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Opponents to the peace deal signed between the Colombian government and rebels of the Revolutionary Armed Forces of Colombia, FARC, celebrate as they listen to the results of the referendum to decide whether or not to support a peace accord to in Bogota, Colombia, Sunday, Oct. 2, 2016. Colombia’s peace deal with leftist rebels was on the verge of collapsing in a national referendum Sunday, with those opposing the deal leading by a razor-thin margin with almost all votes counted. (AP Photo/Ariana Cubillos)

Gegner des Friedensdeals demonstrieren für ein Nein. Bild: Ariana Cubillos/AP/KEYSTONE

Das Nein zum Friedensvertrag mit den FARC-Rebellen wirft Kolumbien um Jahre zurück

Kolumbien stehen gefährliche Wochen bevor: Der Friedensvertrag mit den FARC-Rebellen ist von der Bevölkerung überraschend abgelehnt worden. Der Ausgang der Volksabstimmung wirft das südamerikanische Land um Jahre zurück.

03.10.16, 10:26 03.10.16, 12:47

Klaus Ehringfeld / spiegel online

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Ein Artikel von

Es war kurz nach 17.30 Uhr, die Wahllokale in Kolumbien hatten seit 90 Minuten geschlossen, da veröffentlichte die Wahlbehörde die entscheidende Hochrechnung. Sie bestätigte, was kaum jemand in dem Bürgerkriegsland für möglich gehalten hatte: Die Bevölkerung lehnte den bereits als historisch betitelten Friedensvertrag zwischen Regierung und den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) ab. 50,21 Prozent stimmten für Nein, 49,78 Prozent für Ja.

Für kurze Zeit fiel das Land in eine Schockstarre. Die einen konnten ihren unerwarteten Sieg nicht fassen, die anderen wollten die Niederlage nicht wahrhaben. Tränen flossen bei Siegern und Verlierern. 6,4 Millionen Kolumbianer hatten auf die Frage: «Unterstützen Sie das endgültige Abkommen zur Beendigung des Konflikts und den Aufbau eines stabilen und dauerhaften Friedens»? mit «No» geantwortet. 6,3 Millionen sagten «Si».

epa05567260 A polling centre for the referendum on the peace agreement between the government and the FARC guerrilla group, in Medellin, Colombia, 02 October 2016. Some 34.8 million citizens are eligible to vote

Wahllokal in Medellin: 50,21 Prozent lehnten das Friedensabkommen ab. Bild: EPA/EFE

Keine Prognose hatte einen solchen Ausgang vorhergesehen. Alle Umfrageinstitute sagten eine Zweidrittelmehrheit für die Zustimmung zu den Übereinkommen von Havanna voraus, die über fast vier Jahre zwischen den Linksrebellen und der Regierung mit breiter internationaler Unterstützung ausgehandelt und am vergangenen Montag unterzeichnet worden waren.

Insgesamt sind gerade einmal 37 Prozent der Wahlberechtigten zur Abstimmung gegangen. Zwei Drittel der Menschen war es demnach egal, ob eines der grössten Länder Lateinamerikas nach 52 Jahren Bürgerkrieg weiter auf den bewaffneten Konflikt setzt oder sich endlich dem Frieden öffnet. Bis zu 260'000 Menschen sind bisher in dem Konflikt ums Leben gekommen. Sieben Millionen Menschen wurden vertrieben.

«Uns stehen gefährliche Wochen bevor»

Der Ausgang des Volksentscheids ist ein Sieg der Vergangenheit über die Zukunft. «Es haben Wut und Rachsucht gesiegt», sagte ein Anhänger des «Si» in der Stadt Popayán im südwestlichen Departement Cauca, einer der vom Bürgerkrieg am härtesten getroffenen Regionen. «Wir sind nicht bereit, uns zu vergeben und nach vorne zu schauen.» Eine Menschenrechtsaktivistin ergänzte unter Tränen: «Die Hälfte von uns will lieber Krieg als Frieden.» León Valencia, Direktor der Stiftung Paz y Reconciliación (Frieden und Versöhnung), sagte Spiegel Online: «Uns stehen gefährliche und völlig unsichere Wochen bevor.»

Tatsächlich ist nun völlig unklar, wie es weitergeht. Die rund 7000 FARC-Rebellen befinden sich bereits in den vereinbarten 23 Rückzugsgebieten im ganzen Land und wollten am Montag unter UNO-Aufsicht beginnen, ihre Waffen abzugeben. Das ist nun vom Tisch. Auch alle Übereinkünfte zur Übergangsjustiz und zur politischen Beteiligung der FARC sind Makulatur. «Niemand hat einen Plan B, das Land steht vor einem totalen Chaos», sagte Alejo Vargas, Friedensforscher an der Nationalen Universität in Bogotá.

Nach der Slideshow geht's weiter ...

Das echte Dschungelcamp: Alltag bei den kolumbianischen FARC-Rebellen

Präsident Juan Manuel Santos gab sich am Abend dennoch kämpferisch: «Ich werde nicht aufgeben und bis zum Ende meines Mandats für den Frieden kämpfen.» Dann sagte er zwei wichtige Dinge:

Auch der Chef der Guerilla, Rodrigo Londoño alias Timochenko, bekannte sich trotz des negativen Referendums zu dem Friedensvertrag: «Es bleibt dabei. Worte werden künftig unsere einzige Waffe sein.» Die FARC hatten allerdings schon mehrfach gesagt, dass eine Neuverhandlung für sie ausgeschlossen sei. Insbesondere bei der Frage der juristischen Verantwortung sind sie hart, sie wollen für ihre Taten nicht ins Gefängnis. Präsident Santos aber wird nun gegenüber der rechten Opposition gerade in diesem Punkt Zugeständnisse machen müssen, wenn er den Friedensprozess retten will.

Former President and opposition Senator Alvaro Uribe shows a clip of a news article with a headline reading in Spanish

Álvaro Uribe. Bild: Fernando Vergara/AP/KEYSTONE

So forderte der rechte Ex-Präsident Álvaro Uribe am Sonntagabend einen «nationalen Pakt», in dem es keine Straffreiheit für die Rebellen geben dürfe. «Wir sind für Frieden, aber gegen diese Abkommen», hatte er in den vergangenen Wochen ständig wiederholt.

Weitreichende Straffreiheit der Rebellen stösst vielen auf

Der Friedensvertrag sieht für politische Straftaten bislang eine weitreichende Amnestie vor. Verbrechen gegen die Menschlichkeit und schwere Kriegsverbrechen werden hingegen mit Strafen zwischen fünf und acht Jahren geahndet, wenn die Täter geständig sind und die Opfer oder ihre Angehörigen entschädigen. Diese Strafen sollten aber nicht im Gefängnis, sondern durch eine Art gemeinnützige Arbeit abgegolten werden. Die weitgehende Straffreiheit dürfte ein Faktor für die Ablehnung des Friedensvertrags gewesen sein.

Zudem sollten die zur politischen Partei konvertierten FARC in einer Übergangsphase sichere Sitze im Parlament bekommen. Bei der Parlamentswahl 2018 hätten ihre Kandidaten fünf Plätze im Senat und fünf im Abgeordnetenhaus garantiert gehabt, sollten sie die Dreiprozenthürde nicht nehmen. Vor allem dagegen hatten Uribe und seine Partei Centro Democrático gewettert: «Demokratien werden nicht gestärkt, wenn die FARC für ihre Massaker und den Drogenhandel mit Mandaten und Straflosigkeit belohnt werden.»

Friedensexperte Valencia ist skeptisch, dass die FARC grosse Konzessionen akzeptieren. Er hält es für möglich, dass die Guerilla sich mit der kleineren Gruppierung ELN verbündet und beide gemeinsam weiterkämpfen. Die ELN wollte eigentlich jetzt auch Friedensgespräche mit der Regierung beginnen. «Davon werden sie jetzt Abstand nehmen», ist sich Valencia sicher.

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27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Paul_Partisan 04.10.2016 10:20
    Highlight Ich verstehe den Punkt mit der Straffreiheit absolut nicht: da gibt es einen seit jahrzehnten von zwei Seiten geführten Krieg und die Gegner des Friedensvertrages fordern eine einseitige Verurteilung? Macht absolut keinen Sinn. Auch die Regierung und regierungstreue Milizen haben den Krieg geführt.
    Ich wünsche den Genossen weiterhin viel Kraft bei Ihrem Weg in den politischen Kampf. Über 40 Jahre Krieg sind genug. Hasta siempre compañeros!
    1 1 Melden
  • Einstein56 03.10.2016 18:10
    Highlight Wer behauptet, die FARC seien Freiheitskämpfer disqualifiziert sich selber als absoluten Ignoranten. Das waren Terroristen. Ich habe neun Jahre in Südamerika gelebt und weiss, wovon ich spreche. Das trifft nicht auf alle zu, die hier ihre Stimme erheben.
    7 8 Melden
    • rodolofo 03.10.2016 21:26
      Highlight Ich weiss zu wenig über die FARC.
      Aber bei Guerilla-Bewegungen ist es üblich, dass es verschiedene Fraktionen und Einheiten gibt, die unterschiedlich vorgehen.
      Innerhalb der Sandinistischen Guerilla in Nicaragua gab es von der von der Befreiungstheologie inspirierten Basis-Kirche bis zur straff leninistisch organisierten Truppe alles.
      Es war eine Volksbewegung!
      Wenn eine Oppositionelle Bewegung von der herrschenden Diktatur in den Untergrund gedrängt wird, werden die besonders militanten und skrupellosen Elemente innerhalb der Bewegung und der Militarismus gestärkt und gefördert.
      4 3 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 03.10.2016 23:20
      Highlight Einstein56: In welcher vergangener Welt lebst du?

      In unserer aktuellen Welt ist die FARC-EP ein völkerrechtlich anerkanntes und legitimiertes Subjekt. Sie gilt nicht als Terror-Organisation sondern als Kriegsführende Partei, also im weitesten Sinne als Freiheitskämpfer. Peoples Army!

      http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=54767

      Natürlich darfst du deine Augen vor der Gegenwart verschliessen, den Kopf in den Sand stecken und allen denjenigen Ignoranz vorwerfen, die diesen nackten Tatsachen in die Augen sehen und diese Wirklichkeit respektieren. Aber glaubwürdig bist du so nicht.
      6 1 Melden
  • Beobachter 03.10.2016 15:04
    Highlight Teil 2: Der erste Ansprechpartner von Santos ist nun Uribe. Er hat jetzt bis zum Ende seiner Amtszeit 2018 Zeit, einen inhaltlichen Konsens mit der Opposition zu finden und diesen dann der FARC zu verkaufen. Wenn Uribe im Boot ist, wird das Volk den beiden folgen. Gelingt ihm das, dann wird er immer noch als der Präsident in die Geschichte eingehen, der den Konflikt mit der FARC beendet hat. Und das ist das Einzige, was Santos tatsächlich interessiert. Er will sich selbst ein Denkmal setzen. Hoffen wir im Sinne der Kolumbianer, dass ihm dies immer noch gelingen kann.
    3 1 Melden
  • Beobachter 03.10.2016 14:59
    Highlight Die Aussage von Valencia: "Die Hälfte von uns will lieber Krieg als Frieden" ist Blödsinn. Das Votum der Kolumbianer ging nicht gegen den Frieden, sondern gegen Santos, der seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Erstens hat er die Kolumbianer zu lange an der Nase rumgeführt, was die Vertragsinhalte betrifft. Zweitens hat er es unterlassen, sich inhaltlich mit der Opposition (sprich: Uribe) zu einigen und hat in der Folge der FARC inakzeptable Zugeständnisse gemacht. Sein Vorgehen seit 4 Jahren ist absolut dilettantisch und eines Staatschefs unwürdig. Und jetzt haben wir den Salat.
    7 2 Melden
  • Optimistic Goose 03.10.2016 12:50
    Highlight Dieses ständige Dazwischenschieben von Slideshows nervt total.
    54 3 Melden
  • Einstein56 03.10.2016 12:36
    Highlight Auch linke Terroristen gehören bestraft. Mit Pinochet, Galtieri und Co. hat man die Rechten auch dran genommen. Es gibt keinen Grund, die Linken mit Samthandschuhen anzufassen.
    18 24 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 03.10.2016 13:31
      Highlight Es gibt rechtlich gesehen einen signifikanten Unterschied zwischen Terroristen und Freiheitskämpfern.

      Unabhängig des Abstimmungsresultats oder des Zustandekommens des Friedenspakts wurde die FARC-EP als völkerrechtliches Subjekt (kriegsführende Partei) anerkannt. Das ist ein unabänderliches Fakt.

      Damit haben die Kämpfer der FARC-EP Anspruch darauf, rechtlich wie Soldaten und nicht wie Terroristen behandelt zu werden. Vorgesehen wäre eine Wahrheitskommission. Kriegsverbrechen (auf beiden Seiten) werden bestraft.

      Insofern wäre es an dir, Einstein56, deine Argumentation zu überdenken.
      14 8 Melden
    • Froggr 03.10.2016 14:14
      Highlight Wow an der Anzahl Blitze gibt es einige ganz verbitterte und ahnungslose unter uns...
      4 13 Melden
  • http://bit.ly/2mQDTjX 03.10.2016 12:12
    Highlight Ich glaube nicht, dass das No Kolumbien zurückwirft.

    1) Die FARC-EP hat heute einen anderen Status als vor 20 Jahren. Der UN-Sicherheitsrat und alle Vetomächte haben die FARC-EP als völkerrechtliches Subjekt anerkannt.

    2) Diese Anerkennung ermöglicht der FARC-EP, auf Dialog zu setzen. Waffengewalt ist nicht mehr glaubwürdig. «Es bleibt dabei. Worte werden künftig unsere einzige Waffe sein.» - Das darf man den Compañeros glauben, denn Worte sind jetzt ihre schärfste Waffe.

    Ich hoffe nun, dass ELN und Paramilitärs auch in die Friedensvereinbarungen eingebunden werden. Ein paar Stimmen mehr.
    19 3 Melden
  • kEINKOmmEnTAR 03.10.2016 11:51
    Highlight Wenn es die Bevölkerung so will dann ist es so. Sie sind der Meinung dass die Demokratie und das Justizsystem nicht ausgehebelt werden darf und sie werden diesen Entscheid nun auch tragen müssen.

    Ich kann und will hierzu keine eigene Meinung haben da ich die Umstände zu wenig kenne, nur will ich sagen dass ein Mehrheitsentscheid zu respektieren ist.
    27 10 Melden
    • Froggr 03.10.2016 14:15
      Highlight Gillt übrigens auch in der Schweiz...
      6 0 Melden
    • kEINKOmmEnTAR 04.10.2016 09:02
      Highlight Du kannst es auch so sehen:
      Alle die nicht an der Urne abgestimmt haben, haben dafür abgestimmt den Entscheid der Merherheit aus der Minderheit zu respektieren.
      0 0 Melden
    • Froggr 04.10.2016 11:13
      Highlight Was ist das Bitteschön für eine Vorstellung? Die die Abstimmen gehen haben das Recht zu entscheiden. Diejenigen die faul zu Hause auf dem Sofa hocken und dannach herumhämmern, dass es nicht so gekommen ist, wie sie es gerne gehabt hätten sind selber schuld.
      1 0 Melden
  • Thomas Rohrer 03.10.2016 11:39
    Highlight Frieden lohnt sich nicht...
    11 6 Melden
    • Thomas Rohrer 03.10.2016 13:21
      Highlight Der Kapitalismus trägt den Krieg ins sich wie die Wolke den Regen.
      8 12 Melden
    • Eifachöpper 03.10.2016 15:00
      Highlight Es ist auch noch zu erwähnen, dass so absurt wie es auch klingt die Farc inzwischen eine gewisse Stabilität garantieren. Soe kontrollieren zum grössten Teil die Drigengeschäfte. Im Friedensvertrag wurde auch festgehalten, dass sich die Farc bei einer annahme vollständig aus diesem business zurückziehen würde. Nun befürchten viele kolumbianer, dass das Vakuum welches entstehen würde von vielen kleinen Splittergruppen eingenommen würde und somit neue unkontrolierbare kämpfe entstehen. Ich denke für viele hat der entscheid mehr mit verbunft und logik zu tun als wir, annehmen.
      3 1 Melden
  • Die verwirrte Dame 03.10.2016 11:34
    Highlight Fliege am Donnerstag nach Kolumbien...Muss ich mir nun Sorgen machen?
    6 24 Melden
    • Ano Nym 03.10.2016 12:56
      Highlight Nope...also wenigstens nicht deswegen😅
      12 0 Melden
  • praxis 03.10.2016 10:57
    Highlight Tragisch. Aber das Abkommen war offenbar zu generös für die Hälfte der Kolumbianer... Straffreiheit, Geld zur Unterstützung für die Wiedereingliederung, 10% der parlamentarischen Sitze für die FARC auf sicher... und das für eine Gruppierung, die kaum Sympathien im Land hat. Immerhin wollte wenigstens die andere Hälfte Frieden.
    30 10 Melden
    • Theor 03.10.2016 11:27
      Highlight Die hälfte der Kolumbianer? Sieh dir die Beteiligungsquote an! 37% ist knapp mehr als ein Drittel. Davon hat knapp mehr als die Hälfte das Abkommen verhindert. Also hat in Tat und Wahrheit 1/6 der Bevölkerung entschieden.

      Mich würde interessieren, wieso die Wahlbeteiligung so tief war.
      32 6 Melden
    • _mc 03.10.2016 12:21
      Highlight ...unter anderem wegen den starken Regenfällen.
      5 1 Melden
    • Ano Nym 03.10.2016 13:03
      Highlight Die FARC hat, besonders bei Studierenden, viele Anhänger.

      Habe gerade mit einem Freund aus Calì gesprochen der meinte, die FARC seien die einzigen welche (besonders US-Amerikanische) multinationale Unternehmen in den Regenwäldern Einhalt gebieten. Viele haben Angst dass ohne diesen "Schutz" bald das Land zu einer weiteren Cash-Cow werde, an der sich die Korrupten bereichern.
      14 2 Melden
  • The Destiny // Team Telegram 03.10.2016 10:37
    Highlight Ist davon auszugehen dass die Wahl manipulationsfrei war oder ist etwas mehr als die hälfte der Bevölkerung nich ganz dicht?!

    26 17 Melden
    • Mafi 03.10.2016 10:53
      Highlight 😥
      5 4 Melden
    • kEINKOmmEnTAR 03.10.2016 11:50
      Highlight Über 300 ausländische Organisationen haben die Wahl überwacht, sie kann wohl als manipulationsfrei angesehen werden.
      21 0 Melden

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