International

Er führte im kolumbianischen Urwald Hunderte Zwangsabtreibungen durch – jetzt wurde der FARC-Rebell in Spanien verhaftet

13.12.15, 15:13

Die spanische Polizei hat in Madrid einen steckbrieflich gesuchten FARC-Rebellen aus Kolumbien festgenommen, der in seiner Heimat Zwangsabtreibungen an mehr als 500 Mitkämpferinnen vorgenommen haben soll. Dies gab das Madrider Innenministerium am Sonntag bekannt.

Der 40-Jährige war von der Justiz in Kolumbien zur Fahndung ausgeschrieben. Er soll in einem Zeitraum von 15 Jahren bei mehr als 500 FARC-Kämpferinnen zwangsweise Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen haben.

Zwangsabtreibungen gehörten nach Angaben der kolumbianischen Behörden zur «Kriegspolitik» der FARC-Rebellen. Mehrere Frauen starben bei den Eingriffen, die in abgelegenen Gegenden im Urwald vorgenommen wurden. Unter den Opfern waren nach Angaben der Justiz in dem lateinamerikanischen Land auch Minderjährige. (wst/sda)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

So reagiert Trump auf die Missbrauchsvorwürfe gegen seine Mitarbeiter

Innerhalb von einer Woche traten zwei Mitarbeiter des Weissen Hauses wegen Vorwürfen häuslicher Gewalt zurück. Nun warnt US-Präsident Trump vor Vorverurteilungen und beklagt das Fehlen von Rechtsstaatlichkeit.

US-Präsident Donald Trump hat einen unfairen Umgang mit hochrangigen Mitarbeitern beklagt, die nach Vorwürfen häuslicher Gewalt zurückgetreten sind. «Das Leben von Menschen wird zertrümmert durch eine blosse Anschuldigung», schrieb Trump am Samstag im Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Zuvor waren ein Redenschreiber und ein Stabssekretär im Weissen Haus zurückgetreten, nachdem sie von ihren Ex-Frauen der Gewalt bezichtigt worden waren. Wegen des Umgangs mit den Fällen wuchs die Kritik am Weissen …

Artikel lesen