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Hört dieser Holocaust denn niemals auf?



Wer hat noch nicht erlebt, wie ein junger Deutscher klagt: «Was hab ich denn mit der Massenvernichtung der europäischen Juden zu tun?» Oder einen älteren, der geplagt fragt: «Kann denn das mit den Juden nicht irgendwann mal gut sein?»

Die Debatte ist fast so alt wie das Ende des Zweiten Weltkriegs. Nicht nur der Volksmund, auch deutsche Intellektuelle diskutieren immer wieder über die «Moralkeule», vor der ein «Schlussstrich» schützen soll. Bis dato mit wenig Erfolg: Warum muss man sich an den Holocaust erinnern? Warum ist die Shoa auf immer mit Deutschland verbunden? 

Stahl-Schwamm drüber!

Erst wollten die Verlierer des Angriffskrieges nicht gewusst haben, dass die jüdischen Nachbarn deportiert wurden. Die, deren Hab und Gut sie als Ausgebombte dann dankbar von ihrem NSDAP-Blockwart geschenkt bekommen haben. Sie verschlossen die Augen vor dem Grauen, dessen Ausmass die meisten wohl wirklich erst im Nachhinein realisiert haben.

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Die US-Armee führt 1945 deutschen Soldaten Filme aus den Konzentrationslagern vor. bild: via Rare Historical Photos

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Die Wehrmachtssoldaten aus einem anderen Winkel fotografiert. bild via rare historical photos

Wie viele der NS-Schergen sich vom 1000-jährigen Reich in die Institutionen der jungen Bundesrepublik hinüberretten konnten, wurde erst in den 50ern und 60ern klar. Der notwendigen Auseinandersetzung mit diesen bösen Geistern und der Aufarbeitung der braunen Tage verdankt Deutschland, dass dort Mord seit 1975 nicht mehr verjährt.  

1998 belebte einer den Streit um Deutschlands grösste moralische Niederlage neu, von dem man es nicht erwartet hätte. Ausgerechnet bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Ausgerechnet in der Frankfurter Paulskirche, wo 1848 das erste deutsche Parlament tagte, bevor Preussen dem liberalen Treiben ein Ende setzte. Ausgerechnet Martin Walser ...

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Die Frankfurter Nationalversammlung im Juni 1848 – Sitzung des ersten gesamtdeutschen Parlaments (Kolorierte Zeichnung von Ludwig von Elliott von 1848) bild: gemeinfrei

Walser wittert eine «Instrumentalisierung der Schande»

Der Schriftsteller wollte einen Schlussstrich unter das ziehen, was ein Adolf Hitler, ein Adolf Eichmann und ihr antisemitischer Hass den Folge-Generationen hinterlassen haben. Dabei ist Walser beileibe kein Nazi: Ausdrücklich distanzierte sich der Autor in seiner Rede von den Machenschaften historischer wie moderner Rechtsradikaler. 

Der Vorsteher des Boersenvereins des Deutschen Buchhandels Gerhard Kurtze, rechts, ueberreicht dem Schriftsteller Martin Walser am Sonntag, 11. Oktober 1998, in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1998. (KEYSTONE/AP Photo/Bernd Kammerer)

Schriftsteller Martin Walser (links) im Oktober 1998 bei der Preisverleihung in der Frankfurter Paulskirche.  Bild: AP

Walser sagte aber auch, die Shoa dürfe nicht zu einer «Moralkeule» oder einem «Einschüchterungsmittel» verkommen: «Ich glaube entdecken zu können, dass öfter nicht das Gedenken, das Nichtvergessendürfen das Motiv ist, sondern die Instrumentalisierung unserer Schande zu gegenwärtigen Zwecken.»

Walser hatte das Gefühl, seine Nation könne nicht mehr normal sein. Der Deutsche habe keine Vergangenheit, auf die er sich berufen könne. Ein Empfinden, das er wohl mit dem einen oder anderen Landsmann teilte: Immer dieser Holocaust, in dem scheinbar alles versinkt. Der das, was gut war, unter sich begräbt.

Treffen der Schreibtischmörder: Die Teilnehmer an der Wannsee-Konferenz 1942

Eine Meinung: Ein guter Patriot ist der erste Kritiker seines eigenen Landes

Ich verstehe diese Haltung nicht: Warum sollte es so sein, dass es nur eine gute oder nur eine schlechte Vergangenheit gibt? Ist ein aufrechter Patriot nicht der erste Kritiker seiner Nation, um diese zu bewahren und zu bessern? Muss man nicht die dunklen Kapitel seines Landes kennen, um seinen Wandel zur modernen Nation einordnen und würdigen zu können?

Deutschland hat sich auf einem langen, schwierigen Weg eine Gedächtniskultur erarbeitet. Ganz im Gegensatz beispielsweise zur Türkei, die den Genozid an den Armeniern leugnet. Wie ein trotziges Kind verschliesst sich Ankara offensichtlichen historischen Tatsachen. Oder nehmen wir die USA, die ehrlicherweise einräumen müssten, dass ihre Nahost-Politik es war, die eine Iranische Revolution erst möglich gemacht hat.

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Ein deutscher Reisender fotografiert im April 1915 in Kharpert, wie Osmanen Armenier abführen bild: american red cross

In this Dec. 27, 1978 picture, an overturned truck with a Pepsi soft drink logo burns in the center of Tehran during riots which paralyzed the city. The popular revolt against the shah raised alarm bells in the West, which saw the shah as a trusted ally and counterweight to hard-line Arab regimes and Palestinian radicals. The face of the revolution was Ayatollah Ruhollah Khomeini, whose demeanor, vehemently anti-American rhetoric and stern interpretation of Islam challenged not only Western interests but also Western values. (AP Photo)

Iranische Revolution – Dezember 1978 in Teheran. Bild: AP

Natürlich sollen hier nicht der Holocaust, der in seinem Ausmass singulär ist, mit dem Genozid an den Armeniern oder einer Öl-Interessen unterworfenen US-Politik verglichen werden. Aber bei einem selbstkritischen Türken oder einem geschichtsbewussten Amerikaner wirkt Vaterlandsliebe doch gleich viel glaubwürdiger: Lieber ein sachliches Erinnern als jammerndes Verweigern historischer Fakten.

Aus der Geschichte für die Gegenwart lernen

Vielmehr helfen uns die Fehler von damals dabei, diese heute nicht zu wiederholen. Als etwa 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, sammelten sich die Deutschen begeistert auf den Strassen. Das Kaiserreich war zu einer wirtschaftlichen Weltmacht aufgeblüht, die 43 Jahre in Frieden gelebt hatte.

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Fatale Fehleinschätzung der Lage: Deutsche Rekruten 1914 auf dem Weg an die Front. Auf dem Waggon steht «Ausflug nach Paris» und «Auf in den Kampf, mir juckt die Säbelspitze».

Die Schrecken des Krieges waren einer ganzen Generationen fremd, das nationale Selbstbewusstsein dagegen enorm. Mit Pauken und Trompeten wanderte die naive, euphorisierte Menge in den Tod. Heute geniesst Europa eine noch nie dagewesene Periode von Koexistenz und Wohlstand, während die Zeitzeugen der Shoa aussterben.

Blutbad Verdun

Um der Jugend die Schrecken des Krieges und die Abgründe der KZs zumindest ansatzweise begreiflich zu machen, ist das Erinnern nötiger denn je. Die Geschichten der Überlebenden müssen aufgezeichnet und konserviert werden, um die Auseinandersetzung mit Populismus, Rassismus und Totalitarismus anzuregen.

Erinnert euch – Wehret den Anfängen!

Tut Deutschland das nicht, könnte sich Geschichte durchaus wiederholen. Während ein Martin Walser von der Shoa als «unsere Schande» sprach und vor dem Erinnern als blosse «Pflichtübung» warnte, gibt es heute Redner, die Deutschlands Schande vergessen machen wollen. Oder in deren Jargon: ausradieren.

Es ist inzwischen so weit, dass Propaganda wie aus dunkelster NS-Zeit benutzt wird, um in einer komplizierten, vernetzten Welt einfache, verlogene Konzepte unters Volk zu bringen. Die Rede ist von AfD-Mann Björn Höcke, der historische Fakten ganz unverhohlen in seinem Sinne umdeutet. «Die deutsche Geschichte wird mies und lächerlich gemach», polterte er jüngst in einer Rede.

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Höcke spricht in Dresden am Mitte Januar bei einem Treffen der AfD-Nachwuchspartei. screenshot: youtube

Und mit Blick auf das Berliner Holocaust-Mahmal provozierte er: «Wir Deutschen, also unser Volk, ist das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt setzt.» Die dreiste Dummheit, die er bei seinem Revisionismus an den Tag legt, ist bemerkenswert, denn der Deutsche erhält dafür viel Applaus.

Beispiel gefällig? «Unsere einst geachtete Armee ist von einem Instrument der Landesverteidigung zu einer durchgegenderten, multikulturalisierten Eingreiftruppe im Dienste der USA verkommen» sagte der gelernte Gymnasiallehrer.

The German ultimatum ordering the Dutch commander of Rotterdam to cease fire was delivered to him at 10:30 a.m. on May 14, 1940.  At 1:22 p.m., German bombers set the whole inner city of Rotterdam ablaze, killing 30,000 of its inhabitants.  (OWI)
NARA FILE #:  208-PR-10L-3
WAR & CONFLICT BOOK #:  1334

Rotterdam 1940 nach einer massiven Luftwaffe-Bombardierung und der anschliessenden Enttrümmerung. Landesverteidigung sieht anders aus. Bild: gemeinfrei

Zentralbild
II. Weltkrieg 1939-45
Überfall der faschistischen deutschen Wehrmacht auf Polen am 1.9.1939.
UBz: Flugzeugaufnahme des brennenden Warschaus, das am 27. September 1939 kapitulieren mußte.
3250-40

Warschau erlitt dieses Schicksal bereits 1939. Die Bombardierung Dresdens nennt Höcke in der rede ein «Kriegsverbrechen». bild: deutsches bundesarchiv

Rattenfänger alter Schule

Landesverteidigung? Nun ja, vielleicht ab 1944 – gezwungenermassen. Die tatsächlich für Landesverteidigung aufgestellte Bundeswehr ist seit ihrem Bestehen mit den USA verbündet. Dort dienen laut Herrn Höcke offenbar zu viele Frauen und Secondos, wobei Letztere offenbar per se niemals Deutsche sind und in die Gesellschaft integriert werden können.

Pervers, populistisch und paradox: Der rechte Politiker schliesst Menschen aus – und warnt gleichzeitig, dass der «soziale Friede durch Import fremder Völkerschaften existenziell gefährdet» sei. Die Schlagworte in seiner Rede klingen beunruhigend vertraut: Auf der einen Seite: «so genannte Antifaschisten», «wilde Horden», «kreischende, verhetzte, jugendliche Wirrköpfe», «staatsgefährdende Alt-Parteien», «kapitale Rechtsbrüche» und «willkürliches Übergehen geltender Gesetze».

epa05681115 Supporters of the 'Pegida' movement take part in a demonstration at the theatre square in Dresden, Germany, 18 December 2016. The 'Patriotic Europeans against the Islamisation of the Occident' ('Pegida') called-out for a demonstration in the state capital of Saxony.  EPA/ARNO BURGI

Sammelbecken der national Empörten und wütenden Bürger: Pegida-Umzug Mitte Dezember 2016 in Dresden. Bild: EPA/DPA

Und weiter: «erbärmliche Apparatschiks», «erstarrter Habitus», «ungeschützte Aussengrenzen», «rechtsfreie Räume», «Amtskirchen», «Masseneinwanderung», «Gewerkschaften», «Sozialindustrie» und ein «Staat in Auflösung». Und immer wieder die Reizworte von Rechtsaussen: «Multikulti», «Gender», «Neo-Liberalismus», «Amerikanisierung» und die «One-World-Ideologen».

«Ich habe es immer wieder gepredigt: Die AfD ist die letzte friedliche Chance für unser Vaterland.»

Björn Höcke

Auf der anderen Seite: ein «unbequemer Redner», «Patrioten», «historischer Verdienst», «Fundamentalopposition (als erster Schritt zur Tat)», «Mut-Bürger», eine «Bewegungspartei» und «reine, ehrliche, bescheidene, tiefe Vaterlandsliebe».

FILE - In this March 16, 2016 file photo Bjoern Hoecke, chairman of the Alternative fuer Deutschland (AfD) in the German state of Thuringia, leads the rally in Erfurt, central Germany. Hoecke plans to attend a memorial ceremony in the Buchenwald Nazi concentration camp on Holocaust Rememberance Day on Jan. 27, 2017 despite being to welcomed there.  (AP Photo/Jens Meyer, file)

Kalter Stratege: Björn Höcke ist klug genug, nicht die Abschaffung des Staates zu fordern, was in Deutschland den Verfassungsschutz auf den Plan rufen würde. Seine Klientel erreicht er stattdessen über verbale Umwege. Bild: Jens Meyer/AP/KEYSTONE

Wer derart vereinfacht, polarisiert und provoziert, hat es nicht weit bis zum nächsten Schritt – und dem Marsch in den Faschismus. Erst wurden in der NS-Zeit die jüdischen Mitbürger deportiert. Dann verschwanden Lesben, Schwule, Handicapierte. Dann «Kommunisten», Gewerkschafter, Feministinnen. Dann Oppositionelle, dann Andersdenkende.

Der Kampf um unsere Demokratie muss immer wieder neu ausgefochten werden. Wir sollten uns daran erinnern, an diesem Tag des Holocaust-Gedenkens, damit es morgen nicht unser Nachbar ist, der abgeholt wird. Oder wir selbst.

Tag des Gedenkens - auch an noch lebende Opfer

Am 27. Januar findet auf der ganzen Welt der Tag des Gedenkens an die Opfer der Shoa statt. Damit soll an die Millionen Opfer von Juden, Sinti, Homosexuellen, Behinderten, Zeugen Jehovas und politischen Dissidenten erinnert werden, die von den Nationalsozialisten in Deutschland ermordet wurden.

Eine besondere Rolle in diesem Gedenken spielen die Überlebenden des Nazi-Terrors: Weltweit leben noch über 490'000 Menschen, die meist über 80 Jahre alt sind. Sie sind die letzten Zeugen der damaligen Wirklichkeit: Sie können aufgrund ihrer Erinnerung authentisch über die systematische Ermordung, die Ideologie der Nazis berichten.

Lehren ziehen

Deshalb haben diese Menschen eine besondere Bedeutung in der Arbeit für die Genozid-Prävention. Auch in der Schweiz leben Menschen, die den Nazi-Terror überlebt haben. Oft haben sie sich aufgrund ihrer traumatischen Erlebnisse bis in ihr hohes Alter nicht getraut über ihr Schicksal zu sprechen.

Zudem leben viele von ihnen unter prekären finanziellen Bedingungen. Deshalb wurde vor einigen Jahren durch Anita Winter in der Schweiz die Gamaraal-Stiftung gegründet. Diese Stiftung unterstützt rund 80 Shoa-Überlebende. Gleichzeitig ermöglicht sie ihnen, über ihr Schicksal zu sprechen.

Zudem können sie der jungen Generation als letzte Zeugen im Rahmen der Genozid-Prävention über Gründe und Auswirkungen der Nazi-Ideologie berichten. «Diese Begegnungen zwischen den Generationen sind ebenso berührend wie die konkrete materielle Hilfe durch die Stiftung», weiss Anita Winter, Präsidentin Gamaraal Stiftung.

Das wurde aus der Führungsriege des «Dritten Reiches»

Albanerinnen und Albaner beschützten im 2. Weltkrieg Juden und Jüdinnen vor den Nazis

George Lincoln Rockwells «American Nazi Party»

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67
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    Alle Leser-Kommentare
  • The Origin Gra 30.01.2017 13:33
    Highlight Highlight Nun, als ich gerade aus dem ehemaligen KZ Dachau zum Bahnhof Dachau kam, ich war sehr Bedrückt als ich da rauskam obwohl das KZ noch kein Vernichtungslager war wie etwa Auschwitz, was aber angesichts der bereits Montierten Gas-Anlage wohl geplant war, fuhr ein Wagen auf den Bahnhofsplatz, bremste brüsk, zwei Typen die damals in meinem jetzigen Alter waren stiegen Halb aus, reckten die Rechten Arme empor und riefen Heil Hitler, stiegen wieder ein und rasten davon.
    Ich war damals echt Betroffen davon, es war wie ein Schlag mitten ins Gesicht nach all dem, was man im KZ gelesen hatte :(
  • ElendesPack 30.01.2017 08:18
    Highlight Highlight Genitiv Obiectus: Denkmal der Schande bedeutet, dass das, was das Denkmal abbildet, eine Schande ist (war) und zwar diejenige Deutschlands.
    Und nein: Es ist für kein Land normal, sich so oft und unter den Vorzeichen einer diffusen Schuld mit den negativsten Aspekten seiner Geschichte zu beschäftigen, wie die Deutschen das tun. Heute lebt noch eine Handvoll der Täter von damals, ausser man glaubte an die Erbsünde.
  • pamayer 30.01.2017 08:14
    Highlight Highlight Kann mich den Ausführungen von Martin Walser voll und ganz anschließen.

    Was etwas heikel ist, ist die völkerrechtswidrige Politik Israels heute, und wer diese kritisiert, wird als Antisemit bezeichnet.
    Israel hat seit einiger Zeit eine sehr rechtsgerichtete Regierung, welche möglichen Friedensprozessen vor allem Steine in den Weg legt. Auch sie sind nicht mehr die armen Opfer der Nazis, ebenso wenig, wie die Deutschen vor den Neonazis gefeit sind.
    • Majoras Maske 30.01.2017 09:34
      Highlight Highlight Nein, das stimmt nicht, dass Kritik an Israels Siedlungspolitik automatisch antisemitisch ist. Aber Antisemiten können die Kritik an Israels Siedlungspolitik missbrauchen um gegen Israel zu hetzen.
    • satyros 30.01.2017 10:12
      Highlight Highlight Kann man nicht einmal von Nazis reden, ohne dass gleich wieder Israel ins Spiel gebracht wird?
  • Skip Bo 29.01.2017 12:13
    Highlight Highlight Ehrliche Aufarbeitung?
    Im deutschen TV laufen fast nonstop Dokus über die Nazizeit.
    Bemerkenswert sind die Unterscheidungen zwischen Nazis und Deutschen: Verbrechen wurden nur durch Nazis verübt, Opfer von z. B. alliierten Bombardierungen oder gefallene Soldaten waren Deutsche. Für die Täter/Opferrolle gibt es unterschiedliche Bezeichnungen. Das gibt den Deutschen heute die Möglichkeit die Verantwortung auf die Nazis zu schieben. Dieser Spielraum wird genutzt
    Ich lege Wert auf die Tatsache, dass die heutige Generation in D nicht für die Taten ihrer Grosseltern verantwortlich ist.
  • MisterM 28.01.2017 23:37
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel. Bin auch sehr der Meinung, dass wir uns Vergangenes unserer Geschichte immer wieder vor Augen halten sollten, auch allen künftigen Generationen (ich sage "unserer Geschichte", denn so etwas wie der 2. WK betrifft nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt).

    Nur dank der Vergangenheit verstehen wir die Gegenwart, und dies wird uns auch in Zukunft helfen.

    Ein sehr passendes Zitat aus Lord of the Rings: "[...] you will read things out of the Red Book, and keep alive the memory of the age that is gone, so that people will remember the Great Danger[...]" Wie wahr...
  • Herbert Anneler 28.01.2017 15:17
    Highlight Highlight Ich bin beeindruckt von diesem Beitrag - eine Watson-Rosine! Dass Opfer der Shoa - Viktor Frankl und Shlomo Gruber mögen stellvertretend für viele andere genannt sein - nach der dunkelsten Stunde der Menschheit die Hand zur Versöhnung ausgestreckt haben, ist m. E. das hellste Zeugnis des Menschlichen schlechthin - für mich DAS Weltkulturerbe! Und: echte, wahre Reue gedeiht am besten an der Beteitschaft des Gegenübers, zu verzeihen. So wird Schuld nicht verdrängt oder abgestritten, so bleibt die Erinnerung wach und hilft den folgenden Generationen weiter auf dem Weg zu Frieden und Versöhnung.
  • Waedliman 28.01.2017 10:44
    Highlight Highlight Die beschriebene Gedächtniskultur der Deutschen mag der Grund dafür sein, dass demokratisches Verständnis in Deutschland stärker verankert ist, als z. B. in Österreich, wo man sich ja immer noch als Opfer des "Anschlusses" sieht und scheinbar noch immer nicht begriffen hat, dass dies ein freiwilliger Akt war, der vom Volk unterstützt wurde. Die Tendenzen in Europa, wo man in vielen Ländern überhaupt kein geschichtliches Bewusstsein zu haben scheint, das Zusammenhänge erkennt, sondern sich in nationalistischem Geschwafel ergießt, sind bedenklich und bedürfen einer drastischen Aufklärung.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 28.01.2017 14:37
      Highlight Highlight Paradoxerweise ist es gerade diese widerliche Vergangenheit, welche heute Deutschland nicht nur wirtschaftlich, sondern vorallem auch moralisch glaubwürdig in eine Führungsrolle drängt.

      Es gibt eine Warnung von Gorbatschow, mit einem konkreten Vorschlag:
      http://time.com/4645442/gorbachev-putin-trump/

      Deutschland als quasi-ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat (P+) könnte diesbezüglich Verantwortung übernehmen, die harten Verhandlungen vorantreiben, damit am Ende vielleicht eine Art Neu-Auflage des westfälischen Frieden entsteht.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Westf%C3%A4lischer_Friede
  • koks 28.01.2017 10:16
    Highlight Highlight Dazu auch passend die Situation der Holocaust-Überlebenden in den USA: Ein Drittel lebt in Armut.
    http://www.watson.ch/!579292027
    Schätze, das gilt für die Zeit unter Obama.
    • atomschlaf 28.01.2017 17:03
      Highlight Highlight Sagt nicht viel aus, da Altersarmut in den USA leider generell stark verbreitet ist!

      Geht es den Holocaust-Überlebenden denn schlechter als dem Durchschnitt der gleichen Altersgruppe?
  • Chihirovocale 28.01.2017 08:08
    Highlight Highlight Ich verstehe den Gedanken, dass ein deutscher Staatsbürger sich nicht ausschließlich mit der NS-Vergangenheit identifizieren will und finde das auch gut. Allerdings gepaart mit einem vernünftigen und kritischen Blick auf das Geschehene (gilt auch für alle anderen Nationen).

    Vereinfachung ist leider ein guter Nährboden für Ideologien, in unserer komplexen Welt finde ich es wichtig wissbegierig zu bleiben, zu hinterfragen und mehr als ein Medium zur information heranzuziehen... (Sorry Watson ;-) )
  • dommen 28.01.2017 00:55
    Highlight Highlight Dass der Krieg immer noch in den Köpfen präsent ist hat mit seiner Realität zu tun. Der 2. Weltkrieg hatte nichts mit politischen Interessen zu tun. Es waren die Nazis. Punkt. Es gibt keinen Vergleich, wo innerhalb von 25 Punkten Staatsbürgerschaften und der Vorbehalt nach Staatsämtern nach rassischen Kriterien definiert wurden. Dieser sozialdarwinistische Determinismus, der aufgrund von genetischen Argumenten das Prinzip des stärkeren einfordert, ist ein Kernpunkt dieser menschenverachtenden Ideologie. Und nein, man kann eine "normale Diktatur" nicht mit dem NS-Regime vergleichen.
  • Internetz 28.01.2017 00:49
    Highlight Highlight Die schandtaten der menschheit sollten generell nicht in vergessenheit geraten, dennoch waren die ermordeten von gestern schon oft die mörder von morgen. Unsere welt dreht sich... wir erinnern uns an dies und jenes. dabei geschah schon so vieles aus dem wir hätten lernen können und trotzdem gibt es menschen, die die welt mir anderen augen sehen, solche die es nicht schaffen so weit weit zu fühlen und andere, die es lieber anderen überlassen. Ich denke sehr oft nach, nehme die wut auf, nehme sie auseinander und lege sie weg. Ich liebe euch alle! Auch die, die angst davor haben! Gute nacht.
  • mitch01 27.01.2017 22:44
    Highlight Highlight Es braucht doch einfach ein gesundes Mittelmass. Rechtsextrem und Linksextrem ist nicht gut. Ich habe einfach Mühe damit, wenn man alle anders denkenden als dumm abstempelt.
    • phreko 27.01.2017 23:44
      Highlight Highlight Was ist andersdenkend? Wie soll man denn Braune bezeichnen?
    • Randy Orton 28.01.2017 00:10
      Highlight Highlight Ich sehe den Zusammenhang deines Kommentars zum Text und zum Gedenktag nicht? Oder wie viele linksextreme Politiker sitzen in deutschen Parlamenten und sind führende Figuren in wählerstarken Parteien?
    • sambeat 28.01.2017 00:38
      Highlight Highlight Absolut! Danke!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Oiproll 27.01.2017 22:24
    Highlight Highlight Hmmmm... wo bleibt denn roter riese?? Die anderen sind ja schon da!! Guter artikel,danke.
  • Linus Luchs 27.01.2017 22:23
    Highlight Highlight Danke, Philipp Dahm!

    Der Kampf gegen das Vergessen ist ein Kampf für die Zukunft, indem wir in der Gegenwart erkennen, was sich wiederholt, und uns mit aller Kraft dagegen wehren. Das ist heute so dringend notwendig wie noch nie seit 1945.
  • atomschlaf 27.01.2017 21:56
    Highlight Highlight Anfangs ein sehr guter Artikel, bis er dann in undifferenziertes und unreflektiertes AfD-Bashing absinkt.

    Über die Tatsache, dass die Positionen der AfD in der Migrations- und vielen anderen Fragen weitgehend denen einer klassisch konservativen Partei wie beispielsweise der früheren CDU entsprechen, wird bequemerweise grosszügig hinweggesehen.

    Der Faschismus droht in Deutschland kaum von der AfD. Im Gegenteil:
    Hiess es früher „Kauf nicht bei Juden!“ heisst es heute sinngemäss „Kauf nicht bei AfD-Sympathisanten!“

    Mal drüber nachdenken!
    • Enzasa 27.01.2017 22:52
      Highlight Highlight Also wenn unter Bildern von sinkenden Flüchtlingsbooten im Mittelmeer, Kommentare geschrieben werden, die Freude darüber ausdrücken oder Sprüche wie, wenigstens ein paar weniger und so, dann sind wir tiefer im Schlamm als "Kauf nicht bei Juden"
      Auch heute wird von der AFD, von anderen Gruppierungen und von vielen einzelnen Personen die Zugehörigkeit zu einer Religion mit negativen Eigenschaften gleichgesetzt und sogar kriminalisiert.
    • DieRoseInDerHose 27.01.2017 23:14
      Highlight Highlight Was für ein extrem unpassender Vergleich von AfD-Sympathisanten mit Juden... *kopfschüttel*
    • Nick Name 27.01.2017 23:48
      Highlight Highlight In den vergangenen Tagen habe ich annähernd Albträume bekommen - wegen diesem Mann, Björn Höcke. Philipp Dahm hat ihn m.E. sehr gut erfasst: Er ist mit seiner raffinierten Rhetorik brandgefährlich. Und mit seinen Ansichten in den deutschen 30er und frühen 40er-Jahren stehengeblieben. Mich schaudert es zu sehen, wie ihm Beifall gezollt und zugejubelt wird; da gilt es einfach dagegenzustehen, dagegenzureden, dagegenzuschreiben und zu -denken, klar und unnachgiebig.

      Und mich würde schon noch interessieren, wo genau im Artikel das undifferenzierte und unreflektierte AfD-Bashing sein soll.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thinktank 27.01.2017 21:36
    Highlight Highlight Den Holocaust kennt heute jeder nur noch aus Bilddokumenten und Anne Frank. Ausser ein paar Neonazis kommt niemand auf die Idee, dass dies nochmals stattfinden darf. Trotzdem fühlen sich die professionell Empörten berufen, jegliche nicht genehme Meinung als rechtsradikal zu verunglimpfen. Kein Mensch verfolgt oder hegt irgendwelche Aversion gegen Juden. Das verteidigen der eigenen Heimat gegen Eindringlinge ist ein Urtrieb der Menschen. Die wahren Nazis sind Linke, die das Leid der Juden missbrauchen, um ihre Pseudogutmesch-Ideologie gegenüber kritischen Stimmen zu rechtfertigen.
    • Kollani 27.01.2017 22:00
      Highlight Highlight "Kein Mensch verfolgt oder hegt irgendwelche Aversion gegen Juden" ach ja, schön wärs!
    • Aged 27.01.2017 22:13
      Highlight Highlight Mensch, Sie müssen einen kranken Hass auf Linke haben um solche Verdrehungen zu konstruieren.
      Das heisst aber auch *Thinktanks sind verkappte Nazis?!
    • atomschlaf 27.01.2017 22:28
      Highlight Highlight Das Perverse ist ja, dass Deutschland und Europa in grosser Zahl Menschen zuwandern lassen, die aus religiösen Gründen Juden hassen.
      In Frankreich hat dies bereits zu einer noch nie dagewesenen Auswanderungswelle von Juden nach Israel geführt!

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/antisemitismus-in-frankreich-zahl-juedischer-auswanderer-auf-rekordhoch-a-1069928.html
    Weitere Antworten anzeigen
  • Deathinteresse 27.01.2017 21:24
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel!
    Nein, man "übertreibt" es überhaupt nicht wenn es um dieses Thema geht. In einer Zeit, in der "Hitler" ein Modewort unter Jugendlichen geworden ist und es wieder salonfähig ist gegen Mindeheiten zu hetzen, ist es umso wichtiger, dass wir immer und immer wieder daran erinnern.
  • Thinkdeeper 27.01.2017 20:45
    Highlight Highlight Wie es scheint ist Nazionalisnus, populistische Ausgrenzung, Ausbeutung, Schuldzuweisungen und idealiesierung des Eigenutzes überall auf dem Vormarsch.

    Parallelen zur Geschichte aus der wir lehren sollten, sind für mich offensichtlich.

    Göbbels Propaganda ist heute "Marketing" und die Hetze "Alternative Fakten".
  • Thinkdeeper 27.01.2017 20:42
    Highlight Highlight Danke..Guter Artikel.
    Der Mensch verdrängt und vergisst leider gerne. Auch verdrängt er gerne die in ihm liegende dunkle selbstherrliche EGO und antisoziale Persönlichkeitsstörung und verspottet andere als "Gutmenschen".

    Deshalb ist es wichtig jegliches Unrecht immer wieder in Erinnerung zu rufen und auch als solches zu benennen und zu brandmarken.

    Das Unrecht beginnt im kleinen, begleitet von Machtmissbrauch und pseudo intelektuellen "Alternative Fakten", welche die offensichtliche Verblendung schonungslos aufzeigen.

    • Domino 28.01.2017 05:05
      Highlight Highlight Es heisst dissoziale Persönlichkeitsstörung. Und wenn du mehr darüber wüsstest, dann hättest du etwas anderes gemeint...
      ...und jetzt wirds kompliziert: was ist wenn muslimische Zuwanderer in Deutschland 'Juden ins Gas rufen'?
  • Spooky 27.01.2017 19:55
    Highlight Highlight Ich finde es super, dass der Mossad die heute noch lebenden Nazis zur Strecke bringt - oder es wenigstens versucht.

    Aber: Die deutschen Angestellten der Justiz (also die Richter und Funktionäre) aus der Nazizeit konnten problemlos auch nach dem Krieg ihre Jobs behalten.

    Der Vatikan verteilte Pässe an hohe Nazis.

    Wernher von Braun wurde von den Amis gehätschelt.

    Leni Riefenstahl wurde für ihre Propaganda nicht einmal bestraft.

    Man soll also nicht so tun, als ob etwas nach dem Krieg mit rechten Dingen zugegangen wäre.

    Es ist auch heute noch Chaos pur.
  • Majoras Maske 27.01.2017 19:47
    Highlight Highlight Ich denke Deutschland geht aktuell gut mit seinem Erbe um. Höcke wird daran ebenso wenig ändern wie Walser.

    Vergessen darf man es nicht und man sollte es nicht nur zum Schulstoff degradieren, den es gibt keine Garantie dafür, dass niemand auf die Idee kommt, so etwas nochmal zu versuchen. Aber schuldig fühlen muss man sich nicht mehr, sondern verantwortlich, dass es nicht vergessen geht. Ausserdem geht einem z. B. ein KZ immer noch so nahe, dass man nicht teilnahmslos dort steht.
    • bilbo 27.01.2017 21:12
      Highlight Highlight "Aber schuldig fühlen muss man sich nicht mehr, sondern verantwortlich, dass es nicht vergessen geht."

      Meine Worte!
  • Spooky 27.01.2017 19:22
    Highlight Highlight "Heute geniesst Europa eine noch nie dagewesene Periode von Koexistenz und Wohlstand..."

    Das sind Fake-News! Wohlstand gibt es in Europa nur noch für die oberen Zehntausend. Es muss so sein, dass die Journalisten auch zu den oberen Zehntausend gehören, sonst würden sie nicht so ein Unsinn schreiben.

    Schaut doch zum Beispiel nach Frankreich, wo die unteren Schichten gar nichts mehr zum Lachen haben, wo die Bauern sich umbringen, weil ihre Existenz am Ende ist.
    • Majoras Maske 27.01.2017 20:02
      Highlight Highlight Schau doch mal ins Geschichtsbuch wie arm die Leute vor hundert Jahren waren. Kein Vergleich!

      Und das Phänomen des Bauernselbstmords gibt es in der Schweiz übrigens auch, vor allem in der Waadt. Der Kanton Waadt hat das Personal für "Bauernseelsorge" verdoppeln müssen, nur geht das ja leider am eigentlichen Problem vorbei.
    • SanchoPanza 27.01.2017 20:27
      Highlight Highlight so einen Quatsch! Ja, es gibt die Lohn- & Vermögensschere ist viel zu gross und dagegen muss gekämpft werden. Aber verglichen mit JEDER Zeit des Krieges geht es Europa jetzt verdammt gut!
    • Thinkdeeper 27.01.2017 21:16
      Highlight Highlight Lieber Spooky

      Sie wiederlegen ihre Fake News Behauptung gleich selbst.

      Ich stimme überein, dass Einkünfte und Wohlstand ungerecht verteilt sind und die Wut über Abzockerei und Machenschaften wächst auch in mir.
      Ich stimme überein, dass jeder der psychisch krank wird, jeder Selbstmord, jeder Bürger der nicht in Würde leben kann, jeder der von Sozialhilfe abhängig wird, immer einer zuviel ist.
      Nur mit populistischen Argumente, Schuldzuweisungen,Rundumschläge lösen bzw. mindern wir dies nicht. Im Gegenteil wir lenken bewusst ab und behindern jene die redlich an den
      Veränderungen arbeiten.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Frank8610 27.01.2017 19:09
    Highlight Highlight Es ist wichtig dass der Holocaust nicht ins vergessen gerät.

    Jedoch übertreibt man ein bisschen wenn es um dieses Thema geht. In der Schule wird es mehrmals in verschiedenen Stufen durchgegangen. Und jedes Jahr kommen gefühlte 100 Filme zu diesem Thema raus.

    Andere Genozide in der Geschichte der Menschheit werden da ganz anders behandelt. Zum Beispiel der Massenmord an Indianer die in den Western fröhlich von Cowboys umgenietet werden, oder andere Genozide die fast nie thematisiert werden (Aborigenes, Armenier, Rwanda usw...)

    Es sollte kein Ranking unter Gräueltaten geben.
    • Thinkdeeper 27.01.2017 21:24
      Highlight Highlight Vollkommen richtig.
      Es gilt aber zu bedenken, dass früher Greueltaten andere Länder nie so systematisch durchgeführt wurden und das Unrecht des Holocaust von damaligen Volksmehr abgesegnet war.
    • Blutgrätscher 27.01.2017 21:32
      Highlight Highlight Auch ist es wichtiger, Schulkindern vor allem den Genozid im eigenen Vorgarten vor Augen zu führen.

      Die Amerikaner und Rwander haben gräueltaten begangen, jedoch bringt es vergleichsweise wenig, wenn wir den Schulkindern lang und breit die geopolitische Situation in Afrika und die postkolonialistischen Spannungen, welche dort zu Konflikten führen, erklären.
      Rwanda (sowie USA vor 200 Jahren) war eine Situation, die in Europa so kaum passieren kann, der Holocaust aber leider schon.
      Und deshalb ist es wichtig, dass es durchgekaut wird, bis es sitzt.
  • blobb 27.01.2017 19:02
    Highlight Highlight Super Artikel!
  • Olaf! 27.01.2017 18:50
    Highlight Highlight "Bombardierung Dresdens nennt Höcke in der rede ein " Unabhängig von der Qualität sollte man auch Reden von dem Typen gross schreiben ;)
    • Olaf! 27.01.2017 20:13
      Highlight Highlight Geht um den Rechtschreibefehler...
    • ujay 28.01.2017 09:53
      Highlight Highlight OMG, immer diese Oberlehrer. Den Fehler kannst du gerne behalten und vielleicht was zum Thema beitragen.
    • Olaf! 28.01.2017 11:30
      Highlight Highlight 😂 irgendwie ein wenig Komplexe? Was hat denn dein Kommentar jetzt zum Thema beigetragen? Meiner war ursprünglich dafür gedacht, auf einen kleinen Rechtschreibfehler aufmerksam zu machen, was immer noch konstruktiver ist als dein Kommentar.

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