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Panama Papers: Und was hat das mit der Schweiz zu tun?

Die üblichen Verdächtigen aus der Schweiz tauchen auch in der jüngsten Enthüllung um Briefkastenfirmen in den sogenannten Panama Papers auf. Eine Auswahl.

04.04.16, 02:28 04.04.16, 09:15

34'301 Einträge in Offshore-Firmen sind gemäss den Recherchen des Journalistennetzwerkes von Schweizer Herkunft. Die Schweiz belegt damit in der Liste der Personen, die mit der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca auf Panama im Zusammenhang mit den Briefkastenfirmen tätig waren, den zweiten Platz hinter Hongkong

Liste von mit den Offshore-Firmen verbundenen Zwischenhändlern: Schweiz belegt Platz 2.
Bild: screenshot ICIJ

Ein Teil der Spuren eines gigantischen Datenlecks führen zu einem ungemein sensiblen Bereich der FIFA: In den 11,5 Millionen offengelegten Dokumenten der Kanzlei Mossack Fonseca taucht neben zahlreichen Politführern auch der Name von Juan Pedro Damiani auf, der seit 2006 in der Ethikkommission der FIFA sitzt und innerhalb der letzten vier Jahre am Sturz von einer Reihe bekannter Persönlichkeiten beteiligt war.

Neue Herausforderung für FIFA-Präsident Gianni Infantino: Auch Fussballer und FIFA-Funktionäre tauchen in den Panama Papers auf.
Bild: Fernando Vergara/AP/KEYSTONE

Der einflussreiche Anwalt aus Uruguay gilt als einer der reichsten Männer seines Landes und präsidiert den populären Fussballklub Peñarol Montevideo. In der juristischen Kammer des Home of FIFA befasst er sich mit den Fällen mutmasslich korrupter FIFA-Mitglieder.

Nun gerät der 57-Jährige selber unter Druck. Er soll drei im Zuge des FIFA-Skandals Angeklagten in Steueroasen zu Offshore-Firmen verholfen haben, über die unter dem Deckmantel unbekannter Inhaber möglicherweise Bestechungsgelder geflossen sind. Gemäss der «Süddeutschen» handelt es sich beim Beschuldigten um seinen Landsmann Eugenio Figueredo, den ehemaligen FIFA-Vize, sowie um den argentinischen TV-Rechtehändler Hugo Jinkis und dessen Sohn Mariano, die im Verdacht stehen, beispielsweise bei der Copa America hohe FIFA-Funktionäre mit Millionen geschmiert zu haben, um sich günstige Fernsehrechte sichern zu können. Die US-Justiz erhob im Mai 2015 Anklage gegen sie.

FIFA-Ethiker Damiani mit dem Fussballstar Diego Forlan.
Bild: EPA/EFE

Die Anwaltskanzlei «J.P. Damiani» tritt in verschiedenen Fällen als Verwalter auf. Nach Auswertung der Datenflut von rund 2,6 Terabyte erhärtet sich der Verdacht, dass der Uru Damiani als Grosskunde von Mossack Fonseca gegen 400 Briefkasten-Firmen gekauft und trotz verschiedener Interessenkonflikte an eigene Kunden weitervermittelt hat.

Noch am Sonntagabend hat die Ethikkommission unter der Leitung des deutschen Strafrichters Hans-Joachim Eckert eine Voruntersuchung eingeleitet. Weitere Details sickerten nicht durch. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, droht dem Weltfussball-Verband ein nächstes Beben – mit einem Epizentrum, das eigentlich als Korrektiv für die Misswirtschaft vorgesehen ist und Infantino den Weg zu einer grundlegend reformierten Gesellschaft ebnen sollte.

Im Geschäft mit den Offshore-Konstrukten stand die Anwaltskanzlei offenbar auch im Kontakt mit über 500 Banken weltweit. Dabei tauchen auch die Namen der Credit Suisse, der UBS und der HSBC Schweiz auf.

Die Liste der Banken, die am meisten Offshore-Firmen für ihre Klienten verlangt haben.
Bild: Screenshot ICIJ

Bei der Credit Suisse ist die Rede von 918 Anfragen, bei der HSBC von 733 und bei der UBS von 579.

Laut Auswertungen des Tages-Anzeigers führt eine weitere Spur in den Panama Papers in die Schweiz. Die Gazprombank-Schweiz hat demnach im April 2014, mitten in der Ukraine-Krise, eine hochriskante Kontoeröffnung vorgenommen, die auf den Namen einer Briefkastenfirma in Panama namens International Media Overseas SA, kurz IMO lief. Laut der Zeitung steht in den Panama-Papieren, wozu diese IMO geschaffen wurde: Sie ist «ein Schutzschirm in Form einer Firma, die in erster Linie dazu dient, die Identität des wirtschaftlich Berechtigten dieser Firma zu schützen und sie geheim zu halten».

Allein 2013 habe der Mann hinter dem Konto mit seiner Firma 10 Millionen Franken Profit gemacht, meldet die Zeitung. «Sein Name steht auch im Formular: Sergei Roldugin, Musiker.»

Die Gazprombank in Zürich.
Bild: google Maps

Das Pikante: Roldugin wird von der Bank nicht als politisch exponierte Person (PEP) eingestuft – dies, obwohl er 1985 Pate stand, als die Tochter des russischen Präsidenten Wladimir Putin getauft wurde. Die Gazprombank wollte laut der Zeitung keine Stellung nehmen. 

Weitere Schweizer Bezüge: Ein früherer Partner der Anwaltskanzlei war offenbar Schweizer, und Mossack Fonseca soll auch Büros in der Schweiz haben. 

(kad/mit Agentur-Material)

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37
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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Thinkdeeper 04.04.2016 12:04
    Highlight Alle wollen schnell reich werden und ohne schlechtes Gewissen und Unrechtsbewusstsein viel Geld zu Lasten der anderen aus dem System rausholen.
    Solange Korruption und Machtmissbrauch nicht konsequent verfolgt wird, wird es immer so sein. Wir sind noch so dumm und wählen ja diese Menschen und hofieren Sie, weil wir ja vielleicht eines Tages ja auch profitieren könnten.
    Das einzig richtige wär bei jeder Aufdeckung die Vermögenswerte auch der Helfershelfer einzuziehen und zu verwerten.
    11 0 Melden
  • Christian vG 04.04.2016 10:34
    Highlight Wer wunderts noch? Wo viel Geld zu holen ist, sind die Kriminellen und Korrupten nicht weit. Und stets sind unsere nationalen Aushängeschilder der Wirtschaft vorne dabei. Nicht sehr schmeichelnd!
    18 0 Melden
  • Soulrider 04.04.2016 10:34
    Highlight Jetzt kommen dann gleich wieder die reichen Steuersünder und sagen: "Schaut doch mal nach Delaware, die machen das auch. Die sind viel schlimmer als wir." Ich finde es mehr als erbärmlich, dass die reichsten auf diesem Planeten Ihr Geld so verstecken, nur um ein paar Franken Steuern zu sparen. Wenn man so viel Geld hat um 10'000 Jahre in Saus und Braus zu leben und dann solche Konstrukte braucht, damit man ja keinem Armen mit seinen Steuern hilft ist das mehr als jämmerlich.
    27 1 Melden
  • Brienne von Tarth 04.04.2016 10:25
    Highlight Wo ist jetzt die rot-graue Karte die auf der Titelseite ist? Habe vor allem deswegen geklickt...
    5 0 Melden
  • amore 04.04.2016 09:41
    Highlight Die CH ist (noch) eine Demokratie. Die Mehrheit der Stimmbürger hätte es in der Hand, diese unsäglichen Spielregeln zum Steuerbetrug zu ändern. Sicher, das allein genügte nicht. Aber irgend wer muss damit anfangen. Am besten wäre, die UNO könnte für die ganze Welt einheitlich die Riegel für solch unsolidarisches Gebaren schieben. Ich weiss, ich bin ein Träumer. Aber Hoffnung kann ich wohl noch haben in unserem verkommenen, rücksichtslosen kapitalistischen Räderwerk. Ach ja, die fehlenden Steuergelder holt der Staat dann bei den Armen und dem Mittelstand. Die machen vorläufig noch mit.
    39 2 Melden
    • Humbolt 04.04.2016 10:13
      Highlight You, you may say I'm a dreamer
      But I'm not the only one.

      Wenn du Zeit hast schau dir alles an, wenn nicht, dann zumindest die ersten 8 min.

      7 0 Melden
  • demokrit 04.04.2016 09:26
    Highlight Bitte recherchiert einmal die halbseidenen Schweizer Kanzleien.
    23 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 04.04.2016 07:37
    Highlight Ich bin etwas verwirrt. Wenn der Staat Daten schnüffelt, dann ist das nicht gut. Auch wenn die Daten nicht an die Öffentlichkeit kommen. Wenn Journalisten Daten schnüffeln, dann scheint das gut zu sein, auch wenn die Daten mehr oder weniger unbesehen veröffentlicht werden und zu Vorverurteilungen führen.
    Ist das jetzt eine Aktion von Watson um uns zu zeigen, wie primitiv und schädlich Datenschnüffelei ist?
    29 59 Melden
    • ramonke 04.04.2016 09:23
      Highlight der staat schnüffelt auf vorrat und ohne verdachtsmoment. die medien bekommen diese daten von privatpersonen zugespielt die in den daten die sie den medien zusenden unrecht sehen.

      aber die unglaublichste aussage von ihnen: die daten würden praktisch ungesehen veröffentlicht....
      haben sie den artikel nicht gelesen? sie haben die daten vor mehr als einem jahr bekommen und mehr als 20 medien waren beteiligt bei der bearbeitung dieser daten. alles wurde geprüft und viele beschuldigte direkt konfrontiert

      sind sie einer der betroffenen? so hört sich das jedenfalls an
      60 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.04.2016 10:31
      Highlight @ramonke. Tatsächlich, ich zähle mich zu einer Minderheit und wenn Medien hetzen und der Pöbel hinterherrent, dann geht es immer gegen Minderheiten. Was früher der Pfarrer von der Kanzel war, das sind heute die "Journalisten" und da kommt nichts Gutes. Insofern bin ich betroffen.
      Eine sachliche Diskussion auf eine persönliche Ebene zu bringen, zeigt, dass du keine Argumente hast und gerade zu dem Pöbel gehörst, vor dem man Angst haben muss.
      3 15 Melden
    • Datsyuk * 04.04.2016 11:35
      Highlight Rolf_Suter, du gehst ja nicht auf seine Argumente ein..
      6 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.04.2016 12:12
      Highlight @Datsyuk. Das was ramonke behauptet steht nicht im Aritikel und ist auch kein Argument. Ist etwas legal und wahr, nur weil 20 Medien beteiligt sind. Wie können die Medien belegen, dass jeder der ein Konto hat und genannt wird, wirklich illegal handelt? Das können Sie nicht. Schon beim letzten "leak" (offshore-leak) wurden einfach ein paar prominente Namen genannt (Gunter Sachs) obwohl die gar nichts illegal gemacht haben. Das geschieht, wenn Daten, die man von der Konkurrenz (von Panama) erhält, von Medien bearbeitet werden. Wer profitiert von dieser Geschichte?
      2 2 Melden
    • ramonke 04.04.2016 12:21
      Highlight ich habe doch meine argumente klar dargelegt? ich wollte wissen ob sie betroffen sind damit ich wenigstens teilweise ihre aussagen verstehen könnte.

      aber dann lassen wkr das doch mal beiseite und zeigen sie ihre argumente gegen das verhalten der medien auf :)
      3 1 Melden
    • ramonke 04.04.2016 12:44
      Highlight welches meiner argumente steht nicht im artikel? wenn sies so wollen verlinke ich hier alles.
      also das ICIJ · (The International Consortium of Investigative Journalists) schreibt auf ihrer website über den fall. das ist die organisation die die daten ausgewertet hat. und übrigens es sind nicht 20 medien sonder mehr als hundert beteiligt gewesen:
      https://panamapapers.icij.org/20160403-panama-papers-global-overview.html

      es wird nirgends behauptet das alle personen auf der liste sich einer straftat schuldig gemacht haben. es wird sogar klsr daraufhin gewiesen das dem nicht so ist!
      4 0 Melden
    • Soulrider 04.04.2016 12:46
      Highlight Es ist ein Unterschied ob man grundsätzlich alle Leute beschnüffelt oder ob man Daten erschnüffelt, die dem Wohl der ehrlich Arbeitenden dienen. Das Verhalten der Reichen und Superreichen bewirkt nur dass die Schere zwischen Arm und Reich immer grösser wird und der Mittelstand verschwindet. Jeder Mensch der so etwas wie Anstand, einen Sinn für Gerechtigkeit und Gleichheit hat, sollte dagegen ankämpfen.
      6 0 Melden
    • Thinkdeeper 04.04.2016 13:04
      Highlight Hallo Rolf_Suter
      Ich halte nichts von Journalisten Bashing oder durchsichtiger Stimmungsmache gegen jene welche kritisieren und Misstände aufzeigen. Die Taktik den Überbringer schlechter Nachrichten zu bashen ist die ältesten Ablenkungstaktik. Einer Berufsgruppe "nichts Gutes" zu unterstellen ist pöbelhaft. Die welche in den Panama Papers auftauchen sind "nichts Gutes" für die Gesellschaft und sind der wahre Pöbel.
      Meistens sind es betroffenen Hunde die Bellen.
      Entweder, weil Sie selber zur reißende Meute gehören oder als Aasfresser dem Rudel angehören und mit profitieren und diffamieren.
      4 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.04.2016 14:13
      Highlight @soulrider. Ja, da ist eine geniale Idee, jeder darf sagen, wer, wie, welche Leute beschnüffeln soll und alle anderen dürfen nicht schnüffeln oder beschnüffelt werden. Da hätten wir jetzt tatsächlich mal den Fünfer und das Weggli und das alles noch in Gold...
      Jetzt musst Du nur noch Mami und Papi überreden ein Hypridauto zu kaufen und Du hast auch gleich noch die Umwelt gerettet und alle haben dich ganz toll lieb... :-)
      1 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.04.2016 14:13
      Highlight @thinkdeeper
      Sie hätten mein Argument nicht besser belegen können...
      1 2 Melden
    • Soulrider 04.04.2016 14:53
      Highlight Rolf_Suter, hast du überhaupt gelesen was ich geschrieben habe? Bei deinen Kommentaren kommt mir irgendwie ständig ein kleines, "toibelndes" Kind in den Sinn das die Hosen voll hat.
      1 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.04.2016 15:30
      Highlight Natürlich habe ich es gelesen, ich habe es sogar verstanden. Die mags bestimmte Menschen nicht, von denen Du glaubst, dass sie böse sind und denen sprichst Du - aufgrund Deines Glaubens - jedes Recht ab.
      Mit dieser Argumentation kann man auch das Foltern von Hexen befürworten.
      man kann die Schere zwischen Reich und Arm sicher noch weiter schliessen, aber die Frage ist mit welchen Methoden.
      Und ob gerade die Leute, die sich gegen Schnüffelei wehren, jetzt plötzlich noch unkontrollierte Schnüffelei plötzlich akzeptabel finden ist halt etwas bedenklich.
      0 6 Melden
    • Soulrider 04.04.2016 17:03
      Highlight Wie bereits gesagt, es ist ein Unterschied ob man einfach mal alle ständig überwacht oder ob man bei begründetem Verdacht jemanden überwacht.
      "man kann die Schere zwischen Reich und Arm sicher noch weiter schliessen, aber die Frage ist mit welchen Methoden." Wieso schreibst Du "noch weiter schliessen"? Die Schere geht schliesslich immer weiter auf und nicht zu... Wobei auf der einen Seite immer weniger Schwerreiche sind mit einem sehr stark wachsenden Vermögen und auf der anderen Seite immer mehr Menschen die gar nichts haben.
      3 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.04.2016 17:19
      Highlight Vor 180 Jahren zählten 84 % der Weltbevölkerung zu den Ärmsten und wurden von der Gesellschaft ausgeschlossen (bis zum Tod). Heute sind es noch um die 25 % und auch deren Einkommen hat sich absolut vervierfacht und man versucht sie zu integrieren.
      Du siehst nur eine Momentaufnahme, das Grosse Ganze sieht nicht so schlimm aus. Deswegen das "noch".
      Und es reicht doch nicht, jemanden zu Verurteilen, nur weil er Superreich ist. Aus Steve Jobs macht man deswegen einen Heiligen. Nur weil einer nicht reich ist, heisst das nicht, dass er ein guter Mensch ist.
      0 2 Melden
    • Soulrider 04.04.2016 18:00
      Highlight Ich verurteile niemanden nur weil er Superreich ist. Aber mich stören die Steuersünder oder korrekt gesagt die Steuerschlaumeier samt Anhang die viel Geld am Staat vorbeischleusen, obwohl die bereits mehr als genug davon haben...
      Wenn vor 180 Jahren 84% der Bevölkerung als arm galt, kann man auch sagen vor 15000 Jahren hatte jeder sein eigenes Land und war somit reicher...
      3 0 Melden
    • ramonke 04.04.2016 18:39
      Highlight also das mit der vermögensverteilung vor 180 jahren ist entweder eine dreiste lüge oder sie haben die lüge eines anderen übernommen. die ersten genauen zahlen stammen meines wissens nach von 1890.
      verlinken sie doch bitte die quellen die soe zu dieser aussage verleitet haben. würde die gerne prüfen :)
      0 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.04.2016 19:53
      Highlight Es war eine Sendung in ARD-Alpha vom 1.4 um 10.15 Tele-Akademie mit Prof. Dr. Rudolf Stichweh
      Hier die Infos:
      http://www.tele-akademie.de/begleit/ta070923.htm
      Hier der Vortrag:
      http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=58016
      0 0 Melden
    • ramonke 05.04.2016 00:48
      Highlight vielen dank für den link jetzt verstehe ich sie. aber ich bitte sie das video nochmals zu schauen. er spricht eigentlich immer vom pro kopf einkommen d.h alle einkommen eines landes oder region zusammengefasst geteilt durch die einwohner.
      1. es geht im video meist um das einkommen. die einkommensverhältnisse haben sich klar in den letzten hundert jahren gebessert.
      2. das pro kopf einkommen ist ein extrem verzerrter wert da die summer durch die personen geteilt wird. allerdings ist dieser wert kein meridian d.h. die meisten leute werden unter diesem wert verdient haben.
      0 0 Melden
    • ramonke 05.04.2016 00:51
      Highlight lesen sie bitte noch meinen vorgehenden kommentar hier teil zwei:

      das problem heutzutage ist aber nicht mehr das einkommen sondern die vermögensverteilung. und die wird immer schlimmer.
      früher hatten die monarchen (also streng genommen der staat selbst) eigentlich das meiste geld mit dem adel und der kirche. klar vor 500 jahren waren die vermögensverhältnisse noch viel schlimmer als heute aber das hatte sich eine zeit lang angepasst durch die revolutionen in frankreich usw als der adel und der klerus (auch in der schweiz) entmachtet wurde.

      heute geht die schere aber leider wieder auf
      1 0 Melden
    • ramonke 05.04.2016 00:58
      Highlight 3.teil
      nur noch zu meiner etwas riskanten aussage sie seien ein lügner:
      ich habe mich aufgrund mehrerer universitätsarbeiten sehr mit dem thema beschäftigt und bin praktisch auf keine verlässlichen quellen vor 1900 gestossen. dies sagt der professor auch im video und betont es immer wieder. ich weis jetzt den genauen wortlaut nicht mehr aber in etwa sagt er die arbeit der wissenschaftler sei sehr schwierig gewesen aber sie hätten es versucht.
      das problem mit zahlen von früher ist es, das sie meist vom klerus stammen und sich oftmals wiedersprechen
      3 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.04.2016 07:41
      Highlight Hallo ramonke
      Ja, er spricht vom Pro Kopf Einkommen und sagt auch , dass er nur die Weltverteilung und nicht die Verteilung im Land angeschaut hat. Was die Berechnung betrifft, wird er sicher gerne helfen.
      Beim Vermögen - ich beziehe mich nur auf die Schweiz - fehlt die zweite und dritte Säule. Das ist in der Regel der wichtigste Vermögensteil des Mittelstandes und das fehlt immer in diesen Statistiken. Wenn man das auch noch berücksichtigt, sieht es - in der Schweiz - viel weniger problematisch aus.
      Wie es sich weltweit verändert hat, habe ich keine Ahnung.
      0 0 Melden
    • Thinkdeeper 09.04.2016 10:44
      Highlight @ Rolf_Suter
      Interessant Ihre Argumente
      ich frage mich um es um das Thema Gerechtigkeit und Unrechtsbewusstsein geht oder um was genau?
      Latentes Misstrauen gegenüber Staat und Institutionen? Wozu dienen diese Offshore Geschäfte denn hauptsächlich? Gibt es einen ethisch moralischen Grund der diese rechtfertigt?
      Einerseits empören Sie sich darüber das die "fehlende Transparenz " von Staat wie auch von den Medien gewissermaßen erzwungen wird. Nur wer nichts zu verbergen hat dürfte mit Transparenz keine Mühe haben, kann zu seinem handeln stehen und braucht keine Anonymität.
      1 0 Melden
  • pamayer 04.04.2016 07:12
    Highlight die üblichen verdächtigen: cs und ubs sind mit von der partie...
    41 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.04.2016 09:28
      Highlight Also sind wir doch mal ehrlich nicht nur die CS und UBS sind dabei, sondern wie sie sehen die Schweiz sogar auf dem 2. Platz. Dies kann nur soweit kommen weill der Grossteil der Schweizer das so hin nimmt oder die Augem verschliesst solange nichts passiert. Unsere Strafverfolgungsbehörden und Gerichte schlagen sich lieber mit Handschlägen herum und warten bis die USA FIFA die ihren Sitz in der CH hat verfolgt. Der Image schaden wird nicht auf CS und UBS begrenzt bleiben es heisst die Schweiz.
      28 1 Melden
    • Madison Pierce 04.04.2016 11:03
      Highlight Die Schweizer Banken sind eben innovativ und kundenfreundlich. :)

      Egal, was in den letzten Jahren ans Licht kam, Korruption, Potentatengelder, Steuerhinterziehung, Zinsmanipulation, irgendwo in der Kette war immer eine Schweizer Bank zu finden. Und nie hat das Management davon gewusst.
      9 0 Melden
  • Radiochopf 04.04.2016 07:10
    Highlight Schade sieht man das Titel-Bild hier nicht nochmal mit der grau-rotenLandkarte.. fast die ganze Welt rot, ausser ein grosser grauer Teil oben Links.. sehr realistisch.. hauptsache alle Journalisten machen wiedermal Copy+Paste Stories mit dem genau gleichen Bild...
    17 12 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.04.2016 09:13
      Highlight Der grosse graue Teil oben Links is Amerika. Und die zahlen keine Vermögensteuer. Was wollen sie auch ihr Geld verstecken wenn sie keine Steuer dafür zahlen?
      16 3 Melden
    • Jonasn 04.04.2016 10:10
      Highlight P4trick, komm den USA Bashern bitte nicht mit Fakten. Das irritiert und stört bei der Meinungsbildung.
      11 8 Melden
    • atomschlaf 04.04.2016 10:58
      Highlight @p4trick/Jonasn: Die USA kennen aber eine saftige Erbschaftssteuer. Es gibt somit durchaus ein starkes Motiv, Vermögen zu verstecken.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Erbschaftsteuer_in_den_Vereinigten_Staaten
      8 1 Melden

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