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«Freiheit» in verschiedenen Sprachen: Grossdemo in Barcelona.  Bild: AP/AP

Hunderttausende in Barcelona fordern: «Freiheit für die politischen Gefangenen»

11.11.17, 19:53 11.11.17, 20:04

Hunderttausende Menschen haben in Barcelona die Freilassung der inhaftierten katalanischen Politiker gefordert. Rund 750'000 Demonstranten versammelten sich laut Polizeiangaben am Samstag in der Nähe des Regionalparlaments. 

Auf Bannern forderten sie «Freiheit für die politischen Gefangenen», andere Schilder trugen die Aufschrift «SOS Demokratie». Angehörige der inhaftierten Politiker führten den Demonstrationszug an.

Am Freitag war die abgesetzte Parlamentspräsidentin Carme Forcadell nach Hinterlegung einer Kaution von 150'000 Euro aus der Untersuchungshaft freigekommen. Forcadell war mit fünf weiteren Abgeordneten ihres Parlaments wegen ihrer Rolle bei den Unabhängigkeitsbestrebungen der spanischen Region vor Gericht angehört worden.

Die spanische Justiz wirft den katalanischen Politikern Aufwiegelung, Rebellion und Veruntreuung öffentlicher Gelder vor. Ihnen drohen bis zu 30 Jahre Haft.

Rund 750'000 Demonstranten versammelten sich in der katalonischen Hauptstadt.  Bild: AP/AP

Die meisten der früheren Minister der abgesetzten katalanischen Regionalregierung sitzen noch in Untersuchungshaft, ebenso die beiden Anführer grosser katalanischer Unabhängigkeitsorganisationen. Die beiden Organisationen organisierten auch die Demonstration am Samstag.

Kritik von Bürgermeisterin

Barcelonas Bürgermeisterin Ada Colau warf der abgesetzten katalanischen Führung unterdessen vor, die Region in ein «Desaster» getrieben zu haben. «Sie haben Spannungen provoziert und einseitig die Unabhängigkeit erklärt, was die Mehrheit gar nicht will», sagte Colau bei einem Treffen mit Parteimitgliedern, bevor sie bei dem Protestmarsch ebenfalls die Freilassung der Gefangenen forderte.

Colau hatte sich bereits vor dem Unabhängigkeitsreferendum Anfang Oktober gegen eine Abspaltung von Spanien ausgesprochen.

Überall zu sehen: Die «Estelada», die Flagge der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung.  Bild: AP/AP

Der von Madrid abgesetzte Regionalpräsident Carles Puigdemont und vier seiner Minister hatten sich vergangene Woche nach Belgien abgesetzt, um sich ihrer Verhaftung in Spanien zu entziehen. Spanien beantragte daraufhin über einen europäischen Haftbefehl die Auslieferung, der Antrag wird derzeit von der belgischen Justiz geprüft.

Puigdemont forderte die Bevölkerung im Vorfeld der Demonstration dazu auf, «laut und deutlich» den Wunsch nach «Freiheit und Demokratie» auszudrücken.

Rajoy in Katalonien

Am Sonntag will der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy erstmals seit Beginn der Krise die Region besuchen, um seine Volkspartei (PP) im Wahlkampf zu unterstützen. Am 21. Dezember sollen Neuwahlen in Katalonien abgehalten werden.

Trotz eines Verbots durch das Oberste Gericht Spaniens hatte die katalanische Regierung am 1. Oktober ein Referendum über eine Abspaltung von Spanien abgehalten. Dabei sprachen sich rund 90 Prozent der Wähler für die Unabhängigkeit aus, die Beteiligung lag aber bei nur 43 Prozent. (sda/afp)

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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 12.11.2017 10:42
    Highlight Was machen die denn für ein anachronistisches Theater da unten in Katalonien?
    Was soll das?
    Hört endlich auf damit!
    Habt Ihr vorige Energie?
    Dann geht doch auf eine Gemüse-Plantage im Süden von Spanien und helft dort den Landarbeitern aus dem Maghreb bei ihrer harten Arbeit unter der brennenden Sonne im Sommer und unter Plastik im Winter!
    2 5 Melden
  • Goldjunge Krater 12.11.2017 08:12
    Highlight Warum sollen für Politiker Gestzte nicht gelten? Wer gegen sie verstösst wird bestraft, in diesem Fall mit Gefängnis!

    Oder werden in Spanien nun auch plötzlich sämtliche Mörder freigelassen?
    4 7 Melden
  • ujay 12.11.2017 06:15
    Highlight Verfassungsbruch ist ein strafbares Vergehen. Als Politiker haben diese auf die spanische Verfassung geschworen. Ergo sind das keine politische Gefangene, sondern sollen nun die Konsequenzen ihres Handelns tragen, sind ja keine Minderjährigen.
    Puigdemont hat sich aus dem Staub gemacht und die ehemalige Parlamentspräsidentin sagt nun, das katalonische Referendum sei nur symbolisch gemeint gewesen! Wann durchschauen endlich die einfachsten Gemüter diese Selbstdarsteller?
    4 6 Melden
  • praxis 11.11.2017 23:02
    Highlight Demokratietechnisch am unschönsten ist, dass die sezessionistische Linke in Katalonien zusammen mit der PDeCat (von Puigdemont) eine Unabhängigkeit will, die nicht nur von der spanischen Verfassung unmöglich ist, sondern auch nur von knapp 50% der Bevölkerung in Katalonien gewollt wird, wahrscheinlich sogar nur von eine Minderheit, wie die Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colau, an dieser Demo den Leuten in Erinnerung rufen musste. Der spanische Staat muss das hier stoppen. Und dann brauchts eine neue Autonomiediskussion, die wahrsch. nur ohne Rajoy möglich wird...
    13 16 Melden
  • olmabrotwurschtmitbürli 11.11.2017 21:46
    Highlight Entscheidend wird sein, ob die separatistischen Parteien bei der Wahl mitmachen dürfen...
    7 3 Melden
    • praxis 11.11.2017 23:54
      Highlight Sie sind alle dabei und haben die Listen eingereicht für die Wahlen vom 21.12.17. Die ERC (Junqueras Partei, der sitzt zurzeit), PDeCat (von Puigdemont) und auch die CUP (linksextrem-nationalistisch), sie sind alle dabei. Alle anderen Parteien sind anti-Unabhängigkeit (die Sozis, die Kommunisten, der Partido Popular, Cuidadanos) oder lassen es offen (z.B. die Partei von Ada Colau, Bürgermeisterin von Barcelona zusammen mit dem katalanischen Podemos-Ableger).
      0 0 Melden
    • ujay 12.11.2017 06:26
      Highlight Die dürfen, jedoch nicht ihre des Verfassungsbruch schuldigen Politiker; adios Puigdemont und Co.
      2 0 Melden
  • Domsh 11.11.2017 21:11
    Highlight Diese Unabhängigkeit ist doch eine Furzidee. Warum wollen die überhaupt ein eigenes Land ausser Egobefriedigung? Hab noch kein Argument gehört.
    18 44 Melden
    • Spi 11.11.2017 22:14
      Highlight Es geht nur ums Geld. Katalonien ist der Wirtschaftsmotor Spaniens und stört sich daran, seit Jahrzehnten den Rest Spaniens „durchfüttern“ zu müssen.
      15 16 Melden
    • Redly 11.11.2017 22:26
      Highlight Warum bleibst du mit einem/r PartnerIn zusammen, wenn es nicht mehr zusammen passt?
      Demokratie ist, wenn man die Menschen entscheiden lässt. Und das geschah.
      22 11 Melden
    • Samy Kulturattentat D 11.11.2017 22:47
      Highlight Informier dich bitte mal über das politische System Spaniens. Die linken Separatisten wollen auch weiterhin für den Süden bezahlen, aber nicht für das spanische Königshaus.
      17 5 Melden
    • rauchzeichen 11.11.2017 23:31
      Highlight diese demokratie ist doch eine furzidee. warum wollen die überhaupt weg von einer zentralregierung die ihnen zwar autononmie gegeben, aber dafür auch geld genommen hat? wieso wollen die schweizer ihr eigenes kleines land, die ägypter ihr sandiges und die russen ihr riesiges?

      egal, sie habens. die in teilen der katalanischen köpfen verankerte katalonische nation hat ihre wurzeln weit vor spanien, und anscheinend lebt diese dort noch. in einer demokratie schaut man meist, von welchen köpfen es mehr im betreffenden gebiet hat, und richtet sich danach, aber anscheinend nicht so in spanien.
      6 2 Melden
    • ujay 12.11.2017 06:36
      Highlight @Spi. Blödsinn. Der spanische Staatseinnahmen umfassen 444 Milliarden Euro. Davon trägt Katalonien 16 Milliarden von 75 Milliarden bei. 59 Milliarden bleiben in Katalonien.
      3 0 Melden
    • Zeyben 12.11.2017 07:01
      Highlight Die Rolle der Banken muss dabei durchleuchtet werden.
      1 3 Melden
    • Domsh 12.11.2017 09:47
      Highlight Ok, anscheinend ist der einzige Grund für die Abspaltung, dass man eine Wirschaftsstarke Region ist. Wenn alle so egoistisch denken würden, dann würden sämtliche Staaten auseinanderfallen. Oder lasst uns dich in der CH den kantonalen Finanzausgleich abschaffen...
      4 1 Melden
    • Redly 12.11.2017 22:35
      Highlight &Domsh: da unterstellst du etwas. Und am Ende sind die Gründe sekundär. Zwangs-Ehen gehören abgeschafft. Auch zw. Regionen.
      1 1 Melden
    • Domsh 13.11.2017 00:09
      Highlight Die Gründe sekundär?!?
      Na das ist mal ne Grundlage für solch eine existenzielle Frage.
      Und alle so: “die armen Katalanen“
      “Wieso genau *arm*?“
      “das ist egal, sie sind einfach arm, ich habe Bilder von Polizisten mit Stöcken gesehen...“
      1 1 Melden
    • Zeyben 13.11.2017 10:08
      Highlight Nach dem Finanzkollaps 2008 hat sich Spanien zu stark von der EZB und dem IWF einlullen lassen und die Regierung hat in der Folge eine Austerität herbeigeführt, hingegen 7 bankrotte Banken verstaatlicht und zu Bancia zusammengefasst. Das bezahlte der Steuerzahler. Den Einsitz bekam IWF-Minister Rato, der quasi half den jetzigen Zustand herbeizuführen. Dieser wurde gar wegen Veruntreuung verurteilt. Santander stieß sämtliche Immobilienpapiere an die USA ab. Dann kam noch die Bail-In Regelung gegen das Volk.
      1 1 Melden
    • Zeyben 13.11.2017 11:42
      Highlight Letztlich fand ein krasser Konzentrationsprozess der Banken statt. Von 55 Banken leben nur noch 13. Aktionäre und Anteilshaber der arbeitenden Bevölkerung verloren ihre Einlagen. Die drei nun mächtigsten Banken Spaniens arbeiten mit der Zentralregierung und der EZB zusammen. Wenn das nicht Grund der Schieflage Spaniens ist, was dann?
      0 1 Melden
    • Zeyben 13.11.2017 12:12
      Highlight Die EZB erzwang in Spanien den Bail-in! Seit letztem Jahr gilt das für den ganzen EU-Raum. Bei Abwicklung von Banken werden zuerst die Aktionäre und Anleihenseigner auf ihre Forderungen verzichten. Und die Banken vergeben immer noch ungedeckte Kredite. Gut sind wir nicht in der EU!
      0 0 Melden
    • Zeyben 13.11.2017 15:25
      Highlight Ab Minute 7:



      0 0 Melden
    • Zeyben 13.11.2017 15:41
      Highlight

      0 0 Melden
  • Birdie 11.11.2017 20:32
    Highlight Rajoy reist nun nach Katalonien um Wahlkampf zu betreiben. Für Gespräche mit den Katalanen und die Einheit des Landes (das er notabene führt) war es ihm nicht wert. Das soll mal einer verstehen.
    59 17 Melden
    • dä dingsbums 11.11.2017 22:41
      Highlight Rajoy ist ja auch kein guter Präsident.
      17 5 Melden
    • praxis 11.11.2017 23:24
      Highlight @Birdie: Rajoy war sehr wohl vorher in Katalonien, zum Beispiel anlässlich des Terroranschlages, den Barcelona erleiden musste. Und er hat viele Gesprächsangebote gemacht. Die stellvertretende Ministerpräsidentin von Rajoy, Soraya Saenz Santamaria, war ständig vor Ort in Barcelona und suchte den Dialog, auch nach dem "Unabhängigkeitsreferendum"...
      9 17 Melden
    • ujay 12.11.2017 07:16
      Highlight @Birdie. Ich weiss nicht, wo du dich informierst, aber die katalanischen Sezessionisten unter Puigdemont haben vor dem Referendum sämtliche Gesprächsangebote der spanischen Regierung abgelehnt. Die Katalanen müssen nun die Konaequenzen dieser Dummheit tragen und die tun mir so was von nicht Leid.
      5 1 Melden
  • Enzasa 11.11.2017 20:30
    Highlight Puigdemont macht es also weiterhin, das Volk zu Demonstrationen, Wiederstand und Abspaltung aufrufen.
    Ein Einlenken ist nicht spürbar.
    14 33 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 11.11.2017 22:13
      Highlight Immerhin vertritt und proklamiert er konsequent Gewaltlosigkeit. Die Frage ob die Gegenseite das ebenso konsequent tut und getan hat, wäre wohl zu polemisch.
      15 5 Melden
  • Birdie 11.11.2017 20:28
    Highlight Beeindruckend diese Anzahl!

    Über die inhaftierten Politiker kann man sich verfassungstechnisch noch streiten (auch wenn ich persönlich das nicht i.O. finde), aber die beiden Jordis sind definitiv politische Gefangene. Es gibt genug Videos wo man sieht wie die beiden zur Ruhe aufrufen; sie nun wegen Aufwiegelung provisorisch ins Gefängnis zu stecken ist einfach ein Affront gegenüber den Unabhängigkeitsbefürwortern, aber rechtlich gesehen zumindest zweifelhaft und vor allem kontraproduktiv.
    51 14 Melden
    • praxis 11.11.2017 22:58
      Highlight @Birdie: Die Jordis sitzen auch wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche...
      4 12 Melden
    • dä dingsbums 12.11.2017 00:00
      Highlight Nein, sie sind keine politischen Gefangenen. Das sieht übrigens auch Amnesty International so.

      Sie sind im Gefängnis, weil sie mit Ihren Organisationen am 20. und 21. September (also noch vor dem Referendum) Polizisten bei einer Hausdurchsuchung belagerten und diese über einen Tag am Verlassen des Gebäudes gehindert haben. Dabei wurden auch drei Polizeiautos zerstört.

      In jedem Land der Welt hätte das Konsequenzen, auch bei uns.

      http://www.20minutos.es/noticia/3140302/0/comitiva-judicial-guardia-civil-bloqueados-cosejeria-economia-barcelona/
      3 2 Melden
    • ujay 12.11.2017 06:25
      Highlight Jordi Sanchez & Jordi Cuixart sind katalanische Politiker im Gefängnis, nicht politische Gefangene. Diverser krimineller, nicht politischer, Taten verdächtigt.
      4 3 Melden
    • Samy Kulturattentat D 12.11.2017 06:47
      Highlight Ach was, die Regierung in Madrid wirft ihnen vor, Geld veruntreut zu haben. Sie haben staatliche und private Gelder in die Organisation der Abstimmung gesteckt. Das wird zu propagandistischen Zwecken von der PP als Geldwäsche und Veruntreuung bezeichnet. Sehr sehr einseitige Sichtweise. Bei einigen Politikern PDeCaT und der PP ist Hinterziehung jedoch ein reales Problem.
      2 2 Melden
    • dä dingsbums 12.11.2017 10:30
      Highlight @Samy Kulturattentat: Was der PP behauptet ist nicht Bestandteil der Anklage der Staatsanwaltschaft und dass Politiker in ganz Spanien, inkl. Katalonien gerne Gelder unterschlagen ist leider wohlbekannt.

      Die Anklage lautet aber auf Aufruhr und nur deswegen sind sie in Untersuchungshaft. Polizisten belagern und Polizeiautos demolieren ist keine Lapalie.

      Man kann sich darüber streiten ob die U-Haft wirklich nötig wäre, aber "politische Gefangene" sind sie nicht.
      1 1 Melden

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