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Puigdemont bleibt vorerst in Brüssel

06.12.17, 16:14


epa06371142 Ousted Catalan leader, Carles Puigdemont (R), and lawyer Paul Bekaert (L), give a press conference in Brussels, Belgium 06 December 2017. Spain has withdrawn an international arrest warrant for Puigdemont, the Spanish Supreme Court announced on 05 December 2017, because the sacked Catalan leader and four cabinet members who fled to Belgium had shown willingness to return to Spain.  EPA/OLIVIER HOSLET

Carles Puigdemont Bild: EPA/EPA

Der ehemalige katalanische Regierungschef Carles Puigdemont will vorerst in Brüssel bleiben und nicht zum Wahlkampf in seine Heimat zurückkehren. Die EU-Hauptstadt sei der richtige Ort, um seine Rechte zu verteidigen, sagte Puigdemont am Mittwoch.

Am Vortag hatte Spanien überraschend einen europäischen Haftbefehl und ein Auslieferungsbegehren gegen Puigdemont und vier seiner ehemaligen Minister fallen lassen. Sie hatten sich im Oktober nach Belgien abgesetzt.

Puigdemont mutmasste über die Hintergründe der plötzlichen Wende: «Die Spanier haben Angst bekommen, dass sie verlieren würden. Das zeigt, dass wir es hier mit einer politischen Angelegenheit zu tun haben und dass hinter dem europäischen Haftbefehl von Anfang an politische Motive steckten.» In Spanien selbst gelten aber weiter Haftbefehle gegen die fünf Politiker.

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Katalonien hatte im Oktober seine Unabhängigkeit erklärt, was die spanische Regierung für verfassungswidrig hält. Sie unterstellte die Region ihrer direkten Kontrolle. Am 21. Dezember soll eine Regionalwahl die Krise bewältigen helfen. Puigdemont hatte angekündigt, kandidieren zu wollen. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • bernhardmat 06.12.2017 20:52
    Highlight Spanien hat den internationalen Haftbefehl zurückgezogen, damit das belgische Gericht ihn nicht von Rebellion freisprechen kann, denn Spanien würde blöd dastehen, wenn seine rachsüchtigen Gerichte sich mit der internationalen Rechtsprechung widersprechen. So kann das spanische Gericht ihn zu über zwanzig Jahren verurteilen, wenn er zurückkehrt, denn in Spanien gilt der Haftbefehl immer noch.
    5 2 Melden
  • Mario Kesselring 06.12.2017 19:04
    Highlight Absolut richtig so. Schließlich kommen morgen zehntausende katalanen nach Brüssel für ein freies friedliches Katalonien zu demonstrieren. Die belgischen Richter haben den Spanischen gezeigt wie ein richtiges faires Verfahren laufen würde. Wenn es einen Feigling gibt in der Geschichte so ist es Richter Llarena. Der wusste ganz genau, dass im alle Felle davon schwamenn. Wenn überhaupt, hätte ihn die belgische Justiz nur unter dem Vorwand der Ungehörsamkeit ausgeliefert und dafür hätte er in Spanien zu praktisch gar nichts verurteilt werden können.
    5 2 Melden
  • rodolofo 06.12.2017 18:34
    Highlight Wenn ich ein "Putschender Dämon" wäre, würde ich das auch so machen.
    2 2 Melden
  • ujay 06.12.2017 16:26
    Highlight Der hat wirklich keine Eier. Feigling!
    9 13 Melden
    • Juliet Bravo 06.12.2017 17:12
      Highlight Die würden ihn wohl einsacken wenn er zurück ginge. Der Haftbefehl gilt ja noch in Spanien.
      12 4 Melden

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