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Bild: KIMIMASA MAYAMA/EPA/KEYSTONE

In Japan bebt die Erde erneut –Anzahl Todesopfer steigt auf 31

16.04.16, 06:51 16.04.16, 11:15


Die Zahl der Todesopfer in Japan in Folge eines erneut starken Erdbebens ist weiter gestiegen. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete, wurden am Samstag bislang 22 Tote bestätigt.

Damit haben seit einem ersten heftigen Beben am Donnerstag bereits 31 Menschen ihr Leben verloren.

Bild: AP/Kumamoto Nichi Nichi via Kyodo News

Mindestens 1000 Menschen wurden verletzt, als am Samstag ein besonders schweres Beben der Stärke 7,3 die Unglücksregion auf Japans südlicher Hauptinsel Kyushu heimsuchte und zusätzliche Schäden anrichtete.

Die Atomreaktoren in der Region sind nach Angaben der Betreiber unversehrt geblieben. Die Behörden warnten auch für die nächsten Tage vor starken Nachbeben.

Wie der Sender NHK berichtete, wurden die Anwohner an einem Damm aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen, da befürchtet wurde, dass der Damm brechen könnte. Die drei Kernkraftwerke in der Umgebung meldeten keine Störungen. Eine Tsunami-Warnung wurde wieder aufgehoben.

Unterdessen kam es an dem in der Region gelegenen Vulkan Aso zu einer kleineren Eruption. Sie sei jedoch nicht auf das Beben zurückzuführen, hiess es.

Bild: AP/Kumamoto Nichi Nichi via Kyodo News

Es gab zahlreiche Nachbeben, darunter zwei der Stärke 6,4. Experten der US-Erdbebenwarte USGS warnten vor weiteren Beben. Für den späten Abend wurde mit starkem Regen gerechnet, was weitere Erdrutsche zur Folge haben könnte. Ein Regierungssprecher in Tokio kündigte die Entsendung von 15'000 Soldaten in die Katastrophenregion an.

Ministerpräsident Shinzo Abe sagte schnelle Hilfe zu. Es seien grossräumige Schäden zu befürchten. Die wirtschaftlichen Folgen der Beben ist nach Aussage von Notenbankchef Haruhiko Kuroda noch nicht absehbar.

Die Lage werde aber genau beobachtet und in Absprache mit den örtlichen Behörden entsprechend gehandelt. Das erste Beben am Donnerstag zwang mehrere Auto- und Elektronikfabriken zu Schliessung. Darunter ist auch ein Werk von Honda Motor.

Japan war 2011 von einem Beben erschüttert worden, das einen Tsunami und die Atomkatastrophe von Fukushima nach sich zog. Damals starben fast 20'000 Menschen. (sda/afp/dpa/reu)

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