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Eindrückliche Bilder zeigen die Dürre in Kalifornien

Kaliforniens Gouverneur verteidigt Massnahmen zum Wassersparen: «Der Klimawandel ist kein Scherz»

06.04.15, 06:42 06.04.15, 08:41

Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown hat die angesichts der Dürre in dem US-Bundesstaat erhobenen Massnahmen zum Wassersparen verteidigt. Mit Bezug auf Kalifornien sei der «Klimawandel kein Scherz», sagte Brown am Sonntag dem US-Sender ABC.

Er sprach von einem «Alarmsignal», das eigentlich in der gesamten Welt gehört und beachtet werden müsse. Brown hatte in der vergangenen Woche verpflichtende Regeln angekündigt, mit denen der Wasserverbrauch um 25 Prozent gesenkt werden soll. Grund dafür sei, dass kein Ende der derzeitigen Trockenheit in Kalifornien in Sicht sei. In dem Bundesstaat leben rund 40 Millionen Menschen.

Jerry Brown macht der Wasserhaushalt Kaliforniens zu schaffen. Bild: Rich Pedroncelli/AP/KEYSTONE

Nun sollen unter anderem in Grünanlagen der Städte insgesamt 4.6 Millionen Quadratmeter Rasenflächen durch anspruchslosere Pflanzen ersetzt werden. Universitäten, Golfplätze, Friedhöfe und andere Einrichtungen mit grossen Rasenflächen sollen zum sparsameren Bewässern angehalten werden. Darüber hinaus sollen Wasserversorger ihr Tarifsystem so ändern, dass Wasserverschwendung für die Verbraucher teuer wird.

Kalifornien: Die Dürre im Zeitraffer

Weitgehend von den Sparmassnahmen ausgenommen ist der Landwirtschaftssektor, obgleich dort der Grossteil des Wassers verbraucht wird. Brown verteidigte dies und sagte dem Sender ABC, viele Bauern litten bereits enorm unter der Dürre, zehntausende Hektar Land lägen deshalb brach.

Die Bauern müssten daher weiter in der Lage sein, ihre Produkte herzustellen. Sollte sich die Lage verschlechtern, müsse aber erneut über die Massnahmen nachgedacht werden, sagte der Gouverneur. (sda/afp)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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  • Gelöschter Benutzer 06.04.2015 09:18
    Highlight Jerry Brown ist seit 2011 wieder Gouverneur von Kalifornien (er bekleidete das Amt schon von 1975 - 83). Die Frage stellt sich also, weshalb er denn erst jetzt solche Massnahmen einleitet. Die Antwort lautet: das ist die vierte und letzte Amtszeit von Jerry Brown. Er kann sich jetzt unpopuläre Massnahmen erlauben.

    Ich prognostiziere: der nächste Gouverneur wird ein Rep. Die Wasser-Sparmassnahmen werden zurückgefahren, der Klimawandel von offizieller Seite wieder ins Reich der Fantasie verbannt. Noch ein Lächeln und ein paar markige Worte bevor der Karren endgültig an die Wand gefahren wird.
    13 0 Melden
    • stadtzuercher 06.04.2015 10:40
      Highlight Dooa, der Wasserverbrauch wird zwischen den Counties geregelt. Seit Jahrzehnten feilschen die Counties und ihre Wasserbezüger um ihren Anteil Wasser, ihre Wasserrechte. Sparen in einem County hilft 'bloss' den Bezügern im Nachbarcounty zu höheren Wasserständen, die dann mehr beziehen können (Grundwasser stoppt nicht an Grenzen von Gebietskörperschaften) . Elinor Ostrom beschreibt das Dilemma in ihrem Buch 'Verfassung der Allmende': Weder Privatisierung noch Verstaatlichung helfen in Kalifornien dem Wassersparen, kollektive Ressourcen müssen scheinbar mit anderen Mitteln gesichert werden.
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