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Unicef warnt: Ohne Hilfe droht 70 Millionen Kindern der Tod 

Millionen Kinder unter fünf Jahren sind weltweit von Armut, Krankheiten und chronischer Unterernährung betroffen. Ihr Tod wäre vermeidbar – das Kinderhilfswerk Unicef fordert internationale Hilfe.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Die Uno-Kinderschutzorganisation Unicef hat die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, sich stärker für arme und benachteiligte Kinder dieser Welt einzusetzen. Knapp 70 Millionen von ihnen könnten sonst bis 2030 an vermeidbaren Ursachen sterben, heisst es in einem Bericht.

In this Nov. 2, 2012 photo, young students Youssouf, left, and Mahamat, struggle to pay attention during class, in the village of Louri, in the Mao region of Chad. A survey conducted in the country found that 51.9 percent of the children are stunted, one of the highest rates in the world, according to a summary published by UNICEF. Stunting is the result of having either too few calories, too little variety, or both. The struggle that is on display every day in the village's one-room schoolhouse reveals not only the staggering price that these children are paying, but also the price that it has exacted from Africa. (AP Photo/Rebecca Blackwell)

Ungewisse Zukunft: zwei Buben im Tschad. Bild: AP

«Das Leben und die Zukunft der am stärksten benachteiligten Kinder zählt - nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihre Familien, ihre Gemeinden und ihre Gesellschaft», sagte Unicef-Chef Anthony Lake. «Wenn die internationale Gemeinschaft zulässt, dass der jetzige Trend weitergeht, werden Millionen Kinder sterben.» Der Teufelskreis müsse durchbrochen werden, forderte Lake. Die Armen von gestern seien die Armen von heute geworden und könnten wiederum ihren Kindern keine ordentliche Bildung ermöglichen.

Indian boys eat a free lunch provided by the Anna Nagar School at a slum in New Delhi, India, Wednesday, Feb. 29, 2012. Millions of children are growing up in squalid urban areas and denied basic services despite living close to them, the United Nations Children's Fund said Tuesday. UNICEF said children living in slums and shantytowns often lack water, electricity and health care and it urged policy makers to ensure urban planning meets the needs of children. (AP Photo/Kevin Frayer)

Eine Armenspeisung für Knaben in Indien. Bild: AP

Seit den Neunzigerjahren wurde die Kindersterblichkeit nach Angaben von Unicef zwar halbiert - doch immer noch sterben jährlich fast sechs Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag an vermeidbaren Krankheiten. Rund 119 Millionen Kinder werden dem Bericht zufolge in den kommenden 15 Jahren an chronischer Mangelernährung leiden. 58 Millionen Kinder könnten zudem nicht zur Schule gehen.

In this picture taken May 3, 2011, a boy and his mother hunt for items to sell or use from a garbage-choked sewage canal, in Port-au-Prince, Haiti. Haiti has long struggled with malnutrition, which UNICEF says is responsible for about 60 percent of all deaths in people under 18 in the country. The exact number of malnourished kids in Haiti is unknown, but health workers believe there are thousands of malnourished children, mostly in hard-to-reach rural areas, slowly suffering out of sight of the massive humanitarian effort in the capital. (AP Photo/Brennan Linsley)

Mittellos: Ein junger Haitianer sucht auf einer Müllkippe nach Verwertbarem. Bild: AP

Die Staats- und Regierungschefs sollten sich deshalb auf die ärmsten Kinder dieser Welt konzentrieren. Nur mit ihrer Hilfe könne man vermeiden, dass Millionen sterben, so Lake.

kry/dpa

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lowend 23.06.2015 10:42
    Highlight Highlight Anstatt Nahrung, Medikamente und Bildung exportiert die westliche Zivilisation halt lieber Waffen, um dann mit Hilfe einiger weniger Verbündeten, die dortigen Rohstoffe auszubeuten und so die Länder auszurauben. Es ist doch beschämend, dass in die ärmsten und entlegensten Ländern dieser Welt Waffen geliefert werden können, während es unmöglich erscheint, dass Menschen genug Nahrung erhalten. Wenigstens gibt es hier und auch weltweit linke Parteien, welche dass ändern möchten, aber dabei immer wieder auf den erbitterten Widerstand der geldgierigen rechten Kriegstreiber stossen.
    • Oberon 24.06.2015 01:02
      Highlight Highlight Solange die Menschheit es nicht schafft das Kapitel der Kriege und Terroristen hinter sich zu lassen, können die wichtigsten Probleme nie gelöst werden.

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