuch in Südkorea sozusagen vor seiner Haustüre auf. Die beiden Hauptstädte trennen bloss 195 Kilometer Luftlinie. 

«Ihr könnt uns mal, hier gibt niemand klein bei.» Bei Beobachtern ist die Sorge gross, dass Kim während des zweitägigen Besuchs von Trump in Seoul einen weiteren …

Artikel lesen