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North Charleston police officer Michael Slager (R) is seen allegedly shooting 50-year-old Walter Scott in the back as he runs away, in this still image from video in North Charleston, South Carolina taken April 4, 2015. A grand jury on June 8, 2015 indicted Slager, a white former police officer accused of shooting a black man in the back. Slager, 33, was fired from his patrolman job after being charged with murder in the April 4 death of 50-year-old Walter Scott, who was running away from the officer following a traffic stop when he was gunned down.  REUTERS/Feidin Santana/handout via Reuters   FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. MANDATORY CREDIT

Die letzten Sekunden im Leben von Walter Scott: Mit acht Schüssen in den Rücken streckte der Polizist S. Walter Scott nieder.
Bild: X80001

Polizeiopfer in Charleston: Walter Scotts Familie erhält 6,5 Millionen Dollar

Der Polizist Michael S. tötete den unbewaffneten Michael Scott durch Schüsse in den Rücken. Dafür erhalten die Angehörigen des Opfers nun eine Millionenentschädigung von der Stadt North Charleston.

09.10.15, 08:24 09.10.15, 09:07


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Die Familie des von einem Polizisten erschossenen Walter Scott bekommt von der Stadt North Charleston in South Carolina 6.5 Millionen Dollar. Der Stadtrat befürwortete die Einigung mit den Angehörigen ohne Gegenstimme. Scotts Angehörige waren anwesend, als das Ergebnis des Votums verkündet wurde.

Der Stadtrat hatte sich in den vergangenen Monaten juristischen Rat zu einer möglichen Klage der Familie Scotts eingeholt. Ein Prozess dürfte mit der Zahlung nun kein Thema mehr sein.

Scott war am 4. April von dem Polizisten Michael S. bei einer Polizeikontrolle erschossen worden. Zunächst hatte S. behauptet, aus Angst um sein Leben geschossen zu haben – Scott habe seine Dienstwaffe und den Elektroschocker an sich reissen wollen. Ein Handyvideo widerlegte dies. Es zeigt, wie S. acht Schüsse auf den weglaufenden und unbewaffneten Scott abgibt. Eine Staatsanwältin sagte, S. sei bei dem Vorfall nur ein einziges Mal gerannt: Als er den fallengelassenen Taser geholt habe, um ihn neben Scotts Körper zu legen.

S. wurde festgenommen und ist wegen Mordes angeklagt. Er könnte bei einer Verurteilung bis zu 30 Jahre in Haft kommen. Ein Gericht lehnte es im September ab, S. bis zum Prozess gegen Kaution freizulassen. Das stelle für die Gemeinde «eine unverhältnismässige Gefahr» dar.

CHARLESTON, SC - SEPTEMBER 10: Former North Charleston officer Michael Slager (C) is lead into court September 10, 2015 in Charleston, South Carolina. Slager is charged with the murder of Walter Scott. Slager shot Scott in the back when Scott ran away during a traffic stop on April 4th in 2015. (Photo by Grace Beahm-Pool/Getty Images)

Gerichtsverhandlung gegen den Polizisten S. im September,
Bild: Getty Images North America

Der Fall Walter Scott befeuerte die Debatte über Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA. Er war aber insofern eine Ausnahme, als in diesem Fall der Polizist nicht wie sonst so oft ohne Konsequenzen davonkam.

Die Familie hatte sich durch ihre Reaktion direkt nach der Tat Respekt erarbeitet. Sie rief dazu auf, ruhig zu bleiben. Dies und die schnelle Festnahme des Polizisten sehen viele Beobachter als Gründe dafür an, dass es nicht zu gewalttätigen Protesten wie in anderen Städten mit vergleichbaren Fällen kam.

Scott ist einer von vielen unbewaffneten Schwarzen, die von weissen Polizisten umgebracht wurden. Auch deshalb rief sein Tod einen Aufschrei hervor, ebenso wie der von Michael Brown in Ferguson (Missouri), Tamir Rice in Cleveland (Ohio) und Eric Garner in New York.

ulz/AP

Rassistische Polizeigewalt USA

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