International

Noch schwach, aber auf dem Weg der Besserung: Shelly Cawley mit ihrer Tochter Rylan.
Bild: facebook/shellyanncawley

Mit einem ihrer ersten Schreie hat die kleine Rylan ihrer Mama das Leben gerettet

14.09.15, 16:16 15.09.15, 06:51

Als endlich die Geburt der kleinen Rylan ansteht, ist ihr Vater Jeremy Cawley vor lauter Freude völlig aus dem Häuschen. Doch dann muss er durch ein Wechselbad der Gefühle gehen, das sich ein Aussenstehender kaum vorstellen kann. Denn bei dem Not-Kaiserschnitt kommt es zu Komplikationen und seine Frau Shelly fällt ins Koma.

«Im einen Moment bist du emotional auf einem Höhepunkt, weil du die Geburt deines Kindes erwartest, und im nächsten Moment bangst du um das Leben deiner Frau – und das alles innerhalb von vier oder fünf Stunden. Ich war wie betäubt», erzählt Vater Jeremy dem Nachrichtensender Fox46.

Krankenschwester liefert die zündende Idee

Töchterchen Ryan übersteht die Geburt problemlos und ist wohl auf. Doch der Kampf um das Leben ihrer Mutter geht weiter. Denn auch Stunden nach der Geburt erholt sich die junge Frau nicht – und liegt weiterhin im Koma. Die Ärzte rechnen ihr nur wenig Chancen aus: Wenn Shelly den Kampf nicht aus eigener Kraft schaffen würde, glaubten sie nicht, dass die junge Mutter die Nacht überstehen würde.

Doch dann liefert Ashley Manus, eine der Krankenschwestern, die zündende Idee: «Wir wussten, dass Hautkontakt für ein Baby durchaus heilsam sein kann. Also dachten wir uns: Warum sollten wir es nicht auch mal bei einer Mutter probieren?», erklärt die Frau dem Sender WCNC-TV.

Also entscheiden die Ärzte, das Baby der Mutter in den Arm zu legen. Weil Rylan vor lauter Geborgenheit direkt einschläft – und Shelly zunächst keine Reaktion zeigt, bringen Jeremy Cawley und das Spital-Personal das Kind zum Schreien. Und das war wohl die beste Idee, die sie haben konnten.

Unterbewusst den Mutterinstinkt geweckt

Denn mit dem ersten Schrei des Kindes bemerken die Ärzte einen markanten Ausschlag in Shellys Vital-Zeichen. «Sie glauben, dass der Schrei meinem Körper und meinem Unterbewusstsein einen Grund zum Kämpfen geliefert hat», so die junge Mutter aus Concord, im US-Bundesstaat North Carolina.

Dieser «Booster» für Shellys Vital-Zeichen zeigt nachhaltige Wirkung: Ihr Zustand stabilisiert sich, einige Tage später wacht die junge Frau endlich auf. Die erste Begegnung zwischen Tochter und Mutter im Wachzustand hat die Familie in diesem Video festgehalten:

«Ich erinnere mich daran, wie ich wach geworden bin, Rylans Gesicht angeschaut habe und dann dachte ‹Sie ist das schönste Baby der Welt›. Ich weiss, dass jede Mutter so fühlt, aber ich habe den Eindruck, dass wir eine ganz besondere Verbindung haben – nach allem, was passiert ist», berichtet Shelly im Gespräch mit Buzzfeed News.

Ein Jahr später kommen die Erinnerungen hoch

Inzwischen ist ein Jahr vergangen. Vor ein paar Tagen feierte die kleine Rylan ihren ersten Geburtstag, Vater Jeremy hat über die gemeinsame Geschichte ein Buch verfasst.

Und natürlich weckt der Jahrestag auch Erinnerungen bei der Mutter. Auf ihrem Facebook-Profil postet die 24-Jährige deswegen ein «Vorher-Nachher-Bild» und schreibt dazu:

«Jetzt, wo der Abend sich dem Ende zuneigt, komme ich dazu, über den Tag nachzudenken und darüber, was heute vor einem Jahr gewesen ist. Was für ein Unterschied ein Jahr ausmachen kann! Letztes Jahr habe ich um mein Leben gekämpft und dieses Jahr habe ich ein 1 Jahr altes, gut gedeihendes Kind und bin wieder in der Krankenschwestern-Schule, wo ich das tun kann, was mir Spass macht ...»

Hier das Posting im Original:

(viw)

Dir gefällt diese Story? Dann like uns doch auf Facebook! Vielen Dank! 💕

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mitch01 14.09.2015 17:25
    Highlight Bitte mehr solcher Geschichten und nicht immer nur Flüchtlinge, Flüchtlinge und nochmals Flüchtlinge, danke
    17 9 Melden

Wie sich Mütter auf Facebook in den Still-Wahnsinn treiben

In einer Facebook-Gruppe propagieren Mütter radikales Stillen und setzen damit andere Mitglieder unter Druck – die Still-Liga freut's. 

Auf jeder Packung Babynahrung steht es: «Stillen ist das Beste für Ihr Kind!» In Facebook-Gruppen tauschen sich Mütter deshalb rund ums Thema aus und suchen Rat bei Brustentzündungen, Milchstau oder Abpump-Schwierigkeiten. Eine dieser Gruppen nennt sich «Stillen Schweiz». Die Seite möchte ein Forum für den Austausch rund ums Stillen sein – verunsichert in ihren radikalen Ansichten aber junge Mütter.

Melanie, die ihren Nachnamen nicht nennen möchte, berichtet, sich durch die Ratschläge stark …

Artikel lesen