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Harvey Weinstein, ganz entspannt in Idaho. Bild: EPA/EPA POOL

Im Fall Weinstein gibt's vor allem eins zu sagen: «Fuck you!» – an mehrere Adressen

Über 30 Frauen haben sich schon als Opfer von Attacken des Filmproduzenten geoutet. Eine widerliche und tragische Geschichte, die weh tut.

11.10.17, 16:28 12.10.17, 13:18

Er sei jetzt irgendwo in Arizona*, heisst es, in einer Rehab für Sexsüchtige. Harvey Weinstein muss jetzt ja dringend seine «Dämonen» in den Griff kriegen. Auf das Laster folgt die Läuterung, und alles ist gut, so will es die amerikanische Legende. Die Entzugsklinik als Kirche der Gegenwart. Aber wie es so ist in der Kirche: Wunder sind längst keine mehr zu erwarten. Harvey Weinstein, bis eben noch mächtigster Mann von Hollywood, ist am Ende und möge nie mehr auferstehen.

George Clooney sagt, Harvey Weinsteins Verhalten sei «unhaltbar, nicht zu verteidigen». Harvey Weinsteins Ehefrau Georgina Chapman nennt es «unverzeihlich», was ihr Mann getan hat und verlässt ihn. Clooney und Chapman verdanken Weinstein ihre Karrieren, Clooney als Schauspieler und Regisseur, Chapman als Chefin des Modelabels Marchesa, das zufälligerweise in jenem Jahr ganz viele Schauspielerinnen für allerlei rote Teppiche einkleidete, als sie Weinstein heiratete.

Georgina Chapman und das Model Karolina Kurkova 2016, beide in Marchesa. Bild: Evan Agostini/Invision/AP/Invision

Beide sind entsetzt, wollen aber nichts von der Schneise der Demütigung gewusst haben, die Weinstein fast dreissig Jahre lang durch die Riege junger Hollywood-Schauspielerinnen zog. Nichts von den Belästigungen, den Vergewaltigungen. Den sorgfältig mit einer Beruhigungstablette in Gestalt einer weiblichen Assistentin (die dann plötzlich verschwinden musste) eingefädelten Hotelzimmertreffen, die in Massagen, Masturbation oder auch einfach Sex endeten. 

Dazu kam fieses Bodyshaming («Du bist zu dick!»), das die Frauen umso beschämter und verunsicherter zurückliess.

Weinstein war so präzise in seinen Vivisektionen wie ein guter Filmbösewicht. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versahen in Frage kommende junge Frauen mit dem Kürzel «F.O.H.». Friend of Harvey. Seine Produktionsfirma Miramax funktionierte als Weinsteins Bordell. Wer gegen ihn war, hatte in Hollywood keine Freunde mehr, fand sich plötzlich in der Klatschpresse breitgetreten, kriegte keine Aufträge mehr.

Mila Kunis blieb zum Glück von Weinstein verschont, war aber sein grosser Traum. Sein grösstes Kompliment an eine Frau war, dass sie Mila Kunis gleiche. Bild: Paul A. Hebert/Invision/AP/Invision

Er gab gerne damit an, dass er nicht wie Bill Cosby zu Beruhigungsmitteln habe greifen müssen, um die Frauen gefügig zu machen. Er hielt es ganz mit Donald Trump: «Wenn du ein Star bist, lassen sie dich alles tun ... grab 'em by the pussy.» Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten Verschwiegenheitsklauseln in ihren Arbeitsverträgen unterzeichnen. Das Aufgebot an Anwälten, mit denen er journalistische und polizeiliche Recherchen gegen ihn in den letzten Jahren zum Erliegen brachte, war bedrohlich.

«Oh, die Mädchen sagen immer ‹nein›. Weisst du, ‹nein, nein›. Und dann trinken sie ein Bier oder zwei und schmeissen sich mir an den Hals.»

Harvey Weinstein zu einer unwilligen Angestellten, zitiert im «New Yorker».

Die prominentesten Anklägerinnen: Léa Seydoux, Emma de Caunes, Gwyneth Paltrow, Asia Argento, Ashley Judd (oben, von links), Cara Delevingne, Rosanna Arquette, Judith Godreche, Angelina Jolie und Rose McGowan (unten, von links). Bild: EPA/EPA

Clooney sagt, natürlich habe man über Weinstein geredet im Sinn von «alter Sack macht schöne junge Frauen an», aber das sei ja nun mal einfach normal im Business. Wieso? Wieso können Arbeitsverhältnisse, die auf einem eklatanten Machtverhältnis beruhen, nicht allgemein mit Respekt und professioneller Souveränität angegangen werden? Fuck you, George Clooney!

Matt Damon, dem nachgesagt wird (er bestreitet es), 2004 zusammen mit Russell Crowe eine Enthüllungsstory über Weinstein verhindert zu haben, sagt, er hätte von nichts eine Ahnung gehabt. Aber jetzt, «als Vater von vier Töchtern», sei er angewidert und würde sich so seine Gedanken machen.

Fuck you, Matt Damon! Wie oft haben wir dieses «Jetzt, wo ich Töchter habe»-Argument schon gehört, wenn es um Fragen von sexueller Belästigung oder Missbrauch ging! Können sich Männer sowas erst richtig vorstellen, wenn ein weibliches Wesen so vollkommen unschuldig, schutzbedürftig und in allem von ihnen abhängig ist, wie das nur die eigene Tochter sein kann?

Von Brad Pitt, Matt Damon und George Clooney hat einer eine Frau vor Weinstein in Schutz genommen. Welcher wohl? Bild: AP/AP

Vorher schweigt man darüber. Oder sagt: Schon schlimm, aber ... Eigentlich müsste man ihn jetzt entlassen, aber ... Ihr fühlt euch unwohl mit ihm? Hm, er ist halt einfach ein ganz armer Kerl, er kann nicht anders, er meint das nicht böse, nehmt ihn einfach nicht so ernst ... Und dann wird so lange geschwiegen, bis sich die lästige Verstörtheit heikler Frauen verzogen hat. Fuck you, silence!

Harvey Weinstein versucht, das Model Ambra Battilana Gutierrez zu verführen, sie nimmt ihn auf

Video: YouTube/MSNBC

Der 29-jährige Jurist und Journalist Ronan Farrow (der Sohn von Mia Farrow und Woody Allen oder Frank Sinatra, so genau weiss man das nicht) hat zehn Monate lang im Fall Weinstein recherchiert, das Resultat ist jetzt ein riesiger Artikel im «New Yorker». Die italienische Schauspielerin Asia Argento beschreibt darin detailliert, wie sie von Weinstein vergewaltigt und gefügig gehalten wurde. Es ist zum Heulen.

«Ich bin keine Hure», sagte Asia Argento nach der Vergewaltigung. Weinstein lachte und sagte, das werde er sich auf ein T-Shirt drucken lassen.

Stand by your woman: Promikoch Anthony Bourdain unterstützt seine Freundin Asia Argento und die anderen Frauen im Kampf gegen Weinstein. Bild: Richard Shotwell/Invision/AP/Invision

Im Fall von Argento dauerte der Alptraum fünf Jahre lang. Abwechslungsweise gab er ihr zu verstehen, dass er sie wirklich schätze, und forderte Sex, etwa für die Promotion ihres neuen Films. Als sie plötzlich als überforderte, alleinerziehende Mutter dastand, besorgte er eine Nanny für ihr Kind. Wohin auch immer sie sich drehte: Weinstein versperrte ihr den Weg, mit Drohungen oder perverser Güte.

Eines Tages stellte Weinstein Asia Argento seiner Mutter vor. Er betrachtete sie als seine Freundin.

Heute ist Asia Argento mit dem Koch Anthony Bourdain zusammen. «Ich bin stolz und geehrt, dich zu kennen. Du hast gerade das härteste Ding der Welt getan», twitterte dieser nach Erscheinen ihres Geständnisses im «New Yorker». «Können wir jetzt das Wort ‹Vergewaltiger› brauchen? #Weinstein», doppelte Bourdain nach und von Matt Damon erwartet er «The Bourne Apology». Argentos Bild auf Instagram versah er mit dem Kommentar «Proud as Hell».

Der einzige Mann in Hollywood, der es in all den Jahren wagte, Harvey Weinstein an die Gurgel zu gehen und dies erst noch in der Öffentlichkeit einer Branchenparty, war Brad Pitt. Gwyneth Paltrow war damals 24, Weinstein bedrängte sie, sie lief davon, erzählte alles ihrem Boyfriend Brad und der stauchte Weinstein zusammen. Worauf dieser wiederum Paltrow bedrohte. Worauf dann auch Brad Pitt lieber schwieg.

Alle wussten es, sagen die Frauen, die einander vor Weinstein warnten und sich jetzt nach lähmenden Jahren im Schatten der Macht gemeinsam an die Öffentlichkeit wagen, zuerst in der «New York Times», jetzt im «New Yorker» und anderswo. Alle, auch die Männer. Wir wussten von nichts, sagen die Männer.

Die einzigen Frauen, die Weinstein zur Seite eilen, sind übrigens die gründlich enthirnte Lindsay Lohan und die Designerin Donna Karan, die vorschlägt, die Frauen hätten ja geradezu danach gebettelt, gewiss seien sie alle viel zu aufreizend angezogen gewesen. Sie muss es ja wissen, sie zieht Frauen schliesslich an. Fuck you!

*In einer früheren Fassung dieses Textes war von Europa die Rede. Dies ist inzwischen von den amerikanischen Medien korrigiert worden.

Lindsay Lohan steht trotzdem hinter Harvey Weinstein, wie sie über ihre Instagram-Story in die Welt posaunt:

1m 11s

Lindsay Lohan verteidigt Harvey Weinstein in Instagram-Video

Video: Angelina Graf

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Hans der Dampfer 13.10.2017 09:03
    Highlight Die versprochene Karriere hat man aber gerne genommen..
    21 37 Melden
    • Citation Needed 13.10.2017 19:19
      Highlight Dummer Comment. Es gab viele, die waren schon berühmt, als er sich an sie ranmachte. Die sagten teils nein und riskierten damit ihre Karrieren. Zudem: Männer wie Frauen wussten, was lief, wagten aber nicht gegen ihn auszusagen. Wie immer, wenn Machtmissbrauch im Spiel ist, werden Opfer zu Tätern gemacht (blabla-Karrierevorteil-blabla) und es gibt eine Mauer des Schweigens. Kein Wunder also halten so viele die Klappe, wenn man sie ja eh nicht ernst nimmt und alle, auch Zeugen, Repressalien zu befürchten haben.
      25 6 Melden
  • My Senf 12.10.2017 20:04
    Highlight Und Simone Meier hat Natürlich auch erst gestern davon erfahren

    Bis letzte Woche war der Weinstein wegen pulp Fiction noch ihr Held und Clooney sowieso
    Nun das gäbe dann das Prädikat *Fuck you* oder?!
    38 17 Melden
  • neutrino 12.10.2017 14:07
    Highlight H.W gehört hinter Gitter, lebenslang, aber eine Frage stellt sich mir schon, wenn ich das Video im Artikel anschaue:

    H.W versucht penetrant und abartig das Model zu verführen. Warum sagt das Model nicht einfach "nein" und geht? Weil es diese Rollen will, weil H.W Macht hat, und weil das Model auch berühmt werden will!

    Wenn Machtgefälle ausgenutzt werden und das Opfer hilflos ist und keine andere Wahl hat (ausländische Prostituierte u.a.) ist das das eine - wenn aber eine intelligente junge Frau à tout prix Freund mit H.W. bleiben und berühmt werden will, ist das das andere.
    35 14 Melden
    • My Senf 12.10.2017 20:07
      Highlight Weil es von NYP verkabelt war damit sie ihn überführt wir er sie verführt!

      Nun wie Du hörst war das so stümperhaft aufgegleist, dass der Staatsanwalt schnell gemerkt hat nicht gegen HW mit einer Armada von Staranwälten beikommen zu können!
      13 3 Melden
    • neutrino 13.10.2017 12:50
      Highlight Ok, danke für die Info. Wenn ein alter Mann eine junge Frau verführen will, ist das zwar abartig, aber strafrechtlich wahnsinnig schlimm jetzt auch wieder nicht.

      9 7 Melden
  • wickedmovies 12.10.2017 09:07
    Highlight Das verwundert mich nicht. Wäre nun Zeit, dass die nächsten einflussreichen Filmmogule freiwillig nach vorne treten und ihre Dämonen bekämpfen wollen, beispielsweise die das Leben von (zum Teil bereits toten) Kinderschauspielern zerstört haben... *Corey Haim Forever*
    16 9 Melden
    • My Senf 12.10.2017 20:08
      Highlight Also alle?

      17 0 Melden
  • ShadowSoul 12.10.2017 09:05
    Highlight "Donna Karan, die vorschlägt, die Frauen hätten ja geradezu danach gebettelt, gewiss seien sie alle viel zu aufreizend angezogen gewesen. Sie muss es ja wissen, sie zieht Frauen schliesslich an. Fuck you!"

    Frauen! Wacht endlich auf! Finde es immer noch am schlimmsten wenn Frauen selbst so eine Scheisse behaupten, von wegen zu aufreizend angezogen! Nur weil man ohne Helm unterwegs ist, will man ja auch nicht sterben! FUCK YOU!
    63 16 Melden
  • pamayer 12.10.2017 07:45
    Highlight Gruselige Geschichte. Aber leider gar nicht aussergewöhnlich.

    Ein Satz ist trotz doppelter Tragik zum brüllen: "... die gründlich enthirnte Lindsay Lohan und ..."
    58 2 Melden
  • sikki_nix 12.10.2017 06:48
    Highlight Das ist für mich als normal sterblicher nicht zu fassen. Aber vor allem: wie konnte das so lange gehen? Warum wurde der Typ nicht schon vor Jahren reusgeschmissen?
    24 6 Melden
  • Spooky 12.10.2017 00:00
    Highlight Die Journalisten waren ja auch nicht besser. Sie haben geschwiegen.

    Simone Meier soll besser ihren eigenen Berufsstand beschuldigen. Tut sie aber nicht. Warum nicht?

    Eben.

    Genau darum haben Matt Damon und Konsorten geschwiegen.

    Jene, die abhängig sind und etwas sagen, werden überall kaltgestellt.

    Darum kann ich auch die Journalisten verstehen, die bis heute geschwiegen haben, obwohl sie etwas wussten.

    Warum lebe ich vom Existenzminimum? Weil ich nicht geschwiegen habe.

    Ich rate allen, zu schweigen.
    73 13 Melden
    • JasCar 12.10.2017 08:32
      Highlight Oh, dass ich mal Spookies Meinung bin, hätte ich nicht erwartet.
      Aber ich gebe ihm Recht, wer unbequeme Fragen stellt und Konflikte nicht scheut, hat in gewissen Reihen schlechte Karten.
      Bei mir war's das nicht vertuschen wollen von Missbrauch Schutzbefohlener. Die Verantwortlichen waren am längeren Hebel, ich somit bald mal raus.
      Ich hab mich wieder aufgerappelt, aber die Institution wurde unter die Lupe genommen, Täter und die Unter-den-Teppich-kehrer kamen vor Gericht.
      Ich würde jederzeit wieder den Weg des Nichtschweigens gehen, trotz widriger Umstände, ich schlafe reinen Gewissens.
      58 0 Melden
    • manuel0263 12.10.2017 08:57
      Highlight Ich kann Ihre Meinung auch aus persönlichen Gründen gut nachvollziehen. Aber genau das Schweigen führt dazu, dass all dieser Irrsinn nie aufhört. Was wäre, wenn NIEMAND mehr schweigen würde?
      43 0 Melden
    • Mia_san_mia 12.10.2017 17:23
      Highlight Da muss ich Dir mal absolut recht geben Spooky :-)
      12 3 Melden
    • Spooky 13.10.2017 20:59
      Highlight @JasCar

      "Oh, dass ich mal Spookies Meinung bin, hätte ich nicht erwartet."

      Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

      😃
      6 0 Melden
    • Spooky 13.10.2017 21:00
      Highlight @Mia_san_mia
      Hoffentlich wird das nicht zur Gewohnheit 😃
      6 0 Melden
  • Angelo C. 11.10.2017 23:37
    Highlight Weinstein erinnert mich vom habitus und den Taten her an den früheren israelischen Staatspräsidenten Kasav, der wegen ähnlicher krimineller Handlungen aus dem Amt entfernt und zu sieben Jahren Knast verurteilt wurde.

    Heuchlerisch und bezeichnend finde ich, dass die ganze Nomenklatura der US-Demokraten, die u.a. auch grosse Wahlkampfspenden für Hillary Clinton von Weinstein erhalten hat, im Verbund mit den lange betreten schweigenden Hollywoodgrössen, von Weinsteins Tun indirekt Kenntnis hatten, und sich in vornehmes Schweigen hüllten, das nun zwangsläufig sein Ende gefunden hat 🤔!
    29 5 Melden
    • yellowastra 12.10.2017 08:45
      Highlight Katzav heisst der und nicht Kasav
      12 6 Melden
  • Spooky 11.10.2017 22:37
    Highlight "Er sei jetzt irgendwo in Europa, heisst es..."

    Er hat anscheinend Frauen vergewaltigt!
    Wieso lässt man diesen Typen ausreisen?
    53 7 Melden
    • My Senf 12.10.2017 20:11
      Highlight Weil sie von der Schweiz aus im Normalfall nicht ausgeliefert werden und ihre Zeit während der Überprüfung des Gesuchs in Gstaad verbringen dürfen!
      21 3 Melden
  • Spooky 11.10.2017 22:35
    Highlight "Die prominentesten Anklägerinnen: Gwyneth Paltrow, Rosanna Arquette, Mira Sorvino, Rose McGowan, Angelina Jolie, Asia Argento und Ashley Judd."

    Dass sich diese selbstbewussten Frauen von einem Typen wie Weinstein erpressen lassen, hätte ich nie gedacht.
    42 15 Melden
    • Citation Needed 14.10.2017 11:11
      Highlight Dir ist scheinbar die Machtfülle nicht bewusst, die dieser Typ innehatte. Und der Umstand, dass er zwar einer der übelsten dieser Sorte war/ist, aber bei weitem nicht der Einzige. Emma Thompson nennt ihn the Tip of the Iceberg. Es gab auch viele, die ihn anzeigen wollten, aber null Gehör fanden oder eingeschüchtert wurden. Ich denke, da hat wer schlicht den richtigen Moment erwischt mit Enthüllungen, oder/und andere mächtige, die ihn zuvor schützten, haben ihn fallenlassen.
      9 0 Melden
  • manuel0263 11.10.2017 22:29
    Highlight Es ist leider seit Jahrzehnten das Gleiche: Wer in dieser Branche hochkommen und oben bleiben will, muss wahrscheinlich mit gewissen Situationen rechnen. Das ist sehr unschön, aber aufgrund des vielen Geldes und des Status und der Machtverhältnisse leider so. Diesen Missbrauch hat es definitiv in allen Klassen, nur das "Schmerzensgeld" ist in diesem Genre erheblich höher. Und daher wird (wie fast immer...) lieber geschwiegen als den Status zu verlieren. Manche Menschen kalkulieren unangenehme Ereignisse wohl von Anfang an ein. Cosby, Trump, Strauss-Kahn, Savile etc. nutzten das auch aus :-(
    37 6 Melden
    • Citation Needed 14.10.2017 11:13
      Highlight Saville ist ein Superbeispiel. Wie lange es dauerte, bis endlich jemand bereit war auszusprechen (und nicht nur das) was alle wussten.
      2 0 Melden
  • felixJongleur 11.10.2017 21:54
    Highlight Und wie wäre es nit einem grossen F... You an Meryl Streep, die ihn als Gott bezeichnete, seinen Status so mitzementierte, aber natürlich von NICHTS wusste? C.R.E.A.M.
    71 6 Melden
  • Verifiable Truth 11.10.2017 21:12
    Highlight Ich kann mich hier gerne anschließen und bei dieser wunderbaren Gelegenheit ein "fuck them all, sons of bitches, and fucking bastards", die verletzliche Frauen so ausbeuten.
    Dabei alle diese Star bastarde haben wirklich nur eins, Geld. Ohne Male up wirklich ganz hässliche Kreaturen.
    Stink normal, nicht besonder intelligent , ihr Ruhm und Geld durch krumme Machenschaften in Hollywood erworben. Ich habe und das Ziel gehabt , mir ihre Namen zu merken..
    23 21 Melden
    • Spooky 11.10.2017 23:51
      Highlight @pondering

      "Stink normal, nicht besonder intelligent , ihr Ruhm und Geld durch krumme Machenschaften in Hollywood erworben."

      Von wem redest du? Von den Stars und Sternchen, oder von den Leuten wie Weinberg?
      11 3 Melden
    • Baba 12.10.2017 00:21
      Highlight "sons of bitches" 😧

      Ja toll, während Sie (berechtigt) über soche Weinstein-ähnlichen Typen herziehen, klassifizieren Sie gleich so nebenbei noch deren Mütter als Huren... Gaht's no?
      21 4 Melden
  • Domino 11.10.2017 21:10
    Highlight Warum braucht Frau Clinton 5 Tage um sich über ihren guten Freund Weinstein zu äussern während sie beim Wahlkampf "Grap her by the pussy" über Wochen thematisiert hat?
    Irgendwie stecken die doch alle im Selben Sumpf: Bill Cosby, Bill Clinton, Polanski, Weinstein, Podesta, Jeffrey Epstein, Clement Freud...
    65 35 Melden
  • Nausicaä 11.10.2017 20:50
    Highlight Wie kann man sich bloss als Frau noch hinter Weinstein stellen??
    von Lindsay hab ich ja nichts anderes erwartet. Die ist so abgef*, die tut mir eigentlich schon leid. Von Donna Karan werde ich bestimmt nie mehr dieses Apfelparfum kaufen, das ich sehr mag. So eine dumme Nuss. Fuck you, Donna Karan!
    65 13 Melden
  • Binnennomade 11.10.2017 20:19
    Highlight Vielen Dank für den guten Artikel. Was ich mich aber frage ist, wieso Sie hier vor allem gegen die männlichen Mitwisser schiessen. Es gab doch sicher auch weibliche Mitwisserinnen, die nicht selber betroffen waren? Bei Matt Damon scheint's zu sein, weil er angeblich eine Enthüllungsreportage verhindert hat. Warum aber Clooney?
    Ich habe den Eindruck, dass man Ihren Artikel so interpretieren kann, dass doch die starken Männer die armen Frauen hätten beschützen sollen. Das finde ich schade.
    99 13 Melden
  • Captain Downtown 11.10.2017 19:47
    Highlight der typ gehört für lange zeit ins gefängnis. ein verbrecher, diskussionslos.
    was mir etwas aufstösst, ist der anti-männer ton des artikels.
    frauen werden sexuell missbraucht/ausgenutzt, sie schweigen, aus angst um ihre karrieren.
    bei den männern genau dieselbe angst, keiner will weniger millionen verdienen, also halten alle den mund.
    ich sehe da keinen unterschied.
    warum also diese klaren zuweisungen von moralischer anklage?
    das ist doch zutiefst sexistisch, diskriminierend und einfach völlig daneben.
    entweder hat jeder dreck am stecken, der schweigt, oder alle sind opfer.
    125 17 Melden
    • subcomandante 11.10.2017 20:52
      Highlight word!
      die Gleichung sexuelle Gewalt=gleich Männer ist falsch.
      sexuelle Gewalt wird von Menschen verübt.
      ..... und dieser Weinstein ist ganz einfach ein schlechter Mensch.
      got it?
      41 8 Melden
    • Rendel 11.10.2017 20:59
      Highlight Ob man selber missbraucht wird, oder Mitwisser ist, ist sehr wohl ein Unterschied. Und die missbrauchten Frauen schweigen nicht nur wegen der Karriere, das ist eine falsche Annahme.
      39 25 Melden
    • Captain Downtown 12.10.2017 07:59
      Highlight @rendel:
      ja das stimmt, aber dennoch gab es auch unter den frauen unzählige "mitwisserinnen"..
      und selbst wenn, wieso männlichen personen in diesem artikel im- und explizit ein mehr an moralischer verfehlung zugewiesen wird, erschliesst sich mir auch ob dieser differenz nicht.
      alle haben sie angst, alle schweigen sie, ob das nun scham, existenzangst oder was auch immer ist.
      22 3 Melden
    • Citation Needed 14.10.2017 11:46
      Highlight Captain Downtown: im letzten Comment bringst Du das Schlüsselwort, das meines Erachtens den Unterschied macht: Scham. Weinstein hatte es scheints drauf, Opfer (die vor allem), Mitwisser und Zeugen persönlich herabzusetzten und kleinzumachen. Nicht zu vergessen dass die, die sich gegen ihn wehrten, krass unter die Räder kamen und gegen eine Armada von Anwälten hätten gewinnen müssen..
      7 0 Melden
    • Citation Needed 14.10.2017 12:05
      Highlight Subcommandante: das Geschlecht spielt hier keine Rolle? Ich denke schon.
      Ich bin einverstanden, dass sexuelle Gewalt für Betroffene nahezu dasselbe ist, egal ob Frau oder Mann, oder ob von Frau oder Mann verübt. Sobald man jedoch die individuelle Ebene verlässt, spielt Geschlecht eine Rolle. Im Fall Weinstein/im System Hollywood kann die sexuelle Gewalt erst recht nicht vom Geschlecht entkoppelt werden: Predators sind idR männlich, die Opfer idR weiblich. Oder hat man je sprichwörtlich von einer Casting Coach für Männer gehört, vor dem Büro der Produzentin?
      5 1 Melden
  • Bruno Wüthrich 11.10.2017 19:37
    Highlight Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Gut, dass die Sache ans Tageslicht kommt.

    Und doch: Die Berichterstattung über diesen Fall kommt mir zu einseitig daher. Wurde nicht schon oft in der Presse gegen eine Person gehetzt und sie verteufelt? Am Schluss stellte sich heraus, dass zwar etwas dran war an der Geschichte, aber nicht so viel, dass es gerechtfertigt war, eine derartige Hetze loszutreten.

    Wurde hinsichtlich möglicher Entlastung recherchiert? Ist uneingeschränkt glaubwürdig, was die Frauen erzählen? Wenn ich den Artikel richtig interpretiere, müssten zumindest einige gewarnt gewesen sein.
    61 29 Melden
    • just sayin' 12.10.2017 00:46
      Highlight @Bruno Wüthrich

      ich finde sie super!

      meist schreiben sie genau das was ich aussagen will.

      bei mir tönt es aber nur „grunz! falsch! verdamminamal! schnauf! arg!“
      13 6 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.10.2017 19:36
    Highlight Sind die Gaukler nicht moralisch so einwandfrei, dass auf andere gezeigt werden darf?

    In diesem Fall sind die Reaktionen seeehr zögerlich ... opportunistisch?

    Naja, drum hüte dich vor Moralaposteln.
    15 4 Melden
  • pete.waterman 11.10.2017 19:35
    Highlight Lindsay Lohan fällt wieder mal auf. Negativ. Egal, Hauptsache auffallen, wenn lediglich eine nichtvorhandene Karriere hinter einem liegt. Zum Bemitleiden.
    18 11 Melden
  • The Origin Gra 11.10.2017 19:09
    Highlight Gab es in den 50ern bis 70ern nicht einen ähnlichen Fall nur das Männer einem Produzenten "gefügig" sein musste? Soweit ich mich erinnere war auch irgendwie Christopher Walken und Robert Wagner (sogar James Dean, Marlon Brondo) verstrikt in diesen Sumpf?

    Wenn meine Erinnerung mich nicht trübt, würde das heissen, das es viel mehr Opfer gibt da seit Jahrzehnten gedulteter Usus.

    Darüber könnte man doch einen Hintergrundartikel schreiben oder Frau Simone Meier? 🤔

    Ich meine, solche Abhängigkeitssysteme müssen Aufgedekt werden um sie zu zerschlagen

    45 5 Melden
  • Walter Sahli 11.10.2017 19:03
    Highlight Einmal mehr verneige ich mich vor Ihrer Schreibkunst, Frau Meier. Aber ich muss zugeben, dass in mir beim Lesen der Eindruck entstanden ist, dass Sie erwartet hätten, dass in erster Linie die Hollywood'schen Männer die Frauen vor Typen wie Weinstein hätten beschützen sollen. Und da frage ich mich einmal mehr, ob es wirklich so undenkbar ist, dass halt mal eine Frau hinsteht und einen Typen an den Pranger stellt, bevor drei Dutzend andere Frauen Missbrauch erfahren haben, obwohl sie dann halt auf die Karriere verzichten müsste. Ist das Amazonengen wirklich so spärlich gesät?
    75 10 Melden
    • Buff Rogene 11.10.2017 19:40
      Highlight Es ist die Angst, das Nachgeben, die Beschämung, die Angst auch, dass einem nicht geglaubt wird, und die Konsequenzen für den Täter weit weniger hart ausfallen werden, als für einen selbst.

      Dass sie den Schritt jetzt machen, ist nicht weniger mutig, und könnte in der Konsequenz genausovielen Frauen helfen.



      32 11 Melden
    • Walter Sahli 11.10.2017 20:05
      Highlight Rogene, sorry, aber das liest sich für mich wie eine feige Ausrede. Der Typ hat nicht erst vorgestern angefangen, Frauen zu belästigen! Das ging jetzt offenbar 30 Jahre so. Und keine der Frauen hat sich je überlegt, dass ihr Schweigen dazu führen wird, dass es weitere Opfer geben wird? Und keine war bereit, ihr Traum von der berühmten Schauspielerin aufzugeben, um den Typen zur Rechenschaft zu ziehen und in der Öffentlichkeit anzuprangern? 30 verdammte Jahre lang nicht???
      Was hätten sie denn verlieren können? Die Selbstachtung, die sie ja offenbar eh schon nicht hatten?

      Mir ist schlecht!
      48 14 Melden
    • Theor 11.10.2017 21:16
      Highlight Gilt die Angst für Männer denn nicht? Die Angst vor dem sozialen aus, den Aus der Karriere? Dürfen Männer keine Angst haben? It das ein Vorrecht der Frauen?
      42 11 Melden
    • Buff Rogene 11.10.2017 21:53
      Highlight @Walter

      "It’s likely that women have recently felt increasingly emboldened to talk about their experiences because of the way the world has changed regarding issues of sex and power. These disclosures follow in the wake of stories alleging sexual misconduct by public figures, including Bill O’Reilly, Roger Ailes, Bill Cosby, and Donald Trump."

      Du bist keine Frau, Du bist kein Opfer, und kannst Dich, sorry, schlicht nicht in die eingefahrenen Machtstrukturen hineinversetzen. Es ist immer einfach, als Aussenstehender zu urteilen.
      24 32 Melden
    • Walter Sahli 11.10.2017 23:33
      Highlight Warum es geschlechtsabhängig sein soll, ob man sich in eingefahrene Machtstrukturen hineinversetzen können soll, erschliesst sich mir nicht. Machtspiele werden in jeder Konstellation versucht. Die Frage ist, wie man darauf reagiert und was man zulässt (unter der Voraussetzung, dass man Handlungsspielraum hat). Und Zeitgeist hin oder her, mir fehlt das Verständnis dafür, dass so viele Frauen so lange schweigen und es damit billigend in Kauf nehmen, dass weitere Frauen in die Falle tappen. Opfer sein berechtigt nicht dazu, Andere ins selbe Unglück laufen zu lassen.
      23 3 Melden
    • Menel 11.10.2017 23:38
      Highlight Ist es nicht ein Unterschied ob man Opfer oder Mitwisser ist? Ich kann mir vorstellen, dass bei einem Opfer noch sehr viel mehr negative Gefühle wie Scham, Schuld, Angst vorherrschen als bei einem Mitwisser und dies ein Öffentlichmachen noch zusätzlich erschweren; nebst dem Abhängigkeitsverhältnis, das Opfer wie Mitwisser haben.
      14 5 Melden
    • Captain Downtown 12.10.2017 08:22
      Highlight @menel
      du hast recht, da ist sicher ein unterschied.
      aber wieso existenzangst gegenüber scham eine andere moralische implikation nach sich ziehen sollte, ist damit genauso unbegründet, und das war schliesslich der punkt.
      zudem nicht jede mitwissende frau auch sex-opfer war.
      13 1 Melden
    • Buff Rogene 12.10.2017 09:36
      Highlight "At the time, I told people close to me, and tried to confide in a female employee at Weinstein's company, Miramax. Her reaction was as though I was suddenly radioactive for daring to bring it up, which gave me little encouragement."

      Menschen wollen "Harmonie", niemand will "Aufruhr". Menschen tendieren dazu, sich bestehenden Strukturen anzupassen, inkl. wegschauen, insbesondere dann, wenn das Gefälle zwischen Gratifikation beim "Dulden" und Vergeltung beim "Aufmucken" so krass ist, wie beim Fall Weinstein. Er hat Karrieren genauso gezielt gefördert, wie er sie zerstört hat.


      5 5 Melden
    • Walter Sahli 12.10.2017 09:55
      Highlight Nach den neusten Berichten haben doch nicht alle Opfer geschwiegen. Für einmal bin ich froh, dass ich mich geirrt habe - und noch viel froher, dass ich mit diesem ekelhaften Sumpf nichts zu tun haben muss.
      2 1 Melden
  • Palatino 11.10.2017 18:23
    Highlight Dieses Verhalten, dieser Missbrauch ist durch nichts zu entschuldigen. Aber zeigen nicht gerade Formate wie DSDS, GNTM und andere Castingformate, dass das Erleiden von verbalem, körperlichem und psychischem Missbrauch Voraussetzung für eine Karriere im Showbusiness ist? Wird nicht schon da etwas normalisiert, was nicht normal sein darf?
    109 2 Melden
    • The Origin Gra 11.10.2017 19:27
      Highlight Doch wird es.
      Ich schaue aus Prinzip solche Sendungen nicht
      57 1 Melden
    • Theor 11.10.2017 21:18
      Highlight Und noch viel befremdlicher ist, dass dort auch onMass Leute mitmachen, die Wissen, dass ihnen ein solcher Missbrauch bevorsteht? Dass sie Körperlich und physisch reduziert und denunziert werden? Dass sie als dumm und falsch dargstellt werden?
      24 3 Melden
  • Informant 11.10.2017 18:06
    Highlight Leider ist der Fall Weinstein nur die Spitze des Eisbergs. Macht und Sex sind nah beieinander, darum sind Vergewaltigungen in Kriegen die Regel und nicht nicht Ausnahme.
    Überall wo solch ein Machtverhältnis herrscht, kann vergleichbares passieren. Z.B. ganz simpel im Gastgewerbe. (Ich kann ein Lied davon singen)
    Als Aussenstehender ist es dabei nicht immer einfach, den Durchblick zu haben, denn das Verhalten gewisser Frauen ist (für uns Männer) teils verwirrend und kann zu falschen Schlussfolgerungen führen.
    Im Nachhinein, wenn alle Puzzle-Teile beisammen sind, mag es offensichtlich sein.
    32 14 Melden
    • Rendel 11.10.2017 19:35
      Highlight Oh die armen Männer, die Opfer, weil Frauen sich so verwirrend verhalten. Wenn man verwirrt ist, fragt man einfach, was Frau will und hat eine klare Haltung, wenn sie nicht will, hat das keine Konsequenzen auf das Arbeitsverhältnis, genau so wie wenn sie will. Das gilt auch für Frauen im Umgang mit Männern, die von ihnen abhängig sind.
      34 32 Melden
    • Informant 11.10.2017 20:39
      Highlight Rendel, ich dachte mir schon, dass das missverstanden wird. Wegen der 600 Zeichen musste ich den Text zu sehr zusammen kürzen.
      Meine angesprochene Verwirrung bezieht sich nicht auf den Mann als Täter, in dem Fall Weinstein (der wusste genau was er tat) sondern auf den beobachtenden Mann, der sieht, wie sich Frauen gewissen Typen an den Hals werfen können, aus welchen Gründen auch immer.
      Da denkst Du nicht immer gleich, dass diese Frau ein Opfer von Machtmissbrauch sein könnte.
      Dies als Erklärung zu Clooneys verhalten, dass er die Situationen offensichtlich nicht als dramatisch einschätzte.
      31 7 Melden
    • Rendel 11.10.2017 21:45
      Highlight Soso, sie gehen davon aus, dass die Frauen sich Weinstein an den Hals geworfen haben. Wie nennen sie das denn bei Männern, die ihrem Arbeitgeber gegenüber nett und freundlich sind?
      16 28 Melden
    • Informant 11.10.2017 22:08
      Highlight Rendel, bist Du eine Frau? Stellst Du Dich jetzt extra etwas naiv?

      Ich meine Situationen wie diese hier. (Wie es zu und her gehen kann, wenn keine Kameras anwesend sind, kannst Du Dir selber ausmalen.)
      Soll man sich als beobachtender Mann in so einem Fall sorgen?




      29 6 Melden
    • Rendel 11.10.2017 23:05
      Highlight Sie haben meine Frage nicht beantwortet!
      3 24 Melden
    • Rendel 12.10.2017 13:58
      Highlight Ich hab keine Ahnung was Cloony wusste. Es war aber ein offenes Geheimnis seit vielen Jahren bei vielen bekannt.
      Auch Männer haben Weinstein hofiert, die geben halt keine Küsschen und wurden nicht sexuell belästigt von ihm.
      Ich denken bei dem Bild nicht, dass die Frauen nun Sex mit dem Kerl wollen.
      4 6 Melden
    • Lami23 13.10.2017 12:20
      Highlight Rendel, da muss ich Informant teilweise Recht geben. Wenn du auf einer Party einen mächtigen Mann mit vielen hübschen Frauen siehst, gehst du, besonders als Mann, nicht davon aus, dass sie bei ihm sind, weil er eine gewisse Art von Machtmissbrauch ausübt. Du gehst davon aus, dass sie das tun, weil sie auf einen Karrierekick hoffen, dass aber aus freiem Willen.
      6 0 Melden
  • DieRoseInDerHose 11.10.2017 17:56
    Highlight Einfach schlimm, dass sich gewisse Männer hinter einem gigantischen Netz aus Bedrohungen etc. so lange verstecken können..
    20 11 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.10.2017 17:51
    Highlight Wo bleiben die verständnislosen Männer, die sonst unter jeden solchen Artikel schreiben: "Die hätten längst früher etwas gesagt, wenn das wahr wäre; die wollen nur Geld oder sich wichtig machen."
    15 55 Melden
    • Datsyuk 11.10.2017 20:22
      Highlight Diese Männer bleiben vorerst in deinem Kopf. :)
      37 5 Melden
    • Echo der Zeit 11.10.2017 20:26
      Highlight "Die hätten längst früher etwas gesagt, wenn das wahr wäre; die wollen nur Geld oder sich wichtig machen."
      Huch, man kanns auch so sagen - Die haben nur nichts gesagt weil Geld und Kariere wichtiger sind, sonst wären sie früher damit gekommen.
      Sry, musste jetzt sein - Der Mann ist immer der Täter.
      14 13 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.10.2017 16:56
      Highlight Alle gut angekommen in den Blitzlis. Hier trauen sie sich nicht rumzustänkern. Typisch.
      3 8 Melden
    • Datsyuk 12.10.2017 21:05
      Highlight Sorry, das hast du ja provoziert.
      7 1 Melden
    • Lami23 13.10.2017 12:22
      Highlight Vielleicht gibt es gar nicht so viele davon wie du meinst? (bzw. Gerne hättest um Recht zu haben)
      5 2 Melden
  • N. Y. P. 11.10.2017 17:36
    Highlight So müssen Artikel geschrieben sein. Danke.

    Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versahen in Frage kommende junge Frauen mit dem Kürzel «F.O.H.». Friend of Harvey.
    Hier fehlt ein deftiges Fuck You (hoch10) an diese Mitarbeiterinnen ! und Mitarbeiter.
    Gibt es in den USA eigentlich nur noch abgefuckte Typen in der Politik und im Filmgeschäft ?
    89 15 Melden
    • bokl 11.10.2017 18:15
      Highlight Hast du wirklich das Gefühl, andernorts sei es besser?
      46 1 Melden
    • N. Y. P. 12.10.2017 08:48
      Highlight Ich weiss es nicht, @bookl.
      Aber, dass Hollywood dermassen verseucht ist, hat mich schon überrascht.
      4 6 Melden
  • Denk nach 11.10.2017 17:04
    Highlight Übel! Es ist immer wieder erstaunlich wie sowas geschehen und verschwiegen werden kann...
    42 8 Melden
    • Echo der Zeit 11.10.2017 18:06
      Highlight War das in Hollywood oder der Mode Branche je anders - ich glaubs nicht.
      20 1 Melden
    • Buff Rogene 11.10.2017 18:10
      Highlight Dieser Typ hat die Nerven, um eine zweite Chance zu betteln? Der gehört eingeknastet, ohne wenn und aber. Systematisches, jahrelanges, perverses Ausnutzen von Schamgefühlen und Machtverhältnissen.
      Und auf der anderen Seite hoffe ich, dass endlich eine Generation starker Frauen heranwächst, die in Situationen, wie sie im New Yorker beschrieben werden, solche Typen von Beginn weg in die Schranken weist.
      28 8 Melden
    • Rendel 11.10.2017 19:38
      Highlight Ich hoffe auch auf starke Männer, die haben es nicht nötig ihre Macht auszuspielen und mischen sich ein, wenn sie andere beobachten, die das tun.
      23 7 Melden
    • Buff Rogene 11.10.2017 21:02
      Highlight Männer erniedrigen Frauen, und Frauen erniedrigen Männer, weil sie zuviel von sich selbst, und zuwenig vom andern halten, weil sie egoistisch, rücksichtslos und grenzüberschreitend sind...und v.a: weil sie es können.

      Ja, es hilft, einem Opfer zu helfen. Und dennoch muss einem Meschen beigebracht werden, dass er sich selbst hilft und sich selbst verteidigt; nur dann wird man von solchen Löchern in Ruhe gelassen.
      18 6 Melden
  • just sayin' 11.10.2017 17:01
    Highlight was für attacken waren es denn?
    17 24 Melden
  • Vespa Timo 11.10.2017 17:00
    Highlight Tja für ein bisschen Glamour... Passiert garantiert nicht nur in der Filmbranche
    43 59 Melden
    • Rendel 11.10.2017 17:19
      Highlight Genau ihr Denken verhindert auch, dass Betroffene sich nicht getrauen Anzeige zu machen. Es geht nicht um Glamour sondern um Abhängigkeit. Wer dies ausnutzt ist das Arschloch. Nicht wer belästigt oder vergewaltigt wird!
      60 24 Melden
    • Sveitsi 11.10.2017 17:27
      Highlight Gibst du tatsächlich den Frauen die Schuld?
      38 25 Melden
    • walsi 11.10.2017 18:55
      Highlight @Rendel: Wer sich in die Abhängigkeit solcher Menschen gibt ist selber Schuld. Die Frauen haben die Wahl berühmt sein und ein glamouröses Leben, mit all den Konsekuenzen, oder ein einfaches Leben ohne Ruhm und einem einfachen Job. Sie haben sich für Ruhm und Glamour entschieden. Niemand zwingt eine Schauspielerin als Schauspielerin zu arbeiten. Sie kann sich eine Job im Büro, Verkauf, Pflege oder sonst was suchen.
      26 54 Melden
    • Rendel 11.10.2017 19:15
      Highlight Du erzählst so einen Blödsinn, walsi. Es gibt auch im Büro, im Verkauf und der Pflege Abhängigkeiten und sexuelle Übergriffe, bis zur Vergewaltigung.
      37 11 Melden
    • Datsyuk 11.10.2017 20:24
      Highlight walsi, dein Kommentar geht nicht! Niemand hat irgendein Recht, Frauen oder Männer gegen ihren Willen anzufassen.
      33 11 Melden
    • walsi 11.10.2017 22:06
      Highlight @Datsyuk: Das habe ich auch nicht gesagt. Wenn ich aber weiss, dass es in gewissen Branchen gewisse Gepflogenheiten gibt. Das mit der soganannten "Besetzungscoutsch" ist ja nichts neues, das gibt es schon länger als Weinstein im Business ist. Wenn ich also dann trotzdem mitmache, dann akzeptiere ich das stillschweigend.
      15 16 Melden
    • Datsyuk 11.10.2017 23:12
      Highlight walsi, damit gibst du den Frauen eine Mitschuld. Das ist falsch.
      14 8 Melden
    • Vespa Timo 11.10.2017 23:38
      Highlight Sorry aber wer so naiv ist und glaubt dass ein tolles Aussehen alleine dicke Kohle und Ruhm bringt... Klar muss man dafür auch noch was extra leisten. Ist im übrigen nicht nur in der Filmbranche so sondern kann beliebig ausgeweitet werden... Wie schon gesagt... Was tut man nicht alles für ein bisschen Glamour! Instagram etc zeigt es nur zu gut... Kein Mitleid! Klar das der gute Mann hart dafür bestraft werden muss!
      8 16 Melden
    • Menel 11.10.2017 23:46
      Highlight @walsi, dh. wenn ich Schauspielerin werden möchte, dann muss ich in Kauf nehmen sexuell belästigt und missbraucht zu werden? Dh. als Frau, wenn ich in einen Club gehe, darf ich gegen Belästigungen auch nichts unternehmen, weil sich das dort so etabliert hat? Wirklich? Gewohnheitsrecht?
      17 11 Melden
    • Sveitsi 12.10.2017 08:40
      Highlight @Vespa Timo: Ja, du hast recht. Tolles Aussehen alleine reicht nicht. Man muss extra Leistungen erbringen. Zum Beispiel mehr Ehrgeiz an den Tag legen. Üben, üben, üben. Den Willen haben. Auch schwere Zeiten überstehen. Den Glauben an sich selbst nicht aufgeben.
      Aber vom Regisseur / Producer / wem auch immer vergewaltigt werden gehört bestimmt nicht dazu!
      Ab Aussagen wie von dir oder walsi könnte ich kotzen!
      11 5 Melden
    • _kokolorix 12.10.2017 09:51
      Highlight @Datsyuk
      Die Frauen haben eine Mitschuld. Sie haben 30 verdammte Jahre geschwiegen.
      Walsi hat durchaus recht, solche Situationen werden von Frauen mitverursacht, welche mit sexueller Anmache zum Erfolg drängen. Das ist nicht nur ein Problem der Männer
      14 10 Melden
    • Datsyuk 12.10.2017 10:02
      Highlight _kokolorix, das stimmt nicht!
      7 10 Melden
    • _kokolorix 12.10.2017 11:39
      Highlight @Datsyuk
      Das stimmt nicht? Mit welcher Begründung?
      9 6 Melden
    • walsi 12.10.2017 13:11
      Highlight @_kokolorix: Datsyuk weiss, das du und ich recht haben, es passt aber nicht in sein Weltbild. Desahlb kann nicht sein was nicht sein darf.
      8 4 Melden
    • Datsyuk 12.10.2017 13:41
      Highlight Nein, schuldig ist der Täter. Wenn eine Frau spärlich bekleidet ist, trägt sie auch nicht eine Mitschuld an einer Vergewaltigung. Das sind nur Ausreden.
      7 5 Melden
    • Vespa Timo 12.10.2017 14:09
      Highlight Ich möchte aber auch recht haben... Es gibt wirklich einen Unterschied zwischen einem sexistischen Macho und einem Straftäter! Unerwähnt bleiben all die Frauen die mit dieser Masche erfolgreich ihre Ziele erreicht haben...
      8 4 Melden
    • Lami23 13.10.2017 12:24
      Highlight Wenn ihr denkt ein bisschen Reichtum und Berühmtheit sei etwas, wofür eine Frau eine Vergewaltigung in Kauf nimmt, habt ihr nicht verstanden, was so etwas für eine Frau bedeutet.
      5 3 Melden
  • Amadeus 11.10.2017 16:48
    Highlight Ein sehr guter Artikel, der die Recherche des New Yorker gut zusammenfasst. Es zeigt sehr schön, wie sie alle weggesehen haben. Zwei Fragen bleiben dennoch übrig. Warum gingen die Frauen nicht früher an die Öffentlichkeit, sondern liessen es zu, dass Weinstein auch andere sexuell belästigte? Und wo waren all die Reporter und Hollywood Kltaschpresse-Insider. Haben die auch von nichts gewusst?
    106 10 Melden
    • Simone M. 11.10.2017 17:02
      Highlight Gute Frage. Ich nehme an, das war von der «New York Times» und dem «New Yorker» jetzt bewusst so orchestriert, dass sie im Abstand von wenigen Tagen grosse, sauber recherchierte Geschichten mit vielen Frauen bringen. Damit nicht eine Einzelperson abgeschossen wird. Und die Klatschpresse lebt halt vom guten Kontakt zu Hollywood. Da bist du am Arsch, wenn du keinen Zugang mehr kriegst.
      69 15 Melden
    • Rendel 11.10.2017 17:13
      Highlight Es ist immer schwierig, besonders bei einem Abhängigkeitsverhältnis, den Mut aufzubringen Anzeige zu machen. Es braucht viel Unterstützung, grade auch aus dem Umfeld.

      Opfer fühlen sich oft schuldig, verantwortlich für das, was passierte.

      Opfer schämen sich meist, dass ihnen das passiert ist, dass sie sich das antun liessen und schweigen aus Scham.

      Das Umfeld trägt mit wegsehen dazu bei, dass nicht sein darf, was dem Opfer passiert ist.

      Es fühlt noch mehr Schuld und muss schweigen.

      Funktioniert leider auch oft in Familien nach diesem Muster.

      48 8 Melden
    • Mutzli 11.10.2017 17:23
      Highlight @Amadeus Da lohnt es sich sehr, die Originalreportage vom New Yorker zu lesen. Das Grundsätzliche Muster ist eines, dass leider auch sonst sehr häufig ist: Opfer in Abhängigkeits/niederer Position, Täter weit oberhalb im Machtgefälle. Das heisst, selbst wenn sie früher an die Öffentlichkeit gegangen wären (was auch passierte, siehe die Kontroverse um den unterdrückten Artikel in der NY Times), müssten sie einerseits mit massivsten Einbussen und evtl. Karriereende rechnen (weil Täter auch sehr vernetzt), ohne auch nur die Spur einer Garantie zu haben, dass ihnen dann auch geglaubt wird. 1/2
      30 3 Melden
    • opwulf 11.10.2017 17:25
      Highlight Amadeus: Die gleiche Frage wie bei Bill Cosby, oder den freigestellten Fox Moderatoren! Aber sei es wie es sei, es ändert nichts an den Taten dieser Schweine (sofern sie schuldig sind natürlich)! Lieber späht als gar nie! Simone M. ein wirklich starker Artikel dem ich uneingeschränkt zustimmen kann! Vielen Dank!
      32 6 Melden
    • Denk nach 11.10.2017 17:25
      Highlight Hmmm, dann hätten dein Berufskollegen auch noch ein ordentliches fuck you verdient!
      20 0 Melden
    • Wehrli 11.10.2017 17:27
      Highlight Who cares?
      4 23 Melden
    • Mutzli 11.10.2017 17:28
      Highlight 2/2 Dazu kommt noch, dass die Opfer von W., selbst wenn sie nicht zu den Medien gingen, versuchten die Info semi-öffentlich zu machen mittels sogenannten "whisper-networks" in denen sie andere Frauen vor Personen wie W. warnten. Gibt tonnen von Beispielen z.B. auf Twitter in denen die in diesen Fall verwickelten Frauen ihre Seite darstellen. Für ein anderes Beispiel wieso jemand nicht an die Öffentlichkeit gehen möchte siehe z.B. diese Geschichte von Terry Crews (ja, der riesige Typ): https://www.themarysue.com/terry-crews-sexual-assault-survivor-solidarity/

      17 3 Melden
    • SomeoneElse 11.10.2017 17:29
      Highlight "Und die Klatschpresse lebt halt vom guten Kontakt zu Hollywood. Da bist du am Arsch, wenn du keinen Zugang mehr kriegst."
      Das klingt jetzt auch ziemlich "nonchalant". Da gäbe es wohl noch einige "Fuck yous" zu verteilen... Die Frage ist ob sich die einzelnen Personen halt auch einfach nicht ihre Karrieren verbauen wollten... Bei einem Clooney, Pitt oder Damon kann sowas aber doch nicht von einer einzigen Person (Weinstein) abhängig sein. War der Typ echt so mächtig und somit praktisch unantastbar?
      28 0 Melden
    • Amadeus 11.10.2017 18:02
      Highlight @alle
      Danke für eure Antworten
      @Mutzli
      Ich werde die Originalreportage vom New Yorker auf jeden Fall noch lesen. Danke für die Anregung.
      7 0 Melden
    • bokl 11.10.2017 18:21
      Highlight Bei (fast) jedem Superstar gibt es einen Investor für den entscheidenden Schritt. Talent alleine ist eib Mythos. Und so entstehen Abhängigkeiten...
      13 0 Melden
  • Rendel 11.10.2017 16:47
    Highlight Danke für Deinen Kommentar Simone!

    46 4 Melden
  • häfi der Spinat 11.10.2017 16:46
    Highlight Erst vor wenigen Tagen las ich auf Watson eine Lobhudelei über den exChef von american apparel.
    Der offenbar genau gleich war.
    19 45 Melden
    • Simone M. 11.10.2017 16:57
      Highlight Meinst du den hier? Lobhudelei? Echt jetzt?
      http://www.watson.ch/!219460662
      40 13 Melden
    • häfi der Spinat 11.10.2017 17:15
      Highlight Ja den meine ich.
      der Typ wird von euch irgendwie sympathisch porträtiert. Mit viel Bewunderung.
      Und nicht so wie jetzt Weinstein, als Monster.
      17 26 Melden
    • Wehrli 11.10.2017 17:27
      Highlight Ja, Lobhuddelei
      11 17 Melden
    • Hoodoo 11.10.2017 17:38
      Highlight Unter Lobhudelei verstehe ich was ganz anderes...
      24 8 Melden
    • Crank 11.10.2017 19:18
      Highlight Die Lobhudelei war vor allem in den Kommentaren zu lesen. 😒
      11 5 Melden
  • AllIP 11.10.2017 16:46
    Highlight ...
    44 5 Melden

«Es Land pisset uf Künschtler» – Büne Huber wettert gegen «No Billag», und zwar so richtig

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