International

Hört dieser Holocaust denn niemals auf?

27.01.17, 18:14 09.02.17, 14:53

Wer hat noch nicht erlebt, wie ein junger Deutscher klagt: «Was hab ich denn mit der Massenvernichtung der europäischen Juden zu tun?» Oder einen älteren, der geplagt fragt: «Kann denn das mit den Juden nicht irgendwann mal gut sein?»

Die Debatte ist fast so alt wie das Ende des Zweiten Weltkriegs. Nicht nur der Volksmund, auch deutsche Intellektuelle diskutieren immer wieder über die «Moralkeule», vor der ein «Schlussstrich» schützen soll. Bis dato mit wenig Erfolg: Warum muss man sich an den Holocaust erinnern? Warum ist die Shoa auf immer mit Deutschland verbunden? 

Stahl-Schwamm drüber!

Erst wollten die Verlierer des Angriffskrieges nicht gewusst haben, dass die jüdischen Nachbarn deportiert wurden. Die, deren Hab und Gut sie als Ausgebombte dann dankbar von ihrem NSDAP-Blockwart geschenkt bekommen haben. Sie verschlossen die Augen vor dem Grauen, dessen Ausmass die meisten wohl wirklich erst im Nachhinein realisiert haben.

Die US-Armee führt 1945 deutschen Soldaten Filme aus den Konzentrationslagern vor. bild: via Rare Historical Photos

Die Wehrmachtssoldaten aus einem anderen Winkel fotografiert. bild via rare historical photos

Wie viele der NS-Schergen sich vom 1000-jährigen Reich in die Institutionen der jungen Bundesrepublik hinüberretten konnten, wurde erst in den 50ern und 60ern klar. Der notwendigen Auseinandersetzung mit diesen bösen Geistern und der Aufarbeitung der braunen Tage verdankt Deutschland, dass dort Mord seit 1975 nicht mehr verjährt.  

1998 belebte einer den Streit um Deutschlands grösste moralische Niederlage neu, von dem man es nicht erwartet hätte. Ausgerechnet bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Ausgerechnet in der Frankfurter Paulskirche, wo 1848 das erste deutsche Parlament tagte, bevor Preussen dem liberalen Treiben ein Ende setzte. Ausgerechnet Martin Walser ...

Die Frankfurter Nationalversammlung im Juni 1848 – Sitzung des ersten gesamtdeutschen Parlaments (Kolorierte Zeichnung von Ludwig von Elliott von 1848) bild: gemeinfrei

Walser wittert eine «Instrumentalisierung der Schande»

Der Schriftsteller wollte einen Schlussstrich unter das ziehen, was ein Adolf Hitler, ein Adolf Eichmann und ihr antisemitischer Hass den Folge-Generationen hinterlassen haben. Dabei ist Walser beileibe kein Nazi: Ausdrücklich distanzierte sich der Autor in seiner Rede von den Machenschaften historischer wie moderner Rechtsradikaler. 

Schriftsteller Martin Walser (links) im Oktober 1998 bei der Preisverleihung in der Frankfurter Paulskirche.  Bild: AP

Walser sagte aber auch, die Shoa dürfe nicht zu einer «Moralkeule» oder einem «Einschüchterungsmittel» verkommen: «Ich glaube entdecken zu können, dass öfter nicht das Gedenken, das Nichtvergessendürfen das Motiv ist, sondern die Instrumentalisierung unserer Schande zu gegenwärtigen Zwecken.»

Walser hatte das Gefühl, seine Nation könne nicht mehr normal sein. Der Deutsche habe keine Vergangenheit, auf die er sich berufen könne. Ein Empfinden, das er wohl mit dem einen oder anderen Landsmann teilte: Immer dieser Holocaust, in dem scheinbar alles versinkt. Der das, was gut war, unter sich begräbt.

Treffen der Schreibtischmörder: Die Teilnehmer an der Wannsee-Konferenz 1942

Eine Meinung: Ein guter Patriot ist der erste Kritiker seines eigenen Landes

Ich verstehe diese Haltung nicht: Warum sollte es so sein, dass es nur eine gute oder nur eine schlechte Vergangenheit gibt? Ist ein aufrechter Patriot nicht der erste Kritiker seiner Nation, um diese zu bewahren und zu bessern? Muss man nicht die dunklen Kapitel seines Landes kennen, um seinen Wandel zur modernen Nation einordnen und würdigen zu können?

Deutschland hat sich auf einem langen, schwierigen Weg eine Gedächtniskultur erarbeitet. Ganz im Gegensatz beispielsweise zur Türkei, die den Genozid an den Armeniern leugnet. Wie ein trotziges Kind verschliesst sich Ankara offensichtlichen historischen Tatsachen. Oder nehmen wir die USA, die ehrlicherweise einräumen müssten, dass ihre Nahost-Politik es war, die eine Iranische Revolution erst möglich gemacht hat.

Ein deutscher Reisender fotografiert im April 1915 in Kharpert, wie Osmanen Armenier abführen bild: american red cross

Iranische Revolution – Dezember 1978 in Teheran. Bild: AP

Natürlich sollen hier nicht der Holocaust, der in seinem Ausmass singulär ist, mit dem Genozid an den Armeniern oder einer Öl-Interessen unterworfenen US-Politik verglichen werden. Aber bei einem selbstkritischen Türken oder einem geschichtsbewussten Amerikaner wirkt Vaterlandsliebe doch gleich viel glaubwürdiger: Lieber ein sachliches Erinnern als jammerndes Verweigern historischer Fakten.

Aus der Geschichte für die Gegenwart lernen

Vielmehr helfen uns die Fehler von damals dabei, diese heute nicht zu wiederholen. Als etwa 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, sammelten sich die Deutschen begeistert auf den Strassen. Das Kaiserreich war zu einer wirtschaftlichen Weltmacht aufgeblüht, die 43 Jahre in Frieden gelebt hatte.

Fatale Fehleinschätzung der Lage: Deutsche Rekruten 1914 auf dem Weg an die Front. Auf dem Waggon steht «Ausflug nach Paris» und «Auf in den Kampf, mir juckt die Säbelspitze».

Die Schrecken des Krieges waren einer ganzen Generationen fremd, das nationale Selbstbewusstsein dagegen enorm. Mit Pauken und Trompeten wanderte die naive, euphorisierte Menge in den Tod. Heute geniesst Europa eine noch nie dagewesene Periode von Koexistenz und Wohlstand, während die Zeitzeugen der Shoa aussterben.

Blutbad Verdun

Um der Jugend die Schrecken des Krieges und die Abgründe der KZs zumindest ansatzweise begreiflich zu machen, ist das Erinnern nötiger denn je. Die Geschichten der Überlebenden müssen aufgezeichnet und konserviert werden, um die Auseinandersetzung mit Populismus, Rassismus und Totalitarismus anzuregen.

Erinnert euch – Wehret den Anfängen!

Tut Deutschland das nicht, könnte sich Geschichte durchaus wiederholen. Während ein Martin Walser von der Shoa als «unsere Schande» sprach und vor dem Erinnern als blosse «Pflichtübung» warnte, gibt es heute Redner, die Deutschlands Schande vergessen machen wollen. Oder in deren Jargon: ausradieren.

Es ist inzwischen so weit, dass Propaganda wie aus dunkelster NS-Zeit benutzt wird, um in einer komplizierten, vernetzten Welt einfache, verlogene Konzepte unters Volk zu bringen. Die Rede ist von AfD-Mann Björn Höcke, der historische Fakten ganz unverhohlen in seinem Sinne umdeutet. «Die deutsche Geschichte wird mies und lächerlich gemach», polterte er jüngst in einer Rede.

Höcke spricht in Dresden am Mitte Januar bei einem Treffen der AfD-Nachwuchspartei. screenshot: youtube

Und mit Blick auf das Berliner Holocaust-Mahmal provozierte er: «Wir Deutschen, also unser Volk, ist das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt setzt.» Die dreiste Dummheit, die er bei seinem Revisionismus an den Tag legt, ist bemerkenswert, denn der Deutsche erhält dafür viel Applaus.

Beispiel gefällig? «Unsere einst geachtete Armee ist von einem Instrument der Landesverteidigung zu einer durchgegenderten, multikulturalisierten Eingreiftruppe im Dienste der USA verkommen» sagte der gelernte Gymnasiallehrer.

Rotterdam 1940 nach einer massiven Luftwaffe-Bombardierung und der anschliessenden Enttrümmerung. Landesverteidigung sieht anders aus. Bild: gemeinfrei

Warschau erlitt dieses Schicksal bereits 1939. Die Bombardierung Dresdens nennt Höcke in der rede ein «Kriegsverbrechen». bild: deutsches bundesarchiv

Rattenfänger alter Schule

Landesverteidigung? Nun ja, vielleicht ab 1944 – gezwungenermassen. Die tatsächlich für Landesverteidigung aufgestellte Bundeswehr ist seit ihrem Bestehen mit den USA verbündet. Dort dienen laut Herrn Höcke offenbar zu viele Frauen und Secondos, wobei Letztere offenbar per se niemals Deutsche sind und in die Gesellschaft integriert werden können.

Pervers, populistisch und paradox: Der rechte Politiker schliesst Menschen aus – und warnt gleichzeitig, dass der «soziale Friede durch Import fremder Völkerschaften existenziell gefährdet» sei. Die Schlagworte in seiner Rede klingen beunruhigend vertraut: Auf der einen Seite: «so genannte Antifaschisten», «wilde Horden», «kreischende, verhetzte, jugendliche Wirrköpfe», «staatsgefährdende Alt-Parteien», «kapitale Rechtsbrüche» und «willkürliches Übergehen geltender Gesetze».

Sammelbecken der national Empörten und wütenden Bürger: Pegida-Umzug Mitte Dezember 2016 in Dresden. Bild: EPA/DPA

Und weiter: «erbärmliche Apparatschiks», «erstarrter Habitus», «ungeschützte Aussengrenzen», «rechtsfreie Räume», «Amtskirchen», «Masseneinwanderung», «Gewerkschaften», «Sozialindustrie» und ein «Staat in Auflösung». Und immer wieder die Reizworte von Rechtsaussen: «Multikulti», «Gender», «Neo-Liberalismus», «Amerikanisierung» und die «One-World-Ideologen».

«Ich habe es immer wieder gepredigt: Die AfD ist die letzte friedliche Chance für unser Vaterland.»

Björn Höcke

Auf der anderen Seite: ein «unbequemer Redner», «Patrioten», «historischer Verdienst», «Fundamentalopposition (als erster Schritt zur Tat)», «Mut-Bürger», eine «Bewegungspartei» und «reine, ehrliche, bescheidene, tiefe Vaterlandsliebe».

Kalter Stratege: Björn Höcke ist klug genug, nicht die Abschaffung des Staates zu fordern, was in Deutschland den Verfassungsschutz auf den Plan rufen würde. Seine Klientel erreicht er stattdessen über verbale Umwege. Bild: Jens Meyer/AP/KEYSTONE

Wer derart vereinfacht, polarisiert und provoziert, hat es nicht weit bis zum nächsten Schritt – und dem Marsch in den Faschismus. Erst wurden in der NS-Zeit die jüdischen Mitbürger deportiert. Dann verschwanden Lesben, Schwule, Handicapierte. Dann «Kommunisten», Gewerkschafter, Feministinnen. Dann Oppositionelle, dann Andersdenkende.

Der Kampf um unsere Demokratie muss immer wieder neu ausgefochten werden. Wir sollten uns daran erinnern, an diesem Tag des Holocaust-Gedenkens, damit es morgen nicht unser Nachbar ist, der abgeholt wird. Oder wir selbst.

Tag des Gedenkens - auch an noch lebende Opfer

Am 27. Januar findet auf der ganzen Welt der Tag des Gedenkens an die Opfer der Shoa statt. Damit soll an die Millionen Opfer von Juden, Sinti, Homosexuellen, Behinderten, Zeugen Jehovas und politischen Dissidenten erinnert werden, die von den Nationalsozialisten in Deutschland ermordet wurden.

Eine besondere Rolle in diesem Gedenken spielen die Überlebenden des Nazi-Terrors: Weltweit leben noch über 490'000 Menschen, die meist über 80 Jahre alt sind. Sie sind die letzten Zeugen der damaligen Wirklichkeit: Sie können aufgrund ihrer Erinnerung authentisch über die systematische Ermordung, die Ideologie der Nazis berichten.

Lehren ziehen

Deshalb haben diese Menschen eine besondere Bedeutung in der Arbeit für die Genozid-Prävention. Auch in der Schweiz leben Menschen, die den Nazi-Terror überlebt haben. Oft haben sie sich aufgrund ihrer traumatischen Erlebnisse bis in ihr hohes Alter nicht getraut über ihr Schicksal zu sprechen.

Zudem leben viele von ihnen unter prekären finanziellen Bedingungen. Deshalb wurde vor einigen Jahren durch Anita Winter in der Schweiz die Gamaraal-Stiftung gegründet. Diese Stiftung unterstützt rund 80 Shoa-Überlebende. Gleichzeitig ermöglicht sie ihnen, über ihr Schicksal zu sprechen.

Zudem können sie der jungen Generation als letzte Zeugen im Rahmen der Genozid-Prävention über Gründe und Auswirkungen der Nazi-Ideologie berichten. «Diese Begegnungen zwischen den Generationen sind ebenso berührend wie die konkrete materielle Hilfe durch die Stiftung», weiss Anita Winter, Präsidentin Gamaraal Stiftung.

Das wurde aus der Führungsriege des «Dritten Reiches»

Albanerinnen und Albaner beschützten im 2. Weltkrieg Juden und Jüdinnen vor den Nazis

George Lincoln Rockwells «American Nazi Party»

Das könnte dich auch interessieren:

Uber vertuscht massiven Hackerangriff – 57 Millionen Kundendaten weg

Weil es schon wieder früh dunkel wird: 13 Glühbirnen-Witze zum Abschalten

Video zeigt dramatische Flucht von nordkoreanischem Soldaten

12 geniale Erfindungen, die deinen Koch-Alltag einfacher machen

Hast du auch dieses Teil an deiner Heizung? So funktioniert es richtig

Til Schweiger hat sich mit diesem Facebook-Post mal wieder in Schwierigkeiten gebracht ...

Wo ist Walter? (Natur-Edition) Diese 14 Tierarten haben Forscher erst vor kurzem entdeckt

Die 10 witzigsten Rezensionen bei Amazon – zum Beispiel für diese Huhn-Warnweste

Nach dem «Haka» der «All Blacks» bleiben die Waliser einfach stehen 

Das sind die beliebtesten (und fairsten) Smartphones der Schweiz

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
104
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
104Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • The Origin Gra 30.01.2017 13:33
    Highlight Nun, als ich gerade aus dem ehemaligen KZ Dachau zum Bahnhof Dachau kam, ich war sehr Bedrückt als ich da rauskam obwohl das KZ noch kein Vernichtungslager war wie etwa Auschwitz, was aber angesichts der bereits Montierten Gas-Anlage wohl geplant war, fuhr ein Wagen auf den Bahnhofsplatz, bremste brüsk, zwei Typen die damals in meinem jetzigen Alter waren stiegen Halb aus, reckten die Rechten Arme empor und riefen Heil Hitler, stiegen wieder ein und rasten davon.
    Ich war damals echt Betroffen davon, es war wie ein Schlag mitten ins Gesicht nach all dem, was man im KZ gelesen hatte :(
    10 5 Melden
  • ElendesPack 30.01.2017 08:18
    Highlight Genitiv Obiectus: Denkmal der Schande bedeutet, dass das, was das Denkmal abbildet, eine Schande ist (war) und zwar diejenige Deutschlands.
    Und nein: Es ist für kein Land normal, sich so oft und unter den Vorzeichen einer diffusen Schuld mit den negativsten Aspekten seiner Geschichte zu beschäftigen, wie die Deutschen das tun. Heute lebt noch eine Handvoll der Täter von damals, ausser man glaubte an die Erbsünde.
    12 5 Melden
  • pamayer 30.01.2017 08:14
    Highlight Kann mich den Ausführungen von Martin Walser voll und ganz anschließen.

    Was etwas heikel ist, ist die völkerrechtswidrige Politik Israels heute, und wer diese kritisiert, wird als Antisemit bezeichnet.
    Israel hat seit einiger Zeit eine sehr rechtsgerichtete Regierung, welche möglichen Friedensprozessen vor allem Steine in den Weg legt. Auch sie sind nicht mehr die armen Opfer der Nazis, ebenso wenig, wie die Deutschen vor den Neonazis gefeit sind.
    14 3 Melden
    • Majoras Maske 30.01.2017 09:34
      Highlight Nein, das stimmt nicht, dass Kritik an Israels Siedlungspolitik automatisch antisemitisch ist. Aber Antisemiten können die Kritik an Israels Siedlungspolitik missbrauchen um gegen Israel zu hetzen.
      9 4 Melden
    • satyros 30.01.2017 10:12
      Highlight Kann man nicht einmal von Nazis reden, ohne dass gleich wieder Israel ins Spiel gebracht wird?
      10 2 Melden
  • Skip Bo 29.01.2017 12:13
    Highlight Ehrliche Aufarbeitung?
    Im deutschen TV laufen fast nonstop Dokus über die Nazizeit.
    Bemerkenswert sind die Unterscheidungen zwischen Nazis und Deutschen: Verbrechen wurden nur durch Nazis verübt, Opfer von z. B. alliierten Bombardierungen oder gefallene Soldaten waren Deutsche. Für die Täter/Opferrolle gibt es unterschiedliche Bezeichnungen. Das gibt den Deutschen heute die Möglichkeit die Verantwortung auf die Nazis zu schieben. Dieser Spielraum wird genutzt
    Ich lege Wert auf die Tatsache, dass die heutige Generation in D nicht für die Taten ihrer Grosseltern verantwortlich ist.
    14 3 Melden
  • MisterM 28.01.2017 23:37
    Highlight Danke für diesen Artikel. Bin auch sehr der Meinung, dass wir uns Vergangenes unserer Geschichte immer wieder vor Augen halten sollten, auch allen künftigen Generationen (ich sage "unserer Geschichte", denn so etwas wie der 2. WK betrifft nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt).

    Nur dank der Vergangenheit verstehen wir die Gegenwart, und dies wird uns auch in Zukunft helfen.

    Ein sehr passendes Zitat aus Lord of the Rings: "[...] you will read things out of the Red Book, and keep alive the memory of the age that is gone, so that people will remember the Great Danger[...]" Wie wahr...
    12 9 Melden
  • Herbert Anneler 28.01.2017 15:17
    Highlight Ich bin beeindruckt von diesem Beitrag - eine Watson-Rosine! Dass Opfer der Shoa - Viktor Frankl und Shlomo Gruber mögen stellvertretend für viele andere genannt sein - nach der dunkelsten Stunde der Menschheit die Hand zur Versöhnung ausgestreckt haben, ist m. E. das hellste Zeugnis des Menschlichen schlechthin - für mich DAS Weltkulturerbe! Und: echte, wahre Reue gedeiht am besten an der Beteitschaft des Gegenübers, zu verzeihen. So wird Schuld nicht verdrängt oder abgestritten, so bleibt die Erinnerung wach und hilft den folgenden Generationen weiter auf dem Weg zu Frieden und Versöhnung.
    29 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 28.01.2017 11:44
    Highlight Der Artikel ist nur zum Teil mit der deutschen Realitität befasst. Das "Erinnert euch – Wehret den Anfängen!" und "Niewieder" erfolgt jedes Jahr pünklich zum Holocaust-Gedenktag. Auch die Staatstrauer findet am 27. Januar jeden Jahres statt.
    Einen Tag später aber tönt es ganz anders. Da wird zum Boykott israelischer Produkte aufgerufen. Und damit nicht genug, erschallen die Rufe nach dem Boykott israelischer Wissenschaftler. Dies ist der Antisemitismus, der sich überall in Deutschland breit macht - und von den Mainstream-Medien und vieler Politiker als "Israelkritik" abgetan wird.
    11 47 Melden
    • Soli Dar 28.01.2017 23:24
      Highlight Was Isreal mit den Palästinenser macht grenzt an Völkermord und der Siedlingsbau in Palästinenser Gebiete ist illegal und völkerrechtswidrig.

      Man muss dringend darüber sprechen dürfen. Solange sich die Situation nicht ändert sollte, ja müsste man Isreal sanktionieren.

      Gleichzeitig ist Antisemitismus zu verurteilen, genauso wie Holocaustleugner!
      34 7 Melden
    • Lichtblau 29.01.2017 00:15
      Highlight @Bitterli: Das fällt mir auch je länger je mehr auf -sogar in der Schweiz. In meinem Umfeld gibt es in der SP aktive Linke, die noch nicht mal mehr Israels Politik für ihre bedenklich antisemitischem Ansichten bemühen. Ist das einfach Unwissen oder Geschichtsblindheit?
      8 15 Melden
    • Gelöschter Benutzer 29.01.2017 10:33
      Highlight @Lichtblau: Wer Israel verurteilt, tut das meist vom Schiff aus, war nie dort, weiss nicht, wie das ist z.B. in Sderot, wo Tag für Tag Hamas-Raketen niedergehen, - was die Medien verschweigen. Die Linken klammern sich an die Palästinenser, um ihre Verurteilung zu rechtfertigen. Es darf niemanden wundern: viele Sozis sind Antisemiten. Das ist auch nicht neu. Die Judenvernichtung wäre nicht möglich gewesen, wenn die Sozis ihre Augen geöffnet hätten. Aber eben...

      @ Soli Dar. Überlege mal, was du da geschrieben hast, was du vergleichst.
      11 40 Melden
    • Electric Elephant 29.01.2017 16:32
      Highlight @M.bitterli: Naja, mag ja in ihr einseitiges Weltbild passen, aber den Sozialdemokraten Mitschuld am Holocaust zu geben, zeigt eigentlich nur, dass sie entweder sehr schlecht informiert oder ideologisch so verblendet sind, dass es Ihnen auf Fakten nicht drauf ankommt! Die SPD war die EINZIGE Partei die damals gegen die Ermächtigung der Nazis gestimmt hat! Das Leute wie Sie nicht zwischen berechtigter Israelkritik und Antisemitismus (den es, da stimme ich zu - zu bekämpfen gilt) unterscheiden können, erstaunt dann auch nicht wirklich! Das Leben muss traurig sein, wenn alles monochrom ist...
      23 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 29.01.2017 19:43
      Highlight @Elektrischer Elefant
      Was Sie über Antisemitismus schreiben, erinnert mich an einen Alkoholiker, der behauptet mit Alkohol kein Problem zu haben.
      Schauen Sie doch mal über den Tellerrand hinaus. Vielleicht gewinnen Sie Erkenntnis.
      2 20 Melden
    • Electric Elephant 29.01.2017 22:13
      Highlight @Anna Moore: Also ich habe einen Unterschied zwischen Israelkritik und Antisemitismus gemacht. Sonst sehe ich nicht, dass ich irgendwas "über Antisemitismus" geschrieben habe? Ich nehme Bezug auf die abstruse Behauptung zu den Sozialdemokraten. Lesen sie bitte den Kommentar bevor Sie mir Antisemitismus unterstellen! Und dass mir gerade jemand, der offenbar Einstellungen errät, anstatt zu lesen was da steht, ein eingeengtes Sichtfeld unterstellt passt auch!
      19 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.01.2017 10:48
      Highlight Electric Elephant: Wenn Sie sich betroffen fühlen, tun Sie mir leid. Ich habe Sie nicht zum Antisemiten gemacht.
      Was die Genossen mit Antisemitismus zu tun haben, kann überall nachgelesen werden. Dass sich Israelkritik, so wie sie von der Linken betrieben wird, nur schwer vom Antisemitismus der NS unterschieden werden kann - dazu braucht es eben den Blick über den Tellerrand.
      So oder so, für mich ist diese Diskussion abgeschlossen.
      1 17 Melden
    • Electric Elephant 30.01.2017 11:26
      Highlight @Anna Moore: Und wieder unterstellen sie Sachen, die ich nicht geschrieben habe... Da sie offenbar nicht lesen wollen, bringt das wohl nichts! Und doch, wenn man mich in Bezug auf Antisemitismusmit mit einem Alkoholiker vergleicht, der über Alkohol schreibt, dann unterstellen Sie mir klar Antisemitismus! Aber lesen und verstehen, oder gar differenzieren, scheint nicht grad ihre Stärke zu sein!
      12 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.01.2017 16:08
      Highlight @ Electric Elefant: Hm, ich glaube fast, Sie sind des Verstehens nicht mächtig. Lesen, ja lesen scheinen sie können. Mit dem Interpretieren ist's vielleicht nicht allzuweit her. Oder beziehen Sie alles, was über die Linke - ich meine auch im Allgemeinen - geschrieben wird, auf sich?
      Es ist mühsam, wenn man auch noch erklären muss, wie Geschriebenes zu lesen ist. Meinen Sie nicht auch?
      Ach, eigentlich wollte ich meinen Mund, bezw. meine Finger im Zaume halten.
      1 11 Melden
    • Electric Elephant 30.01.2017 17:02
      Highlight @anna Moore: Sie haben 2x auf meinen Eintrag Bezug genommen ohne auf den Inhalt einzugehen. Und jetzt sind das plötzlich allgemeine Aussagen zu den Linken... Sorry, Ihre Ausreden sind ähnlich dümmlich wie ihre primitiven Unterstellungen! Wenn mir von jemandem, der mir schon durch populistische Stammtisch-Sprüche aufgefallen (Politiker- bzw Medien-Bashing) ist, Antisemitismus unterstellt wird, dann nehme ich das durchaus persönlich.. Aber offenbar sind Sie einfach nur ein Troll! Weiterhin viel Spass dabei - einfach ohne mich! Wer den Disput verfolgt, wird sich sein eigenes Urteil bilden...
      6 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 31.01.2017 17:02
      Highlight Nachdem, was ich hier gelesen habe über Weltbilder, Israel, Trolle, Stammtische, Sprüche, unpassende Ansichten etc. drängt sich mir eine Frage auf: Sind Israel-Hasser - äh, Kritiker so etwas, wie die besseren Antisemiten? - Es nur eine Frage und Fragen sind erlaubt. Auch in diesem - äh pfui, Forum.
      1 8 Melden
    • Mr. Kr 02.02.2017 14:01
      Highlight @Maria Bitterli, ganz einfach.
      1. Es geht es darum das der Holocaust und das Wort Antisemit nicht instrumentalisiert wird! (Was Sie genau jetzt machen)

      2. Israel kritik ist begründet. Dieser Staat wurde auf einem historischen unrecht erbaut, und es spielt keine Rolle von wem oder was er bevölkert wird. Es gibt sehr vieles was man kritiseiren darf und muss(z.b, Siedlungspolitik).

      Und das alles zu rechtfertigen ist halt eifach wenn man sagen kann, ihr seit antisemiten um so die Menschen Mundtot zu machen. Auf einer anderen weise kann man die taten dieses Tyrannenstaates nicht erklären.
      1 1 Melden
  • Waedliman 28.01.2017 10:44
    Highlight Die beschriebene Gedächtniskultur der Deutschen mag der Grund dafür sein, dass demokratisches Verständnis in Deutschland stärker verankert ist, als z. B. in Österreich, wo man sich ja immer noch als Opfer des "Anschlusses" sieht und scheinbar noch immer nicht begriffen hat, dass dies ein freiwilliger Akt war, der vom Volk unterstützt wurde. Die Tendenzen in Europa, wo man in vielen Ländern überhaupt kein geschichtliches Bewusstsein zu haben scheint, das Zusammenhänge erkennt, sondern sich in nationalistischem Geschwafel ergießt, sind bedenklich und bedürfen einer drastischen Aufklärung.
    30 8 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 28.01.2017 14:37
      Highlight Paradoxerweise ist es gerade diese widerliche Vergangenheit, welche heute Deutschland nicht nur wirtschaftlich, sondern vorallem auch moralisch glaubwürdig in eine Führungsrolle drängt.

      Es gibt eine Warnung von Gorbatschow, mit einem konkreten Vorschlag:
      http://time.com/4645442/gorbachev-putin-trump/

      Deutschland als quasi-ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat (P+) könnte diesbezüglich Verantwortung übernehmen, die harten Verhandlungen vorantreiben, damit am Ende vielleicht eine Art Neu-Auflage des westfälischen Frieden entsteht.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Westf%C3%A4lischer_Friede
      7 1 Melden
  • koks 28.01.2017 10:16
    Highlight Dazu auch passend die Situation der Holocaust-Überlebenden in den USA: Ein Drittel lebt in Armut.
    http://www.watson.ch/!579292027
    Schätze, das gilt für die Zeit unter Obama.
    12 1 Melden
    • atomschlaf 28.01.2017 17:03
      Highlight Sagt nicht viel aus, da Altersarmut in den USA leider generell stark verbreitet ist!

      Geht es den Holocaust-Überlebenden denn schlechter als dem Durchschnitt der gleichen Altersgruppe?
      14 2 Melden
  • E. Edward Grey 28.01.2017 08:14
    Highlight Der Mensch lernt aus der Erinnerung. Wenn jemand die Erinnerung abschaffen will, so ist sein Ziel die Menschen zu verdummen.

    Nationalismus basiert nur auf Erinnerung. Will ein Nationalist Erinnerungen verdrängen, so verfolgt er eigentlich nur eigene Ziele als eine Version 2.0 der Vergangenheit. Diese lassen sich aber offenbar nur erreichen, wenn die Menschen die gleichen Fehler nochmals begehen.

    Nur deshalb, aber umso stärker, ist Nationalismus keine Zukunft. Er ist nur das Abstecken von individuellen Machtgrenzen.
    Nicht zu verwechseln mit regionaler Identität, welche keine harten Grenzen kennt.
    19 7 Melden
  • Chihirovocale 28.01.2017 08:08
    Highlight Ich verstehe den Gedanken, dass ein deutscher Staatsbürger sich nicht ausschließlich mit der NS-Vergangenheit identifizieren will und finde das auch gut. Allerdings gepaart mit einem vernünftigen und kritischen Blick auf das Geschehene (gilt auch für alle anderen Nationen).

    Vereinfachung ist leider ein guter Nährboden für Ideologien, in unserer komplexen Welt finde ich es wichtig wissbegierig zu bleiben, zu hinterfragen und mehr als ein Medium zur information heranzuziehen... (Sorry Watson ;-) )
    25 0 Melden
  • SeKu 28.01.2017 03:45
    Highlight Walser: «Ich glaube entdecken zu können, dass öfter nicht das Gedenken, das Nichtvergessendürfen das Motiv ist, sondern die Instrumentalisierung unserer Schande zu gegenwärtigen Zwecken.»
    Dahm: "Ich verstehe diese Haltung nicht"

    Ja offensichtlich verstehen Sie es nicht. Denn danach argumentieren Sie nur über Fälle, wo das Erinnern tatsächlich nötig ist. Walser geht es aber um die Fälle, wo einfach "Holocaust" geschrieen wird um nicht auf ein unbequemes Thema ein zu gehen, ein Thema welches nicht mit Faschismus zu tun hat.
    22 2 Melden
  • dommen 28.01.2017 00:55
    Highlight Dass der Krieg immer noch in den Köpfen präsent ist hat mit seiner Realität zu tun. Der 2. Weltkrieg hatte nichts mit politischen Interessen zu tun. Es waren die Nazis. Punkt. Es gibt keinen Vergleich, wo innerhalb von 25 Punkten Staatsbürgerschaften und der Vorbehalt nach Staatsämtern nach rassischen Kriterien definiert wurden. Dieser sozialdarwinistische Determinismus, der aufgrund von genetischen Argumenten das Prinzip des stärkeren einfordert, ist ein Kernpunkt dieser menschenverachtenden Ideologie. Und nein, man kann eine "normale Diktatur" nicht mit dem NS-Regime vergleichen.
    12 6 Melden
  • Internetz 28.01.2017 00:49
    Highlight Die schandtaten der menschheit sollten generell nicht in vergessenheit geraten, dennoch waren die ermordeten von gestern schon oft die mörder von morgen. Unsere welt dreht sich... wir erinnern uns an dies und jenes. dabei geschah schon so vieles aus dem wir hätten lernen können und trotzdem gibt es menschen, die die welt mir anderen augen sehen, solche die es nicht schaffen so weit weit zu fühlen und andere, die es lieber anderen überlassen. Ich denke sehr oft nach, nehme die wut auf, nehme sie auseinander und lege sie weg. Ich liebe euch alle! Auch die, die angst davor haben! Gute nacht.
    3 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.01.2017 23:31
    Highlight Zu Martin Walser: Ich kenne und liebe "Meßmers Reisen". Ich kenne sonst nichts von dem Autor. Aber dort finde ich einen reinen Menschen. Wunderbar. Niemand kennt das Buch! Walser sieht die Gegenwart punktgenau. Er versteht die deutsche Gegenwart auf den Punkt. Aber Walser hat nicht gesehen, dass auf Punkte Punkte folgen aus denen schwarze Spinnen entstehen, die überall herumkrabbeln.

    Walser hätte die Chance gehabt, der grösste unserer Zeit zu werden, wäre die Zeit stehengeblieben.
    2 7 Melden
  • mitch01 27.01.2017 22:44
    Highlight Es braucht doch einfach ein gesundes Mittelmass. Rechtsextrem und Linksextrem ist nicht gut. Ich habe einfach Mühe damit, wenn man alle anders denkenden als dumm abstempelt.
    49 33 Melden
    • phreko 27.01.2017 23:44
      Highlight Was ist andersdenkend? Wie soll man denn Braune bezeichnen?
      6 17 Melden
    • Randy Orton 28.01.2017 00:10
      Highlight Ich sehe den Zusammenhang deines Kommentars zum Text und zum Gedenktag nicht? Oder wie viele linksextreme Politiker sitzen in deutschen Parlamenten und sind führende Figuren in wählerstarken Parteien?
      19 12 Melden
    • sambeat 28.01.2017 00:38
      Highlight Absolut! Danke!
      4 2 Melden
    • Bundesrat 28.01.2017 01:19
      Highlight Was hat diese Kommentar mit Holocaust-Gedenken zu tun? (Abgesehen davon, dass Rechtsextreme und Leute wie de-facto Neo-Nazi Björn Höcke den Holocaust relativieren und damit "abschliessen" wollen, was eben so brandgefährlich ist.
      16 3 Melden
    • E. Edward Grey 28.01.2017 08:18
      Highlight Für die Gesellschaft sind Extreme essentiell. Sie zwingen die Gesellschaft, die Diskussion über ihre Grenzen zu führen. Ohne dies gibt es keine Fortentwicklung, sei es kulturell, wissenschaftlich oder sozial.
      10 2 Melden
    • atomschlaf 28.01.2017 10:15
      Highlight @Orton: Die Grünen und die teilweise aus der SED/PDS hervorgangene Die Linke haben zusammen 127 Sitze im Bundestag, das sind gut 20 Prozent. (Der Bundestag hat 630 Sitze)

      https://www.bundestag.de/parlament/plenum/sitzverteilung_18wp
      6 10 Melden
    • Waedliman 28.01.2017 10:48
      Highlight Dazu müsste man allerdings das Diskutieren pflegen. Wenn dies bedeutet, dass in diversen Talkshows Menschen wie bellende Hunde aufeinandergehetzt werden, um sich 45 Minuten lang anzubrüllen und ihre politischen Standardphrasen zu dreschen, hat dies nichts mit Diskussionen zu tun. Einen Höcke zu entlarven, die gesamte AfD intellektuell auszuhöhlen, ist denkbar einfach. Leider lässt man sich auf die Provokationen ein und reagiert nur, anstatt zu agieren. Merkel sitzt Dinge gerne aus, darf sich aber durchaus auch mal kämpferisch zeigen. Als Statement für ihr Volk.
      6 2 Melden
    • atomschlaf 28.01.2017 11:15
      Highlight @Man darf auch nicht vergessen, dass ohne den Linksrutsch und insbesondere die katastrophale Flüchtlingspolitik der CDU unter Merkel die AfD eine unbedeutende Randerscheinung geblieben wäre.
      10 17 Melden
  • Oiproll 27.01.2017 22:24
    Highlight Hmmmm... wo bleibt denn roter riese?? Die anderen sind ja schon da!! Guter artikel,danke.
    21 11 Melden
  • Linus Luchs 27.01.2017 22:23
    Highlight Danke, Philipp Dahm!

    Der Kampf gegen das Vergessen ist ein Kampf für die Zukunft, indem wir in der Gegenwart erkennen, was sich wiederholt, und uns mit aller Kraft dagegen wehren. Das ist heute so dringend notwendig wie noch nie seit 1945.
    42 9 Melden
  • atomschlaf 27.01.2017 21:56
    Highlight Anfangs ein sehr guter Artikel, bis er dann in undifferenziertes und unreflektiertes AfD-Bashing absinkt.

    Über die Tatsache, dass die Positionen der AfD in der Migrations- und vielen anderen Fragen weitgehend denen einer klassisch konservativen Partei wie beispielsweise der früheren CDU entsprechen, wird bequemerweise grosszügig hinweggesehen.

    Der Faschismus droht in Deutschland kaum von der AfD. Im Gegenteil:
    Hiess es früher „Kauf nicht bei Juden!“ heisst es heute sinngemäss „Kauf nicht bei AfD-Sympathisanten!“

    Mal drüber nachdenken!
    58 111 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.01.2017 22:52
      Highlight Ziemlich lustig, Dein Kommentar.

      Seit wann ist wörtliches Zitieren aus einer Rede von Björn Höcke "undifferenziertes und unreflektiertes AfD-Bashing"?

      Wenn die AfD "in vielen Fragen weitgehend denen einer klassisch konservativen Partei entspricht", wieso bemüht sie sich denn so sehr um rassistische völkische Fremdenhasser, wie z.B. die Pegida-Spinner?

      Und: Was verstehst Du mit "die frühere CDU"?
      60 24 Melden
    • Enzasa 27.01.2017 22:52
      Highlight Also wenn unter Bildern von sinkenden Flüchtlingsbooten im Mittelmeer, Kommentare geschrieben werden, die Freude darüber ausdrücken oder Sprüche wie, wenigstens ein paar weniger und so, dann sind wir tiefer im Schlamm als "Kauf nicht bei Juden"
      Auch heute wird von der AFD, von anderen Gruppierungen und von vielen einzelnen Personen die Zugehörigkeit zu einer Religion mit negativen Eigenschaften gleichgesetzt und sogar kriminalisiert.
      47 20 Melden
    • DieRoseInDerHose 27.01.2017 23:14
      Highlight Was für ein extrem unpassender Vergleich von AfD-Sympathisanten mit Juden... *kopfschüttel*
      10 5 Melden
    • Nick Name 27.01.2017 23:48
      Highlight In den vergangenen Tagen habe ich annähernd Albträume bekommen - wegen diesem Mann, Björn Höcke. Philipp Dahm hat ihn m.E. sehr gut erfasst: Er ist mit seiner raffinierten Rhetorik brandgefährlich. Und mit seinen Ansichten in den deutschen 30er und frühen 40er-Jahren stehengeblieben. Mich schaudert es zu sehen, wie ihm Beifall gezollt und zugejubelt wird; da gilt es einfach dagegenzustehen, dagegenzureden, dagegenzuschreiben und zu -denken, klar und unnachgiebig.

      Und mich würde schon noch interessieren, wo genau im Artikel das undifferenzierte und unreflektierte AfD-Bashing sein soll.
      21 9 Melden
    • Switch_On 28.01.2017 00:06
      Highlight @Atomschlaf: Höcke wurde 1:1 zitiert. Das ist kein Bashing. Schau dir doch seine Rede an.

      Und das mit dem "Links-Faschismus ist doch einfach sowas von herbeigezogen. Ist für mich immer ein Zeichen, dass keine Argumente (Fakten) vorhanden sind. Mal abgesehen davon, dass es in D kaum linke Parteien gibt. Die Grünen undcdie SPD ist kaum noch von der Union zu unterscheiden.
      18 7 Melden
    • Bundesrat 28.01.2017 01:30
      Highlight Afd-Bashing? Lachhaft. Höches Rede is widerwärtig! Wer eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad" will, das Holocaust-Mahnmal als "Schande" bezeichnet und dann auch noch die Frechheit hat, sich trotz Hausverbot an der Gedenkveranstaltung im KZ-Buchenwald blicken zu lassen (was für ein Provokation für die anwesenden Holocaust-Überlebenden), MUSS angeklagt werden und ist eine Gefahr! Und mit der Reaktion der Afd zu diesem Vorfall (--> keine richtige Reaktion), ist auch alles zur Partei gesagt. Noch ein Beispiel? Die AfD in Ba-Wü will Fördergelder für NS-Gedenkstätte streichen! Grauenhaft.
      23 8 Melden
    • E. Edward Grey 28.01.2017 08:25
      Highlight @Bundesrat: Höcke war bis zu seinem Erscheinen "lediglich" unerwünscht. Das Hausverbot wurde ihm erst bei Ankunft ausgesprochen. Er hat nichts Verbotenes getan, sondern einfach nur schlechten Stil, mangelnden Respekt und null Situationsverständnis gezeigt. All das war aber gewollt ("so wie geprobt") um Reaktionen zu provozieren. Kasperletheater auf dem grössten Leichenhaufen der deutschen Geschichte.
      14 0 Melden
    • Waedliman 28.01.2017 10:51
      Highlight Als ich vor fünf Jahren in die Schweiz ging, war ich entsetzt über SVP-Wahlplakate und fühle mich an schlimme Zeiten erinnert. Ich habe mit jedem Schweizer über diese Partei diskutiert und mich jedes Mal mehr aufgeregt. Letztlich habe ich das Land verlassen, weil ich weiß, dort nicht gewollt zu sein. Wollen wir nun die AfD verharmlosen und so tun, als sei sie eine Art Randerscheinung von Verwirrten, wollen wir ihre Vertreter verharmlosen? Haider hat die FPÖ großgemacht, nun steht sie vor einem möglichen Wahlsieg in Österreich. Die wahre Fratze zeigt die AfD spätestens im kommenden Wahlkampf.
      13 7 Melden
  • Thinktank 27.01.2017 21:36
    Highlight Den Holocaust kennt heute jeder nur noch aus Bilddokumenten und Anne Frank. Ausser ein paar Neonazis kommt niemand auf die Idee, dass dies nochmals stattfinden darf. Trotzdem fühlen sich die professionell Empörten berufen, jegliche nicht genehme Meinung als rechtsradikal zu verunglimpfen. Kein Mensch verfolgt oder hegt irgendwelche Aversion gegen Juden. Das verteidigen der eigenen Heimat gegen Eindringlinge ist ein Urtrieb der Menschen. Die wahren Nazis sind Linke, die das Leid der Juden missbrauchen, um ihre Pseudogutmesch-Ideologie gegenüber kritischen Stimmen zu rechtfertigen.
    37 126 Melden
    • Kollani 27.01.2017 22:00
      Highlight "Kein Mensch verfolgt oder hegt irgendwelche Aversion gegen Juden" ach ja, schön wärs!
      67 6 Melden
    • Aged 27.01.2017 22:13
      Highlight Mensch, Sie müssen einen kranken Hass auf Linke haben um solche Verdrehungen zu konstruieren.
      Das heisst aber auch *Thinktanks sind verkappte Nazis?!
      63 21 Melden
    • atomschlaf 27.01.2017 22:28
      Highlight Das Perverse ist ja, dass Deutschland und Europa in grosser Zahl Menschen zuwandern lassen, die aus religiösen Gründen Juden hassen.
      In Frankreich hat dies bereits zu einer noch nie dagewesenen Auswanderungswelle von Juden nach Israel geführt!

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/antisemitismus-in-frankreich-zahl-juedischer-auswanderer-auf-rekordhoch-a-1069928.html
      49 8 Melden
    • Enzasa 27.01.2017 22:53
      Highlight Nicht aus religiösen sondern kulturellen Gründen
      5 24 Melden
    • SeKu 28.01.2017 03:50
      Highlight Das ist leider nicht so. Wie die Geschichte gezeigt hat, kann ein Völkermord immer wieder passieren. Darum müssen wir uns erinnern und dürfen nicht vergessen. Sonst passiert es irgendwann wieder.

      Und gerade die Situation für die Juden wird in Europa leider wieder ungemütlicher. Die Auswanderungszahlen nach Israel brechen jedes Jahr die Rekorde vom letzten Jahr. Das hängt auch stark damit zusammen, dass momentan viele Menschen aus judenfeindlicher Kultur (wenn man sowas Kultur nennen darf) einwandern.
      16 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 28.01.2017 06:23
      Highlight Ist Religion nicht mit Kultur verbunden?
      6 1 Melden
    • E. Edward Grey 28.01.2017 08:32
      Highlight @rosehip: nein, Kultur ist die Anpassung an regionale Gegebenheiten (klimatisch, geologisch) in Verbindung mit einem gemeinverständlichen Modell des Zusammenlebens.

      Religion hat sich geschickt auf diesen Konsens aufgepflanscht um Kontrolle und Macht auszuüben.
      10 3 Melden
    • poga 28.01.2017 09:25
      Highlight @Aged: ja der Hass auf Linke ist in diesen Kreisen wohl sehr gross. Ich denke er ist in etwa so gross, wie der Hass Linker auf diese Rechten. Genau hier liegt das Problem. Die Gesellschaft hat sich spalten lassen. Im Falle von AFD-Wählern habe ich das Gefühl, dass man sie so stark abgehängt hat (wirtschaftlich und sozial) dass sie keine Skrupel mehr haben ihre extreme Position einzunehmen. Dieses Schamgefühl gegenüber der Vergangenheit hat meiner Meinung nach seinen Teil dazu beigetragen. Ich kann das weiter ausführen wenn du möchtest.
      7 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 28.01.2017 11:07
      Highlight @E.Edward Grey: Je nach Ansicht. Ist wiederum die Frage, was war zuerst: das Huhn oder das Ei?
      1 0 Melden
    • Echo der Zeit 28.01.2017 11:07
      Highlight "Die wahren Nazis sind Linke, die das Leid der Juden missbrauchen, um ihre Pseudogutmesch-Ideologie gegenüber kritischen Stimmen zu rechtfertigen":
      Meine Fresse, wie geistig arm und frustriert muss man sein, um so einen Quatsch zu schreiben.
      14 8 Melden
    • E. Edward Grey 28.01.2017 11:49
      Highlight @rosehip: es ist nicht vergleichbar und daher egal was zuerst da war. Kultur stützt sich auf die Eindrücke aus der Umgebung der Menschen, Religion ist ein abstraktes Gedankenkonstrukt.

      Nachdem sich aber die Religion immer wieder an regionalen Kulturen und Gebräuchen orientiert und bedient hat, diese aus Akzeptanzgründen durch Assimilation Aspekte daraus übernahm (z.B. diverse Feste aus dem Naturzyklus), muss festgestellt werden dass es wohl sicher schon vor der Verbreitung von Religion eine Kultur gab.
      5 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.01.2017 21:26
    Highlight Es geht dabei mitnichten "nur" um den Holocaust, sondern um den totalitären Faschismus, entgegen unserer liberalen demokratischen Gesellschaften.

    Ich beobachte das mit "Wie lange wollen/müssen wir uns noch erinnern?" nun seit dreissig Jahren.

    Die das beklagen, waren schon immer dieselben: Die, die sich noch gar nie erinnern wollten.

    Und sie sehnen sich nach dem kollektiven Vergessen, um wieder genau so zu tun wie damals.

    In Wahrheit beschuldigt niemand heutige Deutsche für das Geschehen damals. Nur die, die "es so leid sind, sich zu erinnern"...

    Der Artikel ist sehr gut; vielen Dank.

    63 14 Melden
    • Domino 28.01.2017 04:54
      Highlight Faschismus war in Italien, Nationalsozialismus in Deutschland...
      7 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 28.01.2017 11:18
      Highlight Top Kommentar @Benot. Der Umstand, dass es immer noch und wieder Leute gibt, die diese Vergangenheit einfach beseite wischen wollen ("Wie lange müssen wir uns noch erinnern") zeigt dass es eben immer noch notwendig ist. Siehe einige Kommentare hier oder Neo-Nazi Höcke . Und alle die jetzt wieder "Nazi-Keule" schreien: Wenn das was Höcke rausgelassen hat diese Bezeichnung rechtfertigt dann weiss ich auch nicht, was es noch braucht.
      2 1 Melden
  • Deathinteresse 27.01.2017 21:24
    Highlight Danke für diesen Artikel!
    Nein, man "übertreibt" es überhaupt nicht wenn es um dieses Thema geht. In einer Zeit, in der "Hitler" ein Modewort unter Jugendlichen geworden ist und es wieder salonfähig ist gegen Mindeheiten zu hetzen, ist es umso wichtiger, dass wir immer und immer wieder daran erinnern.
    55 19 Melden
  • Thinkdeeper 27.01.2017 20:45
    Highlight Wie es scheint ist Nazionalisnus, populistische Ausgrenzung, Ausbeutung, Schuldzuweisungen und idealiesierung des Eigenutzes überall auf dem Vormarsch.

    Parallelen zur Geschichte aus der wir lehren sollten, sind für mich offensichtlich.

    Göbbels Propaganda ist heute "Marketing" und die Hetze "Alternative Fakten".
    41 10 Melden
  • Thinkdeeper 27.01.2017 20:42
    Highlight Danke..Guter Artikel.
    Der Mensch verdrängt und vergisst leider gerne. Auch verdrängt er gerne die in ihm liegende dunkle selbstherrliche EGO und antisoziale Persönlichkeitsstörung und verspottet andere als "Gutmenschen".

    Deshalb ist es wichtig jegliches Unrecht immer wieder in Erinnerung zu rufen und auch als solches zu benennen und zu brandmarken.

    Das Unrecht beginnt im kleinen, begleitet von Machtmissbrauch und pseudo intelektuellen "Alternative Fakten", welche die offensichtliche Verblendung schonungslos aufzeigen.

    38 11 Melden
    • Domino 28.01.2017 05:05
      Highlight Es heisst dissoziale Persönlichkeitsstörung. Und wenn du mehr darüber wüsstest, dann hättest du etwas anderes gemeint...
      ...und jetzt wirds kompliziert: was ist wenn muslimische Zuwanderer in Deutschland 'Juden ins Gas rufen'?
      5 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.01.2017 20:28
    Highlight Wir gehören doch schon längst einer Art neuen „Hitlerjugend“ an und merken es selber nicht. Wir wollen unseren „Wohlstand“ sichern. Das ist unser oberstes Gebot. Früher waren die Juden die Feindbilder, heute ist es der Islam, sind es die Russen, ist es Assad, zur Rechtfertigung um an Rohstoffe zu kommen. Unsere Droge, der Reichtum. Obwohl dann doch nur immer weniger Menschen was davon haben. Gibt es da wirklich noch so ein grosser Unterschied zu der Zeit der Nazis?
    30 48 Melden
  • Spooky 27.01.2017 19:55
    Highlight Ich finde es super, dass der Mossad die heute noch lebenden Nazis zur Strecke bringt - oder es wenigstens versucht.

    Aber: Die deutschen Angestellten der Justiz (also die Richter und Funktionäre) aus der Nazizeit konnten problemlos auch nach dem Krieg ihre Jobs behalten.

    Der Vatikan verteilte Pässe an hohe Nazis.

    Wernher von Braun wurde von den Amis gehätschelt.

    Leni Riefenstahl wurde für ihre Propaganda nicht einmal bestraft.

    Man soll also nicht so tun, als ob etwas nach dem Krieg mit rechten Dingen zugegangen wäre.

    Es ist auch heute noch Chaos pur.
    31 12 Melden
  • Majoras Maske 27.01.2017 19:47
    Highlight Ich denke Deutschland geht aktuell gut mit seinem Erbe um. Höcke wird daran ebenso wenig ändern wie Walser.

    Vergessen darf man es nicht und man sollte es nicht nur zum Schulstoff degradieren, den es gibt keine Garantie dafür, dass niemand auf die Idee kommt, so etwas nochmal zu versuchen. Aber schuldig fühlen muss man sich nicht mehr, sondern verantwortlich, dass es nicht vergessen geht. Ausserdem geht einem z. B. ein KZ immer noch so nahe, dass man nicht teilnahmslos dort steht.
    53 3 Melden
    • bilbo 27.01.2017 21:12
      Highlight "Aber schuldig fühlen muss man sich nicht mehr, sondern verantwortlich, dass es nicht vergessen geht."

      Meine Worte!
      24 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.01.2017 19:39
    Highlight Das ist ein sehr starker, aufrichtiger und wichtiger Artikel. Ich liebe Watson und seine Journalisten für diese Arbeiten. Es ist nicht auszudenken, was passiert, wenn solche Stimmen wie Philipp Dahm nach dem Gusto von Bannon verstummen! Die Erinnerung an unsere europäische Vergangenheit ist absolut zentral, wenn wir glaubhaft in eine bessere Zukunft gehen wollen. Die Aufdeckung aller Gräuel hilft, künftige zu vermeiden. Ich hoffe Watson bleibt so stark gegen den, ja, rechten Mainstream unter Trump. Scheisse, jetzt habe ich DAS geschrieben. Aber Achtung! Es ist soweit!!!
    108 19 Melden
  • Spooky 27.01.2017 19:22
    Highlight "Heute geniesst Europa eine noch nie dagewesene Periode von Koexistenz und Wohlstand..."

    Das sind Fake-News! Wohlstand gibt es in Europa nur noch für die oberen Zehntausend. Es muss so sein, dass die Journalisten auch zu den oberen Zehntausend gehören, sonst würden sie nicht so ein Unsinn schreiben.

    Schaut doch zum Beispiel nach Frankreich, wo die unteren Schichten gar nichts mehr zum Lachen haben, wo die Bauern sich umbringen, weil ihre Existenz am Ende ist.
    37 113 Melden
    • Majoras Maske 27.01.2017 20:02
      Highlight Schau doch mal ins Geschichtsbuch wie arm die Leute vor hundert Jahren waren. Kein Vergleich!

      Und das Phänomen des Bauernselbstmords gibt es in der Schweiz übrigens auch, vor allem in der Waadt. Der Kanton Waadt hat das Personal für "Bauernseelsorge" verdoppeln müssen, nur geht das ja leider am eigentlichen Problem vorbei.
      35 5 Melden
    • SanchoPanza 27.01.2017 20:27
      Highlight so einen Quatsch! Ja, es gibt die Lohn- & Vermögensschere ist viel zu gross und dagegen muss gekämpft werden. Aber verglichen mit JEDER Zeit des Krieges geht es Europa jetzt verdammt gut!
      43 3 Melden
    • Thinkdeeper 27.01.2017 21:16
      Highlight Lieber Spooky

      Sie wiederlegen ihre Fake News Behauptung gleich selbst.

      Ich stimme überein, dass Einkünfte und Wohlstand ungerecht verteilt sind und die Wut über Abzockerei und Machenschaften wächst auch in mir.
      Ich stimme überein, dass jeder der psychisch krank wird, jeder Selbstmord, jeder Bürger der nicht in Würde leben kann, jeder der von Sozialhilfe abhängig wird, immer einer zuviel ist.
      Nur mit populistischen Argumente, Schuldzuweisungen,Rundumschläge lösen bzw. mindern wir dies nicht. Im Gegenteil wir lenken bewusst ab und behindern jene die redlich an den
      Veränderungen arbeiten.

      27 4 Melden
    • Spooky 27.01.2017 21:27
      Highlight @SanchoPanza

      "geht es Europa jetzt verdammt gut!"

      Lieber Sancho Panza.
      Zwischen deiner Einbildung und der Wirklichkeit klafft ein Abgrund.

      Einer Million Schweizern geht es nicht verdammt gut! Verdammt noch mal!

      Aber okay, lieber Sancho, Don Quixote hat dich verwirrt. Du bist entschuldigt, hehe ;-)))
      12 46 Melden
    • Spi 27.01.2017 22:20
      Highlight Spooky, ich weiss nicht auf welchen alternativen Fakten deine Aussagen beruhen. Ich lebe in einer Gemeinde mit einem überdurchschnittlich hihen Sozialkostenanteil und weiss aus meiner Behördentätigkeit, dass die Sozialhilfebezüger ganze 1.5% der Bevölkerung ausmachen. Kommen nun noch die Alten dazu deren Pension, falls vorhanden, nicht ausreicht, sind das maximal 5% die als verarmt gelten. Und eben, dies ist eine klar überdurchschnittlich arme Gemeinde. Selbst so auf die Schweiz hochgerechnet sind das 400k und weit weg von deiner Million. Bleib bei den realen Fakten bitte.
      17 3 Melden
    • Aged 27.01.2017 22:24
      Highlight @spooky: "es geht gut / es geht nicht gut" mit was vergleichst du das? Vergleiche ich mich mit einem Milliardär geht es mir monetär gar nicht gut, aber gesundheitlich vielleicht besser. Vergleiche ich mich mit einem Flüchtling, geht es mir monetär, gesundheitlich, psychisch und physisch vermutlich enorm viel besser.
      18 3 Melden
    • Enzasa 27.01.2017 23:03
      Highlight Das ist unser heutiges Problem, Angebote und Wahlmöglichkeiten ohne Ende, Zuviel wollen und sich benachteiligt fühlen.
      Stimmt, Sozialhilfe deckt den absoluten Grundbedarf. Aber hey, niemand hungert, Zugang zu Bildung ist kostenlos, es gibt soziale Programme aller Art. Jeder der nicht in der Lage ist, seinen Unterhalt selber zu verdienen, erhält staatliche Unterstützung. Jeder kann in der Regel zum Arzt gehen.
      1 2 Melden
    • Fabio74 27.01.2017 23:04
      Highlight Blödsinn. Den Europäern geht es so gut wie nie. Auch wenn einige weniger haben als andere. Wir leben in Wohlstand und Überfluss. 95% der Menschen hätten dies gern.
      5 3 Melden
    • Spooky 27.01.2017 23:43
      Highlight @Spi
      Wieso behauptest du, meine Erfahrungen seien alternative Fakten?
      2 6 Melden
    • Spooky 28.01.2017 00:01
      Highlight @Aged
      Wenn ich mich mit einem Flüchtling vergleiche, dann geht es mir monetär viel schlechter als ihm. Und genau das nervt mehr als eine Million Schweizer.
      4 6 Melden
    • SanchoPanza 28.01.2017 08:10
      Highlight @Spooky, du bist derjenige mit den alternativen Fakten. Du redest von Erfahrungen. Erfahrungen sind aber subjektiv! Ich glaube dir, dass du neidisch auf Flüchtlinge bist (wieso auch immer...), aber das macht es nicht plötzlich wahr, dass sie es angeblich besser haben als eine absurde Anzahl von einer Million Schweizern.
      Wenn es dir darum ginge, den Wohlstand besser zu verteilen, musst du oben an der Gesellschaft ansetzen, nicht unten.
      Aber ich weiss, du bist ja nur am Trollen...
      4 2 Melden
    • ujay 28.01.2017 09:50
      Highlight Und immer wieder die unverhohlene Lüge von den Flüchtlingen in der Schweiz, denen es besser gehen soll als Schweizer Sozialhilfeempfängern. Ich an deiner Stelle würde entweder schweigen, oder Fakten dazu bringen; mit Quellenangabe und Zeit bitte. Ein Tipp: Boulevardmedien- Schlagzeilen gehören definitiv nicht dazu.
      6 3 Melden
  • ZH27 27.01.2017 19:20
    Highlight Wobei man dazu sagen muss, dass ein heute geborener Deutscher mit dem Holocaust genau gleich viel zu tun hat wie ein heute geborener Schweizer. Den Holocaust vergessen wäre sehr schlecht, aber das gilt nicht nur für Deutsche, sondern auch für alle anderen. Dass das im Gebiet des heutigen Deutschlands passiert ist, ist ein Fakt, aber deshalb sind Deutsche da nicht besonders gefährdet sich unmenschlich zu verhalten.
    85 11 Melden
    • Domino 28.01.2017 05:19
      Highlight Nur ein kleiner Teil der KZ stand auf 'heutigem' deutschen Boden...

      https://de.wikipedia.org/wiki/Konzentrationslager
      5 0 Melden
    • ZH27 28.01.2017 09:03
      Highlight Ach das hab ich auch gedacht, gerade nachdem ich's geschrieben habe. Hast natürlich recht ;)
      2 0 Melden
    • Lichtblau 30.01.2017 22:03
      Highlight ZH27: Besonders gefährdet? Natürlich nicht. Aber in fast jeder deutschen Familie gibt es (Ur-)Grossväter, die am Krieg teilgenommen haben. Klar waren nur wenige in der SS oder SA, viele junge Männer wurden als Kanonenfutter verheizt, längst nicht jeder war ein Nazi. Aber es gab sie eben auch, wenn auch nur als Mitläufer. Deshalb haben Deutsche eine ganz andere Beziehung zu dieser Zeit als die zum Glück verschonten Schweizer. Das kann ich schon nachvollziehen.
      1 0 Melden
    • Domino 31.01.2017 01:09
      Highlight Merke: es braucht nur rund 1% einer radikalen Ideologie und das Land nimmt einen dramatischen Wandel.
      0 0 Melden
  • Frank8610 27.01.2017 19:09
    Highlight Es ist wichtig dass der Holocaust nicht ins vergessen gerät.

    Jedoch übertreibt man ein bisschen wenn es um dieses Thema geht. In der Schule wird es mehrmals in verschiedenen Stufen durchgegangen. Und jedes Jahr kommen gefühlte 100 Filme zu diesem Thema raus.

    Andere Genozide in der Geschichte der Menschheit werden da ganz anders behandelt. Zum Beispiel der Massenmord an Indianer die in den Western fröhlich von Cowboys umgenietet werden, oder andere Genozide die fast nie thematisiert werden (Aborigenes, Armenier, Rwanda usw...)

    Es sollte kein Ranking unter Gräueltaten geben.
    67 26 Melden
    • Rendel 27.01.2017 19:35
      Highlight Das besondere am Holocaust ist nicht der Genozid an sich, sondern mit welcher Systematik und wie grossindustriell man vorging. Genozide sind immer schrecklich und ja, da hätten noch viele Länder viel aufzuarbeiten.
      62 10 Melden
    • Thinkdeeper 27.01.2017 21:24
      Highlight Vollkommen richtig.
      Es gilt aber zu bedenken, dass früher Greueltaten andere Länder nie so systematisch durchgeführt wurden und das Unrecht des Holocaust von damaligen Volksmehr abgesegnet war.
      7 12 Melden
    • Blutgrätscher 27.01.2017 21:32
      Highlight Auch ist es wichtiger, Schulkindern vor allem den Genozid im eigenen Vorgarten vor Augen zu führen.

      Die Amerikaner und Rwander haben gräueltaten begangen, jedoch bringt es vergleichsweise wenig, wenn wir den Schulkindern lang und breit die geopolitische Situation in Afrika und die postkolonialistischen Spannungen, welche dort zu Konflikten führen, erklären.
      Rwanda (sowie USA vor 200 Jahren) war eine Situation, die in Europa so kaum passieren kann, der Holocaust aber leider schon.
      Und deshalb ist es wichtig, dass es durchgekaut wird, bis es sitzt.
      19 5 Melden
  • blobb 27.01.2017 19:02
    Highlight Super Artikel!
    52 9 Melden
  • Olaf! 27.01.2017 18:50
    Highlight "Bombardierung Dresdens nennt Höcke in der rede ein " Unabhängig von der Qualität sollte man auch Reden von dem Typen gross schreiben ;)
    14 34 Melden
    • Olaf! 27.01.2017 20:13
      Highlight Geht um den Rechtschreibefehler...
      11 2 Melden
    • ujay 28.01.2017 09:53
      Highlight OMG, immer diese Oberlehrer. Den Fehler kannst du gerne behalten und vielleicht was zum Thema beitragen.
      1 2 Melden
    • Olaf! 28.01.2017 11:30
      Highlight 😂 irgendwie ein wenig Komplexe? Was hat denn dein Kommentar jetzt zum Thema beigetragen? Meiner war ursprünglich dafür gedacht, auf einen kleinen Rechtschreibfehler aufmerksam zu machen, was immer noch konstruktiver ist als dein Kommentar.
      2 1 Melden

Verschwörungstheorie? «Jeder mit einer anderen Analyse wird mit Spinnern, Pädophilen und Antisemiten in eine Ecke gestellt»

Ein neuer Dokumentarfilm (siehe Video unten) beleuchtet am Beispiel des umstrittenen Schweizer Historikers Daniele Ganser, welch erbitterte Auseinandersetzungen bei Wikipedia-Artikeln zu kontroversen Themen oder Personen im Hintergrund ablaufen. Gansers Spezialgebiet ist verdeckte Kriegsführung und er erforscht in diesem Zusammenhang auch Verschwörungstheorien zu den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001. Seine Versuche, den Wikipedia-Artikel zu seiner eigenen Person abzuändern, …

Artikel lesen